UNSERE DEVISE: DIE UNTERSTÜTZUNG EIGENSTÄNDIGER KÄMPFE!

Wir sind ein Forum für Gewerkschaftsmitglieder, Ausgetretene und Nichtmitglieder. Wir wenden uns an Vollzeitbeschäftigte, prekär Beschäftigte, MigrantInnen, Auszubildende in Betrieben und Hochschulen, Erwerbslose und RentnerInnen. Weiteres findest Du in unserem Selbstverständnispapier. Wir treffen uns in der Regel jeden 1. Mittwoch im Monat. Siehe dazu die jeweilige Einladung!

Jour Fixe: Wer wir sind und was wir wollen archiv.labournet.de/GewLinke/profile/hamburg.pdf.

Erstellt: 28.12.2016 18:18 | Letzte Änderung: 28.12.2016 18:18

JFI 81-16 - in eigener Sache: Jour Fixe mit neuer Website und bei Facebook

JFI 81-16 - in eigener Sache: Jour Fixe mit neuer Website und bei Facebook

Jour Fixe Info 81-16. 12. Jahrgang – 28.12.2016

Aktuelle Sammlung von - vor allem - gewerkschaftspolitischen Artikeln, Beiträgen und Fakten als Ergänzung zu den Veranstaltungen des „Jour Fixe“ in Hamburg

In eigener Sache – Jourfixe mit neuer Website und bei Facebook
Jourfixe ist ab heute mit einer neuen Website am Start:
http://gewerkschaftslinke.hamburg
und jetzt auch bei Facebook zu finden:
https://www.facebook.com/jourfixe.gewerkschaftslinke.hamburg/
Solltet ihr ein Facebook-Konto nutzen, freuen wir uns über ein „Gefällt mir“.
Warum das Ganze? Die Website ermöglicht uns in einem Redaktionssystem mit mehreren Personen gemeinsam zu arbeiten und zu publizieren. Auch der Versand dieses Newsletters erfolgt ab heute über das Redaktionssystem. Dadurch sind wir für die Zukunft besser aufgestellt: die Arbeit lastet nicht mehr auf nur einer Person. Dieter wird entlastet, andere können einspringen und zuarbeiten wo nötig.
Mit dem Facebook-Auftritt wollen wir versuchen auch jüngere Kolleg*innen anzusprechen, die wir sonst nicht so gut erreichen. Wir werden bei Facebook die aktuellen Jourfixe-Termine als Veranstaltungen einstellen und die zentralen Artikel der Website dort posten.
Das bringt Besucher auf die Website und hoffentlich auch neue Newsletter-Abonnent*innen. Der Newsletter kann jetzt auch online abonniert und mit einem Klick auch wieder abbestellt werden (siehe ganz unten). Jourfixe genügt damit den gesetzlichen Vorschriften für den Newsletterversand. (Martin)

»Bildet euch, denn wir brauchen all eure Klugheit.
Bewegt euch, denn wir brauchen eure ganze Begeisterung.
Organisiert euch, denn wir brauchen eure ganze Kraft.«
(L’Ordine Nuovo)

00 Forderung des Pflegepersonals in Krankenhäusern: Keine Nacht allein!
01 Seit über drei Jahren: Streiks bei Amazon. Mit neuen Streikstrategien
02 Flexibilisierung 4.0. IGM: Ja, aber...
03 Jugend ohne Sicherheit: 20 bis 40 Prozent nur befristete Verträge
04 Gesetzliche Rente: Jeder Zweite im Alter von Armut bedroht
05 Aufschlußreicher Artikel von Daniel Behruzi: Streiks 2016
06 Streikmonitor zu Streikaktivitäten in Deutschland
07 Nein zum Säbelrasseln. Truppenverlegung stoppen!
08 Literaturempfehlung: Die letzten Tage des Weltkapitals
09 Interniew mit Denise Ngogi: Welche Rolle spielt die NUMSA heute in Südafrika?
10 Warnung vor Atomkrieg gegen China!
11 Blitzlicht ins Proletariat

00 Personalschlüssel in Krankenhäusern: Keine Nacht allein!

Ver.di ruft 21 Kliniken im Saarland zu Tarifverhandlungen auf. Am Ende sollen Regelungen stehen, die mehr Personal garantieren
http://www.jungewelt.de/2016/12-27/005.php

01 »Amazon sollte Personalkosten unnötig zahlen«

Beschäftigte ringen weiter um einen Tarifvertrag beim Versandhändler. Ihre Streikstrategien haben sie geändert.
Gespräch mit Thomas Schneider
http://www.jungewelt.de/2016/12-24/005.php

02 Flexibilisierung 4.0

Metallunternehmer fordern Aufweichung geltender Arbeitszeitregeln. Gewerkschaft auch dafür, wenn es Phasen verkürzter Erwerbstätigkeit gibt
http://www.jungewelt.de/2016/12-24/021.php

03 Jugend ohne Sicherheit

Unternehmen und Verwaltungen schließen mit ihren Beschäftigten immer öfter befristete Arbeitsverträge. Besonders betroffen sind junge Männer und Frauen: Von den 25- bis 30-Jährigen hat jeder Fünfte einen befristeten Arbeitsvertrag. Von den 20- bis 25-Jährigen sind es über 27 Prozent, und von den noch Jüngeren sogar über 40 Prozent.
https://wipo.verdi.de/publikationen/++co++e39289bc-c149-11e6-8b18-525400ed87ba

04 Gesetzliche Rente: Jeder Zweite im Alter von Armut bedroht

Millionen Arbeitnehmer in Deutschland sind von Altersarmut bedroht. Mehr als die Hälfte kann nur mit einer gesetzlichen Rente unter Grundsicherungsniveau rechnen, also weniger als 795 Euro. Das berichtet die "Saarbrücker Zeitung" und beruft sich auf Zahlen der Bundesregierung.
https://www.tagesschau.de/inland/rente-armut-101.html

05 Daniel Behruzi: Streiks 2016

Sehr empfehlenswert! Unbedingt lesen!
Trend zu fragmentierten Arbeitskämpfen setzt sich fort. Große Unterschiede zwischen Industrie- und Dienstleistungsbranchen
http://www.jungewelt.de/2016/12-27/058.php

06 Streikmonitor zu Streikaktivitäten in Deutschland
in der Zeitschrift Marxistische Erneuerung “Z”

http://www.labournet.de/politik/gw/kampf/streik/streikmonitor-zu-streikaktivitaeten-in-deutschland-in-der-zeitschrift-marxistische-erneuerung-z/

07 Bremerhavener Appell: Nein zum Säbelrasseln. Truppenverlegung stoppen!

Die US-Army verlegt ab 6. Januar 2017 eine komplette Panzerbrigade mit 4000 Soldatinnen und Soldaten und mehr als 2000 Panzern, Haubitzen, Jeeps und LKW über Bremerhaven zu NATO-Manövern, die neun Monate lang in Osteuropa stattfinden sollen.
http://www.bremerfriedensforum.de/pdf/bremerhavener_appell.pdf

08 Ernst Lohoff: Die letzten Tage des Weltkapitals

Literaturempfehlung
Kapitalakkumulation und Politik im Zeitalter des fiktiven Kapitals
http://www.krisis.org/2016/die-letzten-tage-des-weltkapitals/print

09 Südafrika/Azania
Interview mit Denise Ngogi: Welche Rolle spielt die NUMSA heute in Südafrika?

http://www.labournet.de/internationales/suedafrika/gewerkschaften-suedafrika/interview-welche-rolle-spielt-die-metallgewerkschaft-heute-in-suedafrika/
Anmerkung:
Wir bedanken uns bei Helmut Weiss von labournet! Das Interviews mit der Kollegin Ngogi bringt grundsätzliche Klarheit in die gewerkschaftlichen und politischen Verhältnisse in Südafrika. (DW)

10 Warnung vor einem einem Atomkrieg der USA und des Westens gegen China

Artikel des australischen Journalisten und Dokumentarfilmers John Pilger
http://www.luftpost-kl.de/luftpost-archiv/LP_16/LP18216_231216.pdf (acht Seiten)

11 Blitzlicht ins Proletariat

Dumping in der Fleischindustrie

Im April 2014 waren in der Fleischindustrie rund 41% mit Niedriglohn beschäftigt, in der Fleischverarbeitung sogar 44% (Der Schnitt solcher Niedriglöhner liegt bei allen sonstigen Wirtschaftszweigen bei 22%). Der Lohn eines Vollzeitbeschäftigten in dieser Branche ist im Schnitt nicht höher als 1.977 Euro (31.12.2015), während der regulär Beschäftigte über alle Wirtschaftszweige hinweg 3.084 Euro beträgt.
Quelle: Regierung auf Anfrage der Linkspartei – Junge Welt 14.11.2016

Vorbereitungsgruppe Jour Fixe

Kontakt
kontakt@gewerkschaftlinke.hamburg
Jour Fixe im Internet
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Erstellt: 27.12.2016 16:37 | Letzte Änderung: 27.12.2016 16:37

JFI 80-16 ++ EINLADUNG ZUM 147. JOUR FIXE: DIE FLÜCHTLINGSDEBATTE. MIGRATION-ARBEITSMARKT-INTEGRATION-GEWERKSCHAFTEN

Jour Fixe Info80-16.12. Jahrgang – 27.12.2016

Einladung zum 147. Jour Fixe am Mittwoch, 3. Januar um 18 Uhr 30 im Curiohaus, Rothenbaumchaussee 15 (Hofduchgang)

In der aktuellen halben Stunde berichten Kolleginnen aus der Gruppe "Gemeinsam Stark" von Beiersdorf über ihre Konflikte in den letzten vier Jahren im Betrieb, über Betriebsratsmobbing, Arbeitsgerichtprozesse, Abmahnungen.


Die Flüchtlingsdebatte:
Migration – Arbeitsmarkt – Integration - Gewerkschaften


Referat von Thilo Broschell
Er ist seit den 80er Jahren tätig in Erwerbslosen-Zusammenhängen in Hamburg und Berlin und in der stadtpolitischen Bewegung in Berlin aktiv. Er arbeitet mit bei: www.teilhabe-berlin.de

Kurze Einführung:
Wir erlebten, wie die Regierung der CDU/SPD 2015-2016   1,3 Millonen Flüchtlinge ins Land ließ („Willkommenskultur“).
Gleichzeitig erfuhren wir, dass die Industrie und übrige Wirtschaft von einem Bedarf von ca. 800 000 – 1000 000 neuen Arbeitskräften pro Jahr sprach.
Die Geflüchteten wurden sortiert nach ihrer Verwertbarkeit, mit Aufenthaltstiteln versehen, die Brauchbaren als neue Arbeitskräfte. Der Rest wird abgeschoben in "sichere" Herkunftsländer wie Afghanistan. Das Ganze wurde geplant, um „Lücken“ auf dem Arbeitskräftemarkt auszufüllen.

Dazu wird ein neues „Integrationsgesetz“ installiert, um den Aufenthalt für diese neuen, dynamischen, leistungswilligen und anpassungsfähigen Lohnarbeitskräfte zu ermöglichen und zu erleichtern. Gleichzeitig die Sanktionen für Hartz IV ausgeweitet und eine neue Kategorie eingeführt mit sogenanntem sozialwidrigen Verhalten.

Wir bekommen die Unruhe in der Bevölkerung mit dieser Politik im Interesse der Wirtschaft mit. Besonders die Stimmung unter Arbeitssuchenden gerade auch bei Hartz IV-Beziehern und den Niedrigverdienern in den Betrieben ist schlecht.
Sie wittern in den Flüchtlingen, eine neue Konkurenz um Lohnarbeitsplätze und um ihre Löhne. Haben sie damit Recht? Kommt da ein neuer Konkurrenzkampf auf die Beschäftigten zu?
Wird dadurch nicht Nationalismus und Rassismus geschürt, um die ArbeiterInnen zu spalten und aufeinander zu hetzen?
Welche Haltung nehmen wir Gewerkschafter zu diesen Fragen ein?
Welche Haltung vertreten diejenigen, die politisch antikapitalistisch aktiv sind?

Dazu wird Thilo Stellung nehmen.


Fragen an Thilo:
° Lage auf dem Arbeitskräftemarkt
Zur Lücke auf dem Arbeitsmarkt
Woher diese Lücke?
Wo sind diese Lücken am stärksten?
Warum werden keine Arbeitslosen eingestellt?
Ist es nur eine Frage der Qualifikation?
Welche Arbeitskräfte werden benötigt?

° Möglichkeiten?
Auffüllen des Marktes durch ausländische Arbeitssuchende.
Warum ist es profitabler für die kapitalistische Wirtschaft, auf Arbeitskräfte aus dem Ausland zurückzugreifen?

Welche Gesetze gab es bisher und wie wurden sie der neuen Situation angepasst?
Inwieweit werden inländische Arbeitssuchende werden durch verschärfte Hartz-Bestimmungen und Rechtsverordnungen gezwungen, sich der schlecht bezahlten Ausbeutung zu stellen?
Inwieweit wird der Einsatz der ausländischen Arbeitssuchenden durch das neue Integrationsgesetz erleichtert?

 ° Lage unter den ArbeiterInnen
Warum steigen die Löhne nicht bei der großen Nachfrage nach Arbeitskraft?
Gibt es einen neuen Konkurrenzkampf, neue Spaltungen?
Zur Neuzusammensetzung der Arbeiterklasse.
Es geht gerade nicht um dem Ausbau des Niedriglohnbereiches sondern darum, die Beschäftigten an den Arbeitsplatz zu fesseln. In vielen Bereichen der verdichteten Arbeit reagieren die Beschäfigten individuell mit häufigen Arbeitsplatzwechseln.

Gewerkschaften verschlafen die aktuelle Entwicklungen nicht nur bei den Flüchtlingen sondern schon die letzten Jahre mit der Zuwanderung aus den in die Verarmung getriebenen Menschen des südlichen Europas nach Deutschland.

Die Neukonstituierung der Arbeiterklasse
Die Zugewanderten der letzten Jahre und die aktuellen Migranten leben und arbeiten unter besonders schlechten Verhältnissen.
Wo entsteht Widerstand?
*Unterstützung von Selbstorganisationsansätzen wie z.B. der Gruppe GAS. (Diese Gruppe mit KollegInnen aus Spanien gibt es in mehreren Städten Deutschlands)
*Solidarität herstellen im Kampf gegen Ausbeutung, Nationalismus und Rassismus.

Interview von Jan Ole Arps mit Thilo Broschell:
https://www.akweb.de/ak_s/ak621/45.htm


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Letzte Meldung:
Vom Genossen Franz aus Rom, Vatikanstr. 1, erhalten wir folgende Botschaft für das nächste Jahr mit der Bitte, sie weiterzuverbreiten. Das tun wir gern!

In diesem System, das dazu neigt, alles aufzusaugen, um den Nutzen zu steigern, ist alles Schwache wie die Umwelt wehrlos gegenüber den Interessen des vergötterten Marktes, die zur absoluten Regel werden. (…) Auf diese Weise erzeugt die soziale Ungleichheit früher oder später eine Gewalt, die der Rüstungswettlauf nicht löst noch jemals lösen wird. Er dient nur dem Versuch, diejenigen zu täuschen, die größere Sicherheit fordern, als wüssten wir nicht, dass Waffen und gewaltsame Unterdrückung, anstatt Lösungen herbeizuführen, neue und schlimmere Konflikte schaffen. Wir dürfen nicht mehr auf die blinden Kräfte und die unsichtbare Hand des Marktes vertrauen. (…) Man muss kämpfen, um zu leben – und oft auch nur, um ein wenig würdevoll zu leben.“

Anmerkung:
Dem Genossen Franz ist weitgehend zuzustimmen. Aber wir wollen nicht nur "ein wenig würdevoll" leben - sondern unsere volle Würde leben! Aber der Genosse Franz ist auf dem guten Weg vom linken Sozialdemokraten zum Kommunisten/Anarchisten! (DW)


Erstellt: 24.12.2016 00:00 | Letzte Änderung: 24.12.2016 00:00

JFI 79-16 ++ 5 Berichte Thema Krankenhaus ++ 4 Berichte Thema Rente und Soziales ++ Zalando ++ Amazon ++ Leiharbeit ++ Stellenausschreibung W 3

Jour Fixe Info 79-16. 12. Jahrgang – 23.12.2016

Aktuelle Sammlung von - vor allem - gewerkschaftspolitischen Artikeln, Beiträgen und Fakten als Ergänzung zu den Veranstaltungen des „Jour Fixe“ in Hamburg


Ankündigung:
Jour Fixe am 4. Januar zum Thema Migration, Arbeitsmarkt, Integration. Mit Thilo Broschell aus Berlin.
In der aktuellen halben Stunde: Kolleginnen der Gruppe "Gemeinsam Stark" von Beiersdorf berichten über ihre Situation. (Einladung demnächst)


00 Im Krankenhaus ist der Mensch kein Mensch mehr!
01 Klinik-Privatisierung in Hamburg: Hamburg übern Tisch gezogen
02 Der Asklepios-Deal: Die CDU hat Hamburgs Vermögen veruntreut
03 Und auf einmal im Krankenhaus
04 Personalbemessung in Krankenhäuser: verdi macht ernst!
05 Präsidentschaftskandidat der Linkspartei für radikalen Sozialumbau
06 Rente rauf!
07 Heute Show zum Thema: Rente
08 ver.di-Vorsitzender Frank Bsirske zur Rentenpolitik und der drohenden Altersarmut
09 Arbeitsrechte bei Zalando: Pausenstreit der Picker und Packer
10 Weihnachtsstreiks bei Amazon – bis zum 24. Dezember 2016!
11 Mag Wompel (labournet): »Dieser Tarifvertrag verhindert ›Equal Pay‹«
12 iGZ und BA planen gemeinsames Integrationsprojekt: „Zeitarbeit baut Brücken“
13 Hartz IV-Widerstand: „Wenn Unrecht zu Recht wird, wird Widerstand zur Pflicht“
14 Hamburger Paula-Mielke-Preis vergeben: Ein Stück Würde zurückgegeben
15 Geheimgutachten zu S 21: Ausstieg auf der Tagesordnung
16 Jakob Augstein: Ich fürchte die Rechten mehr als die Terroristen
17 Holland mag Papierlose. Als Hausangestellte ohne Rechte – Widerstand braucht Solidarität
18 Türkei: Prozessbeobachtung Ankara 7. und 8.11. von Holger Griebner
19 Ehemalige US-Geheimdienstler: Keine Hackerangriffe aus Rußland!
20 Unabhängige ukrainische Gewerkschaften gegen das neue Arbeitsgesetz
21 Serbien: Die selbstverwaltete Fabrik Jugoremedija wird wegen Insolvenz geschlossen
22 In Gémenos haben Arbeiter_innen dem Konzern Unilever eine Teebeutelfabrik abgetrotzt
23 LabourNet braucht Solidarität: Gewerkschaftsplattform fehlt finanzieller Support
24 Albrecht Müller von Nachdenkseiten schrieb zum Terror: … Dazu eine Anmerkung!
25 Brief an den Weihnachtsmann. Von Erich Kästner (1930)
26 Stellenausschreibung 30 Std. in W 3
27 Blitzlicht ins Proletariat

00  Ex-Chefarzt rechnet ab:
"Im Krankenhaus ist der Mensch kein Mensch mehr"
Krankenhäuser als Fabriken, die Mediziner entmündigt - so beschreibt der ehemalige Chefarzt Ulrich Hildebrandt das System privater Klinikkonzerne. Für Patienten bringe das ein hohes Risiko mit sich....
Man ist innerlich gepolt auf Wirtschaftlichkeit, das ist wie eine Gehirnwäsche.
http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/ulrich-hildebrandt-ex-chefarzt-rechnet-mit-dem-kliniksystem-ab-a-1126561.html

01  Klinik-Privatisierung in Hamburg: Hamburg übern Tisch gezogen
Der Spiegel wühlt den Konflikt um die 2004 privatisierten Hamburger Kliniken neu auf. Im aktuellen Heft berichtet das Magazin nicht nur über Zustände in den Klinken, sondern auch über das Vertragswerk, mit dem der damalige CDU-Senat die Krankenhäuser an Asklepios verkauft hat.
https://www.taz.de/Klinik-Privatisierung-in-Hamburg/!5366274/

02  Der Asklepios-Deal: Die CDU hat Hamburgs Vermögen veruntreut
http://www.jungewelt.de/2016/12-21/039.php

03  Und auf einmal im Krankenhaus
Niemand ist wirklich davor gefeit, plötzlich ins Krankenhaus zu müssen. An einen Ort zu kommen, an dem sich die Sparpolitik in der Gesundheitsversorgung im wahrsten Sinn der Worte am eigenen Leib erfahren lässt. Unsere Redaktionskollegin hat es erlebt. Von Jenny Mansch
http://publik.verdi.de/2016/ausgabe-08/gesellschaft/hintergrund/seiten-12-13/A0

04  Personalbemessung in Krankenhäuser: verdi macht ernst!
Nachdem ver.di im vergangenen Jahr an der Charité erstmals einen Tarifvertrag erstreikt hat, mit dem das Berliner Uniklinikum verpflichtet wird, zusätzliches Personal einzustellen und für eine Entlastung seiner Angestellten zu sorgen, wollen andere diesem Beispiel nun folgen. Am Montag forderte ver.di offiziell alle 21 Krankenhausträger des Saarlands zu Verhandlungen über einen »Tarifvertrag Entlastung« auf. Dies sei »der Auftakt für eine bundesweite Tarifbewegung, die alle Träger umfasst – gleich ob öffentlich, freigemeinnützig, konfessionell oder privat«, heißt es in einer Mitteilung der Gewerkschaft.
https://www.jungewelt.de/2016/11-15/037.php?print=1

05  Präsidentschaftskandidat der Linkspartei für radikalen Sozialumbau
Christoph Butterwegge, Kandidat der Partei Die Linke für das Bundespräsidentenamt, fordert von der kommenden Bundesregierung einen Umbau des Sozialstaats und der Steuerpolitik. »Um ein weiteres Auseinanderfallen der Gesellschaft zu verhindern, brauchen wir als materielle Grundlage eine Umverteilung von oben nach unten«, sagte der Armutsforscher,
https://www.neues-deutschland.de/artikel/1036253.butterwege-fordert-radikalen-sozialumbau.html

06  Rente rauf!
"Wenn ich an die Rente denke, mache ich mir große Sorgen!", Testimonials zur Rentenkampagne
Kämpfen wir gemeinsam für einen Kurswechsel.
Stärken wir die gesetzliche Rente!
http://bit.ly/2gg5hjZ

07  Heute Show zum Thema: Rente
https://www.zdf.de/comedy/heute-show/somuncus-rentenclou-102.html
Diese Petition wird versendet an: Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft
Online-Petition bei change.org: www.change.org/wuerdevolleRente

08  Auszüge aus einer Rede des ver.di-Vorsitzenden Frank Bsirske zur Rentenpolitik und der drohenden Altersarmut
Auf die Frage: "Wie schätzen Sie die gesetzliche Rente ein, die Sie später einmal aus ihrer Erwerbstätigkeit erhalten werden?" antworten aktuell 42 Prozent der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer mit: "Es wird nicht ausreichen." Und weitere 40 Prozent sagen: "Es wird gerade so ausreichen." Diese Diagnose ist zutreffend.
http://publik.verdi.de/2016/ausgabe-08/gewerkschaft/brennpunkt/seite-3/A0

09  Arbeitsrechte bei Zalando: Pausenstreit der Picker und Packer
"Mitarbeiter kritisieren Zalando: Pausenregeln seien zu rigide, Gehälter zu niedrig. Nach Protesten bewegt sich der Online-Händler – etwas. (...) Die Zustände bei Zalando Brieselang könnten sich nun ändern. In diesem Jahr haben 700 der 1.200 Beschäftigten in Brieselang, angestoßen vom Betriebsrat, gegen die Praxis per Unterschriftensammlung protestiert. Später haben bei einer Befragung 95 Prozent der TeilnehmerInnen ihren Unmut über die Pausenregel geäußert..."
https://www.taz.de/Arbeitsrechte-bei-Zalando/!5365037/

10  Weihnachtsstreiks beim größten Online-Kaufhaus Amazon – bis zum 24. Dezember 2016!
Ausweitung der Weihnachtsstreiks bei Amazon – auch Beschäftigte in Leipzig und Bad Hersfeld legen die Arbeit nieder
"Auch in den Amazon-Versandzentren Leipzig (Sachsen) sowie Bad Hersfeld (Hessen) hat die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) zum Streik aufgerufen. Damit befinden sich die Beschäftigten an sechs Standorten des weltweit größten Online-Kaufhauses bis einschließlich 24. Dezember 2016 vorläufig im Ausstand..." ver.di-Meldung vom 23.12.2016
http://www.verdi.de/presse/pressemitteilungen/++co++78024fa2-c85b-11e6-a97a-525400940f89

11  »Dieser Tarifvertrag verhindert ›Equal Pay‹«
Mit Zustimmung der Gewerkschaften kann Leiharbeitern gleicher Lohn für gleiche Arbeit verwehrt werden.
Gespräch mit Mag Wompel
"... Es ist tatsächlich zu beobachten, dass die Politik derzeit dazu tendiert, in Gesetze solche Tarifvorbehalte einzubauen. Darauf beruht auch eine Hypothese, warum sich der DGB überhaupt auf eine Regelung wie jene in der Leiharbeit einlässt. Es soll nur nicht die Runde machen, dass diese Tarifverträge nichts verbessern. Eher sind die Gewerkschaften hier Verhinderer besserer Arbeitsbedingungen." Interview von Johannes Supe in junge Welt vom 21.12.2016
http://www.jungewelt.de/2016/12-21/035.php

12  iGZ und Bundesanstalt für Arbeit planen gemeinsames Integrationsprojekt: „Zeitarbeit baut Brücken“
"„Wir sehen die Zeitarbeitsunternehmen als eine Art ‚Kümmerer‘ für die Flüchtlinge“, erklärt Julia Rösmann, Teamleitung des Integration Points der Bundesagentur für Arbeit (BA) Ahlen – Münster, die Rolle der Zeitarbeit im geplanten Modellprojekt. Gemeinsam mit dem Interessenverband Deutscher Zeitarbeitsunternehmen (iGZ) möchte die BA die Eingliederungschancen von Flüchtlingen in den Arbeitsmarkt erhöhen..." iGZ-Meldung vom 21.12.2016 - so sieht Intergration aus...
https://www.ig-zeitarbeit.de/presse/artikel/zeitarbeit-baut-bruecken
Wir erinnern an die Meldung "BDA-Vize Braun wirbt für Zeitarbeit für Flüchtlinge" vom Februar 2016
http://www.labournet.de/?p=93088

13  Hartz IV-Widerstand: „Wenn Unrecht zu Recht wird, wird Widerstand zur Pflicht“

"Die Hartz-Gesetze stehen synonym für ein System aus Lohnsenkungen, Verarmung, Entrechtung und den Kampf gegen Arme statt gegen Armut. Sie eröffneten das Dauerfeuer auf Lohnabhängige und forcierten eine Entwicklung hin zum Boom der Leiharbeitsbranche, die aus gutem Grund auch als „moderner Sklavenhandel“ kritisiert wird. Dank der neoliberalen Ideologie, die die Armen für ihr Elend selbst verantwortlich macht und verpönt, ist der reale Widerstand der Betroffenen gegen die ihnen beständig zugefügten Demütigungen oft gering. Dass das nicht so sein muss, erfuhr Jens Wernicke im Gespräch mit dem Anti-Hartz IV-Aktivisten Manfred Bartl...“
http://www.nachdenkseiten.de/?p=36319
Siehe dazu seinen Blog: http://so-zi-al.myblog.de/
und die Mainzer Initiative gegen HARTZ IV
http://hartz4-muss-weg.de/


14  Hamburger Paula-Mielke-Preis vergeben:
Ein Stück Würde zurückgegeben
ver.di Hamburg zeichnet die Belegschaft des Deutschen Schauspielhauses für ihre Hilfe für Geflüchtete aus. Auch Bea Trampenau geehrt
http://publik.verdi.de/2016/ausgabe-08/gewerkschaft/regional/seite-7/copy_of_A1

15  Geheimgutachten zu S 21: Ausstieg auf der Tagesordnung
"Auf der 350. Montagsdemo in Stuttgart hat Winfried Wolf den aktuellen Zwischenstand zum Scheitern von Stuttgart 21 vorgetragen. In seinem Redebeitrag geht er auch auf die Beurteilung des großen Risikos ein, das im Geheimgutachten der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft KPMG und der Schweizer Ernst Basler + Partner AG zwar im Hauptteil erörtert, aber in der Zusammenfassung nicht mehr zu finden ist: Wasser im Untergrund, das den Gipskeuper unter Gleis und Bahnhof in Bewegung bringen wird. Die ausführliche Diskussion der Fakten und Zusammenhänge enthält sein Beitrag im aktuellen Heft 36 von lunapark21, hier vorab…" Beitrag bei Lunapark21 vom 18. Dezember 2016, in dem der Artikel "KPMG zwischen Auftrag und unkontrollierbarem Untergrund" von Winfried Wolf aus der aktuellen lp36 dokumentiert ist
http://www.lunapark21.net/geheimgutachten-zu-s21-ausstieg-auf-der-tagesordnung/


16  Jakob Augstein: Wenn ich an Deutschland denke, dann fürchte ich die Rechten mehr als die Terroristen.
http://www.spiegel.de/politik/deutschland/anschlag-in-berlin-es-reicht-kolumne-a-1127106.html

17  Holland mag Papierlose. Als Hausangestellte ohne Rechte – deren Widerstand braucht Solidarität
Keineswegs nur in den USA oder der BRD gibt es das: Hausangestellte, denen man keine Rechte zubilligt, die aber gerade deswegen sehr gefragt sind. Und wenn sie sich wehren, sollen sie raus, nicht nur bei Trump, sondern auch in den Niederlanden. Jacqueline Contreras und Francia Galeano sind Sprecherinnen der United Migrant Domestic Workers in den Niederlanden – und ihr Kampf ist Gegenstand von leider zwei Dokumentarfilmen. Leider zwei, weil der erste Film über ihren Widerstand gegen die Situation von Frauen mit ungesichertem Aufenthaltsstatus berichtet – während der zweite Film, vom Juni 2016 über ihren Kampf gegen die drohende Abschiebung geht, eine Auseinandersetzung, die immer noch nicht abgeschlossen ist. Die  Filme von Anne Frisius sind auf Vimeo dokumentiert und mit je folgender knapper Einleitung versehen
http://www.labournet.de/?p=108997

Anmerkung:
Die Kollegin Anne Frisius aus Bremen referierte auf unserem 134. Jour Fixe am 4.11.15 und zeigte vorher den von ihr und Monica Orjeda gedrehten Film "Dringend gesucht - Anerkennung nicht vorgesehen". (DW)

18  Prozessbeoachtung von Holger Griebner in Ankara am 7. und 8.11.
Am 10.10.15 sind mitten in Ankara 106 Menschen durch einen Bombenanschlag getötet und hunderte schwer verletzt worden. Die Bomben detonierten in einer Massendemonstration mit der Losung: Dem Krieg zum Trotz. Frieden jetzt. Sofort.
Im Auftrag des Hamburger Forums für Völkerverständigung und weltweite Abrüstung und als ver.di-Aktiver habe ich den Prozessauftakt beobachtet. (Bitte scrollen, Seite 2 bis 4)
http://www.hamburgerforum.org/pdf/Rundbrief-8-2016.pdf

19  USA
Ehemalige US-Geheimdienstler: Keine Hackerangriffe aus Rußland!
http://www.nachdenkseiten.de/?p=36395#more-36395

20  Unabhängige ukrainische Gewerkschaften gegen das neue Arbeitsgesetz
Es ist ja keineswegs so, als ob die Arbeitsbedingungen für die Beschäftigten in der Ukraine in irgendeiner Weise angenehm, menschlich oder was auch immer wären – bei welcher auch immer Regierung. Wenn Oligarchen an der Macht sind, dann gilt erst recht, arbeiten gefälligst – egal welcher Couleur sie sein mögen... Unpassend nur, wenn es auch unabhängige Gewerkschaftsgruppierungen gibt, die die Opposition gegen die Sklavenhalterregime des modernen Kapitalismus organisieren  - und dies, erstmals seit längerer Zeit, durchaus nicht ohne Erfolg. Siehe dazu zwei Beiträge über eine Konferenz alternativer Gewerkschaften und die vorherigen Debatten unabhängiger Gewerkschaftsgruppierungen
http://www.labournet.de/?p=109101


21  Serbien
An der kapitalistischen Realität gescheitert
Die selbstverwaltete Fabrik Jugoremedija wird wegen Insolvenz geschlossen
...Allerdings haben sich auch einige Arbeiter_innen während ihres Kampfes politisiert und radikalisiert. Branislav sagt: »Ich glaube, wir können nicht mehr gegen den Bankrott und die schlechte Privatisierung kämpfen, sondern nur durch einen organisierten Kampf und durch eine soziale Bewegung die derzeitigen Verhältnisse verändern.«
https://www.akweb.de/ak_s/ak622/23.htm

22  Frankreich
Darauf einen 1336. In Gémenos bei Marseille haben Arbeiter_innen dem Konzern Unilever eine Teebeutelfabrik abgetrotzt

"Die ehemalige Teebeutelfabrik Fralib in Gémenos bei Marseille: Nach dem Schichtende um 14 Uhr führt Omar durch die Hallen, erklärt den Produktionsprozess und erzählt die Geschichte dieser Fabrikübernahme, deren Schutzpatron Che Guevara immer noch als Stencil groß über der Lkw-Rampe prangt. " Artikel von Alix Arnold in ak - analyse & kritik Nr. 622 vom Dezember 2016 (pdf) - wir danken der Autorin und der ak-Redaktion!
http://www.labournet.de/wp-content/uploads/2016/12/fralib_ak622.pdf


23  LabourNet braucht Solidarität:
Gewerkschaftsplattform fehlt finanzieller Support
http://www.labournet.de/ueber-uns-artikel-sendungen-und-vortraege/

24  Albrecht Müller von Nachdenkseiten schrieb neulich zum Terror, jetzt auch in Deutschland:
Ob die Deutschen mal begreifen, dass sie die Gewalttaten auch ihrer Bundeskanzlerin und den Kriegen ihrer Freunde in den USA etc. zu verdanken haben?“
http://www.nachdenkseiten.de/?p=36375#more-36375
Das ist zu ergänzen:
Es ist unerhört, daß der Terror nach Deutschland kommt! Es ist unser Privileg, daß wir den Terror in die Welt tragen, historisch (zwei Weltkriege) und jetzt wieder (die Bundeswehr befindet sich an 13 Einsatzorten weltweit). Aber das ist kein Terror sondern es geht um die Verbreitung von Demokratie und Freiheit – und die Sicherung unserer Rohstoffe, wie es uns unser Ex-Bundespräsident Köhler erläuterte.
Natürlich nutzen wir unsere technisch-zivilisatorische Überlegenheit, um bei den Einsätzen unsere Soldaten möglichst wenig zu gefährden. Am besten durch unerreichbar hoch fliegende Flugzeuge und Drohnen. Wir begeben uns nicht auf das Niveau, die Zivilisten mit Sprengstoffgürteln und LKW´s zu töten. Falls das doch hin und wieder passiert, ist das unvermeidbarer Kollateralschaden, und wir zahlen womöglich eine Entschädigung (1.500 Dollar pro Person bei Tanklasterbombardierung in Afghanistan).
Tote in Deutschland durch Terror wollen wir nicht! Wenn schon Tote, z.B. im Straßenverkehr (früher 11.00 pro Jahr, jetzt nur noch 4.000), dann nur durch unseren eigenen zivilisatorischen Wahnsinn und nicht durch fremdländische wahnsinnige Gotteskrieger!
In diesem Sinne: Fröhliche Weihnachten. (DW)

25  Erich Kästner. Brief an den Weihnachtsmann (1930) Aus: Die Weltbühne

Lieber, guter Weihnachtsmann,
weißt du nicht, wie's um uns steht?
Schau dir mal den Globus an.
Da hat einer dran gedreht.

Alle stehn herum und klagen.
Alle blicken traurig drein.
Wer es war, ist schwer zu sagen,
keiner will's gewesen sein.

In den Straßen knallen Schüsse.
Irgendwer hat uns verhext.
Lass den Christbaum und die Nüsse
Diesmal, wo der Pfeffer wächst.

Lege die Industriellen
kurz entschlossen übers Knie.
Und wenn sie sich harmlos stellen,
glaube mir, so lügen sie.

Ziehe denen, die regieren,
bitteschön, die Hosen stramm.
Wenn sie heulen und sich zieren,
zeige ihnen ihr Programm.

Komm erlös uns von der Plage,
weil ein Mensch das gar nicht kann,
Ach das wären Feiertage,
lieber, guter Weihnachtsmann!


26  Stellenausschreibung (30 Stunden/Woche) in W 3
http://www.w3-hamburg.de/sites/default/files/bilder/w3-stellenausschreibung_2017_final.pdf

27  Blitzlicht ins Proletariat
Altersarmut: Warum arbeiten ältere Menschen immer häufiger?Sich beim Flohmarkt das Notwendige zur Alterssicherung hinzuverdienen – das ist nicht neu. Viele andere Altersarbeit schon.
Die Zahl der über 75-Jährigen mit Minijob hat sich binnen zehn Jahren verdoppelt.
Neue Zahlen aus dem Arbeitsministerium legen nahe, dass die Rente schon heute für viele ältere Menschen nicht zum Leben reicht.
Die Zahl der RentnerInnen mit Minijobs steigt sprunghaft an, wie aus einer aktuellen Antwort der Bundesregierung  hervorgeht. Fast eine Million Menschen, die älter sind als 65 Jahre, hatten Ende vergangenen Jahres einen Minijob. Zehn Jahre zuvor waren es rund ein Drittel weniger. Die Zahl der Frauen und Männer, die bereits das 75. Lebensjahr vollendet haben und immer noch jobben, hat sich binnen zehn Jahren sogar mehr als verdoppelt – auf rund 176 000.
Quelle: Frankfurter Runschau
http://www.fr-online.de/politik/altersarmut-immer-mehr-rentner-arbeiten,1472596,34692858.html



Erstellt: 18.12.2016 20:12 | Letzte Änderung: 18.12.2016 20:12

JFI 78-16 ++ Rede im Klartext von Winfried Wolf zu S 21 ++ Diskussion um Ulrike Herrmann ++ 2000 Panzer und radioaktiver M üll in Norddeutschland

Jour Fixe Info78-16. 12. Jahrgang – 18.12.2016

Aktuelle Sammlung von - vor allem - gewerkschaftspolitischen Artikeln, Beiträgen und Fakten als Ergänzung zu den Veranstaltungen des „Jour Fixe“ in Hamburg


Ankündigung:
Jour Fixe am 4. Januar zum Thema Migration, Arbeitsmarkt, Integration. Mit Thilo Broschell aus Berlin. In der aktuellen halben Stunde: Kolleginnen der Gruppe "Gemeinsam Stark" von Beiersdorf berichten über ihre Situation. (Einladlung demnächst)


00 Klartext-Rede von Winfried Wolf auf der 350. Montagsdemo in Stuttgart
01 Moderne Sklaven im Führerhaus
02 Schottland: Amazon-Mitarbeiter schlafen in Zelten neben Lager
03 «Arbeiten 4.0» - Agenda-Building für eine neue Flexibilisierungsoffensive
04 Literaturempfehlung: Schatten des Reichtums
05 Zuschriften an Jour Fixe Info
06 Aleppo und Mosul: Die Guten und die Bösen (Daniela Dahn)
07 Eine gute Aufklärung über die Identiäre Bewegung
08 2000 US-Panzer und LKW auf dem Weg ins Baltikum – über Kiel und Lübeck
09 Radioaktiv durch Hamburg – 41 mal in drei Monaten – im Schneckentempo
10 Wir trauern um Eckart Spoo
11 Sadiq al-Azem, der große syrische Philosoph, ist in Berlin verstorben
12 Italien: Perspektiven nach der Volksabstimmung
13 Abschiebungen nach Afghanistan
14 Aleppo – Verloren!
15 Zamon in Argentinien
16 USA: Die Hochmütigen und die Gemeinen
17 Termin
18 Blitzlicht ins Proletariat



00  Klartext-Rede von Winfried Wolf auf der 350. Montagsdemo in Stuttgart
http://www.labournet.de/?p=108539
https://www.bei-abriss-aufstand.de/2016/12/14/rede-von-dr-winfried-wolf-verkehrsexperte-journalist-herausgeber-von-lunapark21-auf-der-350-montagsdemo-am-12-12-2016/
Anmerkung:
Winfried Wolf macht nach über sechs Jahren eine Abrechnung mit den Apologeten von S 21 und redet Klartext. Über: Das gescheiterte Bahnprojekt S 21, Frau Merkel, Herrn Mehdorn, Herrn Gruber, die grüne Landesregierung. Seine Prognose: Das Projekt werde nach der Bundestagswahl 2017 gekippt, auch weil die Kostenvorhersagen dann bei 10 Milliarden Euro plus X liegen werden.
Unbedingt lesen! (DW)
 
Interview mit Stuttgarter Gemeinderat Hannes Rockenbauch über Stuttgart 21
Über den Bahnhof S 21 als Leuchtturm der Demokratie und warum Bahnchef Grube von dem Projekt abrückt
http://www.nachdenkseiten.de/?p=36214#more-36214


01  Moderne Sklaven im Führerhaus
Organisierte Kriminalität in Osteuropa - und wie deutsche Großspediteure davon profitieren
"Miese Bezahlung, ein Leben in der Fahrerkabine und verdreckte Raststätten: So sieht der Alltag von Fernfahrern heute oft aus. Immer mehr deutsche Speditionen melden ihre Flotten in Osteuropa an, um Kosten weiter zu senken..." Vorankündigung beim ARD zum ARD-Magazin PlusMinus am 14.12.2016
http://www.daserste.de/information/wirtschaft-boerse/plusminus/sendung/sendung-vom-14-12-2016-104.html
http://www.daserste.de/information/wirtschaft-boerse/plusminus/sendung/lkw-120.html

Siehe dazu den Hintergrund von Camion Pro, einem Verband der Kleinspediteure und selbstfahrenden Unternehmer
http://www.labournet.de/?p=108607

02  Schottland: Amazon-Mitarbeiter schlafen in Zelten neben Lager
Wenn Euer Gehalt nicht für die Miete reicht, schlaft doch im Zelt…
https://m.futurezone.at/digital-life/amazon-mitarbeiter-schlafen-in-zelten-neben-lager/235.300.103


Geschäftsmodell Amazon: Entmündigung der Beschäftigten
Interview von radio dreyecksland (Audio sieben Minuten)
Wir haben mit Thomas Voß von der Gewerkschaft ver.di über die flexible Streiktaktik, die gewerkschaftliche Organisierung und die Entmündigung der Beschäftigten gesprochen.
https://rdl.de/beitrag/amazon-roboter-k-mpfen-gegen-krankmachende-arbeitsbedingungen-und-f-r-mehr-lohn


03  «Arbeiten 4.0» - Agenda-Building für eine neue Flexibilisierungsoffensive
"... Mit ihrem Ende November 2016 vorgelegten »Weißbuch Arbeiten 4.0« findet ein anderthalb Jahre währender, vom Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS) organisierter, »Dialogprozess« zur Erstellung eines Leitbildes für die Arbeitswelt der Zukunft seinen vorläufigen Abschluss. Erklärtes Ziel des BMAS war und ist dabei die Vorbereitung eines »neuen gesellschaftlichen Flexibilitätskompromisses«." Artikel von Jörn Boewe vom 7. Dezember 2016 bei der Rosa-Luxemburg-Stiftung
http://www.rosalux.de/news/42865


04  Literaturempfehlung
Schatten des Reichtums
Abbau des Sozialstaats, vermehrte Armut: Christoph Butterwegge benennt die bestehenden Eigentums-, Macht- und Herrschaftsverhältnisse als Ursache
http://www.jungewelt.de/2016/12-12/055.php


05 Zuschriften an Jour Fixe Info:
Der Kollege Alex aus BaWü schreibt:
Wieder einmal danke für die Versendung der vielfältigen Informationen. Und natürlich für die Arbeit als Organisator und Kommentator. Diesmal vor allem für den Beitrag „Wie DGB und Kapitalismus partnerschaftlich gemeinsam in Barbarei versinken“ zur (lächerlichen) Anbiederung einer Frau Herrmann an die Anhänger des Neoliberalismus.

Der Kollege Helmut aus Frankfurt/M schreibt:
Besten Dank für den Kommentar zu Ulrike Herrmanns „Rettungsvorschlag“. Ich habe ihn auch über meinen Verteiler weitergeschickt. ich gehe davon aus, dass das auch in Deinem Interesse ist.
In einem Radiogespäch mit Matthias Greffrath vor einem Jahr im DLF hatte sie bereits „das aufgeklärte Bürgertum zusammen mit den Kapitalisten“ als potentielle Retter benannt. Die Gewerkschaften sind jetzt der Dritte in diesem Bunde. Da sie aus ihrer linkskeynesianischen Perspektive durchaus öfter kluge Kommentare zur Wirtschaftspolitik schreibt ( allerdings auch schon oft danebengelegen hat), erfreut sie sich in Gewerkschaftskreisen, auch unter Linken, einer gewissen Beliebtheit.....

Hier das Gespräch von Mathias Greffrath vor einem Jahr mit Ulrike Herrmann:

http://www.deutschlandfunk.de/wirtschaftspolitik-warum-der-kapitalismus-im-prinzip-nicht.1184.de.html?dram:article_id=313835
Hier nochmal der Artikel von Ulrike Herrmann in einblick/Gegenblende: Die Gewerkschaften sind die Retter des Kapitalismus
http://www.dgb.de/einblick/++co++8d44a1b0-b156-11e6-940f-525400e5a74a

Und die Antwort in Jour Fixe Info 75-16 darauf: Wie DGB und Kapitalismus partnerschaftlich gemeinsam in Barbarei versinken
http://www.labournet.de/?p=107994


06  Die Guten und die Bösen
Eine einseitig ausgerichtete Presse prägt die Deutung der Schlachten von Aleppo und Mossul: ein Essay von Daniela Dahn
https://www.freitag.de/autoren/daniela-dahn/die-guten-und-die-boesen
Anmerkung:
Hervorhebung: Im Pentagon arbeiten 27.000 PR-Spezialisten mit einem Jahresbudget von fast fünf Milliarden Dollar. Sie beeinflussen Agenturen und Medien mit gezielten Nachrichten und Desinformationen. Allein 2009 brachten es diese Pentagon-Lobbyisten auf lobenswerte 54.000 Pressemitteilungen, gut 3.000 Fernsehspots und 1.600 Rundfunkinterviews.
Schließlich ist das Pentagon mit seinen 3,2 Millionen Militär- und Zivilbeschäftigten der größte Arbeitgeber der Welt. Da fallen doch 27.000 PR-Leute gar nicht auf.
Da fällt es schwer, an eine ausgewogene Berichterstattung zu glauben. (DW)


07  Eine gute Aufklärung über die Identiäre Bewegung
http://www.nzz.ch/feuilleton/zeitgeschehen/identitaere-bewegung-mit-aktionismus-die-koepfe-erobern-ld.133994?mktcid=nled&mktcval=107_2016-12-12

08  2000 US-Panzer und LKW auf dem Weg ins Baltikum – über Kiel und Lübeck
In Fort Carson (Colorado) hat sich die 3. Panzerbrigade der 4. US Infanteriedivision mit mehr als 2000 Panzern und Lastwagen auf dem Weg gemacht.
http://www.kn-online.de/News/Aktuelle-Wirtschaftsnachrichten/Nachrichten-Wirtschaft/Transporte-aber-Januar-ueber-Kiel-US-Panzer-auf-dem-Weg-ins-Baltikum
Anmerkung:
Früher gab es die Parolen: Ami go home! Und: Ledernacken – Koffer packen. Wäre es nicht wieder Zeit für Kampagnen dieser Art? (DW)

09  Radioaktiv durch Hamburg – 41 mal in drei Monaten – im Schneckentempo

http://umweltfairaendern.de/2016/12/radioaktiv-durch-hamburg-41-mal-in-drei-monaten-umschlagsverbot-im-schneckentempo/#comments

10  Wir trauern um Eckart Spoo

"Der Journalist und Publizist Eckart Spoo ist am Donnerstag, dem 15. Dezember, in Berlin gestorben, vier Tage vor seinem 80. Geburtstag. (...) Spoo sah die Pressefreiheit vom Grundrecht für alle zum Privileg einiger weniger Pressekonzerne verkommen, deren Eigentümer ihre Aufgaben darin sehen, den Kapitalismus und die von ihm geschaffenen gesellschaftlichen Verhältnisse zu rühmen und vor Kritik zu schützen – auch durch Verschweigen von Tatsachen, Verleugnen von Wahrheiten – und aus diesem Missbrauch der Pressefreiheit möglichst viel Profit zu ziehen..." Der Einschätzung und Wertschätzung der Zeitschrift Ossietzky in ihrer Pressemitteilung schliessen wir uns an: "Journalist und Publizist Eckart Spoo gestorben - Der unbequeme Fragesteller wird bleiben"
http://www.ossietzky.net/
Anmerkung:
Einige Ältere werden sich erinnern: Die FR war das Leib- und Magenblatt der 68er Generation. (In Hamburg war sogar eine Lokalausgabe geplant). Eckart Spoo war einer der linken Gesichter der FR. Er und viele andere – bei der FR und in etlichen anderen Medien standen für einen kritischen Journalismus und hatten in den Redaktionen gegen die oft konservative Chefredaktion und ebensolche KollegInnen zu kämpfen. Die heute noch Lebenden aus dieser Generation erlebten und erleben den Niedergang des journalistischen Nivaus mit, an den Beispielen: Jugoslawien-Krieg, Libyen-Krieg, Irak-Kriege, Syrien-Krieg, Israel-/Palästina-Berichterstattung und an vielen anderen Beispielen mehr. Mit Eckart Spoo fehlt eine weitere Stimme. (DW)

11  Syrien/Deutschland
Sadiq al-Azem, der große syrische Philosoph, ist in Berlin verstorben
Ein Nachruf von Heiko Flottau
http://www.nachdenkseiten.de/?p=36270

12  Italien
Drei Beträge der italienischen (Gewerkschafts)Linken zum Ergebnis der Volksabstimmung und den Perspektiven
Nach der Niederlage bei der Volksabstimmung über die Verfassungsänderung und dem daraus folgenden Rücktritt des Regierungschefs Renzi  ziehen die politischen und gewerkschaftlichen Linken, die für das „soziale Nein“ mobilisiert hatten, sowohl eine jeweilige Bilanz über die Bedeutung dieses Referendums, als auch sie sich nahe liegender Weise auch Gedanken dazu machen, welche politischen Schlussfolgerungen daraus zu ziehen sind und welche Aktivitäten anzugehen. In drei Beiträgen – der linken Opposition im Gewerkschaftsbund CGIL, der kommunistischen Zeitschrift Contropiano und des langjährigen Repräsentanten der Gewerkschaftslinken Giogio Cremaschi  - wird dies praktiziert. Die Beiträge wurden dankenswerter Weise vom Gewerkschaftsforum Hannover übersetzt und mit Kommentaren und Erläuterungen versehen.  Siehe: Drei Beträge der italienischen (Gewerkschafts)Linken zum Ergebnis der Volksabstimmung und den Perspektiven
http://www.labournet.de/?p=108634


13Abschiebungen nach Afghanistan - Was für eine irrwitzige, verkehrte Weltsicht
Georg Restle in den „Tagesthemen“, 14.12.2016
Das Problem daran: Nichts davon stimmt. Die Bundesregierung verdreht ganz bewusst die Tatsachen, damit ihre Abschiebepolitik wenigstens den Anschein von Rechtmäßigkeit hat. Die Realität in Afghanistan ist nämlich eine völlig andere: Das Land ist in diesem Jahr noch tiefer im Chaos von Bürgerkrieg und Terrorismus versunken. Die Taliban sind auf dem Vormarsch. Die Bundeswehr schafft es nicht mal mehr, deutsche Einrichtungen vor Anschlägen zu schützen.
http://www.tagesschau.de/inland/kommentar-afghanistan-101.html
Anmerkung:
Was für ein seltener Kommentar! (DW)

14  Aleppo – Verloren!
Doch für wen ist Aleppo verloren? Die Antwort liegt auf der Hand: Für uns natürlich. Als vor vier Jahren jene Kräfte, die man im Westen wahlweise als „Aufständische“, „Rebellen“ oder schlicht „Opposition“ bezeichnet, sich des Ostens der Stadt bemächtigten, erschien das vielen als gute Sache. Der angestrebte Regime Change machte Fortschritte, der „Schlächter Assad“ stand unter Druck.
https://augenaufunddurch.net/2016/12/15/aleppo/

15  Zamon in Argentinien
Mail der Kollegin Alix:
Liebe Leute,
ich habe ja schon häufig über die übernommenen Betriebe in Argentinien berichtet. Deren Situation ist unter der neuen neoliberalen Regierung von Macri allgemein schwierig. Auch Zanon, die bekannteste übernommene Fabrik in Argentinien, die aufgrund ihrer kämpferischen Haltung international bekannt und zum Vorbild wurde, steckt in einer existenzbedrohenden Krise. Nach 15 Jahren erfolgreicher selbstverwalteter Produktion brauchen die Kolleg_innen nun erneut Solidarität. Da ihnen die für die technologische Erneuerung dringend benötigten Kredite verweigert werden, können sie mit der veralteten Maschinerie nicht mehr rentabel produzieren. Es reicht nicht mehr für den Lebensunterhalt der Kolleg_innen. Sie kämpfen aber weiter um die Kredite und für den Erhalt ihrer Arbeitsplätze. In dieser Phase brauchen sie Solidarität – auch finanzielle.
Sie haben für die Kampagne eine neue Webseite eingerichtet mit dem Aufruf, einer Darstellung der Geschichte der Fabrik sowie Bildern und Videos:
http://endefensadezanon.com/
Hier kann und sollte über PayPal auch international gespendet werden:
http://endefensadezanon.com/donaciones/
Eine Übersetzung des Aufrufs und der Geschichte der Fabrik findet ihr schon online bei Labournet:
http://www.labournet.de/interventionen/solidaritaet/internationale-solidaritaetskampagne-fuer-die-kolleg_innen-der-selbstverwalteten-fliesenfabrik-zanon-in-neuquen-argentinien/
Zur allgemeinen Lage hatte ich im September einen Artikel für die ila geschrieben:
https://www.ila-web.de/ausgaben/398/schwierige-zeiten-f%C3%BCr-die-selbstverwaltung-in-argentinien
Ich würde mich freuen, wenn ihr den Aufruf weiterverbreiten würdet.
lg alix


16   USA
Die Hochmütigen und die Gemeinen: Über die Niederlage der US-amerikanischen Intelligentsia
von Serge Halimi
Die meisten Kommentatoren der US-Wahlen haben sich auf die rassistische und sexistische Dimension konzentriert. Dabei interessierte sie allerdings kaum, dass trotz der „historischen“ Kandidatur Clintons die Frauen hinsichtlich der Wahlbeteiligung gegenüber den Männern im Vergleich zur letzten Wahl nur unwesentlich aufgeholt haben. Und dass auch der gigantische Abstand zwischen der Beteiligung von schwarzen und weißen Wählern kaum geschrumpft ist.
https://monde-diplomatique.de/artikel/!5362584


17   Termin

Kein Schweigen! Kein Vergessen! Aufruf zur Kundgebung zum Gedenken an Ramazan Avci
am Mi., 21.12.2016, 18.00 Uhr, Ramazan-Avci-Platz, S-Bahn Landwehr
Am 21.12.1985 wurde Ramazan Avci zusammen mit seinem Bruder und einem Freund am Bahnhof Landwehr aus einer bekannten Skinheadkneipe heraus angegriffen. Sein Bruder und der Freund konnten in letzter Sekunde in einen Linienbus fliehen, der ebenfalls von den Nazis angegriffen wurde...
Wir wollen Ramazan Avci gedenken und uns mit seiner Familie solidarisieren. Wir wollen an diesem Tag auch der anderen Opfer von rassistischen Übergriffen gedenken und die Erinnerung an sie wachhalten. Die Familie Avci hat sich gewünscht, dass bei der Kundgebung neben der Ramazan Avci Initiative ausschließlich Familienangehörige von Opfern rassistischer Gewalt zu Wort kommen sollen. Entsprechend wird das Programm der Kundgebung gestaltet sein.
Und die Familie wünscht sich Rosen, die an dem Gedenkstein niedergelegt werden können.
Initiative zum Gedenken an Ramazan-Avci


18 Blitzlicht ins Proletariat

Verliehene Arbeiter
Für knapp 60 % weniger Lohn als ein regulär Beschäftigter muss ein Leiharbeiter in Vollzeit schuften. Der durchschnittliche Lohn liegt beim "Regulären" mtl. besi fast 3.100 Euro (Dez. 2015), beim Verliehenen bei rund 1.800 Euro. Angeblich, weil die meisten Leiharbeiter nur als Helfer und Angelernte tätig sind.
Quelle: Regierung auf Anfrage der Linkspartei - Junge Welt 5./6.11.2016

Unzufrieden mit Lohn und Gehalt

Über die Hälfte der Arbeiter der BRD (51 %) sind mit ihrer Entlohnung unzufrieden. Bei den Angestellten und Beamten sind es 38 %, bei den "Selbständigen" 34 %.
Quelle: Böckler-Impuls vom 17.11.2016
Anmerkung: Eine Untergliederung auch nach Stammbelegschaft, WerkverträglerInnen, LeiharbeiterInnen usw. wäre interessant!




Erstellt: 17.12.2016 00:16 | Letzte Änderung: 17.12.2016 00:16

JFI 77-16 ++ Ein wichtiges Anliegen - diesmal vom Kollektiv von Labournet



Liebe Kolleginnen und Kollegen von Jour Fixe Gewerkschaftslinke Hamburg,
dies ist ein etwas ungewöhnliches Jour Fixe Info: Eine Bitte von LabourNet Germany - die wir gern weiterleiten.
Wir vom Jour Fixe Gewerkschaftslinke Hamburg haben uns mehrere Aufgaben gestellt, darunter:
° Unterstützung eigenständiger Betriebskämpfe
° Monatliche regelmäßige Treffen (Jour Fixes)
° Verschickung der Jour Fixe Infos (ca. 1x die Woche)
Eine wichtige Informationsquelle dabei sind die mehrmals wöchentlich erscheinenden labournews. Wir arbeiten seit 2005, also seit es Jour Fixe Gewerkschaftslinke Hamburg gibt, mit labournet zusammen. So hat die Chefredakteurin von labournet, Mag Wompel schon mehrmals bei einem Jour Fixe referiert. Und als Mag Wompel wegen eines Artikels zu einer Hamburger Metallfirma in Hamburg vor Gericht stand, haben wir zu diesem Termin mobilisiert. Es gelang uns immerhin, den Gerichtssaal zu füllen.
Die KollegInnen von labournet bringen nicht nur die - fast täglichen  - labournews raus sondern mischen sich auch in die Bewegung ein! Zuletzt durch die Initiierung der Kampagne gegen Leiharbeit.
Hier die homepage von labournet: http://www.labournet.de/
Wir legen euch deswegen die Bitte des Labournet-teams nahe:
Werdet Fördermitglied bei Labournet!
Jour Fixe Gewerkschaftslinke Hamburg


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Liebe KollegInnen,

neu im LabourNet Germany am Donnerstag, 8. Dezember 2016:

Über uns: Wer das LabourNet Germany braucht – die/den braucht das LabourNet Germany!

Letzte Woche gab es einen Newsletter “ausserhalb der Reihe” zu unserer Leiharbeitskampagne. Heute gibt es einen zu uns – wenn auch ein Zusammenhang besteht…

Denn es zeigt sich immer wieder, dass es – auch nach fast 20 Jahren labourNet Germany – keinesfalls überflüsssig ist, darauf hinzuweisen, dass hinter der LabourNet-Redaktion leider nicht ein riesiges Team steht.

In der Tat wäre eigentlich ein riesiges Team notwendig für unsere tägliche Arbeit:

  • Sichtung von (weltweiter) Presse wie Gewerkschaftspages
  • Auswahl der besten Quellen für unsere Meldungen
  • Recherche nach Originaldokumenten
  • Übersetzungen
  • Zusammenstellung des Newsletters, Erstellung der Beiträge
  • Dokumentation der Belegschaftszeitungen und Flugblätter
  • Buchbesprechungen
  • Aktualisierung und Pflege der Homepage
  • Freigabe der Termine
  • Lektüre zugesandter Beiträge und Korrespondenz mit den Zusendern/Autoren
  • Beantwortung diversester Anfragen (Vernetzung, Beratung, unternehmerische Abmahnungen…)
  • Mitarbeit in Netzwerken und Zusammenschlüssen
    um nur die regelmässigen Arbeitspakete zu nennen…

Wir sind natürlich stolz darauf, professionell und effizient zu erscheinen. Dies erledigen jedoch nur drei Personen, und das auch noch überwiegend in Teilzeit!

Dazu kommen dann eben auch noch solche Kampagnen wie die aktuelle gegen die erneute Tarifierung der Leiharbeit. Und es ist nicht übertrieben: Diese Kampagne allein ist ein Full-time-job für sich…
Sie ist auch der Grund, warum ich heute zwei Ausnahmen mache:

1. Bitte um finanzielle Beteiligung an unserer Existenz

Ist es uns normalerweise peinlich, wie momentan alle, um Spenden zu betteln. Daher betteln wir nicht, sondern weisen darauf hin, dass die Redaktion des LabourNet Germany weit entfernt ist von denjenigen Arbeitsbedingungen, um die wir für alle kämpfen. Und dass unsere Existenz und vielfach geschätzte “Dienstleistung” keinesfalls selbstverständlich und gesichert ist.

Im Frühjahr hatten wir Euch bereits um Hilfe gebeten bei der Auswahl derjenigen Themengebiete, auf die wir – wegen Überlastung und zugleich zu langer Newsletter – künftig verzichten könnten. Nicht überraschend war jeder Leserin und jedem Leser ein anderes Thema wichtig, aber wir werden dennoch mehr denn je daran erinnern müssen, dass wir weder die Presselektüre ersetzen können noch wollen! Im Zeitalter der Smartphones und Nachrichtenüberflutung können und müssen wir unsere – vielfach gelobte – Filterfunktion auf unsere Kernthemen begrenzen.

Hinzu kommt, wie bereits erwähnt, dass das Bestehen des LabourNet Germany keinesfalls selbstverständlich ist! Das für uns vorgesehene Geld bei der Stiftung Menschenwürde und Arbeitswelt, mit dem dankenswerter Weise ein grosser Teil der Redaktionskosten finanziert wird, läuft in absehbarer Zeit aus!

Wem das LabourNet Germany wichtig ist, muss sich daher bitte stärker denn je an dessen Existenz beteiligen. Wir sind gerne für Euch da, um Eure Initiativen und Anliegen zu unterstützen und zu verbreiten, können es aber nicht ohne Eure Unterstützung. Dafür freuen wir uns – nicht nur in der Weihnachtszeit – über jede Spende (IBAN DE 76430609674033739600), noch mehr allerdings über Fördermitgliedschaften, die uns (auch wenn ebenfalls jederzeit kündbar) etwas mehr Planungssicherheit gewähren…

2. Dank und Erinnerung an unsere bisherigen Fördermitglieder

Wegen der Leiharbeitskampagne muss ich in diesem Jahr leider mit einer alten Gewohnheit brechen, zum Ende des Jahres freundliche Erinnerungsmails an unsere werten Fördermitglieder zu senden, die sich bisher noch nicht die jährliche Spendenquittung gesichert haben. Ich bitte um Verständnis und hoffe, dass dieser Sonder-Newsletter die gleiche, erhoffte Wirkung erzielt!

Eine grosse Entlastung unserer Verwaltungsaufgaben und  -kosten wäre zudem der – wenn noch nicht vollzogene – Wechsel des etwaigen Dauerauftrags von unserem alten Postbank-Konto zum neuen bei der GLS Bank
Konto 40337 39600
Bankleitzahl: 43060967
IBAN DE 76430609674033739600
BIC: GENODEM1GLS

Ich darf bereits einen Ausblick für das kommende Jahr verraten: Wir arbeiten gerade – zusätzlich – an einem “Danke schön!” für unsere Fördermitglieder…

Ich danke für die bisherige Unterstützung und hoffe auf Verständnis für diesen leider notwendigen Sonder-Newsletter!


Lieber Gruss, Mag Wompel im Namen des gemeinnützigen Vereins labournet.de e.V.



Erstellt: 13.12.2016 16:29 | Letzte Änderung: 13.12.2016 16:29

JFI 76-16 ++ Der letzte Nachtzug! ++ Hamburg als Mittelpunkt einer Protestbewegung ++ IGM-Stellungnahme: Gleiche Arbeit nur mit Tarif ++ Der Niedergang des Kapitalismus (Audio)

Jour Fixe Info76-16. 12. Jahrgang – 13.12.2016

Aktuelle Sammlung von - vor allem - gewerkschaftspolitischen Artikeln, Beiträgen und Fakten als Ergänzung zu den Veranstaltungen des „Jour Fixe“ in Hamburg



Weisheit des Tages
Jeder Ausländer hat dasselbe Recht wie ein Deutscher, ein Arschloch zu sein“
(Kabarettist Matthias Beltz +)
Das Bundeskriminalamt hat im Juni 2016 denselben Sachverhalt etwas weniger kabarettistisch so ausgedrückt:
Zuwanderer sind nicht krimineller als Deutsche.“


00 Der letzte Zug. Interview bei spiegel-online mit Joachim Holstein
01 Hamburg wird Mittelpunkt einer Protestbewegung!
02 Zur Anti-Streik-Demo am Frankfurter Flughafen
03 Befristet beschäftigt? Vor allem die Jüngeren
04 IG Metall: Gleicher Lohn für gleiche Arbeit gibt es nur mit Tarif
05 Armut kann tödlich sein
06 Diakonie-Chef: Aktive KollegInnen sind Idioten
07 Bremer Mercedes-Kollegen: Wer hat hier den Schwarzen Peter?
08 Grüne wie Daimler-Boss Zetsche: Kniefall vor dem Auto
09 Stephan Krull (früher VW) über die Krise im Automobilbau
10 Faktencheck Wuppertal. Nr. 1-2016
11 Oskar Lafontaine und Bertelsmann-Stiftung
12 Der Niedergang des Kapitalismus (Audio, 30 Minuten)
13 Türkei: «Wir werden sehen, wer sich für Widerstand entscheidet»
14 USA: Die Hochmütigen und die Gemeinen
15 Esther Bejarano in Kuba
16 Termine
17 Blitzlicht ins Proletaritat
18 Zu guter Letzt: Zwei frohe Botschaften!


00   Der letzte Zug!
Die Bahn will keine Nachtzüge mehr. Die Österreichischen Bundesbahnen übernehmen das Material, nicht aber die Menschen. Übrig bleiben Leute wie Nachtsteward Joachim Holstein. Letzte Fahrt mit einem, der aussteigen muss.
http://www.spiegel.de/reise/aktuell/ende-der-db-nachtzuege-ein-nachtsteward-auf-seiner-letzten-fahrt-a-1124897.html
Anmerkung:
Das ist ein gut recherchierter Bericht über die letzte Zugfahrt des Kollegen Holstein. Sehr persönlich und mit vielen Fakten. Der Journalist schreibt: Es ist spät, nach Mitternacht, und Holstein... und erzählt von seinem Kampf. Der begann 2008, als die Bahn die Strecke Hamburg-Paris strich. Keine Erwähnung von Kollektivität und Solidarität. Aber es war ein kollektiver Kampf seit 2008! Eine kleine Gruppe von Aktiven leistet seitdem Widerstand gegen die Einstellung der Nachtzüge und der Autoreisezüge. Das Besondere ist, dass eine kleine Gruppe acht Jahre zusammengehalten und gekämpft hat. Im Artikel kein Wort davon! Der Kollege Holstein ist ein wichtiger Aktivist – einer von etlichen. Das Kollektive gehört genau so dazu wie sein Hund, sein Studium und seine Erinnerungen! Falls der Journalist einen Aufsatz geschrieben hätte, hätte er von mir die Note bekommen: Am Thema vorbei, 4 minus.
Wir aber wissen es besser: Die TeilnehmerInnen des Jour Fixe vom 7.12., die wir Joachims Bericht zu den Gründen des Niedergangs der Deutschen Bahn gehört haben und den Bericht von Barbara Huber über den Widerstand gegen die Bahnpolitik seit der Privatisierung! Das nette Menschelnde haben wir nun durch den Journalisten erfahren, die Fakten kannten wir ja schon alle. (DW)

001 Altona: Der letzte Zug hatte eineinhalb Stunden Verspätung
Er sollte eigentlich um 8 Uhr 40 in Altona einlaufen, der Nachtzug CNL/IC aus München und Zürich. Mit einem Abschiedkomitee von zwei Dutzend KollegInnen, Eisenbahnern und UnterstützerInnen standen wir auf dem Bahnsteig 5 und hörten uns Infos und die persiflierte Rede von Bahnchef Huber an.
Der Abschied vom letzten Zug in Berlin war größer, mit Prominenten wie Sandra Maischberger und einer Rede von Winfried Wolf. (infos dazu im nächsten jour fixe info)

01 »Stadt wird Mittelpunkt einer Protestbewegung«
G-20-Gegner trafen sich, um Widerstand gegen den Gipfel im kommenden Juli in Hamburg vorzubereiten. Gespräch mit Emily Laquer
https://www.jungewelt.de/2016/12-07/046.php
Anmerkung:
Die MoPo schrieb am 9.12.: Das Treffen kostete 120 Millionen Euro. "50 Minister klönen an der Alster". "13.200 Polizisten bewachen sie". "Kaum Fortschritte beim Syrien- und Ukraine-Konflikt". "35 Helikopter im Dauereinsatz, auch nachts". "Keine gemeinsame Abschlußerklärung, nur eine von Steinmeyer".
Also: Außer Spesen nichts gewesen? Keinesfalls. Denn es war erstens eine gelungene Machtdemonstration und zweitens die Generalprobe für Juli 2017.
Entscheidend ist: Wie sieht das die Bevölkerung? Als notwendige Sicherheitsmaßnahme? Oder nur als teure und unangenehme Störung des täglichen Ablaufs? Oder als Einschüchterung und Manöver für evtl. bevorstehende Großdemonstrationen?
Wenn es den Herrschenden wirklich um eine Beendigung des Krieges in Syrien ginge, würde es reichen, wenn Vertreter von Syrien, die Verursacher des Krieges, also westliche Staaten, die Unterstützer des IS, also die Saudis, Kuweit, Türkei und die Unterstützer Syriens, also Rußland und Iran sich träfen.
Es geht nicht mal um ihre Weltbeherrschungspraxis. Das wird woanders abgesprochen wie man „unsere Rohstoffe“ weltweit absichert und failed states schafft. Es geht um großes Welttheater mit Nebenzwecken. Man würde ja einige hundert Millionen Euro sparen können, wenn man eine Konferenz per skype machen würde, und dieses Geld den Flüchtlingen und Opfern in Lybien, Afghanistan, Irak, Syrien zur Verfügung stellen würde. Aber für dieses Welttheater müssen die (Noch-Zuschauer) dieses Welttheaters eben (be)zahlen. Die MoPo schrieb am 10.12. „Mag sein, dass der G20-Gipel 2017 noch mehr Menschen mobilisieren wird. Bis dahin aber ist die Demo gegen den NATO-Doppelbeschluß und die Stationierung von Pershing-II-Raketen die größte in der Hamburger Geschichte. 400.000 Menschen waren am 22. Oktober 1983 auf den Beinen..“ Nun, mit 400.000 rechnet wohl niemand aus dem Organisationskomitee, eher zwischen 50.000 bis 100.000. Aber um so hohe Zahlen zu erreichen ist Voraussetzung, daß die OrganisatorInnen sich nicht sektiererisch verhalten und mit Pseudo-Radikalität Massen der „NormalbürgerInnen“ abschrecken. Es wäre schon ein eindrucksvolles Signal an die Herrschenden: Wir durchschauen euer Spiel, wir lehnen eure Kriege ab. Ihr seid nicht unsere Beschützer und handelt nicht nach unseren Interessen! (DW)

02 Zur Anti-Streik-Demo am Frankfurter Flughafen
Von Elmar Wigand
Fell sitzt im Betriebsrat des Frankfurter Flughafens und organisierte mit seiner Gruppierung Vereinigung Boden eine Anti-Streik-Demo von rund 200 empörten, braven Flughafen-Beschäftigten, die sich einer ungefähr ebenso großen Streikversammlung der Piloten-Gewerkschaft Vereinigung Cockpit entgegen stellten.
https://arbeitsunrecht.de/lufthansa-streik-union-scabs-und-lehre-der-leere/

03  Befristet beschäftigt? Vor allem die Jüngeren
"Mehr als 60 Prozent aller befristet Beschäftigten sind jünger als 35. Arbeitnehmer/innen in der Familiengründungsphase sind somit besonders stark von den Nachteilen dieser atypischen Beschäftigung betroffen..." WSI Policy Brief 8/2016 (pdf): Jugend & Befristete Beschäftigung. Eine Auswertung auf der Basis aktueller Daten des Mikrozensus von Dr. Eric Seils.
http://www.boeckler.de/pdf/p_wsi_pb_8_2016.pdf

031 Befristet Beschäftigte - jung, arm und kinderlos
"Arbeitnehmer/innen, die nur einen Arbeitsvertrag auf Zeit haben, befinden sich in einer prekären Lage. Ihr Leben ist von Planungsunsicherheiten und Existenzsorgen geprägt. Eine neue Studie zeigt, dass vor allem junge Erwerbstätige darunter leiden. Ein stabile Partnerschaft ist schwer zu erreichen, und die Familiengründung muss wegen der Risiken häufig verschoben werden..." Beitrag von Markus Krüsemann vom 08.12.2016 bei miese-jobs
http://www.miese-jobs.de/chroniken/08-12-16/



04  IG Metall: Gleicher Lohn für gleiche Arbeit gibt es nur mit Tarif.
Die Verträge, die im Betrieb für Gerechtigkeit sorgen
"Wo Tarifverträge gelten, geht es gerechter zu. Das ist erwiesen. Aber wann und für wen gelten sie überhaupt? Wie sieht Tarifbindung konkret aus? Wir erläutern, welche Tarifverträge es gibt, was sie regeln und wer "tarifgebunden" ist.  (...) Für den IG Metall-Vorsitzenden Jörg Hofmann ist deshalb die Tarifbindung die "Gerechtigkeitsfrage Nummer Eins". Nur sie garantiert "gleichen Lohn für gleiche Arbeit", ist sich Hofmann sicher. (...) Aber auch für nicht tarifgebundene Arbeitgeber und Beschäftigte kann ein Tarifvertrag verbindlich gelten - und zwar dann, wenn er vom Bundesarbeitsministerium für "allgemeinverbindlich" erklärt wurde (Paragraf 5 Tarifvertragsgesetz)." IG Metall-Position vom 5. Dezember 2016
https://www.igmetall.de/gleicher-lohn-fuer-gleiche-arbeit-gibt-es-nur-mit-tarif-18297.htm

041 Statt Entgeltgleichheit: Löhne in der Leiharbeit bleiben verhandelbar
"Gleiche Bezahlung in der Leiharbeit, diese oft erhobene Forderung hätte von den Gewerkschaften im Handstreich und aus eigener Kraft durchgesetzt werden können. Statt sich zu der dafür nötigen radikalen Position durchzuringen, hat die DGB Tarifgemeinschaft Leiharbeit letzte Woche neue Entgeltverträge ausgehandelt. Gewerkschaftslinke mögen sich ärgern, wundern sollten sie sich nicht, denn bei der Durchsetzung von „Equal Pay“ stecken die Gewerkschaften in einem strukturellen Dilemma. (...) " Hintergrundanalyse von Markus Krüsemann vom 6. Dezember 2016 bei den Nachdenkseiten
http://www.nachdenkseiten.de/?p=36127


042 Wir Sklavenhalter. Ausbeutung in Deutschland (Video)
(43 Minuten)
http://www.ardmediathek.de/tv/Reportage-Dokumentation/Wir-Sklavenhalter-Ausbeutung-in-Deutsch/Das-Erste/Video?bcastId=799280&documentId=39352580
"Sklaven und Zwangsarbeiter gibt es bei uns nicht", denken viele. Wir machen uns in Deutschland auf die Suche nach Menschen, die wie Sklaven behandelt werden. Wir treffen Schlachtarbeiter, Pflegekräfte privater Haushalte, Frauen, die nach Deutschland verkauft und prostituiert wurden, und Flüchtlinge, die in Gefahr sind, Deutschlands nächste Schattenarbeiter zu werden. Wir machen uns in Deutschland auf die Suche nach Menschen, die wie Sklaven behandelt werden, und sprechen mit Betroffenen, Helfern, Polizisten und Experten..." Reportage von Joanna Michna , gesendet am 05.12.16 im ARD) als Video in der Mediathek (44 Min. | UT | Verfügbar bis 05.12.2017
Anmerkung:
Wir sind mit mehreren Mails auf diese Sendung aufmerksam gemacht worden! Eine Kollegin schreibt: Unsere Welt, demokratisch? Unsere Gesellschaft, frei, gerecht? Das sind die Sprüche, die die Bessergestellten klopfen, Gesetze, frei und europäisch verabschiedet, in sauberen Hallen, machen es möglich. Das ist die neue Weltordnung, die ab 1991 als Ende der Geschichte gepriesen wird. Unsere Kinder wachsen in Einstellungen von Unsolidarität hinein, lernen heute schon wieder, dass Kampf gegen den anderen und Ausbeutung von Menschen die einzige Art des Vorwärtskommens und menschlichen Zusammenlebens ist. Einst sagten wir: Niemand soll nachher sagen, er hätte es nicht gewusst. Das trieb uns an, über die 2 Millionen Vietnam-Zivilisten zu sprechen, die bis 1970 in Namen der USA und der westlichen Welt ermordet wurden, ohne dass es irgendeinen der Offiziellen interessierte. Das treibt mich auch heute noch an, schaut diesen Film solange er noch in der Mediathek ist! Nehmt euch die Zeit dazu! Es lohnt sich! (DW)



05  Armut kann tödlich sein
Wer wenig Geld hat, lebt viele Jahre kürzer als andere Menschen. Wieso nimmt die Gesellschaft das hin? Mehr:
https://www.freitag.de/autoren/der-freitag/armut-kann-toedlich-sein
Anmerkung:
Früher hieß es: Weil du arm bist, mußt du früher sterben. Siehe Film dazu von 1956 mit Bernhard Wicki. (DW)
https://de.wikipedia.org/wiki/Weil_du_arm_bist,_mu%C3%9Ft_du_fr%C3%BCher_sterben



06  Ein Kollege, der in einem diakonischen Altenheim arbeitet, schickt uns folgenden link:
Präsident der Diakonie bezeichnet gewerkschaftlich aktive MitarbeiterInnen als nützliche Idioten (von verdi)
Ich habe vor einiger Zeit einen diplomatischen Fauxpas begangen. Ich habe die politisch nicht korrekte Formulierung „Nützliche Idioten“ gebraucht. Und zwar öffentlich. In einem Interview rund um die Frage, wie ich es beurteile, dass Mitarbeitervertretungen (MAV) unter dem Dach der Diakonie den Dritten Weg in Frage stellen und angefeuert von ver.di in einer Konfliktsituation Front machen gegen die Diakonischen Dienstgeber.
https://praesident.diakonie.de/2016/11/07/nuetzliche-idioten/
Anmerkung:
Ein interessanter Briefwechsel! (DW)



07   Mercedes-KollegInnen aus Bremen
Flugblatt vom Dezember 2016
Wer (ist) hat hier den Schwarzen Peter?
"Der Mann, der uns gleich als seine „lieben Mitarbeiter“ begrüßen wird und uns dann erzählt, dass wir eine super Mannschaft sind und hier im Paradies der Bandarbeit arbeiten, hat seine Hausaufgaben nicht gemacht und treibt ein perfides Spiel mit uns. Ende Oktober hätten laut einer Betriebsvereinbarung die Arbeitszeiten für 2017 vereinbart sein sollen und mit ihnen natürlich auch die dazugehörigen Personalmaßnahmen, sprich Einstellungen, geregelt sein sollen..." Und weitere Themen im Flugblatt vom Dezember 2016 (pdf), geschrieben, verteilt und finanziert von Vertrauensleuten und Betriebsräten des Daimler-Werkes Bremen. Es wurde auf der Betriebsversammlung am 1.12.16 verteilt und soll dort zu einem heftigen Schlagabtausch mit der Werkleitung geführt haben...
http://www.labournet.de/wp-content/uploads/2016/12/dchb_122016.pdf



08  Kniefall vor dem Auto
Zetsche & Co. bestimmen, wo's langgeht, und die Grünen verneigen sich vor dem Auto. Sagt der Chef der Deutschen Umwelthilfe, Jürgen Resch, einer der schärfsten Kritiker der Autokonzerne. Er wirft ihnen "kriminelle Energie" beim Schadstoffausstoß vor.
http://www.kontextwochenzeitung.de/wirtschaft/295/kniefall-vor-dem-auto-4009.html



09  Vorwärts (nur) mit Phrasen. Stephan Krull über die Krise im Automobilbau und einen »Abgasskandal« nicht nur bei Volkswagen
"Seit biblischen Zeiten wissen die Menschen, dass anhaltendem Hochmut der tiefe Fall folgt. Das müssen jetzt die Eigentümer, Manager und leider auch die Beschäftigten von Volkswagen erfahren. Fast alle Autohersteller schummeln die Abgaswerte ihrer Fahrzeuge EU-konform. Volkswagen, Audi und Porsche jedoch haben mit krimineller Energie über zehn Jahre eine betrügerische Software in elf Millionen Fahrzeuge eingebaut und mit »Clean Diesel« eine ebenso betrügerische Offensive gestartet...." Artikel von Stephan Krull, erschienen in express, Zeitung für sozialistische Betriebs- und Gewerkschaftsarbeit 11/2016
http://www.labournet.de/?p=107748
LabourNet Germany empfielt dazu: Imagefilm der deutschen Automobilindustrie
"Die wahren Abgaswerte wurden nur vorenthalten, damit Sie sich keine unnötigen Sorgen um ihre Gesundheit machen müssen. Und am Ende geht es doch nicht ums Auto, oder um Sie. Sondern um uns." Video von Tobias Döll und Tim Grunendahl aus der extra 3-Sendung vom 23.11.2016 - sehr schön!
http://www.ndr.de/fernsehen/sendungen/extra_3/Imagefilm-der-deutschen-Automobilindustrie,extra12160.html



10  Faktencheck Wuppertal. Nr. 1-2016
+++ Seite 2: Kinderarmut in Wuppertal · Volksinitiative NRW gegen CETA und TTIP
+++ Seite 3: Ziele der AfD & Mobilisierung gegen die AfD · Klimacamp Rheinland · Veranstaltung „Leben vor Profit“
+++ Seite 4: Bayer – Monsanto, Tribunal
http://www.baso-news.de/Baso/Prgs/cmsimpleaktiv/userfiles/downloads/2016/FC-WUP-pdf-komplett-VOR-END.pdf
Anmerkung:
Diese Initiative der Wuppertaler GenossInnen ist nachahmenswert! Eine kleine Zeitung in Anlehnung an Faktencheck Griechenland mit lokalen und auch allgemeinen infos rauszugeben. Wer das nachahmen will, möge sich bei den Genossen von BaSo informieren! (DW)


11  Oskar Lafontaine und Bertelsmann-Stiftung
Die Globalisierung ist die Ursache für das Erstarken der Rechten, hat die Bertelsmann-Stiftung (!) jetzt festgestellt
Man erinnert sich, wie die Bertelsmann-Stiftung in den 80er und 90er Jahren mit Henkel (damals Präsident des Bundesverbandes der Deutschen Industrie), Stihl (damals Präsident des Deutschen Industrie- und Handelskammertages) und Hundt (damals Präsident der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände) getrommelt hat, um durch „Reformen“ Deutschland „fit“ für die Globalisierung zu machen.

http://www.nachdenkseiten.de/?p=36070#more-36070
Anmerkung:
Dem Satz von Albrecht Müller in seiner Anmerkung: Die Verdummung des Publikums durch unsere famosen Medien kennt offensichtlich keine Grenzen stimmen wir unbedingt zu. Deshalb haben wir in den vergangenen Jahren schon zwei Jour Fixes zur Manipulationsmacht der Krake Bertelsmann-Stiftung gemacht. Einmal mit der Bertelsmann-Expertin Wiebke Priehn und zuletzt mit Rudolph Bauer am 1.6.2016 aus Bremen. (DW)


111 Mit Bertelsmännern auf Du und Du:
Lobbyismus in der Bildungs- und Hochschulpolitik NRWs
"Wie nahe stehen sich Politik und Bertelsmann Stiftung in Nordrhein-Westfalen? Die Piraten-Fraktion im Landtag hat bei Rot-Grün nachgefragt. Für den Abgeordneten Joachim Paul ergibt die Antwort das Bild „ziemlich bester Freunde“. Mit Studis Online sprach er über Hochschulreformen auf Zuruf, Antipluralismus und Drehtürpersonalien..." Interview mit Joachim Paul vom 8. Dezember 2016 von und bei Studis Online
http://www.studis-online.de/HoPo/art-1990-bertelsmann-nrw.php
Siehe im LabourNet-Archiv: Bertelsmann-Kritik
http://archiv.labournet.de/diskussion/wipo/gats/bertelsmannkritik.html
 


12   Der Niedergang des Kapitalismus (Audio, 30 Minuten)
Marx hielt den Sieg des Proletariats für unvermeidlich. Doch wie lange wird es dem Kapitalismus noch gelingen, seinen Niedergang zu verhindern? Mit dieser Frage befasst such der Wirtschaftsjournalist Paul Mason im vierten Teil der Sendereihe "Das Kapital".
http://www.deutschlandfunk.de/re-das-kapital-4-6-der-niedergang-des-kapitalismus.1184.de.html?dram:article_id=370390
Anmerkung:
Sehr empfehlenswert! (DW)

13  Türkei
«Wir werden sehen, wer sich für Widerstand entscheidet»
Im Zuge der Repression der türkischen Regierung gegenüber der Opposition wird es auch für kämpferische Gewerkschaftsarbeit zunehmend enger. Interview mit Eyup Ozer.
Eyup Ozer ist internationaler Sekretär der Birlesik Metal-Is (Vereinte Metallarbeitergewerkschaft), einer Mitgliedorganisation des linken türkischen Gewerkschaftsdachverbandes DISK.
https://www.rosalux.de/news/42804/wir-werden-sehen-wer-sich-fuer-widerstand-entscheidet.html

14  USA
Die Hochmütigen und die Gemeinen
Über die Niederlage der US-amerikanischen Intelligentsia
von Serge Halimi
Die meisten Kommentatoren der US-Wahlen haben sich auf die rassistische und sexistische Dimension konzentriert. Dabei interessierte sie allerdings kaum, dass trotz der „historischen“ Kandidatur Clintons die Frauen hinsichtlich der Wahlbeteiligung gegenüber den Männern im Vergleich zur letzten Wahl nur unwesentlich aufgeholt haben. Und dass auch der gigantische Abstand zwischen der Beteiligung von schwarzen und weißen Wählern kaum geschrumpft ist.
https://monde-diplomatique.de/artikel/!5362584

15  Kuba

150  Esther Bejarano in Kuba
Esther Bejarano wird in Kuba mit Vertreter diverser Institutionen aus Politik und Kultur zusammentreffen. So ist ein Gespräch in der Hebräischen Gemeinde Kubas über Jüdisches Leben, Kultur und Religion in Kuba, sowie über den Umgang Antisemitismus und die gesellschaftliche Rolle der jüdischen Religion in Kuba stattfinden. Im Institut für Völkerfreundschaft wird über den aktuellen Stand der deutsch-kubanischen Beziehungen auf staatlicher Ebene und im Bereich der NGOs und der Solidaritätsbewegung gesprochen werden. Schließlich ist ein Pressegespräch über die Motivation der Sängerin, ihre Musik in Kuba vorzustellen, vorgesehen. Mit Spannung ist zu erwarten, wie vor allem die kubanischen Jugendlichen auf Esthers Präsenz und ihre Botschaft reagieren werden.
http://www.fgbrdkuba.de/presse/artikel/20161204-microphone-mafia-esther-bejarano.php

151 Länder der EU verabschieden Übereinkunft zur Normalisierung der Beziehungen mit Kuba
Die 28 Länder der Europäischen Union (EU) verabschiedeten am Dienstag auf Botschafterebene die Unterzeichnung eines politischen und Kooperationsabkommens zwischen dieser Vereinigung und Kuba zur Normalisierung ihrer Beziehungen
http://de.granma.cu/mundo/2016-12-07/lander-der-eu-verabschieden-ubereinkunft-zur-normalisierung-der-beziehungen-mit-kuba
 
152 Die Nachtreter
Der Westen und der Tod Fidel Castros
https://www.jungewelt.de/2016/12-05/035.php
 


16  Termine

161 Wir laden ein zum nächsten mpz-salon am
Mittwoch, den 14. Dezember um 19:30 Uhr
ins mpz in die Sternstraße 4.
Wir zeigen, wie immer bei Salzstangen, Wasser und Wein, den Dokumentarfilm:
beyond the red lines - systemwandel statt klimawandel
vom Freiburger Medienkollektiv cine rebelde / 90 min. / Original: Englisch, Deutsch, Französisch, Spanisch mit deutschen Untertiteln /  Gewinner des Publikumspreises auf dem Greenmotion Filmfestival / 
Ob im rheinischen Braunkohlegebiet, am Hafen von Amsterdam oder auf den Straßen von Paris während des Weltklimagipfels, die Kämpfe für Klimagerechtigkeit werden an immer mehr Fronten geführt. Beyond the red lines (Jenseits der roten Linien) ist die Geschichte einer wachsenden Bewegung, die „Es reicht! Ende Gelände!“ sagt, zivilen Ungehorsam leistet und die Transformation hin zu einer klimagerechten Gesellschaft selber in die Hand nimmt. Kontakt: info@mpz-hamburg.de Tel. 040 4397259

162 Hubert Krammer referiert zu seinem Buch:
Jenseits der Mythen Imperialismus-Zionismus-Faschismus
Hubert Krammer geht es bei seinem Buch und Vortrag um die Spurensuche nach der Geschichte des Zionismus, von seiner Entstehung bis in die Gegenwart. Diese Geschichte widerspricht dem Bild, das der Zionismus selbst von sich zeichnet und das üblicherweise im Westen verbreitet wird.
Wir laden herzlich ein zu Vortrag und Diskussion.
Zeit: Donnerstag, 15. Dezember 2016, 19 Uhr. Ort: Laden des TuP – Verlags Hospitalstrasse 67a. 22767 Hamburg-Altona

163  Erneuter Hinweis!
Arbeitsgerichtsverfahren von Beiersdorf gegen die Kollegin Gaby Timm (SBV)
Ihr wird Arbeitszeitbetrug vorgeworfen. Sie ist Vertrauensperson für Schwerbehinderte bei Beiersdorf. Strittig ist der Punkt, ob die von ihr geführten Gespräche mit Kollegen zum BEM (Betrieblichen Eingliederungsmanagement) im formalen Sinne BEM-Gespräche sind. Die Arbeitgeberin behauptet es habe an den fraglichen Tagen keine BEM Gespräche gegeben. Die Kollegin Gaby Timm erhielt bereits eine Zahlungsaufforderung für diese angeblich nicht geleisteten Arbeitsstunden in Höhe von € 9.510,72. Es drohen ihr und ihrem Sohn Pfändung und nur noch Selbstbehalt! Hintergrund des Konflikts: Gaby Timm gehört zur Gruppe "Gemeinsam Stark", die sich vor vier Jahren gründete und die Betriebsratswahl von 2014 erfolgreich anfocht. Sie und die frühere Betriebsrätin Kerstin Huebner erhielten schon etliche Abmahnungen.
Das Zustimmungsersetzungsverfahren für Gaby Timm ist am Donnerstag, 15.12.2016 um 10:00 Uhr im Saal 109 im Hamburger Arbeitsgericht. (0sterbekstr. 96. U-Bahn Saarlandstr., von da 8 Minuten zu Fuß)
Info zu Beiersdorf:
https://de.wikipedia.org/wiki/Beiersdorf_AG

Anmerkung:
Wer an diesem Donnerstag Vormittag irgend Zeit hat, komme bitte zu dem Verfahren. Die KollegInnen von Beiersdorf würden sich freuen, wenn Hamburger GewerkschaftskollegInnen zum Termin kommen! Wir unterstützen damit nicht nur die Kollegin Timm sondern auch alle übrigen KollegInnen der Liste gegen Mobbing/Fertigmachen und Union Busting. KollegInnen der Liste „Gemeinsam Stark“ kommen am 4. Januar zum Jour Fixe und berichten in der aktuellen halben Stunde über die Konflikte bei Beiersdorf. (DW)



17  Blitzlicht ins Proletaritat
Vollzeit schützt nicht vor Armut
Aufgrund eines wachsenden Niedriglohnsektors nahm die Armutsbedrohung unter Arbeitern in Vollzeit zu. 2009 lag der Anteil bei 7,0% aller Vollzeitbeschäftigten, im Jahr 2015 bereits 7,2%.
Quelle: Bertelsmann-Stiftung – Junge Welt 15.11.2016



18  Zu guter Letzt: Zwei frohe Botschaften! Es geht aufwärts.
a) Die Nachmittage werden von heute an wieder länger!
b) (zumindest für alle Fußballfreunde) Zwei Siege von den beiden Hamburger Bundesliga-Mannschaften an einem Wochenende! Wann gab es das zuletzt?! Die MoPo bringt einmal wöchentlich eine Doppelseite "Hamburg historisch: Der Tag an dem ..." In 20 oder 30 Jahren werden wir dann lesen können: Der Tag an dem die beiden Hamburger Bundesligisten 6 Punkte holten! Links eine ganze Seite vom St. Pauli-Sieg gegen Fürth und rechts eine ganze Seite zum Sieg des HSV gegen Augsburg. (DW)




Erstellt: 09.12.2016 20:29 | Letzte Änderung: 09.12.2016 20:29

JFI 75-16 ++ Morgen um halb neun Termin Bahnhof Altona ++ Amazon Leipzig: 400 streiken. 3400 feiern ++ Bedingungsloses Grundeinkommen: Marx und Straubhaar ++ Der DGB als Retter des Kapitalismus ++ Termin Arbeitsgericht am 15.12.

Jour Fixe Info 75-16. 12. Jahrgang – 09.12.2016

Aktuelle Sammlung von - vor allem - gewerkschaftspolitischen Artikeln, Beiträgen und Fakten als Ergänzung zu den Veranstaltungen des „Jour Fixe“ in Hamburg


Wichtiger aktueller Termin:
Letzter Nachtzug. Beerdigungsfeier um 8 Uhr 30 im Bahnhof Altona. Seid dabei!
Der letzte Nachtzug – ein CNL/IC aus München und Zürich kommt um 8 Uhr 30 auf dem Bahnhof Altona an (normalerweise Gleis 5).
Es gibt Trauer- und Gedenkreden von AktivistInnen des achtjährigen Widerstandes.
Seid dabei!! (Weiteres siehe unten!)

00 Beerdigung des Nachtzuges! Seid dabei!
01 Amazon Leipzig – 400 streiken und 3.400 feiern mit der Geschäftsleitung
02 Ein Kollege aus Bremen: Organisierung von KollegInnen. Es bedarf neuer Wege
03 Wem nützt das bedingungslose Grundeinkommen? Meinungen von Straubhaar, Marx u.a.
04 Ulrike Herrmann (taz) und der DGB als Retter des Kapitalismus. Und eine Antwort
05 Spanien. Erklärung der CNT: "Brücken bauen, wo andere Mauern errichten"
06 Eine bittere Anklage gegen den britischen Sozialstaat
07 Solidaritätsreise nach Griechenland, September 2016
08 Syrien: "Der Krieg wird noch jahrelang weitergehen"
09 Afrika: Der Fluch des Reichtums. Und Obamas Rolle dabei!
10 USA: Big Data. Ich habe nur gezeigt, dass es die Bombe gibt
11 Termine
12 Blitzlicht ins Proletariat

00   Mord am Nachtzug: Samstag großer Bahnhof für den letzten Nachtzug der DB – sei dabei!
"Samstagabend verkehrt der letzte Nachtzug der Deutschen Bahn von Berlin in die Schweiz. Zum Fahrplanwechsel an diesem Wochenende stellt die Deutsche Bahn AG jeden Verkehr mit Nachtzügen ein. Sie reißt damit einen weiteren wichtigen Baustein aus ihrem Gesamtsystem Schienenverkehr heraus. Nur mit attraktiven Nachtzugverbindungen ist die Deutsche Bahn eine klimafreundliche Alternative zu innereuropäischen Flügen... Uns empört die Kahlschlag-Politik des Vorstandes der DB AG an der Eisenbahn in Deutschland.,, Wir kämpfen weiter für ein modernes europaweites Nachtzugnetz. Mach den Protest gegen die Abschaffung der Nachtzüge groß und laut: Am Samstag, 10.12., 20:30 Uhr, im Berliner Hauptbahnhof Südseite (Washingtonplatz)." Aufruf vom 7. Dezember 2016 bei Robin Wood

http://www.robinwood.de/wordpress/author/mol/
Anmerkung a):
Auch bei der Beerdigung des Nachtzuges in Altona sollten wir dabei sein! Der letzte Nachtzug – ein CNL/IC aus München und Zürich kommt um 8 Uhr 30 auf dem Bahnhof Altona an (normalerweise Gleis 5).
Es gibt Trauer- und Gedenkreden von AktivistInnen des achtjährigen Widerstandes.
Seid dabei!!
Anmerkung b):
Am Mittwoch auf unserem Jour Fixe berichteten Joachim Holstein (über die Gründe des Niedergangs der Deutschen Bahn) und Barbara Huber (über den Widerstand dieser kleinen Gruppe über acht Jahre. Der letzlich erfolglos war). Die Nacht- und Autoreisezüge wurden/werden eingestellt! Doch war der Widerstand nicht sinnlos. Es wurden Erfahrungen gemacht und viele Kontakte geknüpft. (DW)


01  Aus der Realität der Arbeitswelt:

Amazon Leipzig – 400 streiken und 3.400 feiern mit der Geschäftsleitung
"Während in Leipzig MitarbeiterInnen der dortigen Niederlassung des Internetversandhändlers Amazon am Mittwoch erneut gestreikt haben, feierte offenbar ein Großteil der Belegschaft nur wenige Meter entfernt im Logistikzentrum ein Fest. Wie die Bildzeitung berichtet, nahmen an dem Konzert des DJ-Duos »Gestört aber geil« rund 3400 Angestellten des Online-Versandriesen teil. Die Freude dürfte jedoch nur von kurzer Dauer gewesen sein. Angestellte berichteten nach zehn Minuten sei das Konzert bereits vorbei gewesen und alle seien an ihren Arbeitsplatz zurückgekehrt. Ob die Kurzzeit-Party einen ausreichenden Ausgleich für die geringen Stundenlöhne darstellt bleibt indes das Geheimnis der mehreren Tausend Angestellten. Für eine Aufnahme von Tarifverhandlungen demonstrierten derweil der deutlich kleinere Teil der Angestellten des Standortes. Nach Angaben der Gewerkschaft Ver.di forderten zeitgleich ca. 400 Beschäftigte der Früh- und Spätschicht für die Aufnahme von Tarifverhandlungen für die etwa 11.000 Beschäftigten..." Agenturmeldung vom 08.12.2016 beim ND online https://www.neues-deutschland.de/artikel/1034770.streikbrecher-bei-amazon-machen-party.html


02  Organisierung von KollegInnen: Es bedarf neuer Wege
"Die Arbeitswelt hat sich in den vergangenen 25 Jahren extrem verändert, durch die Aufweichungen des AÜG (Arbeitnehmerüberlassungsgesetz) hatten die Unternehmen die Möglichkeit, immer mehr feste Arbeitsplätze in prekäre zu verwandeln. (...) Ich habe in den letzten 6 Jahren in 6 verschiedenen Unternehmen gearbeitet und habe mich mit den Gegebenheiten in den Unternehmen auseinandergesetzt. In allen Unternehmen habe ich die gleichen Erfahrungen gemacht. Die Belegschaft setzte sich immer aus der Stammbelegschaft und Leiharbeitern zusammen und alle Kollegen, ob Stammbelegschaft oder Leiharbeiter, stehen irgendwie in Konkurrenz zueinander. (...) Die immer schlechter und prekärer werdenden Arbeitsbedingungen sind zum gesellschaftlichen Problem geworden und können nur gemeinsam verbessert werden. Die Belegschaften einzelner Unternehmen sind, gerade in den global agierenden Unternehmen, nicht mehr in der Lage, wirkliche Verbesserungen für sich zu erreichen, weil es die Strukturen nicht mehr zulassen. Wir wissen, dass die DGB-Gewerkschaften den Unternehmen nicht wirklich mehr was entgegen zu stellen haben und nur noch die Privilegierten, zumeist gut verdienenden Kollegen vertreten und alle anderen Mitglieder als wichtige Beitragszahler sehen. Die Zeit der Räte ist vorbei und auch das System der Gewerkschaft muss neu gedacht werden. Wir müssen jetzt damit anfangen, kollektive Strukturen zu schaffen und neue Wege zu gehen..." Diskussionsbeitrag von Stephan Heins vom 04.12.2016 - soll fortgesetzt werden.
http://www.labournet.de/?p=108370

Anmerkung:
Wir begrüßen, was der Kollege Heins schreibt! Er gehört zu den über 1.000 HafenarbeiterInnen beim GHB Bremerhaven/Bremen, die 2009 entlassen wurden. Sein Bericht fußt auf den Erfahrungen, die er seitdem gemacht hat. Es sind viele ArbeiterInnen in den letzten Jahren entlassen worden. Ganz selten ist es allerdings, daß ein Kollege seine Erfahrungen nicht nur reflektiert sondern auch zu Papier bringt! Und das auch fortsetzen will! „Es bedarf neuer Wege“ wie er schreibt und ein Schritt auf diesem neuen Weg ist es schon, daß ein Kollege (und nicht nur immer geübte Schreiberlinge) zur Feder greift und seine Erfahrungen berichtet.
Wir bedanken uns bei ihm auch dafür, daß er in den letzten sechs Jahren etliche Male bei unseren Jour Fixes war und über den Konflikt beim GHB und spätere andere Erfahrungen berichtet hat! (DW)


03   Wem nützt das bedingungslose Grundeinkommen?

Warum Apologeten des Neo-Liberalismus darin die gesellschaftliche Lösung sehen
Thomas Straubhaar
http://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/aussenansicht-ein-grundeinkommen-kann-die-gesellschaft-wieder-vereinen-1.3282068
Irrweg des bedingungslosen Grundeinkommens
http://www.nachdenkseiten.de/?p=15187
Argumente gegen das bedingungslose Grundeinkommen. Von Christoph Butterwegge

http://www.nachdenkseiten.de/?p=2364
Anmerkungen von Nachdenkseiten:
Im Grunde genommen produziert auch der Ökonom Straubhaar nichts anderes als „heiße Luft“ – wie zuvor Siemens-Chef, Herr Kaeser. Und auch nun ist vor allem die Finanzierung vollkommen unklar.
Außerdem ist darauf hinzuweisen, dass vermutlich die Arbeitgeber die Gewinner eines solchen Vorhabens sein würden. Würden nicht gerade sie steuerlich begünstigt?
Man sollte hier durchaus noch auf den Autor des Beitrages hinweisen. Es ist der Neoliberale und Finanzindustrielobbyist Thomas Straubhaar, der schon mal mit Forderungen nach einem „Familienwahlrecht“, mit dem jede Familie für jedes Kind eine Stimme mehr bei Wahlen bekommen soll, auf sich aufmerksam macht. Wenn allerdings Figuren wie Straubhaar für ein Grundeinkommen eintreten, sollten alle Alarmglocken schrillen. Schon gar nicht ist das bedingungslosen Grundeinkommen geeignet, wie Straubhaar suggeriert, die soziale Polarisierung und Vermögenskonzentration umzukehren. Nichts liegt Apologeten wie Straubhaar ferner, als die gesellschaftlichen und ökonomischen Verhältnisse in Frage zu stellen.

031 Karl Marx zu bedingunslosem Grundeinkommen: Gipfel der Entfremdung!

(Aus Jour Fixe Info 73-16)
http://www.deutschlandfunk.de/re-das-kapital-1-6-aktuelle-brisanz-der-marxschen-kategorie.1184.de.html?dram:article_id=369501
Eine interessante Anmerkung von Greffrath mit Zitat von Marx bezogen auf das „bedingungslose Grundeinkommen“: Angesichts dieser neuen Ausbeutungsformen, der Arbeitslosigkeit und der kommenden Automatisierungswelle schwillt gegenwärtig die Diskussion über ein bedingungsloses Grundeinkommen an. Ein "Existenzgeld" soll die Würde der Überflüssigen sichern. Es wäre die Würde der Almosenempfänger. Von "Menschen", wie Marx schreibt, "die mit Vergnügen auf den Handel eingehen würden, wenn das Kapital sie zahlen wollte, ohne sie arbeiten zu lassen". Für Marx wäre das der Gipfel der Entfremdung gewesen: der Verzicht darauf, ein produktives, Reichtum schaffendes Mitglied der Gesellschaft zu sein, und deshalb bei seiner Verwendung ein Wörtchen mitzureden. (DW)

032 Ein Kollege aus dem Jour Fixe Kreis schreibt:

Lieber D. W.,
Siehst Du Deine eigenen Widersprüche? ...
Auf der einen Seite jammerst Du über die abnehmende Kampfkraft der ArbeitnehmerInnen in Deutschland, auf der anderen Seite siehst Du nicht, wie sie erst mit einem Bedingungslosen Grundeinkommen von 1500 € monatlich auf gleicher Augenhöhe mit den ArbeitgeberInnen verhandeln können. Für Dich misst sich die Würde eines Menschen mit Geld. Für Dich ist es unvorstellbar, dass ein Mensch produktiv und kreativ ist, wenn er nicht dafür bezahlt wird. Die Naturgesetze laufen aber anders, und daran sollte sich ein materialistisch denkender Mensch halten. Ein Mensch, der nicht dem Zwangssystem Geld unterliegt, ist produktiver und kreativer. Und in dieser Funktion werden die Menschen sich zusammentun, ein Wirtschaftssystem ohne Geld aufbauen und am Ende zum Staat sagen: "Wir brauchen dein Bedingungsloses Grundeinkommen nicht mehr, du kannst gehen."
Wir in der sozialistischen Bewegung sind an dem Punkt, wo wir erkennen: Wir können auch ohne Geld wirtschaften. Das ganz umzusetzen wird etwas dauern, die Bewegung ist da; aber mit Geld und Tauschwirtschaft werden wir immer wieder im Kapitalismus landen. So sind nun mal die Naturgesetze.
Das ist für Dich schwer verständlich; aber ich will Dir nur sagen: Außerhalb Deiner Welt gibt es noch eine andere Welt. Und nicht offen zu sein für neue Sichtweisen ist der größte Fehler, den ein Sozialist machen kann.
Mit solidarischen Grüßen
KH
Anmerkung:

Ich bleibe lieber „in der anderen Welt“! Der von Karl Marx, aktuell der von Butterwegge, Rainer Roth, Heiner Flassbeck, Friederike Spiecker, Volker Meinhardt und Dieter Vesper. Die Welt von Straubhaar, Siemens (Kaeser), dem Kapitalisten Götz Werner überlasse ich gern den 100 Professoren, die sich für das Wundermittel bedingungsloses Grundeinkommen begeistern und anderen Idealisten, die den Klassenkampf umgehen wollen beim Weg zum paradiesischen Endziel. (DW)

04  Ulrike Herrmann (taz) und der DGB als Retter des Kapitalismus

Der Artikel von Ulrike Herrmann: Zukunft der Gewerkschaften: Die Retter des Kapitalismus
http://www.dgb.de/einblick/++co++8d44a1b0-b156-11e6-940f-525400e5a74a

Antwort von Dieter Wegner:
Wie DGB und Kapitalismus partnerschaftlich gemeinsam in Barbarei versinken
"Das ist schon originell: Unter der Rubrik „Zukunft der Gewerkschaften“ veröffentlicht Gegenblende/Einblick (DGB-Organ) einen Artikel mit dem Fazit „Die Zukunft der Gewerkschaften wird von anderen bestimmt“. Eine Antwort auf Ulrike Herrmanns Kapitalismus- und Gewerkschaftsvorstellungen von Dieter Wegner..."
http://www.labournet.de/?p=107994

05  Spanien

Erklärung der CNT: "Brücken bauen, wo andere Mauern errichten"
Am letzten Novemberwochenende trafen sich Vertreter*innen verschiedener syndikalistischer Gewerkschaften aus Europa, Nord- und Südamerika im baskischen Barakaldo auf Einladung der spanischen Confederación Nacional del Trabajo (CNT) und ihres lokalen Syndikats zu einer Konferenz über die Neuformierung der syndikalistischen Bewegung.
http://www.fau.org/artikel/art_161204-082345/print.html

06  Großbritannien

"Ich, Daniel Blake" ist eine bittere Anklage gegen den britischen Sozialstaat
http://www.sueddeutsche.de/kultur/neu-im-kino-ich-daniel-blake-ist-eine-bittere-anklage-gegen-den-britischen-sozialstaat-1.3262567
Anmerkung:
Hier in Deutschland würde Ken Loach mindestens genau so viel Stoff finden für eine bittere Anklage gegen den „Sozialstaat“. (DW)

07  Solidaritätsreise nach Griechenland, September 2016
"Nachdem wir letztes Jahr 30 TeilnehmerInnen waren und es sich herausstellte, dass eine so große Gruppe sowohl organisatorisch wie kontaktmäßig ungünstig ist, beschlossen wir, dieses Jahr die Gruppe zu teilen. Ein Teil sollte sich auf Athen konzentrieren und der zweite auf Saloniki...." Vorbemerkung zum 1. Teil des Reisetagebuchs 2016 (pdf)
http://www.labournet.de/wp-content/uploads/2016/12/solireise-gr-2016a.pdf

071  Die (legendäre) „Europa“-Anstalt vom 29.4.2014

Eine Besprechung von Thomas Hillebrand. Solid-Arisch
April 2014. Griechenland liegt im Sterben, eine schwäbische Hausfrau hatte Hellas einst ein langes, rostiges Küchenmesser in den Rücken gerammt, ein tragigumflorter, schwäbischer Zyniker saugt den siechen Leib endgültig aus. Das allgemeine Wegschauen beim drastisch gestiegenen Massensterben im Mittelmeer erreicht einen Wimpernschlag lang Brüssel und die deutsche Politik. Brüssel beschließt die „Seeaußengrenzenverordnung“, damit die nasse Mauer noch höher wächst. Die Ukraine ist endlich „frei“, Janukowitsch geflohen, die Krim von Putin persönlich geklaut worden. Das jedenfalls ist die Stunde der neuen, deutschen Kriegshetze gegen Russland – allen voran die der Alpha-Wölfe der „Qualitätspresse“. Claus von Wagner und Max Uthoff bitten zu Tisch.
https://www.youtube.com/watch?v=gfZWDUBeOek

08 Syrien

081 "Der Krieg wird noch jahrelang weitergehen"
Nach Einschätzung des Nahost-Experten Michael Lüders werden die syrischen Regierungstruppen das umkämpfte Ost-Aleppo binnen Tagen vollständig einnehmen. Ein Grund dafür sei ein Deal zwischen der Türkei und Russland, sagte Lüders im DLF. Stabilität werde das aber nicht bringen.
http://www.deutschlandfunk.de/syrien-der-krieg-wird-noch-jahrelang-weitergehen.694.de.html?dram:article_id=372682

082 Syrien: Deutschland vor Gericht

Die Anstalt vom 1.11.16. Eine Besprechung von Thomas Hillebrand
Meine Damen und Herren, bitte erheben Sie sich…!
„Eine Gerichtsverhandlung als Rahmen, um die Frage zu erörtern, wer in Syrien was tun darf, wer welche Interessen dort hat und vor allen Dingen aufgrund welcher rechtlicher Grundlagen das geschieht, ist eine gelungene Idee. Verletzung des Völkerrechts, Verletzung der UN-Charta und Verletzung unseres Grundgesetzes, weil „wir die Guten“ sind?“
https://www.youtube.com/watch?v=5GrMo2PfA78

09 Afrika

091 Der Fluch des Reichtums
In mancher Hinsicht ist Afrika der wohl reichste Kontinent der Welt: Ein Drittel der weltweiten Rohstoffvorkommen liegt hier unter der Erdoberfläche. Für die Mehrheit der Bevölkerung bedeutet dieser Reichtum allerdings weit mehr Fluch als Segen.
http://www.nachdenkseiten.de/?p=35908#more-35908

092 Was Obama aus Afrika gemacht hat!

http://www.nachdenkseiten.de/?p=36173#more-36173

10 USA

101 Ich habe nur gezeigt, dass es die Bombe gibt
Der Psychologe Michal Kosinski hat eine Methode entwickelt, um Menschen anhand ihres Verhaltens auf Facebook minutiös zu analysieren. Und verhalf so Donald Trump mit zum Sieg.
https://www.dasmagazin.ch/2016/12/03/ich-habe-nur-gezeigt-dass-es-die-bombe-gibt/

102 Free Mumia Abu-Jamal! 35 Jahre in Haft Mumia Abu-Jamal
"Morgen (also inzwischen heute, 9.12.16) jährt sich zum 35. Mal die Inhaftierung des afroamerikanischen Journalisten Mumia Abu-Jamal in Philadelphia, USA. Am 9. Dezember 1981 wurde er von dem Polizisten Daniel Faulkner nieder geschossen, der zuvor Mumias Bruder schwer verprügelt hatte. Mumia überlebte diese Nacht trotz Lungendurchschuss und anschliessender Folter... Mit manipulierten und teilweise klar gefälschten Beweisen wurde er im Sommer 1982 in einem unfairen Verfahren zum Tode verurteilt.…" Interview von Radio Aktiv Berlin mit Michael Schiffmann vom 8. Dezember 2016, dokumentiert beim Audioportal freier Radios
https://www.freie-radios.net/80362


11   Termine

111   Arbeitsgerichtsverfahren von Beiersdorf gegen die Kollegin Gaby Timm (SBV)
Ihr wird Arbeitszeitbetrug vorgeworfen. Sie ist Vertrauensperson für Schwerbehinderte bei Beiersdorf. Strittig ist der Punkt, ob die von ihr geführten Gespräche mit Kollegen zum BEM (Betrieblichen Eingliederungsmanagement) im formalen Sinne BEM-Gespräche sind. Die Arbeitgeberin behauptet es habe an den fraglichen Tagen keine BEM Gespräche gegeben. Die Kollegin Gaby Timm erhielt bereits eine Zahlungsaufforderung für diese angeblich nicht geleisteten Arbeitsstunden in Höhe von € 9.510,72. Es drohen ihr und ihrem Sohn Pfändung und nur noch Selbstbehalt! Hintergrund des Konflikts: Gaby Timm gehört zur Gruppe "Gemeinsam Stark", die sich vor vier Jahren gründete und die Betriebsratswahl von 2014 erfolgreich anfocht. Sie und die frühere Betriebsrätin Kerstin Huebner erhielten schon etliche Abmahnungen.
Das Zustimmungsersetzungsverfahren für Gaby Timm ist am Donnerstag, 15.12.2016 um 10:00 Uhr im Saal 109 im Hamburger Arbeitsgericht. (0sterbekstr. 96. U-Bahn Saarlandstr., von da 8 Minuten zu Fuß)

Info zu Beiersdorf: https://de.wikipedia.org/wiki/Beiersdorf_AG

Anmerkung:

Wer an diesem Donnerstag Vormittag irgend Zeit hat, komme bitte zu dem Verfahren. Die KollegInnen von Beiersdorf würden sich freuen, wenn Hamburger GewerkschaftskollegInnen zum Termin kommen! Wir unterstützen damit nicht nur die Kollegin Timm sondern auch alle übrigen KollegInnen der Liste gegen Mobbing/Fertigmachen und Union Busting. KollegInnen der Liste „Gemeinsam Stark“ kommen am 4. Januar zum Jour Fixe und berichten in der aktuellen halben Stunde über die Konflikte bei Beiersdorf. (DW)

112  Gewalt und Alltag im Osten der Ukraine

15.12.2016, 19.30: Veranstaltung im Buttclub, St. Pauli-Hafenstr. 12
Am Donnerstag, den 15.12. um 19.30 berichten Volodimir Scherbatschenko und Imke Hansen im Buttclub, St.Pauli Hafenstr. 126 über die aktuelle Situation in der Ostukraine und das Leben der Menschen, die direkt mit dem Konflikt konfrontiert sind. Als zivile Konfliktbeobachter*innen haben sie die Gebiete der „Anti Terrorist Operation Zone“ bereist, mit Anwohner*innen, Folteropfern, Kämpfern der Freiwilligenbatallione und Aktivist*innen gesprochen, und Informationen zu illegalen Haftstätten, Folter und anderen Menschenrechtsverletzungen gesammelt. Anhand von Bildern und Biographien sprechen sie über die Komplexität des Konfliktes und dessen Konsequenzen für die Menschen aus der Region.

12 Blitzlicht ins Proletariat

Wohnungsnot für „Sozialmieter“

In Hamburg leben 1,8 Millionen Menschen in knapp 924.000 Wohnungen. Knapp die Hälfte der Bevölkerung wäre vom Einkommen her berechtigt, eine „Sozialwohnung“ anzumieten, im Bestand sind jedoch weniger als 10% aller Einheiten „sozial“ gebunden. In den 70er Jahren gab es in Hamburg noch rund 400.000 Sozialwohnungen, 2014 gerade noch 87.000.
Quelle: Bündnis für eine neue soziale Wohnungspolitik - Junge Welt 18.11.2016


UND AM SCHLUSS EIN FROHE BOTSCHAFT:
VON MONTAG AN WERDEN DIE ABENDE WIEDER LÄNGER! (Nicht gefühlt sondern tatsächlich!) (DW)





Erstellt: 03.12.2016 20:19 | Letzte Änderung: 03.12.2016 20:19

JFI 74-16 ++ Erinnerung: Mittwoch ist Jour Fixe! ++ Thesenpapier zu G 20 in Hamburg ++ Freitag 13.1.2017 Aktionstag gegen Median-Kliniken ++ Ulrike Herrmann und DGB retten den Kapitalismus ++ Ignacio Ramonet: "Der Fidel, den ich kannte"

Jour Fixe Info 74-16. 12. Jahrgang – 04.12.2016

Aktuelle Sammlung von - vor allem - gewerkschaftspolitischen Artikeln, Beiträgen und Fakten als Ergänzung zu den Veranstaltungen des „Jour Fixe“ in Hamburg


00 Thesenpapier von „Flora bleibt unverträglich“ zu G 20
01 Abschiebung aus Hamburg, ein alltäglicher „Fall“
02 Union Busting/Fertigmacher: Freitag, 13. Januar. Aktionstag gegen Median-Kliniken
03 Patrick Fütterer zu Rollback bei den Arbeitsgerichten
04 Work-watch: Union-Busting und Bossing als politisches Konzept
05 Verhandlungsergebnis für Leiharbeit erreicht. Verschiedene Stellungnahmen und Artikel
06 Jede/r Zehnte in Deutschland bekommt vom Staat soziale Mindestsicherung!
07 Ulrike Herrmann: Der DGB als Retter des Kapitalismus
08 Frankreich: »Wir müssen aus diesem System ausbrechen«. Interview mit CGT-Vorsitzendem
09 FAZ zur US-Wahl: It’s the economy, stupid!
10 Ignacio Ramonet: "Der Fidel, den ich kannte"
11 Bei linken Gewerkschaften in Japan und Südkorea. Politischer Reisebericht von Hellmut Weiß
12 Ausgewählte wichtige Termine
13 Buchempfehlung: Kapitalkollaps. Die finale Krise der Weltwirtschaft. Von Tomasz Konicz
14 Blitzlicht ins Proletariat


Erinnerung:
Einladung zum 146. Jour Fixe am Mittwoch, 7. Dezember um 18 Uhr 30 im Curiohaus, Rothenbaumchaussee 15 (Hofduchgang)
Von der zuverlässigen Deutschen Bundesbahn zur desolaten Bahn AG:
Die Gründe für den Niedergang
Die bundesdeutsche Bahnpolitik – mehr als eine Betriebsstörung: 
Die DB AG vernachlässigt umweltpolitische Ziele ebenso wie die Bedürfnisse von Fahrgästen

Referenten: Joachim Holstein, stellvertretender Betriebsratsvorsitzender der DB European Railservice Hamburg, und Barbara Huber, beides AktivistInnen der Initiative zur Verteidigung der Nacht- und Autozüge
Vorher in der aktuellen halben Stunde:
Der verlorene Kampf beim Spielehersteller  goodgame: Pläne, Enttäuschungen, Erfahrungen, Lehren.
Es berichtet Tanja Pfefferkorn (ehemals bei goodgame).


00  Thesenpapier von „Flora bleibt unverträglich“ zu G 20

Wenn der G20 im Juli 2017 nach Hamburg kommt, sehen wir keinen Erfolg in einer Mobilisierung, die viele Menschen auf dem kleinsten gemeinsamen Nenner versammelt und von der am Ende wenig mehr bleibt als simple Botschaften. Wir sind stattdessen für eine politische Differenzkultur mit utopischem Überschuss, die notwendige Radikalisierungen im Handgemenge nicht nur zulässt, sondern beabsichtigt. Ohne radikale Antworten lassen sich die zentralen politischen Fragen der Gegenwart nicht lösen, der Klimawandel nicht stoppen, Armut und Grenzen nicht abschaffen. Wie sich gesellschaftliche Kämpfe und Utopien in diese Richtung weiterentwickeln können, ist für uns eine zentrale Herausforderung der Zeit.
https://linksunten.indymedia.org/de/node/198163

01  Abschiebung aus Hamburg

Freitag 2. Dezember 2016: Heute morgen um 7.00 Uhr
wurde erneut ein Spieler des FCLSP abgeschoben!
3 Tage war er als einziger Insasse im gesamten Abschiebegefängnis am Hamburger Flughafen eingeschlossen!
Er ist der 5. Mensch, der dort eingesperrt worden ist.
Wir sind so traurig und wütend
und wünschen unserem Habibi alles Gute!
You'll never walk alone!
no border, no nation, stop deportation!
Wir können daher heute vor dem Fanladen
beim Heimspiel unseres FCSP
keinen Info und Merchstand machen.
Wir sind einfach zu traurig
FC-Lampedusa auf St.Pauli-Spieler

02 Freitag 13: Median-Kliniken gewinnen mit Abstand.

Reha-Konzern setzt sich vor OBI und Rossmann durch.
Aufruf zu Protesten am 13. Januar 2017

"Der Gesundheitskonzern Median-Kliniken GmbH hat mit deutlichem Vorsprung die Abstimmung zum Aktionstag Schwarzer Freitag gewonnen. Insgesamt nahmen über 1.200 Personen an der Abstimmung teil, davon votierten 710 für Median. Damit wird Median am Freitag, 13. Janaur 2017 zur Zielscheibe bundesweiter Proteste, die der Verein aktion./.arbeitsunrecht bereits zum vierten Mal zusammen mit Unterstützer_innen und Solidaritätskomitees in ganz Deutschland durchführt..." Pressemitteilung vom 1. Dezember 2016 von und bei Aktion Arbeitsunrecht

https://arbeitsunrecht.de/freitag13-median-kliniken-gewinnen-mit-abstand/

Siehe das Dossier zu Median im LabourNet Germany

http://www.labournet.de/?p=99880

03  Patrick Fütterer über Betriebsrätemobbing, Union Busting und einem Rollback bei den Arbeitsgerichten
"Die Berichterstattung von NGOs und Gewerkschaften über Betriebsrätemobbing und Union Busting vor den Arbeitsgerichten ist häufig einseitig geprägt... Vor dem Hintergrund dieser auf Skandalisierung setzenden Berichterstattung und entsprechender Begleitkampagnen, die oft auf eine juristische Klärung orientieren, werden im Folgenden Erfahrungen mit den Arbeitsgerichten in Fällen von BR-Mobbing und Union Busting dargestellt und strukturelle Schwierigkeiten bei der Durchsetzung von Beschäftigteninteressen aufgezeigt." Artikel von Patrick Fütterer, Fachanwalt für Arbeitsrecht, erschienen in express, Zeitung für sozialistische Betriebs- und Gewerkschaftsarbeit 11/2016
http://www.labournet.de/?p=107763

04  Union-Busting und Bossing als politisches Konzept

...Alles, was das hemmungslose Schalten und Walten einer Unternehmensleitung hindert, soll aus dem Wege geräumt werden. Alles, was das Prinzip „Heuern und Feuern“ hindert, soll beiseite geschafft werden. Besonders aktive Gewerkschafterinnen und Gewerkschafter und Betriebsräte, die unbestechlich die Interessen ihrer Kolleginnen und Kollegen vertreten, stehen auf der Abschussliste. Solange sie noch gesetzlichen Schutz genießen, werden unterhalb oder neben den gesetzlichen Schutzrechten Fakten geschaffen.
http://www.work-watch.de/bossing-als-gesellschaftspolitisches-konzept/
Anmerkung
:

Das ist eine sehr gute Beschreibung der neuen Handlungsmaximen von immer größeren Kapitalfraktionen und wird zu Recht als politisches Konzept dargestellt. Zum letzten Satz muß allerdings eine Korrektur angebracht werden:

Entscheidend ist aber letzten Endes, dass der Psychokrieg im Betrieb als Skandal öffentlich zur Kenntnis genommen und von der Öffentlichkeit, den Verbrauchern und den gesellschaftlichen Organisationen nicht länger als Mittel in der betrieblichen Auseinandersetzung akzeptiert wird
.

Das ist letzten Endes eben nicht entscheidend sondern die Organisierung der Betroffenen im Betrieb und die Solidarität der Noch-Nicht-Betroffenen, damit ihre KollegInnen keine Opfer werden! Organisierung heißt auch, die jeweilige Gewerkschaft und den DGB in die Pflicht zu nehmen, daß sie den Fehdehandschuh in dem Psychokrieg aufnimmt und zurückschlägt. Nur so verschaffen sich die Gewerkschaften Respekt und schützen ihre Mitglieder. (DW)

05 Verhandlungsergebnis für die Beschäftigten der Leiharbeit erreicht - Durchbruch in der dritten Verhandlungsrunde
"... Die Entgelte in der Leiharbeit steigen im Westen jährlich zwischen 2,5 und 3,2 Prozent pro Stunde. Im Osten steigen sie jährlich bis zu 4,82 Prozent pro Stunde. Die vollständige Ost-West-Angleichung in allen neun Entgeltgruppen erfolgt zum 01.04.2021. Die Entgelttabelle Ost entfällt zu diesem Zeitpunkt. Die dann gültige Tabelle West wird dann im gesamten Bundesgebiet angewendet. Eine Besonderheit des Tarifabschlusses ist die Aufwertung der unteren Entgeltgruppen durch eine überproportionale Erhöhung der Entgelte. "Am Ende der Laufzeit werden sich die Tarife in der Leiharbeit deutlich vom gesetzlichen Mindestlohn entfernt haben. Das war uns besonders wichtig." Der Tarifvertrag hat eine Laufzeit von 36 Monaten und endet zum 31.12.2019..." DGB-Pressemitteilung vom 30.11.2016
http://www.dgb.de/presse/++co++03d98820-b712-11e6-8a07-525400e5a74a

051 DGB-Tarifgemeinschaft schließt neuen Tarif ab: Lohnverzicht besiegelt

http://iww-bremen.org/blog/2016/12/02/dgb-tarifgemeinschaft-schliesst-neuen-tarif-ab-lohnverzicht-besiegelt/

052 „Leiharbeit ist moderner Sklavenhandel“

Frau Wompel, von der menschenverachtenden Hartz IV-Ideologie war auf den NachDenkSeiten schon mehrmals die Rede. Und auch davon, dass die Eliten mittels Hartz IV das Dauerfeuer auf Lohnabhängige eröffnet haben. Welche Folgen zeitigt das konkret?
http://www.nachdenkseiten.de/?p=36021#more-36021

053 Eine unheilige Allianz. Der Bundesrat berät am Freitag über die Reform der Leiharbeit.

Schleswig-Holsteines Vize-Ministerpräsident Robert Habeck fordert, der DGB müsse nun seine Tarifpolitik ändern.
"... Eine Gleichbehandlung der Leiharbeitskräfte beim Lohn scheitert, aber regelmäßig daran, dass die Bundesregierung in unheiliger Allianz die Interessen der Arbeitgeber und die Interessen der mächtigen Industriegewerkschaften vertritt. Und beide Gruppen wollen in Wirklichkeit keine Gleichbehandlung der Leiharbeitskräfte beim Lohn. Die Gewerkschaften machen das Gegenteil von dem, was sie eigentlich müssten: nämlich die Interessen der Leiharbeitskräfte zu vertreten. Durch Billiglöhne versorgen sie  die Industrie weiter mit kostengünstigen Randbelegschaften...Der DGB und die Mitgliedsgewerkschaften müssten nur den Leiharbeits-Tarifvertrag kündigen, den sie selbst geschaffen haben..." Ein Gastbeitrag von Robert Habeck vom 24.11.2016 beim Tagesspiegel online
http://www.tagesspiegel.de/politik/leiharbeit-eine-unheilige-allianz/14876926.html
Anmerkung:

Erstaunlich offene Worte eines SPD-Ministerpräsidenten! (DW)

054 Warum wir Tarifverhandlungen brauchen – auch in der Leiharbeit
"DGB-Vorstandsmitglied Stefan Körzell verteidigt das Abschließen von Tarifverträgen in der Leiharbeit. Dadurch verbessere sich die Einkommenssituation der Beschäftigten, argumentiert er." Eine Replik auf Robert Habeck von Stefan Körzell vom 30.11.2016 beim Tagesspiegel online
http://www.tagesspiegel.de/politik/leiharbeit-warum-wir-tarifverhandlungen-brauchen-auch-in-der-leiharbeit/14912904.html

055 Habemus Tarifabschluss. Für die Leiharbeit. Das gefällt nicht jedem

Von Stefan Sell
http://aktuelle-sozialpolitik.blogspot.de/2016/12/260.html


06  Jede/r Zehnte in Deutschland bekommt vom Staat soziale Mindestsicherung! (In Hamburg jeder Achte)

https://www.destatis.de/DE/PresseService/Presse/Pressemitteilungen/2016/11/PD16_419_228.html
http://www.o-ton-arbeitsmarkt.de/o-ton-news/695-millionen-menschen-leben-von-arbeitslosengeld-oder-hartz-iv-leistungen-2

07  Einblick-Debattenreihe des DGB

Zukunft der Gewerkschaften
Die Retter des Kapitalismus

Die Gewerkschaften sind die Retter des Kapitalismus. Sie waren es in der Vergangenheit – und müssen es auch in Zukunft sein. Nur den Gewerkschaften ist zu verdanken, dass neue Produkte entstehen und die Wirtschaft nicht in einer Dauerkrise feststeckt, stellt taz-Korrespondentin Ulrike Herrmann fest.
http://www.dgb.de/einblick/++co++8d44a1b0-b156-11e6-940f-525400e5a74a

Anmerkung:

Die taz-Redakteurin Ulrike Herrmann, Autorin des Buches: Kein Kapitalismus ist auch keine Lösung hat für das DGB-Organ Gegenblende/Einblick einen Artikel geschrieben, der nur auf den allerersten Blick als Satire wirkt. Sie sieht den DGB als berufenen, aber ohnmächtigen Retter des Kapitalismus an. Eine ausführliche Entgegnung im nächsten Jour Fixe Info. (DW)

08  Frankreich

»Wir müssen aus diesem System ausbrechen«
Gespräch mit Philippe Martinez. Über den Widerstand gegen das neue Arbeitsgesetz in Frankreich und die Diskriminierung seiner Gewerkschaft CGT durch die Regierung
Interview: Hansgeorg Hermann
https://www.jungewelt.de/2016/11-26/061.php
Anmerkung:
Hansgeorg Hermann war am 6. Juli d.J. auf unserem Jour Fixe und berichtete über die Kämpfe gegen das neue Arbeitsgesetz. (DW)

09  FAZ zur US-Wahl: It’s the economy, stupid!

In der Diskussion über die Ursachen von „Brexit“ und den Wahlerfolg von Donald Trump gibt es zahlreiche Erklärungsansätze. Doch die Wahlergebnisse selbst und neuere Forschung weisen darauf hin, dass beide Ereignisse in erster Linie Ausdruck einer tiefgehenden ökonomischen Polarisierung sind.
http://blogs.faz.net/fazit/2016/11/28/its-the-economy-stupid-8235/

Anmerkung:

Hurra, das Leib- und Magenblatt deutscher Kapitalisten hat es erkannt: Die Ursache vom Brexit und der Trump-Wahl ist die Umverteilung von unten nach oben in den letzten 35 Jahren und die Beschneidung der Arbeitnehmerrechte! Jetzt müssen die Verursacher dieser Politik, allen voran die Sozialdemokraten das Ruder rumwerfen und eine andere Politik machen. So flexibel muß die marktkonforme Demokratie doch wohl sein?! (DW)

10  Kuba

Der informativste und am meisten angemessene Nachruf, der zu finden war:
Ignacio Ramonet: "Der Fidel, den ich kannte"

Der spanische Journalist und Medienwissenschaftler Ignacio Ramonet, Herausgeber von "Le Monde diplomatique", zum Tod von Kubas Revolutionsführer Fidel Castro
https://amerika21.de/2016/11/164770/fidel-kannte

11  Japan/Südkorea

Bei linken Gewerkschaften in Asien
Ein politischer Reisebericht von Helmut Weiss (labournet-germany)

http://www.labournet.de/internationales/japan/gewerkschaften-japan/labournet-germany-on-tour-zwischen-strahlendem-muell-und-wehenden-fahnen-ein-reisebericht-aus-japan-und-suedkorea/

Dazu:

Gewerkschaften und die Linke führen Massenproteste in Süd-Korea an

https://diefreiheitsliebe.de/politik/gewerkschaften-und-die-linke-fuehren-massenproteste-in-sued-korea-an/

12  Ausgewählte wichtige Termine

121 Politisches Denken im 20. Jahrhundert
Frank Deppe, Professor em. an der Universität Marburg, spricht über maßgebliche politische Denkrichtungen im 20. Jahrhundert und ihre gesellschaftlichen Bedingungen. Deppe, ehemaliges Mitglied des SDS, promovierte bei Wolfgang Abendroth über den französischen Sozialisten, Aktivisten und Theoretiker des Aufstands Louis-Auguste Blanqui.
Diskussion / Vortrag
Mit Professor em. Frank Deppe, Politikwissenschaft an der Uni Marburg und Mitherausgeber der Zeitschrift Sozialismus
Freitag, 09.12.2016 | 19:00 Uhr bis 21:00 Uhr

Uni Hamburg, Institut für Politikwissenschaft, Raum 250 (2. OG), Allende-Platz 1
Veranstalter: Rosa-Luxemburg-Stiftung
http://www.hamburg.rosalux.de/event/57200/politisches-denken-im-20-jahrhundert.html
 

122 Tagung: Flucht und gesellschaftlicher Frieden
Sa, 10.12.2016, 10:00 bis 16:00. 10 Euro. W 3 in Altona
Um Anmeldung bis zum 5. Dezember unter info@w3-hamburg.de wird gebeten.
Mit u.a. Dr. Mariam Popal (Department of English&American Studies, Bayreuth Academy of Advanced African Studies), Dr. Andreas Hieronymus (OSIFE - Migration & Inclusion, London), David Becker (Psychologe, Büro für psychosoziale Prozesse)
http://w3-hamburg.de/flucht-und-gesellschaftlicher-frieden

123 Risikofaktor Arbeitszeit

Warum eine menschengerechte Arbeitszeitgestaltung wichtig ist
Arbeitszeit als Risikofaktor: Neben der Belastungshöhe ist auch die Belastungsdauer ein Risikofaktor, weshalb die Arbeitszeitgestaltung im Rahmen des Arbeits- und Gesundheitsschutzes von zentraler Bedeutung ist.
12. Dezember 2016, Beratungsstelle Arbeit & Gesundheit, 17 bis 20 Uhr, Raum 404. Schanzenstr. 75 (S-Bahn und U-Bahn Sternschanze oder U-Bahn Feldstr.)

http://arbeitundgesundheit.de/risikofaktor-arbeitszeit/
 
13  Buchempfehlung
Tomasz Konicz:
Kapitalkollaps. Die finale Krise der Weltwirtschaft
"Haben Sie sich in der Dauerkrise des kapitalistischen Weltsystems schon häuslich eingerichtet? ...Wie sortieren sich für Sie Klima-, Wirtschafts-, Schulden-, Euro-, Öko- und „Flüchtlingskrise“? .. Für alle, die im Krisendickicht endlich durchblicken wollen, ist dieses Buch – endlich mit verbesserter Kapitalismuskritikformel! - unentbehrlich: Werden Sie mit seiner Hilfe in wenigen Stunden zum Krisenexperten. In zehn Kapiteln werden Ursachen, Verlauf und Perspektive der Großen Systemkrise allgemeinverständlich beschrieben und die häufigsten Krisenmythen entlarvt. Danach kann Sie nichts mehr erschüttern. Mit Ausnahme des nächsten Krisenschubs, versteht sich."
Klappentext zum Buch von Tomasz Konicz (Reihe konkret texte 68, 2. Auflage 2016, 276 Seiten, ISBN 978-3-930786-80-0, 23,00 €) - siehe dazu:
http://www.labournet.de/politik/wipo/wipo-deb/kapitalismuskritik/buch-kapitalkollaps-die-finale-krise-der-weltwirtschaft/
Leseprobe
http://www.labournet.de/politik/wipo/wipo-deb/kapitalismuskritik/buch-kapitalkollaps-die-finale-krise-der-weltwirtschaft/

14  Blitzlicht ins Proletariat

Wir können später von unserer Rente nicht leben!
In einer Befragung gaben 38% aller Beschäftigten in der BRD an – sogar 32% der Arbeiter in Vollzeit -, dass sie von der gesetzlichen Rente später nicht leben könnten. 46% sind es bei den 26- bis 45jährigen und 43% bei den Frauen.

Quelle: DGB-Index „Gute Arbeit“ – Junge Welt 11.11.2016







Erstellt: 26.11.2016 11:08 | Letzte Änderung: 26.11.2016 11:08

JFI 73-16 ++ Unentwegter Kampf in Amper-Kliniken ++ Grosskonzern im Reha-Bereich: Median ++ Noch mehr Lügen bei VW ++ Sternstunden im Rundfunk: 2 Essays Marxismus


Jour Fixe Info 73-16. 12. Jahrgang – 26.11.2016

Aktuelle Sammlung von - vor allem - gewerkschaftspolitischen Artikeln, Beiträgen und Fakten als Ergänzung zu den Veranstaltungen des „Jour Fixe“

in Hamburg


Erinnerung:
Einladung zum 146. Jour Fixe am Mittwoch, 7. Dezember um 18 Uhr 30 im Curiohaus, Rothenbaumchaussee 15 (Hofduchgang)
Von der zuverlässigen Deutschen Bundesbahn zur desolaten Bahn AG:
Die Gründe für den Niedergang
Die bundesdeutsche Bahnpolitik – mehr als eine Betriebsstörung: 
Die DB AG vernachlässigt umweltpolitische Ziele ebenso wie die Bedürfnisse von Fahrgästen

Referenten: Joachim Holstein, stellvertretender Betriebsratsvorsitzender der DB European Railservice Hamburg, und Barbara Huber, beides AktivistInnen der Initiative zur Verteidigung der Nacht- und Autozüge
Vorher in der aktuellen halben Stunde:
Der verlorene Kampf beim Spielehersteller  goodgame: Pläne, Enttäuschungen, Erfahrungen, Lehren.
Es berichtet Tanja Pfefferkorn (ehemals bei goodgame).


00 Kampf im Gesundheitsbereich: Amper-Kliniken Dachau
01 Konzentration im Gesundheitsbereich: Reha-Konzern Median
02 (K)ein Mindestlohn hinterm Lenkrad 03 Amazon kommt nach Dortmund – ist das gut? Ja, aber!
04 Flugblatt Harburger Daimler-KollegInnen: Leiharbeiter sofort fest einstellen
05 Lüge, dass es bei VW keine Kündigungen geben wird – und sie die IGM argumentiert
06 Novum in der deutschen Gewerkschaftslandschaft: Neue Gewerkschaft an der Uni Ffm.
07 Kostenlose Broschüre von ver.di zur Rentenpolitik
08 Ergebnisse der Pariser Konferenz zum Transnational Social Strike
09 Sternstunden im Rundfunk. 2 Essays. Das Verhältnis von Kapitalismus und Gewalt
10 Ach, Herr Augstein! Ist Trump ein Faschist?
11 Spendenaufruf zur Unterstützung der Kuba-Tournee von Esther Bejarano
12 Peruanischer Bauer klagt RWE-Konzern in Essen!
13 USA: Bernie Sanders bläst zum Klassenkampf
14 Termine
15 Blitzlicht ins Proletariat


00 Widerstandskampf der KollegInnen der Amperkliniken in Dachau: Vorbildlich!

Liebe KollegInnen,
in der Presse wurde viel über horrenden Personalmangel, unzumutbare Arbeitsbedingungen und mangelnde Hygiene am Dachauer Klinikum berichtet. Unsere Podiumsdiskussion wird dort als "legendär" bezeichnet, die "einem Schiedsgericht über Helios glich". Und schlecht war sie wirklich nicht!

Leider müssen wir feststellen, dass sich rein gar nichts bewegt hat... Helios möchte partout keinen Millimeter einlenken?
Wir werden es auch nicht. So lassen wir nicht mit uns umspringen. Wir sehen uns auf der Straße!
Achtet auf Terminankündigungen. Bleibt solidarisch!
Eure KollegInnen in der Unabhängigen Betriebsgruppe
 
Auf UNGESUND LEBEN gibt es ein Dossier mit allen Berichten vom Oktober und natürlich zur Podiumsdiskussion.
http://www.ungesundleben.org/privatisierung/index.php?title=Amper_Kliniken_AG#Oktober_2016:_.C3.96ffentliche_Kritik_.C3.BCber_Personalmangel_und_Hygiene_-_Besch.C3.A4ftigte_protestieren_gegen_unzumutbare_Arbeitsbedigungen

01 Reha-Konzern Median: Profitmaximierung durch Tarifflucht

Wie ein Reha-Konzern gegen Gewerkschaft, Streikrecht und Tarifverträge vorgeht
Von Daniel Behruzi

https://arbeitsunrecht.de/median-profitmaximierung-durch-tarifflucht/#more-9935

Anmerkung:

Die Gruppe, die sich seit Jahren an den Amperkliniken in Dachau gegen Zumutungen und Bedrängnisse wehrt, für alle Beschäftigten der Klinik und für die Patienten und ihre Angehörigen, geben damit ein Vorbild für andere Häuser in Deutschland – auch für die KollegInnen bei Median! Größere Stärke werden sie gewinnen, wenn sie untereinander Kontakt aufnehmen, sich austauschen und dauerhaft vernetzen! (DW)

02 (Kein) Mindestlohn hinter dem Lenkrad
Der Mindestlohn reicht zu halbwegs vernünftigen Lebensverhätnissen hinten und vorn nicht.
Doch selbst diese niedrige Untergrenze wird im Arbeitsalltag vieler Berufskraftfahrer unterschritten. 
Videointerviews (18 Minuten) mit Taxi- und LKW-Fahrern über die Realität der Bezahlung in der Branche:
https://www.youtube.com/watch?v=-pswUMxLxNY

03 Amazon kommt nach Dortmund – ist das gut? Ja, aber!

http://gewerkschaftsforum-do.de/amazon-kommt-nach-dortmund-ist-das-gut-ja-aber/

04 Flugblatt der Harburger KollegInnen von der Alternative:

Leiharbeiter sofort festeinstellen
Da die Verleihfirma Adecco keinen Vertrag mehr von Daimler bekommen hat sollen nun 48 Kollegen, die zur Zeit im Werk Hamburg tätig sind, abgemeldet werden.

http://www.alternativedamm.de/media/files/Leih--Festeinstellen.pdf

Und hier nochmal das Flugblatt der Daimler-KollegInnen aus Bremen (aus JFI 71-16):

Energisches und aussagekräftiges Flugblatt der Daimler-KollegInnen, Bremen

Wie lange wollen wir uns das noch gefallen lassen?

Auch hier geht es um Leiharbeit und die Firma Adecco. Dieses und weitere Themen im Flugblatt vom November 2016 (pdf), wird geschrieben, verteilt und finanziert von Vertrauensleuten und Betriebsräten des Daimler-Werkes Bremen

http://www.labournet.de/wp-content/uploads/2016/11/dchb_112016.pdf

05 Die Lüge, dass es bei VW keine Kündigungen geben wird

Am Freitag kündigte der angeschlagene Volkswagen-Konzern einen "Zukunftspakt" an. Weltweit will der Konzern 30.000 Stellen streichen. Für Manager und Gewerkschaftsbürokratie bedeutet "Zukunft" die Zerstörung der Lebensgrundlage von zehntausenden Menschen.
https://www.klassegegenklasse.org/die-luege-dass-es-bei-vw-keine-kuendigungen-geben-wird/

Anmerkung:

30.000 Arbeitsplätze werden bei VW „gestrichen“ kündigt VW-Chef Müller an. Für sind diese KollegInnen überflüssiges Fett. Es sind keine KollegInnen, die die Milliardenprofite in den letzten Jahren mit erarbeitet haben! Und die Millionen-Boni für den Vorstand! Und für alle drei Sozialpartner, VW-Chefetage, Betriebsratsspitze und SPD-Spitze Niedersachsen feiern den „Zukunftspakt“ als sozialverträglich und die Stammbelegschaft nicht berührend. (DW)


"Zukunftspakt Volkswagen: Arbeitsplätze bis 2025 sicher! Erfolgreich verhandelt: Der Umbau kommt sozialverträglich"

"... Niemand im Stamm muss Angst um seinen Arbeitsplatz haben. (...) „Mit dem Zukunftspakt schaffen wir bei Volkswagen außerdem den Einstieg in die E-Mobilität der nächsten Generation. Mit diesen Autos werden wir uns an die Spitze der Industrie setzen. (...) Viele Grausamkeiten abgewehrt (...) Das alles haben wir verhindert. Heute spricht bei Volkswagen niemand mehr von betriebsbedingten Kündigungen“, so Osterloh. Die Anpassung der Belegschaft läuft über Altersteilzeit und vor allem entlang der demografischen Kurve. Allerdings will das Unternehmen die Zahl der Leiharbeiter deutlich senken..." Flyer zum Zukunftspakt des Betriebsrates vom November 2016 (pdf)
http://www.igm-bei-vw.de/fileadmin/Material/Zukunftspakt_Flyer.pdf
Anmerkung von labournet:
Es ist ja leider nichts neues, dass "Sozialverträglichkeit" nur für die Stammbelegschaft definiert wird und nichts mit Gesellschaftsverträglichkeit gemein hat...


06 Novum in der deutschen Gewerkschaftslandschaft

Mit diesem Wochenende ist es offiziell: An der Goethe-Universität gibt es eine neue Gewerkschaft. Auf einem Kongress, der vom 18. bis 20. November im Festsaal des Studierendenhauses in Frankfurt-Bockenheim stattfand, konstituierte sich feierlich diese alternative Hochschulgewerkschaft, die sich für die Goethe-Universität und zusammenhängende Dienstleistungsbetriebe zuständig sieht.
https://unterbau.org/2016/11/20/pressemitteilung-novum-in-der-deutschen-gewerkschaftslandschaft/


07 Kostenlose ver.di-Broschüre "Die Gesetzliche Rente stärken - Gutes Leben im Alter ist möglich"
"Die soziale Absicherung des Alters war einmal eine große Errungenschaft unseres Sozialstaats. Im 21. Jahrhundert droht dieser soziale Fortschritt unter die Räder zu kommen. In einem der reichsten Länder der Welt steht die Rückkehr der Altersarmut bevor. Dagegen wenden sich der DGB und seine Mitgliedsgewerkschaften in einer breit angelegten Kampagne. Wir streiten für eine gesetzliche Rente, die den Lebensstandard sichert und vor Armut schützt. Die Broschüre führt umfassend in die Rentenpolitik ein, liefert notwendige Hintergrundinformationen und ist als Argumentationshilfe gedacht." ver.di-Hinweis zur Broschüre von Wirtschaftpolitik ver.di vom Oktober 2016 (pdf)
https://wipo.verdi.de/++file++582ebf38f1b4cd68ffa3cbdf/download/Wipo_Gutes-Leben-im-Alter.pdf

Ver.di diskriminiert Minijobber bei betrieblicher Altersversorgung

"Sieht ein Arbeitgeber eine betriebliche Altersversorgung für die Arbeitnehmer vor, dürfen geringfügig Beschäftigte allein wegen ihrer geringeren Arbeitszeit nicht ausgeschlossen werden. Dies würde gegen das Teilzeit- und Befristungsgesetz (TzBfG) verstoßen, wonach Teilzeit- und damit auch geringfügig Beschäftigte nicht anders als Vollzeitbeschäftigte behandelt werden dürfen, entschied das Landesarbeitsgericht (LAG) München. (...) Gegen das LAG-Urteil hat Verdi Revision beim Bundesarbeitsgericht (BAG) in Erfurt eingelegt..." Rechtsinfo vom 17. November 2016 von und bei RA Thorsten Blaufelder
http://www.kanzlei-blaufelder.com/verdi-minijobber-betrieblicher-altersversorgung-arbeitsrecht-mediation-dornhan/


08 Ergebnisse der Pariser Konferenz zum Transnational Social Strike

Fast 150 Menschen haben an den verschiedenen Tagen der Konferenz der TSS Plattform in Paris vom 21. bis 23. Oktober teilgenommen. Arbeiter*innen und Aktivist*innen erreichten Paris aus Italien, England, Schottland, Portugal, Slowenien, Bulgarien, Polen, Schweden, Deutschland und Belgien...Wir wollen eine politische Infrastruktur konsolidieren, um aus jedem Streik einen Ort zu machen, an dem sich die Auflehnung der Arbeit intensiviert und Arbeiter*innen sich gegenseitig als Teil desselben Kampfes erkennen, über Branchen, rechtliche Hürden und Grenzen hinweg. Mehr:
http://www.transnational-strike.info/2016/11/14/schlussdokument-der-pariser-konferenz/


09 Das Verhältnis von Kapitalismus und Gewalt

Im zweiten Teil der Deutschlandfunk-Sendereihe über die aktuelle Brauchbarkeit von "Das Kapital": ein Essay des Soziologen Wolfgang Streeck über die "ursprüngliche Akkumulation" und die Gewalt im Kapitalismus. Von Wolfgang Streeck.
http://www.deutschlandfunk.de/re-das-kapital-2-6-das-verhaeltnis-von-kapitalismus-und.1184.de.html?dram:article_id=370365

Es gibt noch Sternstunden im Rundfunk!

http://www.jungewelt.de/2016/11-21/057.php

Anmerkung:

Diesem Lob der Jungen Welt schließen wir uns ausdrücklich an!

Und verweisen auf die Sternstunde eine Woche zuvor mit Mathias Greffrath:

http://www.deutschlandfunk.de/re-das-kapital-1-6-aktuelle-brisanz-der-marxschen-kategorie.1184.de.html?dram:article_id=369501

Eine interessante Anmerkung von Greffrath mit Zitat von Marx bezogen auf das „bedingungslose Grundeinkommen“: Angesichts dieser neuen Ausbeutungsformen, der Arbeitslosigkeit und der kommenden Automatisierungswelle schwillt gegenwärtig die Diskussion über ein bedingungsloses Grundeinkommen an. Ein "Existenzgeld" soll die Würde der Überflüssigen sichern. Es wäre die Würde der Almosenempfänger. Von "Menschen", wie Marx schreibt, "die mit Vergnügen auf den Handel eingehen würden, wenn das Kapital sie zahlen wollte, ohne sie arbeiten zu lassen". Für Marx wäre das der Gipfel der Entfremdung gewesen: der Verzicht darauf, ein produktives, Reichtum schaffendes Mitglied der Gesellschaft zu sein, und deshalb bei seiner Verwendung ein Wörtchen mitzureden. (DW)


10 Ach, Herr Augstein!

Anmerkungen zu einem Artikel von Jakob Augstein - Trump ein Faschist?
Von Dieter Wegner

https://linksunten.indymedia.org/de/node/197255

Anmerkung:

Mir ging es vor dem Hintergrund des Wahlergebnisses in den USA um den leichtfertigen Gebrauch des Begriffes Faschismus – wie hier von Augstein (und noch etlichen deutschen Edelfedern) vorgenommen. In der Diskussion in linksunten bringt es ein Diskutant auf den Punkt: „Ja, Trump ist ein Faschist, da hat Augstein recht. Aber Vergleiche mit Nazideutschland zieht Augstein in seinem Text nicht.“ Auch bei ihm der Begriff als schlimmer und böser  Begriff, zeitlos und ortlos. Sinnvoll und lehrreich wäre es, sich mit dem Begriff in bezug auf sein Entstehen und seiner Ausführung, also von 1923 bis 1945 zu befassen. Da ist es lehrreich, sich mit den Thesen Thalheimers zu befassen (Parteivorstand der KPD bis 1924), der 1928 die erste Faschismus-Analyse verfaßte! (DW)

August Thalheimer: Über den Faschismus

Geschrieben 1928 als internes Dokument der Komintern.
Veröffentlicht in Gegen den Strom, theoretischer Zeitschrift der KPD(O), 1930.

https://www.marxists.org/deutsch/archiv/thalheimer/1928/xx/fasch.htm

Und hier zur Definition Faschismus von Dimitroff. (VII Weltkongreß der Komintern 1935). Dimitroff war letzter Vorsitzender der KI vor ihrer Auflösung. Beitrag von dem Historiker Manfred Weißbecker in einer kritischen Würdigung der Dimitroff-Formel.
http://www.ag-friedensforschung.de/themen/Rassismus/faschismus3.html


11 Kuba – Deutschland

Spendenaufruf zur Unterstützung der Kuba-Tournee von Esther Bejarano
Liebe Freundinnen und Freunde, liebe gute Bekannte,
untenstehenden Spendenaufruf unterstütze ich aus vollem Herzen und bitte Euch zu überlegen, ob es Euch möglich ist, das Projekt "Esther Bejarano besucht Kuba" zu unterstützen. Eine Freundin von mir organisiert die Reise und hat in den letzten Monat unter Einsatz von viel Zeit und Energie versucht, alle möglichen Stiftungen für Finanzierungen der Reise und des Filmprojekts zu gewinnen. Leider nur mit mäßigem Erfolg.
Ich habe Esther erst kürzlich wieder zum Jahrestag der Reichspogromnacht erlebt und bin um jeden Auftritt froh, den wir mit ihr noch erleben dürfen. Ihre Authenzität, ihre unbeugsame Haltung und ihre Ausstrahlung sind umwerfend und berührend.

Einige werden sich an ihren Auftritt in "der Anstalt" und ihre Stellungnahme zu alten und neuen Nazis erinnern. Falls Ihr diesen verpasst habt, schaut doch mal rein:

https://www.youtube.com/watch?v=1zmaxbvePN8

Der Aufruf darf natürlich gerne weiterverbreitet werden.

Herzlichen Gruß

Sonja

Die Auschwitz-Überlebende Esther Bejarano wird auf Einladung des kubanischen Kulturministeriums in Kuba auftreten.

Der Besuch der fast 92jährigen dient der Völkerverständigung, geplant sind Konzerte zusammen mit „ihren“ RAP-Musikern von Microphone Mafia, Lesungen und Gespräche. Ein Dokumentarfilm wird die Reise festhalten.
Für Esther wird mit dieser Reise auch ein lang gehegter Wunsch in Erfüllung gehen. Jedoch ist die Kostendeckung des Projektes noch nicht geklärt, nachdem zunächst eine Finanzierung durch die Bundesregierung bzw. eine Stiftung möglich schien. Zwischenzeitlich liegt eine erste Zusage von Stiftern zur Übernahme der Flugkosten vor, doch weitere Reisekosten, Auslagen und Aufwand (Unterkunft, Transporte, Übersetzungsarbeiten, Fahrten) sind noch nicht gedeckt...

Die Freundschaftsgesellschaft BRD-Kuba e.V. hat ein Spendenkonto eingerichtet.

Überweisungen gern bis zum 24.12. 2016 direkt online unter: www.fgbrdkuba.de

oder auf folgendes Spendenkonto:

Freundschaftsgesellschaft BRD-Kuba e.V.

Verwendungszweck: „Esther Bejarano's Kuba-Tournee“

IBAN: DE96 3702 0500 0001 2369 00 bei der Bank für Sozialwirtschaft

Die Freundschaftsgesellschaft ist als gemeinnützig anerkannt und kann eine Spendenbescheinigung ausstellen. Nennen Sie Ihre Anschrift bei Verwendungszweck oder fordern Sie diese in der Geschäftsstelle an: Freundschaftsgesellschaft BRD-Kuba, Maybachstr. 159, 50670 Köln

Nähere Beschreibung des Projektes:

Für Anfang 2017 ist die 9-tägige Konzertreise der Auschwitz-Überlebenden Esther Bejarano nebst der Band Microphone Mafia nach Kuba geplant...Die Agencia de Rap des kubanischen Kulturministeriums betreut das Projekt und organisiert das Kulturprogramm in Havanna und anderenorts. Die Auftritte umfassen im ersten Teil eine Lesung von Esther Bejaranao aus ihrem Buch Erinnerungen, im zweiten Teil das Konzert von Microphone Mafia und im dritten Teil den Dialog mit dem Publikum...Ein erfahrenes Filmteam wird die Begegnungen dokumentieren und ein bleibendes, nachwirkendes Zeugnis schaffen.
Rückfragen gern an: Doris Schneider - Am Felde 29 in 22765 Hamburg - Tel. 040 3990 6285

12 Peru

Peruanischer Bauer klagt RWE-Konzern in Essen!
(Prozeßdauer auf drei Wochen veranschlagt)

Liebe Kolleginnen und Kollegen, wir sind auch als ver.di-Mitglieder gefragt …

wenn der peruanische Bergbauer Saúl Luciano Lliuya aus der Andenstadt Huaraz den Energiekonzern RWE vor der 2. Zivilkammer des Landgerichts Essen verklagt (Prozessauftakt ist Do. der 24.11. 12 Uhr).

Denn mitverantwortlich für die Konzernpolitik ist der von unserer Gewerkschaft in die Position des stellvertretenden Aufsichtsratsvorsitzenden entsandte ver.di-Vorsitzende Frank Bsirske. Der Kollege Bsirske bekleidet diese Position seit rund 15 Jahren.

Für den klimapolitischen Stand von RWE im Jahr 2016 zwei Zahlen:
RWE ist nach eigenen Angaben der größte CO2-Emittent Europas, mit einem Anteil an Erneuerbaren Energien bei der Stromproduktion von 5 % - gegenüber ca. 33 % deutschlandweit.
Welche Position wollen wir als ver.di-Mitglieder gegenüber den Prozessbeteiligten einnehmen?

Welche Anforderungen haben wir an den Kollegen Bsirske mit Blick auf eine verantwortungsbewusste Wahrnehmung seines Aufsichtsrats-Mandats?
Verantwortungsbewusst gegenüber den vom Klimawandel betroffenen Menschen und gegenüber den RWE-Beschäftigten im Sinne einer zukunftsfähigen Beschäftigungsperspektive, sprich einer klimaverträglichen Beschäftigung mit günstiger Schadensbilanz?

Einen wichtigen Beitrag zur Klärung dieser Frage leistet der WDR-Film „Letzte Chance für unser Klima....“. Aus Anlass des Prozessauftaktes Lliuya ./. RWE wird er in drei Städten gezeigt, mit anschließender Diskussion, und zwar am 25. 11. in Berlin, am 28.11. in Bonn und am 30. 11. in Hamburg.

Hamburg:
30.11.2016, 18 bis 19:30 Uhr, 6 Euro
Abaton-Kino, Allendeplatz 3 /Ecke Grindelhof, 20146 Hamburg

Im Anschluss an die Vorführung findet eine Publikumsdiskussion statt mit:
Saúl Luciano Lliuya (Bergführer und Kleinbauer aus Huaraz/Peru)
Prof. Dr. Mojib Latif (Meteorologe und Klimaforscher)
Klaus Milke (Vorstandsvorsitzender Stiftung Zukunftsfähigkeit und Germanwatch e.V.)
Dr. Roda Verheyen (Rechtsanwältin des Klägers)
Mit solidarischem Gruß. Astrid Matthiae, die sich auf Reaktionen freut
(ver.di-Mitglied im FB 8 u.13, Mitinitiatorin des Änderungsantrags zu L001 zum Thema Klima u. Kohle)
PS
Wer es nicht in die Veranstaltungen schafft, hier der Link zum Film:
http://www.ardmediathek.de/tv/Reportage-Dokumentation/Letzte-Chance-f%C3%BCr-unser-Klima/Das-Erste/Video?bcastId=799280&documentId=36761210


13 USA

Bernie Sanders bläst zum Klassenkampf
http://www.sueddeutsche.de/politik/demokraten-nach-us-wahl-bernie-sanders-blaest-zum-klassenkampf-1.3256878

Wer wußte vom Anschlag auf die twin-towers am 9/11 und profitierte davon?

http://www.infosperber.ch/Artikel/Wirtschaft/Saudiarabien-Verdacht-auf-Insiderhandel-vor-911-erhartet

14 Termine


+++ Erdoğan: "I don't care if they call me a dictator"
Ausnahmezustand in der Türkei: Unterdrückung und Willkür
. Diskussion / Vortrag. Mit Mit Ismail Küpeli, Politikwissenschaftler und Journalist
Montag, 28.11.2016 | 20:00 Uhr bis 22:00 Uhr

Fabrique im Gängeviertel - Seminarraum 4. OG, Hamburg

Valentinskamp 34a. 20355 Hamburg

+++   Einladung zum zweiten Bündnis-Treffen am Freitag, den 2. Dezember, 14 bis 18 Uhr, Fabrik im Gängeviertel, Valentinskamp 34a
Auf unserem ersten Treffen Ende Oktober haben wir verabredet, eine große, lautstarke und vielfältige Demonstration gegen den G20-Gipfel zu organisieren...
Entsprechend dieser Verabredungen hat der Koordinierungkreis inzwischen eine Demonstration für den 8. Juli 2017 angemeldet...
Nun geht es darum, die Planungen zu konkretisieren und unser Bündnis weiter zu verbreitern. Wir laden euch alle ein, an diesem Prozess teilzunehmen.
Am 2. Dezember wollen wir folgende Punkte besprechen: (u.a.)
°       Bericht aus der G20-Plattform °       Ausdruck und Charakter der Demonstration °       Verbreiterung des Bündnisses °       Wie kommen wir zu einem Motto und einem gemeinsamen Aufruf?
Der Koordinierungskreis für die G20-Demonstration
P.S.: Wünsche zur Ergänzung der Tagesordnung und andere Anmerkungen bitte an

info@g20-demo.de

+++  57 Außenminister der OSZE-STAATEN, 1.300 Diplomaten und 10.000 Polizisten

Demonstration gegen das OSZE-Treffen in Hamburg am 8. Dezember
Überall auf der Welt brennt es. Jeden Tag gibt es Krieg, Zerstörung und Hunger. Die große Mehrheit der Menschen lebt in völlig unerträglich Zuständen, die unterdrückten Länder und die Völker der Welt bluten jeden Tag, damit der Wohlstand und die Macht einiger Weniger erhalten bleibt... Bereits am 8. und 9. Dezember wollen sich die 57 Außenminister dieser Länder beim sogenannten OSZE-Gipfel in den Hamburger Messehallen treffen, um ihre völkermörderische Politik der Ausbeutung und Unterdrückung der Völker der Welt zu planen. Neben der BRD, den USA, Russland und Frankreich gehört auch die Türkei zur OSZE.

Donnerstag 8. Dezember 18 Uhr U-Bahn Feldstraße

Veranstalter: Bündnis gegen imperialistische Aggression

Caro und Martina mit Interviews aus dem Schanzenviertel:

Die OSZE kommt den Globalisierungsgegnern im alternativen Schanzenviertel diesmal ganz besonders entgegen. Sie tagt nur einen Steinwurf entfernt. Wie groß ist dort die Vorfreude eigentlich? Informationen von Caro Korneli, Martina Hauschild (3 Minuten)
https://www.ndr.de/fernsehen/sendungen/extra_3/Caro-Korneli-OSZE-Gipfel-Willkommen-in-Hamburg,extra12158.html


+++ Der Partisanenprofessor im Land der Mitläufer – Wolfgang Abendroths aufklärerisches Engagement in Hochschule und linker Bewegung

Professor Michael Buckmiller spricht über Wolfgang Abendroths Lebenswerk und politisches Vermächtnis. Diskussion / Vortrag
Mit Prof. Dr. Michael Buckmiller, Politikwissenschaftler Uni Hannover, Moderation: Prof. Axel Schildt, Forschungsstelle für Zeitgeschichte Hamburg

Montag, 05.12.2016 | 20:00 Uhr bis 22:00 Uhr

Heinrich Heine Buchhandlung, Hamburg. Grindelallee

Veranstalter: Rosa-Luxemburg-Stiftung

http://www.hamburg.rosalux.de/event/57201/der-partisanenprofessor-im-land-der-mitlaeufer-wolfgang-abendroths-aufklaererisches-engagement-i.html
 

15 Blitzlicht ins Proletariat

Überlange Arbeitszeiten
Bei knapp einem Viertel aller Beschäftigten in der BRD (ca. 43 Mill. bei einer Bevölkerung von ca. 81 Millionen) nimmt der Job mehr als 45 Stunden pro Woche in Anspruch. Bei den Vollzeit-Beschäftigten ist es sogar ein Drittel. 17% gaben in einer Befragung an, sogar 48 Stunden und mehr pro Woche arbeiten zu müssen.

Quelle: DGB-Index „Gute Arbeit“ – Junge Welt 12.2. 2016



Erstellt: 22.11.2016 17:01 | Letzte Änderung: 22.11.2016 17:01

JFI 72-16 ++ EINLADUNG ZUM JOUR FIXE 7.12.: VON DER ZUVERLÄSSIGEN BUNDESBAHN ZUR DESOLATEN BAHN AG. KOLLEGINNEN BERIC HTEN ++ AKTUELLE HALBE STUNDE: GOOD GAME


Einladung zum 146. Jour Fixe am Mittwoch, 7. Dezember um 18 Uhr 30 im Curiohaus, Rothenbaumchaussee 15 (Hofduchgang)

Von der zuverlässigen Deutschen Bundesbahn zur desolaten Bahn AG: Die Gründe für den Niedergang

Die bundesdeutsche Bahnpolitik – mehr als eine Betriebsstörung: 
Die DB AG vernachlässigt umweltpolitische Ziele ebenso wie die Bedürfnisse von Fahrgästen

Referenten: Joachim Holstein, stellvertretender Betriebsratsvorsitzender der DB European Railservice Hamburg, und Barbara Huber, beides AktivistInnen der Initiative zur Verteidigung der Nacht- und Autozüge

Bei der »Bahnreform« von 1994 wurden hehre Ziel formuliert, denen der Bund und die DB AG aber nicht gerecht werden. Dabei sollte alles dafür getan werden, dass der Individualverkehr abnimmt und das ökologisch sinnvolle System Schiene stärker genutzt wird. Dabei ist die kultivierteste Art der Fortbewegung immer noch das Bahnfahren, besonders im Nachtzug!

1994 wurde die als »Behördenbahn« diffamierte Deutsche Bundesbahn in eine Aktiengesellschaft, die DB AG verwandelt. Im Jahre 2008 wurde der von der Regierung und Hartmut Mehdorn angestrebte Börsengang zwar in letzter Minute abgesagt. Aber an der einseitigen Orientierung auf Gewinn – anstatt auf maximalem Nutzen für die Gesellschaft, für die Kunden und die Umwelt – hat sich wenig geändert. Und obwohl die Aktiengesellschaft Deutsche Bahn AG zu 100 Prozent dem deutschen Staat gehört, weigern sich die Vertreter dieses Staates, das Management der DB zur Einhaltung der Ziele des Eigentümers zu verpflichten. Mit weitreichenden Folgen …

Der Kollege Joachim Holstein wird einen Bogen über die Jahrzehnte schlagen: Von der zuverlässigen DB bis zur heutigen Bahn AG. Er berichtet, welche Folgen die Bahnpolitik für die Beschäftigten, die Fahrgäste und den Güterverkehr hatte und hat.

Was aus dem Widerstand gegen die Einstellung eines angeblich unrentablen Zweiges der Bahn AG – Nacht- und Autozüge – geworden ist, welche Ergebnisse der Kampf bisher gebracht hat und welche Perspektive die bisherigen Beschäftigten nach dem Verlust ihres Arbeitsplatzes haben, davon berichtet Barbara Huber.

Apropos:
Der letzte Nachtzug aus München und Zürich kommt am Samstagmorgen des 10.12.2016 um 8:36 im Hamburger Hbf und um 8:53 Uhr in Altona an! Die letzte Abfahrt findet am Samstagabend 10.12. statt, und zwar um 20:14 in Altona und um 20:29 im Hbf. Zu beiden Anlässen machen wir eine große Aktion mit Reden, Musik und TamTam!!
Ihr seid herzlich eingeladen!
Zur Vorbereitung auf das Treffen gerne mal auf www.nachtzug-bleibt.eu schauen!

Literaturhinweis:
Knierim, Bernhard / Wolf, Winfried:
Bitte umsteigen!
20 Jahre Bahnreform

http://www.schmetterling-verlag.de/page-5_isbn-3-89657-071-4.htm

Vorher in der aktuellen halben Stunde:
Der verlorene Kampf beim Spielehersteller  goodgame: Pläne, Enttäuschungen, Erfahrungen, Lehren.

Es berichtet Tanja Pfefferkorn (ehemals bei goodgame). Sie war schon beim Jour Fixe am 30.3.16 und berichtete über die Entlassung von 28 KollegInnen. Eine Gruppe von 16 KollegInnen hatte einen Betriebsrat gründen wollen und alle waren freigestellt worden.
Ein Bericht zu goodgames von Gaston Kirsche:
http://jungle-world.com/artikel/2016/37/54847.html



Erstellt: 20.11.2016 11:26 | Letzte Änderung: 20.11.2016 11:26

JFI 71-16 ++ Nach Berlin jetzt im Saarland Vorstoß gegen Personalnot in Krankenhäusern ++ Eisenbahner im Kampfmo dus ++ Quote, Zeitung für call-center-Geschäftigte ++ USA: Trump ein Faschist?

Jour Fixe Info 71-16. 12. Jahrgang – 20.11.2016
Aktuelle Sammlung von - vor allem - gewerkschaftspolitischen Artikeln, Beiträgen und Fakten als Ergänzung zu den Veranstaltungen des „Jour Fixe“ in Hamburg


00 Personalnot in Krankenhäusern. Vorstoß im Saarland bei 21 Krankenhäusern
01 Kampf um Leiharbeit
02 Flugblatt der Bremer Daimler-KollegInnen
03 Eisenbahner im Kampfmodus
04 Aufforderung an Justizministerkonferenz: Rente für Gefangene!
05 Neue Ausgabe von Quote, der Zeitung für call-center-Beschäftigte
06 Immer mehr working-poor!
07 Rente: Ruhe vor dem Sturm?
08 Wir – als Konsumratten in der Hyper-Konsumgesellschaft
09 Zum Thema Fertigmacher/Union Busting eine Work-Watch-Broschüre
10 Leseempfehlung: Aktuelle Brisanz der Marxschen Kategorie
11 Thomas Kuczynski zu Karl Marx: Lohn Preis Profit
12 USA: Kulturkampf und soziale Frage
13 Kuba: Den Sozialismus bewahren
14 Brasilien: Verbitterung am Zuckerhut
15 Südkorea (Teil II Reisebericht von Helmut Weiss)
16 Termine
17 Blitzlicht ins Proletariat

00  Personalnot in Krankenhäusern:

ver.di-Tarifbewegung Entlastung nimmt Fahrt auf – 21 Krankenhäuser im Saarland zu Verhandlungen aufgefordert
"Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) hat heute (Montag, 14.November 2016) alle 21 Krankenhäuser des Saarlandes gleichzeitig zu Verhandlungen über einen Tarifvertrag Entlastung aufgefordert. Die Gewerkschaft fordert mehr Personal, verlässliche Arbeitszeiten und einen Belastungsausgleich. Die Aufforderung an die saarländischen Arbeitgeber bildet den Auftakt für eine bundesweite Tarifbewegung, die alle Träger umfasst – gleich, ob öffentlich, freigemeinnützig, konfessionell oder privat. (...) Im Saarland wird nun die Antwort der Arbeitgeber erwartet. Die Finanzierungsbedingungen seien dort für alle Kliniken gleich. Deshalb fordere ver.di für alle Krankenhäuser im Saarland einheitliche Regelungen zur Entlastung des Personals. Insgesamt fehlten dort 3.350 Stellen." Pressemitteilung vom 14.11.2016
http://www.verdi.de/presse/pressemitteilungen/++co++e75801a0-aa63-11e6-9c2b-525400b665de
Siehe dazu: "... Ver.di hat sich einiges vorgenommen. Denn die Widerstände sind vielfältig. (...) Sie alle pochen auf ihre »unternehmerische Freiheit«, das Personal so einzusetzen, wie es ihnen passt. Dabei schrieb ihnen ein Berliner Arbeitsrichter anläss­lich eines Verfahrens zum Streik an der Charité ins Stammbuch: »Die unternehmerische Freiheit des Arbeitgebers endet dort, wo der Gesundheitsschutz der Mitarbeiter beginnt.« Das heißt: Beschäftigte können durchaus verlangen, gesunde Arbeitsbedingungen per Tarifvertrag festzuschreiben – und diese Forderung mit Hilfe von Streiks durchsetzen. Letztlich ist das – wie alles in der Klassengesellschaft – eine Frage des Kräfteverhältnisses..." Aus dem Kommentar von Daniel Behruzi in der jungen Welt vom 15.11.2016: "Ver.di macht ernst. Tarifbewegung in Krankenhäusern" - noch nur im Abo
https://www.jungewelt.de/2016/11-15/037.php

01  Kampf um Leiharbeit

(verfügbar bis 27.7.17)
Der deutschen Wirtschaft geht es gut. Das hören wir seit Jahren. Aber die Menschen am unteren Ende der Skala haben nichts davon. Sogar bei Nobelmarken mit Milliarden-Gewinnen gibt es Dumpinglöhne. Durch Leiharbeit. Viele bekommen so wenig, dass ihre Familien nicht davon leben können. Der Staat muss den Lohn aufstocken, um wenigstens Hartz-IV-Niveau zu erreichen.
http://www.daserste.de/information/wirtschaft-boerse/plusminus/kampf-zeitarbeit-100.html

Offener Brief an die DGB Tarifgemeinschaft Zeitarbeit

Equal Pay für LeiharbeiterInnen, diskriminierende Tarifverträge ersatzlos kündigen!
Unseres Erachtens gibt es für die DGB-Gewerkschaften eine noch größere Dringlichkeit, die Tarifverträge ersatzlos zu kündigen, denn noch schlechtere Tarifverträge durch gelbe Konkurrenz sind vom Tisch.
http://www.sozialticker.com/offener-brief-an-die-dgb-tarifgemeinschaft-zeitarbeit/

Dossier von labournet zu Leiharbeit, equal pay

http://www.labournet.de/politik/alltag/leiharbeit/leiharbeit-gw/missbrauch-regulieren-per-tarifvertrag-zum-equal-pay-oder-leiharbeits-tarifvertraege-ersatzlos-kuendigen/#medien

IG Metall] zu Tarifrunde Leiharbeit: Wenig Bewegung in der zweiten Verhandlung. Arbeitgeberangebot nur knapp über Mindestlohn
"Auch die zweite Verhandlung für die Leiharbeitnehmer brachte kein Ergebnis. Zwar kamen die Arbeitgeber in Hamburg den Gewerkschaften etwas entgegen, dennoch blieb auch ihre zweite Offerte unzureichend. Für die dritte Runde Ende November erwarten die Gewerkschaften ein deutlich besseres Angebot, um noch in diesem Jahr zu einem Abschluss zu kommen. (...) legten die Arbeitgeber beim zweiten Treffen ein modifiziertes Angebot vor: Danach wären die Leiharbeitsverbände bereit, ab 1. Juli 2017 die EG 1 im Osten auf 8,94 Euro anzuheben. Das wären gerade mal 1,13 Prozent über dem gesetzlichen Mindestlohn. Im Westen boten sie an, die Entgelte ab 1. Juli 2017 um 2,2 Prozent zu erhöhen. Anschließend sollen die Entgelte jedes Jahr zum 1. Juli um zwei Prozent steigen - bei einer Laufzeit bis Ende Juni 2021. Die Angleichung der Ostentgelte an den Westen soll nach ihren Vorstellungen erst nach 54 Monaten erfolgen. Eine überproportionale Erhöhung der unteren Entgelte, wie sie die Gewerkschaften fordern, lehnten die Arbeitgeber vollkommen ab und beharrten auf eine lange Laufzeit des neuen Tarifvertrages..." Pressemitteilung der IG Metall vom 17.11.2016 - freundlicherweise detaillierter als diejenige des DGB vom 11.11.16
https://www.igmetall.de/tarifrunde-leiharbeit-wenig-bewegung-in-der-zweiten-verhandlung-24181.htm
Anmerkung von labournet:
Man merkt die bereits aus den Positionen der Einzelgewerkschaften deutlich gewordene Orientierung der Tarifrunde am gesetzlichen Mindestlohn: Ein sichtbarer Abstand hierzu soll rechtfertigen, dass der Tarif gleichen Lohn unterläuft!
Und: "... um noch in diesem Jahr zu einem Abschluss zu kommen..." - das ist offenbar sehr wichtig für die DGB-Tarifgemeinschaft, die mehr drängt als die Arbeitgeberseite. Hypothese: Wenn ab dem 1.1.2017 bei Neueinstellungen der gesetzliche Stand von equal pay und equal treatment "droht", wird die Tarifverhandlung für über eine MIllion betroffene LeiharbeiterInnen demaskiert als gewerkschaftlicher Skandal...


02   Energisches und aussagekräftiges Flugblatt der Daimler-KollegInnen, Bremen
Wie lange wollen wir uns das noch gefallen lassen?

"… Eine weitere Frechheit ist, dass die Betriebsversammlungen auf einen Samstag stattfinden sollen. Dem Betriebsratsgremium wurde dann am 25.10. eine Absichtserklärung zum Bau des N293 vorgelegt, in der die oben genannten Forderungen nicht mehr auftauchten. Ein IG Metall Anwalt musste dann auch noch seinen Senf dazugeben und versichern, dass diese Absichtserklärung eigentlich ein Papier sei, mit dem man sich den Hintern abwischen kann. Ja was denn nun.? Betriebsratsvorsitzender und Werkleiter unterzeichnen beide ein Papier, was eigentlich nichts wert ist?.. Am 26.10. wurde in einer Sonderbetriebsratssitzung mehrheitlich der Erklärung zugestimmt, die zwei Passagen enthält, die sich laut eines Anwaltes für Arbeitsrecht für die Belegschaft negativ auswirken wird..." Dieses und weitere Themen im Flugblatt vom November 2016 (pdf), geschrieben, verteilt und finanziert von Vertrauensleuten und Betriebsräten des Daimler-Werkes Bremen
http://www.labournet.de/wp-content/uploads/2016/11/dchb_112016.pdf


03  Eisenbahner im Kampfmodus

Gewerkschaftstag der EVG: Wahlfreiheit zwischen Lohnerhöhung und mehr Urlaub verlangt. Ein Schwerpunkt ist Kampf gegen Schrumpfkurs bei DB Cargo
http://www.jungewelt.de/2016/11-18/020.php


04  Justizministerkonferenz soll Rente für Gefangene befürworten
"Der Deutsche Verein für öffentliche und private Fürsorge, die Bundesarbeitsgemeinschaft Straffälligenhilfe und das Komitee für Grundrechte und Demokratie haben anlässlich der bevorstehenden Justizministerkonferenz am 17.11.2016 ein Thesenpapier (...) veröffentlicht, in dem sie die Einbeziehung der arbeitenden Gefangenen in die Rentenversicherung fordern. Die Organisationen fordern vom Bundesgesetzgeber, das seit 1977 versprochene - für diese Einbeziehung nötige - Bundesgesetz endlich zu erlassen. An die bislang sich weigernden Länder wird appelliert, einem solchen Gesetz zuzustimmen. Die Justizministerkonferenz sollte jetzt ein Signal an den Bundesgesetzgeber senden, dass sie sich hinter diese Forderung stellt..." Mitteilung vom 14. November 2016 von Martin Singe, Koordinator der AG Strafvollzug im Grundrechtekomitee
http://www.grundrechtekomitee.de/node/820
Siehe zu Details das Thesenpapier „Einbeziehung der Strafgefangenen in die Rentenversicherung“ anlässlich der Pressekonferenz am 9. November 2016 (pdf)
http://bag-s.de/fileadmin/Thesenpapier_PK_Rente_fuer_Strafgefangene_161109-fin.pdf


05  Neue Ausgabe von Quote, der Zeitung für call-center-Beschäftigte

Chef-Duzen schreibt:
In Callcentern kann man viele Tendenzen in der Arbeitswelt ablesen.
Sie sind eine Klassiker im Bereich der prkären Arbeit und es gibt kaum eine Branche, die so flexibel ist. Es braucht nur wenig mehr als Headsets und Monitore und kann damit eine Bimmelbude aufmachen. Sie ziehen gern in Niedriglohnregionen, innerhalb von Deutschland in die neuen Bundesländer und grenzüberschreitend kann es auch Mallorca sein oder Osteuropa. Die deutschen Jobcenter helfen beim Export von Niedriglöhnern in diese Regionen.
http://www.chefduzen.de/index.php?topic=22325.msg212408#msg212408


06  Immer mehr “working poor”
"Sie nennen es Aufschwung. Aber für Millionen Menschen ist das mickrige Wachstum in der EU gleichbedeutend mit wachsender Armutsgefahr. Dies muss nun sogar die Bertelsmann-Stiftung einräumen. (...) Doch genau diesen Niedriglohnsektor preisen die EU-Experten, wenn sie ihre jährlichen Empfehlungen für die Wirtschaftspolitik herausgeben. In Griechenland setzen sie ihn sogar mit Gewalt durch. Kommissionschef Juncker möchte nun zwar eine “soziale Säule” aufbauen. Doch was bringt das, wenn das ganze Gebäude auf wackligem Grund steht? Die Einsturzgefahr wächst..." Kommentar vom 14. November 2016 von und bei Eric Bonse
http://lostineu.eu/immer-mehr-working-poor/


07  Rente: Die Ruhe vor dem Sturm

Versagt die erste Säule unseres Rentenversicherungssystems, die gesetzliche Rente, ist Altersarmut programmiert. Antonio Brettschneider vom Forschungsinstitut für gesellschaftliche Weiterentwicklung spricht sich für ihre Stärkung aus. Mehr:
http://publik.verdi.de/2016/ausgabe-07/spezial/generationen/seite-17/A0


08  Wir – als Konsumratten in der Hyper-Konsumgesellschaft

Traditionelle Geheimdienste mussten ihre Daten eigens erheben, sie mussten aufwendig Wanzen installieren, Personal zum Abhören einsetzen, Spitzel bezahlen, Blockwarte ernennen usw. usf. Diese Datenerzeugungsmaschine kannte gleichwohl Grenzen: Wenn die Menschen es geschickt genug anstellten, konnten sie soziale Räume schaffen, zu denen die diktatorische Geheimpolizei keinen Zugang fand. Heute hingegen ist der Zugang immer schon offen. Denn die smarte Diktatur hat diesen Zugang exakt dort entdeckt, wo der Stoffwechsel moderner Gesellschaften stattfindet: im Konsum.[1]
Der Internetindustrie ist es gelungen, die Leute für ihre eigene Entmächtigung auch noch bezahlen zu lassen. So arbeitet sie intensiv an der Erhöhung der kollektiven Dummheit. Das aber funktioniert unglaublich erfolgreich.
https://www.blaetter.de/archiv/jahrgaenge/2016/juli/die-hoechste-stufe-der-zensur-das-leben-in-der-ich-blase?print


09  Zum Thema Fertigmacher/Union Busting eine Work-Watch-Broschüre:

"Was tun, wenn der Chef mobbt? Eine Anleitung für Beschäftigte, die sich wehren wollen"
Bossing ist kein Einzelfall. "Es gibt viele bekennende Arbeitgeberanwälte*innen. Mittlerweile ist eine regelrechte „Bossing-Industrie“ entstanden. Rechtsanwaltskanzleien bieten beispielsweise in allen größeren Städten der Bundesrepublik Tagesseminare an, für die Arbeitgeber bis zu 1000 Euro zahlen." Um dieser Entwicklung erfolgreich entgegenzutreten, haben die Autoren Albrecht Kieser und Gerhard Klas eine kostenlose Broschüre (pdf) zu den Punkten "Bossing - Kein Einzelfall", "Unternehmenstypen", "Bossing schadet Ihrer Gesundheit", "Drehbuch des Bossing" und "Die Gegenwehr" verfasst. Da Work-Watch Köln sich ausschließlich über Spenden finanziert, wird jedoch ausdrücklich um Spenden gebeten (Kontoinformationen in der Broschüre auf S.32)
http://www.work-watch.de/wp-content/uploads/2016/11/271016-Broschu%CC%88re-Work-Watch-V2-fu%CC%88r-ansicht.pdf


10  Sehr zu empfehlen! (Halbe Stunde lesen oder hören).

Aktuelle Brisanz der Marxschen Kategorie
Vor 150 Jahren erschien eines der Hauptwerke von dem deutschen Philosophen, Ökonom und Gesellschaftstheoretiker Karl Marx – "Das Kapital". Im ersten Teil einer Deutschlandfunk-Sendereihe erläutert der Publizist Mathias Greffrath wie die Marxsche Kategorie des Mehrwerts heute noch politische Brisanz entfalten kann.

Von Mathias Greffrath
http://www.deutschlandfunk.de/re-das-kapital-1-6-aktuelle-brisanz-der-marxschen-kategorie.1184.de.html?dram:article_id=369501

11  Thomas Kuczynski zu Karl Marx: Lohn Preis Profit
"Lohn, Preis und Profit, 1865 als Vortrag von Marx gehalten, ist eines der in der deutschen Arbeiterbewegung meistgelesenen Werke von Marx gewesen. Die Fragestellung zu Löhnen und Preisen, zum Wert der Ware Arbeitskraft u.a. war für die damalige Arbeiterbewegung von unmittelbarem Interesse. Fragen wie: Führt die Erhöhung von Löhnen zu einer Erhöhung der Preise? Kann überhaupt die Lage der Arbeiterklasse über höhere Löhne verbessert werden? beantwortet Marx grundsätzlich und befürwortet Gewerkschaften als Sammelpunkte des Widerstands gegen die Gewalttaten des Kapitals, die allerdings dann ihre historische Aufgabe verfehlen, wenn sie nicht konkret die endgültige Abschaff ung des Lohnsystems zum Ziel haben. Mit einer Aktualisierung von Thomas Kurczynski." Klappentext zum Buch von Thomas Kuczynski (Erschienen Juni 2015, ISBN:
978-3-944233-30-7, ca. 140 Seiten, 9,90 €) - siehe dazu:
Informationen und Bestellung beim Laika-Verlag
http://www.laika-verlag.de/mbp/thomas-kuczynski-zu-karl-marx-lohn-preis-profit
Marx popularisiert Marx. Die Einführung (pdf)(26 Seiten) als exklusive Leseprobe im LabourNet Germany!
http://www.labournet.de/wp-content/uploads/2016/10/kuczynski-marx.pdf


12  USA

Kulturkampf und soziale Frage
Ein Versuch, Donald Trumps Erfolg zu verstehen

Nach dem Sieg von Donald Trump bei den Präsidentschaftswahlen läuft die Ursachensuche unter Linken auf Hochtouren. Die einen verweisen auf die sozialen Umwälzungen im Zuge des neoliberalen Klassenkampfs von oben. Andere führen den Erfolg des Vielfachchauvinisten auf einen rechten Kulturkampf zurück, bei dem es um den Erhalt der Privilegien der Weißen geht.
http://www.akweb.de/ak_s/ak621/42.htm
 
Jakob Augstein: Trump ist ein Faschist
Trump beim Namen nennen
Alle reden von Rechtspopulismus. Das ist eine Verharmlosung. Wir erleben die Rückkehr des Faschismus. Die Demokratie hat die Gefahr verschlafen. Jetzt ist es zu spät: In den USA ist ein Faschist an die Macht gekommen.
http://www.spiegel.de/politik/deutschland/donald-trump-wie-seine-wahl-die-demokratie-gefaehrdet-kolumne-a-1121716.html
Anmerkung:
Ganz anderer und realistischerer Meinung ist Paul Schreyer in Nachdenkseiten! (DW)

Die Männer hinter Donald Trump
Das Phänomen Trump, das hierzulande in den Medien weiterhin für ungläubiges Staunen und Bestürzung sorgt, kam weder aus dem Nichts, noch ist der Milliardär völlig isoliert im US-Establishment. Ein finanzstarkes Netzwerk von rechtskonservativen Unternehmern hat sich schon vor seiner Wahl mit ihm arrangiert, ihn unterstützt und besetzt nun einige der wichtigsten Posten in der neuen Regierung. Die Trump-Präsidentschaft wird durch dieses autoritäre, marktliberale und gewerkschaftsfeindliche Milieu geprägt werden. Von Paul Schreyer.
http://www.nachdenkseiten.de/?p=35882#more-35882
 

13 Kuba

Vereinigte Staaten verfolgen weiter Subversion gegen Kuba
Die Tinte der letzten präsidialen Verfügung von Barack Obama war noch feucht, als bereits auf der Website des US-Außenministeriums die Ausschreibung eines neuen Projekts der Einmischung gegen Kuba veröffentlicht wurde
http://de.granma.cu/mundo/2016-10-24/vereinigte-staaten-verfolgen-weiter-subversion-gegen-kuba

Den Sozialismus bewahren
Vorabdruck. Seit fast zehn Jahren steht Raúl Castro an der Spitze Kubas. Unter seiner Ägide leitete der ­sozialistische Staat tiefgreifende Reformen ein
Von Volker Hermsdorf
https://www.jungewelt.de/2016/10-12/051.php


14   Brasilien

Verbitterung am Zuckerhut
Die Gewerkschaften wehren sich mit Protesten und Streiks gegen die neoliberale Politik der De-facto-Regierung von Michel Temer
Von Harald Neuber
http://publik.verdi.de/2016/ausgabe-07/gewerkschaft/international/seite-8/A0


15   Südkorea

(Teil II Reisebericht von Helmut Weiss)
Der große Aufmarsch in Seoul – folgt ein Abmarsch?
"Der 12. November 2016 in Südkorea (und keineswegs nur in Seoul): Es war einer jener Tage, die man lange nicht vergisst - eine jener Demonstrationen, deren Anfang  und Ende unbestimmbar bleiben, weil sie überall ist: Erstmals seit langer Zeit musste die Polizei von Seoul – auf richterliche Anweisung – die gesamte Innenstadt für eine Demonstration frei geben, für den Verkehr schließen. An zahlreichen Kundgebungsorten sammelten sich Menschen zu einem Sternmarsch, um nach den Kundgebungen, wie es in Südkorea üblich ist, zur Demonstration aufzubrechen. Nur: Der Aufbruch ließ lange, sehr lange auf sich warten, weil kein Platz da war. Niemand hat die Zahl der TeilnehmerInnen exakt gezählt, wie auch. Aber: Noch Kilometer von der eigentlichen Route entfernt, traf man Menschen die, sei es mit den Kerzen oder mit Schildern,  ihre Meinung und ihre Teilnahme kundgaben – „Park tritt zurück!“..." Teil 2 des Reiseberichtes aus Japan und Südkorea von Helmut Weiss vom 17.11.2016: LabourNet Germany on tour: Zwischen strahlendem Müll und wehenden Fahnen
http://www.labournet.de/?p=106922


16 Termine


+++   Am Mittwoch, 23.11, wird nach fünfjähriger Sanierung der historische Musiksaal im Gewerkschaftshaus (Besenbinderhof) wieder eröffnet.
Hamburgs Bedeutung für die deutschen Gewerkschaften war so groß, daß 1890 der Hauptsitz der Generalkommission der Gewerkschaften Deutschlands nach Hamburg verlegt wurde. Im Dezember 1906 eröffnete  dann August Bebel den Palast der Arbeiterklasse, den er die "geistige Waffenschmiede des Proletariats" nannte. Es soll wieder ein Restaurant eröffnet werden, Kulturveranstaltungen sind geplant. (Nach MoPo vom 19.11.16)
https://de.wikipedia.org/wiki/Gewerkschaftshaus_(Hamburg)

+++ Rosa-Luxemburg-Salon: "Rosa-Luxemburg und die Kunst der Politik"
Lesung / Gespräch
Mit Antje Géra und Regina Jürgens
Donnerstag, 24.11.2016 | 18:00 Uhr bis 20:00 Uhr
Vor-Ort-Büro-Hansaplatz, Hamburg
Zimmerpforte 8
Veranstalter: Rosa-Luxemburg-Stiftung
http://www.hamburg.rosalux.de/event/55732/rosa-luxemburg-salon-rosa-luxemburg-und-die-kunst-der-politik-1.html

+++ Erdoğan: "I don't care if they call me a dictator"
Ausnahmezustand in der Türkei: Unterdrückung und Willkür
Diskussion / Vortrag
Mit Mit Ismail Küpeli, Politikwissenschaftler und Journalist
Montag, 28.11.2016 | 20:00 Uhr bis 22:00 Uhr
Fabrique im Gängeviertel - Seminarraum 4. OG, Hamburg
Valentinskamp 34a
Veranstalter: Rosa-Luxemburg-Stiftung
http://www.hamburg.rosalux.de/event/57247/erdogan-i-dont-care-if-they-call-me-a-dictator.html


+++ Überlaßt sie nicht der See... Seenotrettung auf dem Mittelmeer - „Sea-Watch 2“
Soli-Veranstaltung
Einsatzleiter IngoWerth berichtet...
Dienstag, 29.11.16 um 19 Uhr
Aula der Heinrich Wolgast Schule
Carl von Ossietzky Platz in St. Georg
Veranstalter: Refugees Welcome St. Georg und Einwohnerverein St. Georg von 1987 e.V.
www.sea.watch.org


+++ 03.12.2016: G20-Aktionskonferenz in Hamburg
Am 3./4.12.2016 findet in Hamburg eine Aktionskonferenz gegen den G20-Gipfel 2017 statt. Am 7. und 8. Juli 2017 soll in Hamburg der G20-Gipfel stattfinden. Die Regierungschefs der reichsten und mächtigsten Staaten werden umschwärmt von 3.000 Journalist_innen und abgeriegelt von einer Polizei- und Geheimdienstarmee. Aufgeführt wird die Illusion, dass die politischen Eliten den globalen Kapitalismus im Griff hätten, dass sie in der Lage seien, den Menschen Sicherheit, Frieden, Auskommen, eine reale Zukunftsperspektive zu verschaffen. Dabei vollzieht sich vor unser aller Augen das genaue Gegenteil: Die herrschende Weltordnung ist eine täglich weiter eskalierende Welt-unordnung von brutaler sozialer Ungleichheit, strukturell verankertem Sexismus und Rassismus, ökologischer Verwüstung und sich ausbreitenden Kriegen. Bei der Aktionskonferenz sollen Aktionen gegen das G20-Treffen erörtert werden, denn es braucht Absprachen und Kommunikation zwischen den Gipfelgegner_innen.
Veranstaltet durch: www.g20hamburg.org
09:00 Uhr
Hochschule für Angewandte Wissenschaften (HAW). Alexanderstraße 1


17  Blitzlicht ins Proletariat


Leiharbeit
Ein Viertel aller Erwerbstätigen in Deutschland arbeitet inzwischen im Niedriglohnbereich, dh sie verdienen als 9.54 Euro brutto die Stunde.
Über ein Drittel aller offenen Stellen werden laut Agentur für Arbeit als Leiharbeit ausgeschrieben.
Bis 1967 (1973!!!) war Leiharbeit gesetzlich verboten. Zwischen 1996 und 2016 hat sich die Zahl der LeiharbeiterInnen verfünffacht auf fast eine Million.
Quelle: Patrick Spät: Die Freiheit nehm ich Dir. (S. 80)




Erstellt: 16.11.2016 19:20 | Letzte Änderung: 16.11.2016 19:20

JFI 70-16 ++ Elbphilharmonie und Feldbunker ++ DHL Bremen: Nach Schließung der Sozialplan ++ In Hamburg: Zweite Tarif runde Leiharbeit ++ Trumps Wahl: Berichte und Analysen ++ Japan: Rote Fahnen und Gewerkschaft Doro Chiba

Jour Fixe Info 70-16. 12. Jahrgang – 16.11.2016

Aktuelle Sammlung von - vor allem - gewerkschaftspolitischen Artikeln, Beiträgen und Fakten als Ergänzung zu den Veranstaltungen des „Jour Fixe“ in Hamburg


00 Eröffnung der Elbphilharnonie: Nach viel Bejubelung eine kritische Stimme!
01 Grüne Feldbunker kommt doch. Dabei die unrühmliche  Rolle des FC St. Pauli
02 DHL Bremen: Nach Schließung Sozialplan
03 In Hamburg: Zweite Tarifrunde Leiharbeit – noch kein Ergebnis. Und ein kritischer Kommentar
04 ver.di fordert im Gesundheitsbereich mehr Entlastung - per Tarifvertrag
05 aktion ./. arbeitsunrecht nominiert Kandidaten für Schwarzen Freitag am 13. Januar 2017
06 Attac wieder gemeinnützig!
07 FaktenCheck: Europa - 2. Ausgabe erschienen
08 USA: Diverse Berichte zu Trumps Wahl
09 Japan: Rote Fahnen und Eisenbahnergewerkschaft Doro Chiba. Reisbericht von Helmut Weiß
10 Neues vom Genossen Franz aus dem Vatikan
11 Neues über Herrn Biermann, früher Kommunist (DDR)
12 Filmempfehlung: Ich, Ken Loach
13 Termine
14 Blitzlicht ins Proletariat


00  Aussicht getrübt

Hamburger Elbphilharmonie wurde nicht nur viel teurer als ­erwartet. Stadt blieb auch auf Kosten für kommerziellen Teil ­sitzen und subventionierte so ein Luxushotel
https://www.jungewelt.de/2016/11-09/013.php
Anmerkung:
Nachdem wir tagelang die Bejubelung der Eröffnung der Elbphilharmonie erleben mußten, jetzt endlich mal eine realistische Stimme! (DW)

01  Überraschende Wendung: Grüner Feldbunker kommt doch

http://www.mopo.de/hamburg/politik/ueberraschende-wendung-gruener-feldbunker-kommt-doch-25071130

Hölle, Hölle, Hölle: Die unrühmliche Rolle des FC St. Pauli

Kommentar von Martin Stoll-Hafkus
http://feldbunker.de/2016/11/14/hoelle-hoelle-hoelle-die-unruehmliche-rolle-des-fc-st-pauli/

02   Sozialplan zur Schliessung der DHL Home Delivery GmbH, Betrieb Bremen. DHL/Amazon
"In der Logistikbranche gibt es zur Zeit gewaltige Umbrüche. Es ist ein Testfeld für Neuorganisation der Arbeit und Lohndrückerei. Das DHL Logistikcenter im norddeutschen Bremen arbeitet als reines Subunternehmen von AMAZON. Es ist ein echtes Scheinselbstständigkeitsverhältnis.

Es gibt keinen weiteren Auftraggeber. Das DHL LC Bremen wurde zwar schon als "DHL Delivery" geführt, also als die Niedriglohntochter von DHL (gegen die sich auch der große Poststreik in Deutschland richtete), aber das Personal ist großteils schon sehr lange in dem Unternehmen und damit wohl zu teuer. Die Antwort: DHL hat den Vertrag mit AMAZON nicht verlängert. So kann man erstmal alle auf die Straße setzen. Später können sie zu schlechteren Konditionen wieder eingestellt werden. (...)  Absurd wird es spätestens in dem Moment, wo das Ergebnis der Verhandlungen zwischen Gewerkschaft und Management geheim gehalten werden soll und sogar mit rechtlichen Schritten gedroht wird, wenn es veröffentlicht werden sollte..." Beitrag samt Sozialplan vom 15.10. 2016 bei chefduzen.ch
http://www.chefduzen.ch/viewtopic.php?f=26&p=3222&sid=edca5213cf55ecdd93308bfd2c71e86d#p3222
 
DHL LC Bremen: Das Thema ist noch längst nicht durch! Die Beschäftigten sind nicht widerstandslos zu entsorgen
"Die Beschäftigten des DHL LC Bremen sollen sich Anfang nächsten Jahres einen neuen Job suchen. Es ist schon eine Weile her, daß die Meldung wie eine Bombe einschlug. Die Gewerkschaft hat dann ins Gewerkschaftshaus eingeladen. Viele sind gekommen, um zu erfahren, was Sache ist und um darüber zu reden, was man machen kann. Aber Thomas Warner von der Verdi hatte weder wirklich etwas darüber zu berichten, was im Hintergrund abgelaufen ist. Noch hatte er Vorschläge, was man noch machen kann..." Flugblatt vom August 2016 von Bremen macht Feierabend.
http://www.labournet.de/wp-content/uploads/2016/11/dhl_lc_bremen0816.pdf

 

03  Zweite Tarifrunde Leiharbeit: kleine Fortschritte, noch kein Abschluss
"Die DGB-Tarifgemeinschaft Leiharbeit hat sich am Freitag in Hamburg zur zweiten  Verhandlungsrunde mit dem Bundesarbeitgeberverband der Personaldienstleister e.V. (BAP) und dem Interessenverband Deutscher Zeitarbeitsunternehmen e.V. (iGZ) getroffen.  Nach einem Austausch über die unterschiedlichen Positionen wird deutlich: die Arbeitgeber haben sich zwar vereinzelt auf die Gewerkschaften zubewegt, ansonsten liegen die Positionen noch sehr weit auseinander..." DGB-Pressemitteilung vom 11.11.2016
http://www.dgb.de/presse/++co++eaf3395e-aa42-11e6-8c6a-525400e5a74a
Berechtigter Kommentar von "karla" am 14.11.2016 bei ZOOM:

"Aha! Statt den ZAF-Verbänden mitzuteilen einen neuen Termin gibt es erst wenn eine "deutliche Nachbesserung" schriftlich mitgeteilt wird, bietet man schon einen neuen Termin an. Außer Spesen nichts gewesen." http://www.igmetall-zoom.de/Forum/viewtopic.php?f=30&t=5372&p=40974#p40974

Leiharbeit: Missbrauch legal ausgeweitet
"„Arbeitgeber missbrauchen seit Jahren Leiharbeit und Werkverträge dazu, Belegschaften zu spalten und Lohndumping zu betreiben. Etwa eine Million Menschen sind zurzeit als Leiharbeitnehmerin und Leiharbeitnehmer tätig. Ihr Lohn ist oft geringer als derjenige der Stammbelegschaft. Zudem haben sie schlechtere Arbeitsbedingungen und weniger Rechte. Einige Leiharbeitnehmer arbeiten bis zu zehn Jahre in demselben Entleihbetrieb. Das darf nicht sein.“ Selten ist die SPD-Fraktion des Deutschen Bundestags so nahe an der Wahrheit wie mit dieser Zustandsbeschreibung (http://www.spdfraktion.de/themen/missbrauch-leiharbeit-riegel-vorgeschoben). Dann allerdings wird behauptet, ..." Artikel von Frederik Haber in Neue Internationale 214 vom November 2016 bei der Arbeitermacht
http://www.arbeitermacht.de/ni/ni214/leiharbeit.htm


04  Operation Entlastung

ver.di fordert im Gesundheitsbereich mehr Entlastung - per Tarifvertrag
Von Heike Langenberg
Unser Arbeitsleben wird immer schneller. Aufgaben ändern sich, der Druck wächst, immer mehr Beschäftigte berichten von Stress und Überforderung. "Höheres Entgelt ist eine Sache, aber die Beschäftigten machen deutlich, dass ihnen zunehmend auch Regelungen zur Arbeitszeit und Entlastung wichtig sind", sagt Norbert Reuter, Leiter der tarifpolitischen Grundsatzabteilung des ver.di-Bundesvorstands. Mehr:
http://publik.verdi.de/2016/ausgabe-07/gewerkschaft/titel/seite-1/A0

05  Kandidaten für Schwarzen Freitag am 13. Januar 2017 nominiert - Abstimmung startet

Ansprechpartnerin: Jessica Reisner | 0160.93 233 756 |buero@arbeitsunrecht.de
Drei Kandidaten stehen ab sofort für den bundesweiten Aktionstag gegen Horror-Jobs am 13.01.2017 zur Auswahl. Die aktion ./. arbeitsunrecht ruft Beschäftigte, Gewerkschafter*innen und Aktivist*innen ab sofort auf, in einem offenen Online-Voting zu entscheiden, welches Unternehmen Ziel des Schwarzen Freitags werden soll: https://aktion.arbeitsunrecht.de/de/freitag13/Januar2017/voting
Detaillierte Informationen zu den Kandidaten finden Sie hier: 
Median: https://aktion.arbeitsunrecht.de/de/freitag13/Januar2017/median
OBI: https://aktion.arbeitsunrecht.de/de/freitag13/Januar2017/obi
Rossmann: https://aktion.arbeitsunrecht.de/de/freitag13/Januar2017/rossmann

06  Attac wieder gemeinnützig!

Hessisches Finanzgericht bestätigt Gemeinnützigkeit von Attac: Gemeinnütziges zivilgesellschaftliches Engagement schließt politisches Handeln nicht aus
"Attac ist gemeinnützig. Das politische Engagement gegen die neoliberale Globalisierung steht seiner Gemeinnützigkeit nicht entgegen. Das hat das Hessische Finanzgericht in Kassel am heutigen Donnerstag entschieden. Die Richter gaben damit der Klage von Attac gegen das Finanzamt Frankfurt statt. Dieses hatte dem Netzwerk im April 2014 die Gemeinnützigkeit entzogen mit der Begründung, es sei zu politisch. Eine Revision ließen die Richter nicht zu…" Meldung von und bei Attac Deutschland vom 10.11.2016
http://www.attac.de/startseite/detailansicht/news/hessisches-finanzgericht-bestaetigt-gemeinnuetzigkeit-von-attac/

Courage wieder gemeinnützig
"Der Frauenverband Courage mit Sitz in Wuppertal erhält seine Gemeinnützigkeit zurück. Das Finanzamt Elberfeld hatte diese rückwirkend für 2010 bis 2012 entzogen. Das Finanzamt hatte das damit begründet, dass der bundesweit aktive Verband im Verfassungsschutzbericht erwähnt wurde. Das sei aber nicht ausreichend, entschied das Düsseldorfer Finanzgericht..." Meldung beim WDR online vom 10.11.2016
http://www1.wdr.de/nachrichten/rheinland/courage-wieder-gemeinnuetzig-100.html
Siehe: Teilerfolg im Kampf um unsere Gemeinnützigkeit! Presseerklärung von und bei Courage
http://www.fvcourage.de/index.php?option=com_content&view=article&id=776:161029-teilerfolg-vor-finanzgericht&catid=40:aktuelles&Itemid=27


07  Europa

FaktenCheck: Europa - 2. Ausgabe erschienen
"Wahlkampf und Wahlen bilden nur einen Ausschnitt der politischen Realität. Gerade bei diesen Wahlen, genauer im Vorwahlkampf, wurde deutlich: Es gibt in den USA soziale Bewegungen. Es existieren Klassenkampf und soziales Engagement. Es war der Herausforderer von Hillary Clinton, Bernie Sanders, der dieses „andere Amerika“ personalisierte. Er stand für eine Kritik am großen Kapital und für soziale Gerechtigkeit. Er forderte Abrüstung und ein Ende der US-Kriege. Für diese Ziele konnte Sanders im Vorwahlkampf Hunderttausende mobilisieren – viel mehr als Clinton und auch mehr als Trump. In mehreren Umfragen kam damals zum Ausdruck, dass Sanders die besseren Chancen gehabt hätte, Trump zu schlagen. (…) Nur eine solche „soziale Utopie“, das Ziel einer solidarischen Gesellschaft und der Kampf für eine solche Alternative weisen eine Perspektive. In den USA. In Europa. Weltweit.", heißt es im Titelbeitrag "Trump, Demokratie und Utopie" der frisch erschienenen 2. Ausgabe von FaktenCheck:EUROPA, die online verfügbar ist (pdf) - am liebsten aber päckchen- oder paketweise bestellt und im persönlichen Umkreis verbreitet wird.
http://faktencheckhellas.org/wp-content/uploads/2016/11/fakcheck_eu2web.pdf
Für Bestellungen und Bezugsbedingungen siehe die Webseite zum Zeitungsprojekt
http://faktencheckhellas.org/bestellen/

08  USA

Mit Thinktanks in den lukrativen Krieg
Mit einer neuen US-Präsidentin will das Politestablishment Washingtons wieder in den Krieg ziehen. Höchste Zeit für eine neue Friedensbewegung, meint Dennis Kucinich, früher ein Politiker der Demokratischen Partei. Mehr:https://www.woz.ch/1644/us-amerikanische-aussenpolitik/mit-thinktanks-in-den-lukrativen-krieg

Stimmungsbild aus den USA – kurz vor der Wahl

«Trump macht uns keine Angst»
Papierlose Latinas kämpfen im US-Bundesstaat Arizona gemeinsam mit US-Bürgern für einen politischen Wandel. Donald Trumps Hasskampagne hilft ihnen bei der Mobilisierung.
https://www.woz.ch/-73dd

US-Wahl Trump des Willens

Donald Trumps Sieg bedeutet das Ende des Westens. Die Ära des Liberalismus ist vorüber. Ein neuer Faschismus kommt an die Macht. Ob sie wollen oder nicht: die Deutschen werden ihr Heil in den Grenzen der Nation suchen müssen.
http://www.spiegel.de/politik/ausland/us-wahl-donald-trumps-wahl-ist-das-ende-des-westens-a-1120608.html
Anmerkung:
Mit Verlaub, Herr Augstein, sie reden Quatsch! Den Wahlsieg von Trump mit Faschismus in Verbindung zu bringen ist sowas von daneben! Für alles, was außergewöhnlich, krass und politisch schlimm ist – oder uns im Westen so erscheint, wird sofort der Begriff Faschismus gefunden. So auch schon für Milosovic, Saddam Hussein, Gaddafi.
Sehr viel realistischer und von historischer Kenntnis getrübt, was Faschismus ist und was sich in den USA abspielt, ist da schon die Einschätzung von Ignacio Ramonet!! (Siehe nächster Beitrag!).

Die sieben Vorschläge von Donald Trump, die seinen Wahlsieg erklären

Ignacio Ramonet zeigt auf, wie Trump US-Präsident werden konnte und warum die gesamte globale Architektur durcheinander gerät
https://amerika21.de/analyse/163996/wahlsieg-trump-usa-erklaeren

Bernie Sanders und Trump

http://www.spiegel.de/politik/ausland/us-wahl-2016-bernie-sanders-bietet-donald-trump-hilfe-an-a-1120638.html

09  Japan

Rote Fahnen in Tokio

»Internationale Arbeiterversammlung«: Japans radikale Linke übt Solidarität mit den Gewerkschaftskämpfen in Südkorea
Veranstaltet wird der jährlich stattfindende Aktionstag von der marxistisch orientierten Eisenbahnergewerkschaft Doro-Chiba sowie kleineren regionalen Arbeiterorganisationen. In diesem Jahr trat auch die Regionalföderation Seoul des südkoreanischen Gewerkschaftsbunds KCTU als Mitveranstalterin auf. Mehr:
https://www.jungewelt.de/2016/11-09/029.php

An zwei Wochenenden hintereinander, am 5./6. November in Tokio und am 12./13. November 2016 in Seoul, finden jeweils 2 Demonstrationen statt – mit jeweils anschließender Konferenz am Montag/Dienstag – organisiert von der oppositionellen japanischen Eisenbahngewerkschaft Doro Chiba und dem Seouler Regionalverband des Gewerkschaftsbundes KCTU (wir dokumentierten den Aufruf). Zur Teilnahme an diesen Veranstaltungen ist auch LabourNet Germany eingeladen worden und wird durch Helmut Weiss vertreten. Siehe die nun beginnende Berichterstattung
http://www.labournet.de/?p=106802

LabourNet Germany on tour:

Zwischen strahlendem Müll und wehenden Fahnen - ein Reisebericht aus Japan und Südkorea
"Es ist der vierte Abend, den ich in Japan verbringe, als ich es endlich begreife: Die Gewerkschaftslandschaft in Japan sieht vor allem deshalb so anders aus, als unsere in der BRD, weil die Rahmenbedingungen ganz andere sind. Aufgeflackert war das Thema schon am ersten Tag bei der Versammlung in Chiba und auch bei der Demonstration in Tokio am zweiten Tag, dem Sonntag, erst recht bei der ersten abendlichen Diskussionsveranstaltung in Fukushima am Tag zuvor: Das japanische Gewerkschaftsgesetz. Das es je drei Beschäftigten eines Unternehmens ermöglicht, eine eigene Gewerkschaft zu gründen..." Teil 1 des Reiseberichts von Helmut Weiss vom 11.11.2016: Die Gewerkschaft, der Tsunami - und Überraschungen. Fortsetzungen folgen
http://www.labournet.de/?p=106922
Siehe dazu das Video der Grussworte bei der Kundgebung am 6.11. in Tokyo bei youtube samt dem Gruss von Helmut Weiss für das LabourNet Germany (ab 1h:17min) und der anschliessenden Demo
https://www.youtube.com/watch?v=GMfTqwAjm-Q


10  Neues vom Genossen Franz aus dem Vatikan

… Die Antwort des argentinischen Comandante aller Katholiken: »Es sind die Kommunisten, die wie die Christen denken. Christus sprach von einer Gesellschaft, in der die Armen, die Schwachen, die Ausgegrenzten entscheiden. Nicht die Demagogen, nicht die Barrabasse, sondern das Volk, die Armen (…). Ihnen müssen wir helfen, damit sie Gleichheit und Freiheit erreichen.« Mehr:
http://www.jungewelt.de/2016/11-15/038.php
Anmerkung:
Da können wir aber froh sein, daß Franziskus, der so einem reichen und korrupten Verein, wie dem Vatikan vorsteht, solche schönen und erbaulichen Worte findet - bei denen einem das Herz aufgeht! (DW)

11  Neues über Herrn Biermann, früher DDR und Kommunist

Staatsdichter Biermann. Äußerlicher Erfolg und intellektuelle Leere. Der Liedermacher wird 80 Jahre alt. Mehr:
http://www.jungewelt.de/2016/11-15/001.php

12  Filmempfehlung:

Ich, Ken Loach
Der Regisseur des kleinen Mannes, Ken Loach, hat mit "Ich, Daniel Blake" einen Film über das Sanktionierungssystem der britischen Arbeitsämter gedreht, der die Zuschauer zum Weinen bringt und doch Hoffnung und eine Ahnung von Widerstand verströmt.
http://publik.verdi.de/2016/ausgabe-07/gesellschaft/leben/seite-16/A0


13  Termine:

+++ "Mit allen für alle - das revolutionäre und  sozialistische Kuba heute"

Veranstalter: Cuba Sí Hamburg im Rahmen der Lateinamerikatage mit Alberto  Berbes  Sainz  de la  Torre,  Botschaft der Republik  Kuba, und  dem Journalisten  Volker Hermsdorf.
Dienstag, 22. 11. 2016, um 19.00 Uhr im Kulturladen St. Georg, Alexanderstraße 16
Seit mehr als einem halben  Jahrhundert hat  sich  durch  die  Revolution  in  Kuba  das Leben  für die Menschen  dort  grundlegend geändert. 
Vor welchen  Problemen steht das Land heute? Hält es weiterhin am Sozialismus fest?  Und was sind die Aufgaben der Kuba Solidarität?
Veranstalter: Cuba Sí Hamburg im Rahmen der Lateinamerikatage mit Alberto  Berbes  Sainz  de la  Torre,  Botschaft der Republik  Kuba, und  dem Journalisten  Volker Hermsdorf.
Dienstag, 22. 11. 2016, um 19.00 Uhr im Kulturladen St. Georg, Alexanderstraße 16

+++ Diskussion mit Yanis Varoufakis, Ute Tellmann (Soziologin), Martin Sauber (Ökonom), Lisa Knoll (Soziologin) und Philip Liste (Politologe)

Investitionskrise, Finanzialisierung und Austerität; Brexit, Migrationskrise und Rechtspopulismus; Jugendarbeitslosigkeit, soziale Ungleichheit und Arbeit 4.0. Das gegenwärtige Europa ist von einer historischen Krisenhaftigkeit durchdrungen, der es nicht gewachsen zu sein scheint. Umso mehr drängen sich grundsätzliche Fragen auf: Wo stehen wir? Welches Europa wollen Wir? Wie kommen wir dahin? Diese Fragen möchten wir von DiEM25 in Hamburg diskutieren mit Yanis Varoufakis, Ute Tellmann (Soziologin), Martin Sauber (Ökonom), Lisa Knoll (Soziologin) und Philip Liste (Politologe).
Der Abend wird mit einer Rede von Yanis Varoufakis beginnen. Er wird über die gegenwärtige Euro-Politik und die Notwendigkeit der Demokratisierung der EU sprechen. Anschließend erfolgt die Podiumsdiskussion, in der wir über DiEM25's Vorhaben und dessen Umsetzung diskutieren möchten. Moderiert wird der Abend von Siri Keil. Eintritt ist frei. Carpe DiEM!
Wann: 15/11/2016 um 17:00 – 20:00
. Wo: Hauptgebäude der Universität Hamburg, Hörsaal A. Edmund-Siemers-Allee 1
https://www.facebook.com/events/389518748104750/

https://diem25.org/event/democracy-in-the-eu-with-yanis-varoufakis-siri-keil-and-others/

+++ Die AfD Hamburg hat inzwischen bestätigt, dass sie am

Samstag 19.11. um 14.30 Uhr eine Versammlung am Hachmannplatz (HH HBF)
machen möchte. Sorgen wir wieder dafür dass es ein Reinfall wird.

+++ Alter Summit 25. und 26. November 2016 in Brüssel
Konferenz Rights4all Now! - 25&26 November 2016 - Brüssel

"Wenn wir unser eigenes Europa bauen wollen, müssen wir die Regeln der EU in Frage stellen...
Dennoch haben wir auf Europa gesetzt. Europa mit seiner Geschichte derselben Kämpfe und als Ort unserer gemeinsamen Kämpfe. Europa als Ort der grenzüberschreitenden Solidarität im Kampf gegen die ungeheure Kapitalmacht als Antwort auf die globalen Herausforderungen der Menschheit. Dieses Europa kann nur durch die Vernetzung lokaler Kämpfe und auf der Basis einer umfassenden Analyse der EU geschaffen werden, die zum größten Gegner unseres europäischen gesellschaftlichen Erbes geworden ist..." Der Aufruf nun auf Deutsch auf der Aktionsseite
http://www.altersummit.eu/mobilisation/article/conference-rights4all-now-25-26-354
Siehe auch Flyer und Programm sowie weitere Informationen
http://www.labournet.de/?p=103900


+++ Bewegung gegen Krieg
Kapitalismus ist Krieg, militärisch, wirtschaftlich, politisch, kulturell.
Die hauptsächliche Fluchtursache ist Krieg.
Zur Zeit wird die Bevölkgerung auf allen Ebenen auf Kriegszustimmungprogammiert.
Wir wollen eine breite Bewegung Gegen Krieg entwickeln.
Es geht um gesellschaftliche Veränderungen.
Esgeht darum unsere vorhanden Strukturen auszubauen und weiter zu entwickeln.
Stichworte dazu: Gemeinschaftlichkeit,Gleichberechtigung, Selbstbestimmung, libertärer Kommunalismus, Selbstverwaltung, Kooperative Ökonomie.
Ein langer Prozess das zu diskutieren und zu machen.
Wir wollen 2017/18 eine möglichst breit angelegte Reihe von Veranstaltungen machen, mit dem gemeinsamen Bezug Gegen Krieg.
...
Jede Gruppe, Initiative, Netzwerk kann sich Veranstaltungen/ Aktivitäten/Aktionen ausdenken, die ihren jeweiligen Bereich betreffen:
Treffen dafür im KÖLIBRI, Dienstag 29. November 2016, 19 Uhr, Hein-Köllisch-Platz 11/12
Eure Vorbereitungsgruppe
antikriegsrat@riseup.net


14  Blitzlicht ins Proletariat

Immer Mehr Erwerbstätige im Rentenalter

In der BRD hat sich die Quote der Erwerbstätigen im Alter von 65 bis 69 Jahren innerhalb von 10 Jahren mehr als verdoppelt. Betrug sie 2005 noch 6,5%, ist sie im vergangenen Jahr auf 14,5% gestiegen. Das bedeutet, dass jeder Siebte in dieser Altersgruppe einem bezahlten Job nachging (Als erwerbstätig gilt derjenige, der mindestens eine Stunde in der Woche arbeitet).
Quelle: Statistisches Bundesamt – Junge Welt 3.10.2016






Erstellt: 07.11.2016 17:36 | Letzte Änderung: 07.11.2016 17:36

JFI 69 - 16 ++ Hamburger Appell für mehr KH-Personal ++ Heftiger Protest bei Amper-Kliniken Dachau ++ Amazon-Streiken de ändern Streik-Taktik ++ Aufstand der Flüchtlingshelfer

Jour Fixe Info  69-16. 12. Jahrgang – 7.11.2016

Aktuelle Sammlung von - vor allem - gewerkschaftspolitischen Artikeln, Beiträgen und Fakten als Ergänzung zu den Veranstaltungen des „Jour Fixe“ in Hamburg


00   Hamburger fordern gute Versorgung und mehr Personal in Hamburgs Krankenhäusern
01   Beschäftigte der Helios Amper Kliniken Dachau fordern mehr Personal
02   Zu den Streiks bei  Amazon
03   DHL schließt Standort in Bremen
04   Betriebsgruppe Alternative im Harburger Mercedes-Benz Werk
05   Brief eines IGM-Kollegen: Kollege Jörg Hofmann, wer berät Dich eigentlich?
06   Studie: Union-Busting hat Hochkonjunktur
07   Mannheimer Konferenz
: Betriebsräte-Mobbing oder organisiertes Verbrechen?
08   DGB-Studie: Das Märchen vom Azubi-Mangel
09   Aufstand der Flüchtlingshelfer
10   Literaturempfehlung: Erich-Mühsam-Text-und-­Lieder-Revue
11   Termine
12   Blitzlicht ins Proletariat


00   Hamburger Appell für mehr Krankenhauspersonal:

Hamburger fordern gute Versorgung und mehr Personal in Hamburgs Krankenhäusern
"Arbeit im Krankenhaus darf nicht krank machen. Das größte Problem ist der Personalmangel. Die Versorgung ist in Gefahr. Patienten und Angehörige leiden darunter. Die Beschäftigten haben ihre Belastungsgrenze längst überschritten. Die Pflege ist in Not. Nach ver.di-Berechnungen fehlen in Hamburgs Krankenhäusern über 4.200 Stellen, das bedeutet jeder fünfte Arbeitsplatz. (...) Arbeit im Krankenhaus darf nicht krank machen. Wir brauchen eine bessere Krankenversorgung ohne Gesundheitsschäden für die Beschäftigten. Wir brauchen mehr qualifiziertes Personal im Krankenhaus. Wir möchten, dass der Personalnotstand bekämpft wird. Eine gesetzliche Personalbemessung ist die richtige Herangehensweise. Ein Tarifvertrag Entlastung kann der Anfang sein..." Petition an den Bundesminister für Gesundheit, initiiert vom ver.di Landesbezirk Hamburg, bei change.org
https://www.change.org/p/an-den-bundesminister-f%C3%BCr-gesundheit-hamburger-appell-f%C3%BCr-mehr-krankenhauspersonal
Siehe dazu im LabourNet auch:

1. Berliner Appell für eine gesetzliche Personalbemessung

http://www.labournet.de/?p=70688

2. und das Dossier: Krankenhäuser: ver.di startet Unterschriftenaktion zur gesetzlichen Personalbemessung

http://www.labournet.de/?p=32292


01   Beschäftigte der Helios Amper Kliniken Dachau fordern mehr Personal

Die Botschaft war klar, der Andrang groß. Über 80 Klinikbeschäftigte stellten auf einer Podiumsdiskussion am 25.10.2016 im völlig überfüllten Café Gramsci eine Forderung gegenüber der Helios Unternehmensführung nach mehr Personal und eine Sperrung von Betten bis dahin auf.
Die Unabhängige Betriebsgruppe am Klinikum lud zu der Veranstaltung mit Matthias Gramlich (Unabhängige Betriebsgruppe), Stefan Löwl (Landrat, Mitglied des Aufsichtsrats) und Claus Dieter Möbs (Bettriebsratsvorsitzender), ein. Bereits Anfang Oktober wurden die KollegInnen seitens der Betriebsgruppe in einem Flugblatt aufgefordert, dafür zu sorgen das ständige Arbeiten in Unterbesetzung nicht mehr zu dulden, stattdessen zusammen zu halten und für mehr Personal zu kämpfen. Mitte Oktober griff auch die Presse den Personalmangel und die schlechten hygienischen Zustände im Klinikum auf.
Presseberichte:

http://www.merkur.de/lokales/dachau/dachau/desastroese-zustaende-dachauer-krankenhaus-podiumsdiskussion-caf-gramsci-6908852.html
http://www.sueddeutsche.de/muenchen/dachau/dachau-klinikbelegschaft-rechnet-mit-unternehmensfuehrung-ab-1.3223485
Antigen-Flugblatt Oktober 2016
http://betriebsgruppen.de/bgak/download/antigen_newsletter_oktober2016.pdf


02   Monsterstreik bei Amazon

Die Beschäftigten des US-amerikanischen Versandhändlers Amazon sind heute am Halloween erneut im Streik. Arbeitsniederlegungen finden in Rheinberg und Werne (NRW), Graben (Bayern), Bad Hersfeld (Hessen) sowie Koblenz (Rheinland-Pfalz) statt.
http://www.verdi.de/themen/nachrichten/++co++c8da5748-9f35-11e6-97c4-525400940f89
Anmerkung:
Die Streiks bei Amazon sind was in Deutschland Einmaliges: Nicht nur, daß die KollegInnen seit über drei Jahren immer wieder streiken. Nicht nur, daß sie pro Jahr 30 bis 50 Tage streiken. Nicht nur, daß sie sich das Recht gegenüber ihrer Gewerkschaft erkämpft haben, die Streiktage selbst zu bestimmen. Sie wissen auch, daß der Streik auf Dauer, Jahre oder Jahrzehnte angelegt ist! (DW)

Amazon-Belegschaften ändern ihre Streiktaktik

«Es fängt immer mit einem selber an» Gespräch von Violetta Bock (soz) mit Christian Krähling
Seit 2013 streiken Ver.di-Mitglieder bei Amazon für einen Tarifvertrag. Die Auseinandersetzung ist ein Beispiel für Widerstand gegen prekäre Arbeitsbedingungen in Großbetrieben. Doch der Kampf, der fast alle Standorte in Deutschland ergriffen hat, kommt nicht von ungefähr. Er ist Ergebnis eines langen Prozesses, in dem Beschäftigte begannen, sich zusammenzuschließen und Strategien zu erproben.
http://www.sozonline.de/2016/11/amazon-belegschaften-aendern-ihre-streiktaktik/


03   DHL schließt Standort in Bremen
Nachbetrachtung: “Die Parteien”

"Wenn wir die Geschehnisse bei der DHL Home Delivery im LC Bremen an dieser Stelle Revue passieren lassen, kommen doch erhebliche Zweifel auf, dass die Parteien im Interesse der Beschäftigten gehandelt haben, wie sie es permanent betonten. Wir stellen dar, welche Rollen die einzelnen Parteien im Ganzen übernommen und ihren eigenen Nutzen daraus gezogen haben. Wir schildern, welche tragische Rolle die Beschäftigten ungewollt übernehmen mussten, wie die Parteien auf den Rücken der Beschäftigten einen perfiden Nervenkrieg über Monate hinweg ausgefochten haben und welche Folgen am Ende für die Beschäftigten daraus entstanden sind!

Die Parteien:
Der Arbeitgeber der DHL Home Delivery; Die Gewerkschaft Ver.di; Der Betriebsrat des LC Bremens; Die Beschäftigten als Leittragende...
"
https://gdabetriebsgruppe.netzwerkit.de/news-blogger/


04   Betriebsgruppe Alternative im Harburger Mercedes-Benz Werk
In Ausgabe 5/16: Ist das Werk 68 zukunftsfähig?; Kampagne der IG Metall zu Arbeitszeit und Rente; Erklärung der alternative zum „Mobilen Arbeiten“; 25% Nachtschichtzuschlag; Rhenus: Die Klagen gegen zwei Betriebsräte sind abgewiesen! - siehe die Alternative 05.2016 vom Oktober 2016 (pdf) auf der Homepage der Betriebsgruppe
http://www.alternative-hamburg.info/media/files/Al-05.2016.pdf


05   Offener Brief an den IG Metall Vorsitzenden Jörg Hofmann zur betrieblichen Altersversorgung:

Kollege Jörg Hofmann, wer berät Dich eigentlich?
"Ich habe mich zwei Tage nach der Sozialstaatskonferenz entschlossen, Dir diesen Brief zu schreiben. Mir ist bewusst, dass die Form des offenen Briefes ungewöhnlich ist. Aber ich sehe mittlerweile keine andere Möglichkeit mehr die notwendige Debatte in der IG Metall zu beginnen mit dem Ziel, Schaden von der IG Metall und ihren Mitgliedern abzuwenden. Ihr habt im Juli einen Vorstandsbeschluss zum Neuaufbau einer solidarischen Alterssicherung gefasst. Der war gut und erzeugte Hoffnung unsere Kolleginnen und Kollegen zu einer kräftigen politischen Bewegung zu motivieren. Er war eine gute Grundlage für die beschlossene Rentenkampagne zur Bundestagswahl 2017. Die gesetzliche Rente sollte wieder in den Stand versetzt werden, die Lebensstandardsicherung im Alter zu gewährleisten. Riester wurde für gescheitert erklärt..." Offener Brief von Reiner Heyse vom 30. Oktober 2016 bei Seniorenaufstand
http://www.seniorenaufstand.de/kollege-joerg-hofmann-wer-beraet-dich-eigentlich/


06   Union-Busting hat Hochkonjunktur

Studie: Störfeuer gegen Betriebsratsgründungen sind in der deutschen Wirtschaft weit verbreitet
http://www.jungewelt.de/2016/11-04/022.php

Neue Untersuchung des WSI

Aggressive Arbeitgeber: Jede sechste Betriebsratsgründung wird behindert
Arbeitgeber behindern jede sechste Betriebsratsgründung. Sie schüchtern Kandidaten ein, drohen mit Kündigung oder verhindern die Bestellung eines Wahlvorstands, zeigen neue Auswertungen des Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Instituts (WSI) der Hans-Böckler-Stiftung. Mehr:
http://boeckler.de/14_68018.htm


07   Die dritte Mannheimer Konferenz

Betriebsräte-Mobbing oder organisiertes Verbrechen?
Zum dritten Mal in Folge fand in Mannheim eine Konferenz von Betriebsräten statt, die sich mit dem Problem der Behinderung der betrieblichen und gewerkschaftichen Interessenvertretung befasst.
http://www.sozonline.de/2016/11/die-dritte-mannheimer-konferenz/
Anmerkung:
Wir freuen uns, daß die KollegInnen auf ihrer Mannheimer Konferenz sich jetzt auch an die DGB-Gewerkschaften wandten: "Ebenso wichtig war der Appell an die Gewerkschaften, sich nicht nur online diesem Thema zu widmen, sondern eine Task Force einzurichten, um in solchen Fällen schnell agieren zu können". In unserer "Hamburger Aufforderung", die wir am 7. Mai d.J. auf dem workshop von Jour Fixe Gewerkschaftslinke Hamburg, PRP und verdi-Jugend verabschiedeten, schrieben wir: Aufklärung und Information allein reichen aber nicht! Sie muss praktische Folgen haben. Unsere Gewerkschaften und der DGB müssen das Thema skandalisieren und eine öffentlichkeitswirksame Kampagne starten gegen die Strategie und die Attacken der Kapitalisten. Die Firmen und ihre angeheuerten Anwaltskanzleien müssen mit den Verantwortlichen namentlich benannt und an den Pranger gestellt werden!
Wir fordern:
Der DGB und alle Einzelgewerkschaften schaffen eine zentrale Stelle, die alle Fälle sammelt, dokumentiert und veröffentlicht!
Der DGB und alle Einzelgewerkschaften bilden eine task force, die in jeden der Angriffe auf unsere KollegInnen eingreift und ihnen zur Seite steht!
Das signalisiert den Kapitalisten und der Öffentlichkeit:
Betroffen ist eine/r - Gemeinsam schlagen wir zurück.

Außer einer freundlichen Eingangsbestätigung durch die Hamburger DGB-Vorsitzende Katja Karger ist jedoch leider bisher nichts geschehen! Wir wünschen dem Mannheimer Appell mehr Glück. Hier die Hamburger Aufforderung:
http://www.baso-news.de/Baso/Prgs/cmsimpleaktiv/?&HAMBURGER_AUFFORDERUNG&realblogaction=view&realblogID=509&page=5
Falls der DGB oder seine Gewerkschaften wie in der Hamburger Aufforderung beschrieben eine task force einrichten würden, würde das Wirkung zeigen bei den Kapitalfraktionen, die immer häufiger Fertigmacher (Anwaltskanzleien) engagieren um gegen aktive BetriebskollegInnen vorzugehen. Die task force wäre die geeignete Antwort auf die Angriffe von Kapitalseite! (DW)
 

08   DGB-Studie: Das Märchen vom Azubi-Mangel
"Die Geschichte vom bundesweiten Azubi-Mangel entpuppt sich bei Licht betrachtet als Märchen", sagt Elke Hannack, stellvertretende Vorsitzende des Gewerkschaftsbundes (DGB). Denn zahlreiche Jugendliche ohne Ausbildungsplatz werden der DGB-Analyse zufolge gar nicht in den Daten berücksichtigt“. Mehr:
http://www.spiegel.de/lebenundlernen/job/dgb-kritisiert-fragwuerdige-zahlen-zum-ausbildungsmarkt-a-1119342.html
Siehe dazu:
"Keine geeigneten Bewerber? - Wie die öffentliche Ausbildungsstatistik die Lage auf dem Ausbildungsmarkt verschleiert
DGB-Kurzanlyse der BA-Statistik für das Ausbildungsjahr 2016 (pdf)
http://www.dgb.de/themen/++co++895ec6f0-a1b3-11e6-b4af-525400e5a74a

09   Aufstand der Flüchtlingshelfer

Der bayerische Flüchtlingshelfer Raffael Sonnenschein hat die Schnauze voll von Hetze und Rechtspopulismus. Er möchte ein Bündnis auf die Beine stellen, das laut wird. Gegen Rassismus, für eine konstruktive Flüchtlingspolitik und für ein Deutschland mit freundlichem Gesicht.
http://www.kontextwochenzeitung.de/gesellschaft/291/aufstand-der-fluechtlingshelfer-3952.html

Literaturempfehlung!

Maren Rahmann, Dieter Braeg:
10   Erich-Mühsam-Text-und-­Lieder-Revue

Die Buchmacherei hat eine kleine, ansprechend gestaltete Broschüre mit Auszügen aus Schriften und Gedichten von Erich Mühsam herausgegeben. Maren Rahmann hat die Gedichte vertont – eine CD liegt der Broschüre bei. Dazwischen werden Text von Mühsam gelesen, die Auskunft geben über seinen Werdegang und die Gedichte sozusagen miteinander verbinden. Die Texte wurden von Maren Rahman und Dieter Braeg aus Mühsams Unpolitischen Erinnerungen zusammengestellt.
Bezug über: Die Buchmacherei, Postfach 613046, 10964 Berlin,

www.diebuchmacherei.de.

http://www.sozonline.de/2016/11/maren-rahmann-dieter-braeg-erich-muehsam-text-und-lieder-revue/?print=true


11   Termine


+++   Treffen wir uns zu folgendem Termin?!
DGB TG (DGB-Tarifgemeinschaft) verhandelt mit BAP (Bundesarbeitgeberverband der Personaldienstleister) und iGZ (Interessenverband deutsche Zeitarbeitsunternehmen) in Hamburg
Es geht um die Tarife für fast eine Million LeiharbeiterInnen in Deutschland

Der Verhandlungsort der DGB TG mit BAP/iGZ am 11. November in Hamburg ist das Marriot Hotel in der ABC-Straße 52. (U-Bahn Gänsemarkt)
Vorbesprechung um 10 Uhr, Start der Verhandlungsrunde ist um 11 Uhr

Und wir erinnern daran: Einiges spricht dafür, dass es die letzte Verhandlungsrunde sein könnte - siehe die Ausführungen im letzten Update zur Kampagne

http://www.labournet.de/politik/alltag/leiharbeit/leiharbeit-gw/offener-brief-equal-pay-fuer-leiharbeiterinnen-diskriminierende-tarifvertraege-ersatzlos-kuendigen/#aufruf

Einiges spricht dafür, dass es die letzte Verhandlungsrunde sein könnte...
Anmerkung:
Die Kollegen von der DGB-Tarifgemeinschaft werden sich sicher freuen, wenn viele GewerkschaftskollegInnen zum Hotel Marriot kommen, um sie zu unterstützen – oder konstruktive Kritik zu üben. Z.B. um zu fragen, warum sie Tarifabschlüsse tätigen, mit denen die LeiharbeiterInnen schlechter gestellt werden als durch die gesetzliche Regelung des gleichen Lohns für gleiche Arbeit gilt. (DW)


+++   Fr 11. November 2016, 19 Uhr / Vortrag + Diskussion / Haus Drei / 2,- bis 5,-

Frauen in der Revolution - Frauen im Exil
Für einen solchen Titel haben wir gemeinsam mit dem Haus Drei e.V. natürlich gleich drei spannende Frauen eingeladen. Huda Zein, ist Soziologin und Islamwissenschafterin am Orientalischen Institut in Köln. Sie spricht über die Rolle der Frau in der syrischen Revolution und im Exil. Imam Shaaban, ist Mitglied der Gruppe "Women in Exile" und unterstützt Frauen, die neu in Deutschland ankommen. Sie berichtet welche Erfahrungen sie dabei macht. Moderiert wird das an die Vorträge anschließende Gespräch von der Journalistin Kübra Gümüşay. Mehr Informationen hier.
Die Vorträge werden übrigens auf Arabisch oder Deutsch sein (mit jeweiliger Übersetzung)
http://www.w3-hamburg.de/frauen-der-revolution-frauen-im-exil-ns-fy-lthwr-ns-fy-lmgtrb


+++   Liebe Kolleginnen, liebe Kollegen,

es sind noch Plätzefrei - wer noch nicht angemeldet ist und gern dabei sein möchte, sollte dies bald tun.
Modernisierter Rechtsextremismus in Hamburg

Veränderungen in der rechten Szene und gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit
15. November 2016, 17:00 Uhr – 19:00 Uhr
. Gewerkschaftshaus Hamburg. DGB Jugendraum „Stütt un Stöön“
Für diese Veranstaltung haben wir Kay Seligmann als Redner gewinnen können. Er ist in der mobilen Beratung gegen Rechtsextremismus in Hamburg aktiv.
Bitte leitet die Einladung auch an alle interessierte Kolleginnen und Kollegen weiter.
Anmeldung unter:  ressort1.hamburg@verdi.de
Lieben Gruß. Kerstin Bock. Mitarbeiterin Ressort 1/Landesbezirksleitung. ver.di Landesbezirk Hamburg. Besenbinderhof 60



+++   Die Schattenseite der roten Tomate
Geflüchtete, Sans Papier, Migrant_innen und der Arbeitskampf
Die Veranstaltung thematisiert die Arbeits- und Lebensbedingungen sowie die sozialen Kämpfe von illegalisierten Landarbeiter_innen im landwirtschaftlichen Sektor Südeuropas.
Diskussion / Vortrag
Mit Mit Elettra Griesi, Uni Kassel und "Ghetto out - casa sankara", Francesco Bellizzi, Journalist, Roberto Tenace, Regisseur, Papa Latyr Faye, Präsident von "Ghetto out - casa sankara", Carmen Cruz Paredes, Sprecherin von "SOC/SAT" Almería, Spitou Mendy, Sprecher von "SOC/SAT" Almería
Donnerstag, 17.11.2016 | 19–21 Uhr
Jugendraum Gewerkschaftshaus Hamburg. Besenbinderhof 60
http://www.interventionistische-linke.org/termin/die-schattenseite-der-roten-tomate-gefluechtete-sans-papier-migrantinnen-und-der-arbeitskampf


+++   Einladung zur Aktionskonferenz-gegen-den-g20

Am 7. und 8. Juli 2017 soll in Hamburg der G20-Gipfel stattfinden. Die Regierungschefs und –chefinnen der 19 reichsten und mächtigsten Staaten der Erde, begleitet von 6.000 Delegationsmitgliedern, umschwärmt und dauerfotografiert von erwarteten 3.000 Journalist_innen und natürlich abgeriegelt und geschützt von einer Polizei- und Geheimdienstarmee von mindestens 10.000 Einsatzkräften. All dies soll mitten in Hamburg stattfinden: in den Messehallen, im Rathaus, in der Elbphilharmonie.
Aktionskonferenz Gegen den G20-Gipfel 2017 Hamburg 3./4. Dezember 2016

HAW (Hochschule für Angewandte Wissenschaften Hamburg). Alexanderstraße 1, 20099 Hamburg. Anfahrt: 15 min Fußweg von Hamburg-HBF oder U-Lohmühlenstraße (U1)
Infos: www.g20hamburg.org

Zur Konferenz laden ein:

• Gegenstrom/Ende Gelände Hamburg • Gruppe für den organisierten Widerspruch (Grow), Hamburg • Interventionistische Linke Hamburg • JXK Hamburg - Studierende Frauen aus Kurdistan • Netzwerk „Recht auf Stadt“ Hamburg • PPR – Projekt Revolutionäre Perspektive Hamburg • YXK Hamburg [7] – Verband der Studierenden aus Kurdistan • Recht auf Stadt - never mind the papers!


12   Blitzlicht ins Proletariat

Arbeiten auf Abruf

1.9 Millionen Menschen befinden sich in Arbeitsverhältnissen, die „Kakovaz“ bezeichnet werden. Dieses hässliche Abkürzel steht für „Kapazitätsorientierte variable Arbeitszeit“. Diese Menschen kommen auf Abruf in die Betriebe und müssen sie sofort wieder verlassen, wenn wenig zu tun ist. Man erklärt ihnen zynisch, dass sie in den unbezahlten „Urlaub“ geschickt werden.
Quelle: Dt. Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) – Junge Welt 27.9.2016



Erstellt: 31.10.2016 09:01 | Letzte Änderung: 31.10.2016 09:01

JFI 68-16 ++ Mittwoch ist Jour Fixe! ++ Kranke Arbeitswelt: Ausbeutung 4.0. Arbeit 4.0. Mehr Streß durch Digitalisier ung ++ Amazon kommt nach Dortmund! ++ Aus für Zumtobel: Sozialtarifvertrag

Jour Fixe Info68-16. 12. Jahrgang – 31.10.2016

Aktuelle Sammlung von - vor allem - gewerkschaftspolitischen Artikeln, Beiträgen und Fakten als Ergänzung zu den Veranstaltungen des „Jour Fixe“ in Hamburg


00   Arbeit 4.0: Digitalisierung sorgt für mehr Stress

01   Mehrbelastung durch Arbeit
02   Ausbeutung 4.0 – Kapitalismus im Kopf
03   Aktionstag gegen Arbeitsunrecht am Freitag, 13.1.
04   Systematischer Streikbruch durch Charité Facility Management an zweitem Warnstreiktag
05   Amazon kommt nach Dortmund – ist das gut? Ja, aber!
06   Nach fast acht Wochen Streik: Mitarbeiter von Zumtobel stimmen für einen Sozialtarifvertrag
07   Diskussion nach Streikkonferenz III: Wie stärker werden? Bessere Tarifarbeit durch Tarifleitlinien
08   Druck auf Betriebsräte: Tarifverträge sollen umgangen werden
09   "Wer? Wie lange? Wie oft?" Jobcenter befragt Schwangere nach ihren Sexualkontakten
10   Wieder mehr junge Menschen im HARTZ-IV-System
11   Sieg auf Zeit. Über den Kampf der HafenarbeiterInnen in Koper
12   "Expertengewalt“: Bericht aus dem Soziallabor Griechenland
13   Termine
14   Blitzlicht ins Proletariat

ERINNERUNG!
Einladung zum 146. Jour Fixe am 2.11.2016 um 18 Uhr 30 im Curiohaus, (Hofdurchgang), Rothenbaumchaussee 15
KRANKE ARBEITSWELT
Referent:
Dr. Wolfgang Hien (Arbeitsmediziner), Bremen, Leiter des Forschungsbüros für Arbeit, Gesundheit und Biographie.


Zumindest die nächsten drei Artikel können auch als Vorbereitung für das Jour Fixe mit Wolfgang Hien gelesen werden!


00   Arbeit 4.0: Digitalisierung sorgt für mehr Stress
"Das Ergebnis ist eindeutig: Fast die Hälfte aller Beschäftigten hat durch die Digitalisierung der Arbeitswelt eine höhere Arbeitsbelastung, bei nicht einmal jedem zehnten Beschäftigten hat die Belastung
abgenommen. Das zeigt die aktuelle Ausgabe von "DGB-Index Gute Arbeit kompakt"..." DGB-Meldung vom 5.9.2016 zum DGB-Index Kompakt 2016-04
http://www.dgb.de/themen/++co++131e04dc-7338-11e6-a7c4-525400e5a74a


01   Mehrbelastung durch Arbeit 4.0:

Die Auswirkungen der Digitalisierung aus Beschäftigtensicht
"... Die Zahlen, die wir in der Ausgabe 04/2016 von "Kompakt" präsentieren, sind erste Ergebnisse der Befragung zum DGB-Index Gute Arbeit 2016. In diesem Jahr wurden knapp 10.000 abhängig
Beschäftigte zu ihren Arbeitsbedingungen interviewt. Der Schwerpunkt der diesjährigen Umfrage befasst sich mit dem Thema Digitalisierung der Arbeitswelt. Umfangreiche Ergebnisse zur Entwicklung der
Arbeitsqualität in Deutschland und den Auswirkungen der Digitalisierung werden im November 2016 im Jahresreport des DGB-Index Gute Arbeit berichtet." Download des DGB-Index Kompakt 2016-04
Digitalisierung Belastung

http://index-gute-arbeit.dgb.de/++co++c0f00b34-702a-11e6-bc79-525400e5a74a

02   Ausbeutung 4.0 – Kapitalismus im Kopf

Über die Arbeitswelt 4.0 wird zurzeit viel gesprochen und geschrieben. Dass diese mit einer Ausbeutung 4.0. korrespondiert, wird dabei meistens verschwiegen. Reden wir also ein wenig über die Schattenseiten
der schönen, neuen Arbeitswelt – nicht ohne einen kurzen Rückblick auf die Ausbeutungsstrukturen vorangegangener Kapitalismusformen zu werfen.
http://www.carta.info/78603/ausbeutung-4-0-kapitalismus-im-kopf/

03   Aufruf von aktion./.arbeitsunrecht:

Jetzt schlägt's 13! | Skrupellose Unternehmen gesucht
Liebe Leserinnen und Leser,
wir bereiten einen Aktionstag gegen skrupellose Unternehmen und Union Buster am 13. Januar 2017 vor. Unser Aufruf Skandalfälle zu nennen läuft nur noch bis nächsten Montag, den 31.10.2016. Welches
Unternehmen ist Ihnen besonders übel aufgefallen? Wir freuen uns hier auf Ihre Meldung:
https://arbeitsunrecht.de/schwarzer-freitag-was-sind-deutsche-horror-jobs/ .
Als mögliche Kandidaten sind bisher unter anderem benannt:
Ranstad Zeitarbeit
Median-Kliniken GmbH
OBI Baumärkte
Real SB Warenhaus GmbH
Drogeriemarkt-Kette Rossman
Haben Sie persönlichen Kontakt zu Beschäftigten dieser Firmen? Dann machen Sie diese bitte auf die Nominierung ihrer Unternehmen und die Möglichkeit der Kontaktaufnahme mit uns aufmerksam. Gespräche
oder Mails im Rahmen tiefergehender Recherchen werden selbstverständlich so behandelt, dass Beschäftigten daraus keine Nachteile entstehen.  Mit freundlichen Grüßen
Jessica Reisner
Über uns: http://aktion.arbeitsunrecht.de/

04   Systematischer Streikbruch durch Charité Facility Management an zweitem Warnstreiktag

ver.di geht von Einsatz von Scheinwerkverträgen aus "... Am heutigen Freitag, dem 21.Oktober 2016 ruft die Gewerkschaft ver.di zu einem zweiten ganztägigen Warnstreik bei der Charité Facility
Management
auf. ver.di muss dabei feststellen, dass es durch die CFM systematisch zu Streikbruchmaßnahmen kommt. ver.di geht dabei vom Einsatz von Scheinwerkvertragskonstruktionen aus. Bereits seit einigen
Monaten wurden durch die CFM systematisch Leiharbeitskräfte als Werkvertragsnehmer umetikettiert. Dies führt dazu, dass z.T. dieselben Personen auf denselben Arbeitsplätzen von einem Tag auf den
anderen von der CFM nicht mehr als Leiharbeiter, sondern als Werkvertragsnehmer geführt werden. Anlass für dieses Vorgehen ist nach Ansicht von ver.di, dass die meisten Leiharbeitsfirmen an einen
Tarifvertrag mit der DGB-Tarifgemeinschaft gebunden sind, der den Einsatz von Leiharbeitern in bestreikten Betrieben untersagt. Insbesondere Leiharbeiter der Firmen Promedis 24 und Allzeit Personal
firmieren nun formal als Werkvertragsnehmer. Darüber hinaus wird der Transport von Medizinprodukten beinahe vollständig an die Logistikfirma GO-Logistik vergeben. (...) Es liegt hier der Verdacht nahe,
dass die Umettiketierung von Leiharbeitern zu Werkvertragsnehmern mit dem Ziel betrieben wurde, Streikbruch zu organisieren. Dafür wurde scheinbar ein extra Unternehmen
gegründet [RC Berlin Personalservice]..."
ver.di-Berlin-Pressemitteilung vom 24. Oktober 2016
https://bb.verdi.de/presse/pressemitteilungen/++co++6db148fa-99d0-11e6-954a-525400a933ef

05   Amazon kommt nach Dortmund – ist das gut? Ja, aber!

"An das neue Logistik-Zentrum von Amazon sind in Dortmund große Hoffnungen geknüpft. Alle erwarten, dass ein spürbarer Beitrag geleistet wird, die hohe Arbeitslosigkeit in Dortmund und in der Region
zu senken. Bei der geplanten Ansiedlung von Amazon sollen 27 Millionen Euro investiert werden und 2.000 Arbeitsplätze entstehen... Der Dortmunder Oberbürgermeister Ulrich Sierau sagt, „Faire Löhne
für Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen spielen eine wichtige Rolle“ und Thomas Westphal von der Dortmunder Wirtschaftsförderung meint: „Vor allem bedeutet es , Arbeit für alle‘, denn durch Amazon
ergeben sich neue Jobs für hochqualifizierte, aber auch für geringqualifizierte Menschen.“ Mehr:
http://gewerkschaftsforum-do.de/amazon-kommt-nach-dortmund-ist-das-gut-ja-aber/
Anmerkung:
Amazon in Dortmund, das bringt 1.000 oder 2.000 neue Arbeitsplätze, man weiß es noch nicht. Versprochen werden auch „wettbewerbsfähige“ Löhne – was mag das wohl sein!? Jedenfalls sind das keine
tariflichen Löhne, um diese kämpfen die KollegInnen von sieben Amazon-Standorten, seit drei Jahren!
Aber die Frage muß auch gestellt werden: Wieviel Arbeitsplätze im Einzelhandel, nicht in Dortmund aber in ganz Deutschland, werden durch diese 1.000 oder 2.000 neuen Arbeitsplätze vernichtet?! Wäre dies
nicht eine Aufgabe für eine Master-Arbeit? Im Auftrage der Rosa-Luxemburg Stiftung. (DW)

06   Nach fast acht Wochen Streik:

Die Usinger Mitarbeiter des Leuchtenherstellers Zumtobel stimmen für einen Sozialtarifvertrag
Der Standort wird nach einem harten Arbeitskampf geschlossen.
"Das war einer der längsten Arbeitskämpfe, die Hessen je erlebt hat“, bilanziert Michael Erhardt, Erster Bevollmächtigter der IG Metall Frankfurt. Und es war auch einer der härtesten. Fast acht Wochen
lang haben die Beschäftigten des Leuchtenherstellers Zumtobel ihr Werk in Usingen bestreikt. „Wir haben 24 Stunden das Werkstor bewacht“, schildert Mitarbeiter Mario Weide – aus Angst, das
Unternehmen könnte Maschinen abtransportieren.
http://www.fr-online.de/rhein-main/usingen-sozialplan-bei-zumtobel-steht,1472796,34891842.html
Anmerkung:
Kolleginnen und Kollegen aus Usingen (Hochtaunuskreis) waren vor vier Wochen mit einer Delegation zur Streikkonferenz nach Frankfurt/M gekommen, waren auf einem Plenum stürmisch gefeiert worden
und hatten in mehreren Arbeitsgruppen über ihren Streik berichtet. Ihre Arbeitsplätze konnten sie nicht retten, nur etwas bessere Bedingungen bei den Abfindungen herausholen. Vielleicht hätten sie den
Eigentümer zwingen können, an einen Interessenten zu verkaufen wenn mehr Solidarität aus anderen Betrieben und von UnterstützerInnen da gewesen wäre? Wir beabsichtigen, weitere Einschätzungen
zum Streik zu bringen. Stimmen von UnterstützerInnen, die direkt mit den Streikenden in Kontakt waren. (DW)
http://www.labournet.de/politik/gw/tarifpolitik/tarifdebatte/wie-staerker-werden-bessere-tarifarbeit-durch-tarifleitlinien/

07   Wie stärker werden? Bessere Tarifarbeit durch Tarifleitlinien

"Die Streikkonferenzen in Stuttgart, Hannover und jetzt in Frankfurt haben ein Ziel und eine vorrangige Methode. Diese von der Rosa-Luxemburg-Stiftung in Zusammenarbeit mit einer Reihe von
gewerkschaftlichen Gliederungen der IGM, GEW, NGG und ver.di durchgeführten Tagungen wollen zu einer Erneuerung der gewerkschaftlichen Arbeit von ›unten‹ beitragen und zu einer offensiveren,
basisnäheren und kämpferischen Tarifarbeit führen. ." Artikel von Günter Busch, erschienen in express, Zeitung für sozialistische Betriebs- und Gewerkschaftsarbeit, Ausgabe 10/2016
http://www.labournet.de/?p=106242
Siehe im LabourNet Germany die Konferenzen “Erneuerung durch Streik”
http://www.labournet.de/?p=28336

08   »Tarifverträge sollen umgangen werden«

Gesundheitskonzern Median übt Druck auf Betriebsräte aus. Doch die stehen nicht allein: Andere Arbeitervertretungen solidarisieren sich.
Gespräch mit Martin Schwärzel, Vorsitzender des Konzernbetriebsrates der Asklepios Kliniken GmbH
https://www.jungewelt.de/2016/10-27/005.php

09   "Wer? Wie lange? Wie oft?" Jobcenter befragt Schwangere unter Strafandrohung nach ihren Sexualkontakten. So will es den Kindesvater ausfindig machen
Fragebogen wird nach Protest zurückgezogen
https://www.neues-deutschland.de/artikel/1029928.jobcenter-fragt-schwangere-mit-wem-hatten-sie-sex.html
Siehe Hintergründe im Beitrag
http://www.labournet.de/?p=106145

10   Wieder mehr junge Menschen im HARTZ-IV-System

In Deutschland ist die Zahl der HARTZ-IV-Empfänger zwischen 15 und 24 Jahren von 2014 zu 2015 erstmals seit Jahren wieder gestiegen. Der DGB spricht von einer Verfestigung von Armutslagen im
Hinterhof unserer Wohlstandsgesellschaft.
http://gewerkschaftsforum-do.de/wieder-mehr-junge-menschen-im-hartz-iv-system-die-im-dunkeln-sieht-man-nicht/

Slowenien:  Kampf gegen Privatisierung
11   Sieg auf Zeit. Über den Kampf der HafenarbeiterInnen in Koper

"Koper, im Golf von Triest gelegen, ist die einzige Seehafenstadt Sloweniens an dessen 47 Kilometer langer Adriaküste. Die Luka Koper AG als Betreiber des Hafens ist eine Aktiengesellschaft, deren
Mehrheitseigentümer der Slowenische Staat ist. Gegen den wachsenden Privatisierungsdruck und eine mögliche Übernahme durch die deutsche und österreichische Bahn wehrt sich – bislang erfolgreich –
eine syndikalistisch orientierte Gewerkschaft gemeinsam mit der örtlichen Bevölkerung..." Artikel von Anna Leder, erschienen in express, Zeitung für sozialistische Betriebs- und Gewerkschaftsarbeit,
Ausgabe 10/2016

http://www.labournet.de/?p=106236
Dazu:
Ein gut recherchierter Artikel aus wildcat:

http://wildcat-www.de/wildcat/100/w100_koper.html

12   "Expertengewalt“: Bericht aus dem Soziallabor Griechenland

Griechische Sozialklinik: Konkrete Solidarität und Selbsthilfe
http://gskk.eu/?p=3059

13   Termine:

Hamburg, 1.-5.11.

Aktionswoche zum internationalen Welt-Kobanê-Tag
Weitere Infos unter
hamburg4kurdistan.blackblogs.org

1.11.2016 um 18 Uhr

Kundgebung vor dem türkischen Generalkonsulat
Gegen die türkische Kriegspolitik in Rojava und Nord-Kurdistan |Bakur|
Tesdorpfstrasse 18, 20148 Hamburg (Dammtor)

2.11.2016 um 19 Uhr

Informations- und Diskussionsveranstaltung
Der kurdische Kampf um Selbstbestimmung mit Yavuz Fersoglu  (Bundesvorstandsmitglied von NAV-DEM)
Kulturwerkstatt Harburg Kanalplatz 6, 21079 Hamburg

4.11.2016 um 18.30 Uhr

Perspektiven der kurdischen Bewegung mit:
Salih Muslim , Co-Vorsitzender der PYD
Faysal Sarıyıldız , Abgeordneter der HDP und Zeitzeuge der Massaker des türkischen Regimes in Cizîr (Cizre)
Eine Veranstaltung in Kooperation mit der Rosa Luxemburg Stiftung Hamburg und NAV-DEM
Universität Hamburg, Hörsaal A/ESA 1, Edmund-Siemers-Allee 1, 20146 Hamburg

5.11.2016 um 14 Uhr

Demonstration: Es lebe Rojava! Die Alternative lebt!
Auftakt: Gänsemarkt/Hamburg

5.11.2016 um 20.30 Uhr

Kobanê Solidaritätskonzert mit:
SERHADO | hiphopa kurdî | SPEZIAL-K | PUNKRAP | CELOVIZ |hiphopa kurdî | KOMA RENGÊ NÛ | Folklore/ Jazz |
Einlass 19:30 Uhr Beginn 20:30 Uhr. Eintritt: 5,-
Wo:  Rote Flora – Achidi-John-Platz 1 (Schulterblatt 71)


Nancy Torrealba

Mit 15 Jahren fing sie an zu singen, vor allem Lieder von Violeta Parra und ihr Vermächtnis. Diese Grundlagen in der Folklore ermöglichen Nancy Torrealba zu ihren eigenen Kompositionen zu gelangen und so ihre
eigene soziale Wirklichkeit wiederzugeben, mit der Einbettung populärer Persönlichkeiten. 35 Jahre künstlerischer Laufbahn, in denen die Gitarre das Medium zur Meinungsäußerung wird, die Chronik entsteht, in
der die Geschichte wiedererzählt wird. Sie demontiert Lieder, um eine ironische Kritik an althergebrachte Texte zu machen.
12. November. 18:00 Uhr.  Thedestr. 99  (AGIJ Altona /S Bahn Holstenstr.)
Eintritt 5 Euro
Veranstalter: Voz Latin. Grupo Mujeres Latinamericas. Agij.
vozlatina@web.de

Lateinamerika-Tage in Hamburg
13 Veranstaltungen bis 25.11.
Darunter am 3.11.:
Kolumbien: Frieden nach 60 Jahren Krieg? Mit Gloria ala und Erik Arellana.
Ort: Seminarraum W 3, Nernstweg 32, Altona
www.lateinamerika-tage.de

Empfehlung TV: "Arte Highlight"
Film: Rechenschaft bei Arte am 18.11. um 20 Uhr 15.
"Unsere Arbeitswelt läßt uns unsichtbar werden". Von Isabelle Adjani


14   Blitzlicht ins Proletariat

Weiter große Ungleichheit zwischen Ost und West

26 Jahre nach der „Wiedervereinigung“ liegt das Lohnniveau in Ostdeutschland immer noch deutlich hinter dem in Westdeutschland. Ein sozialversicherungpflichtiger Vollzeitbeschäftigter im Osten verdient im Schnitt
monatlich 2.449 Euro brutto, der im Westen 3.218 Euro. Der im Osten bekommt also 24% weniger als der im Westen. Gemessen an der Niedriglohnschwelle von 2.056 Euro bundesweit mussten 36% die ostdeutschen Vollzeitbeschäftigten Ende 2015 mit einem Niedriglohn leben, im Westen „nur“ knapp 17%. Auch das erzwungene Pendeln der Ostdeutschen in den Westen nimmt nicht ab, sondern ist sogar angestiegen. 2015 waren
es 398.384 Beschäftigte, 1999 noch 307.907. Umgekehrt kamen aus dem Westen 2015 nur 134.520 Beschäftigte zur Arbeit nach Ostdeutschland.

Quelle: Bundesagentur für Arbeit – Junge Welt 4.10.2016




Erstellt: 27.10.2016 00:15 | Letzte Änderung: 27.10.2016 00:15

JFI 67-16 ++ Wieder Streik an der Charité (CFM) ++ Eine Bahn-Kollegin berichtet ++ IGM begrüßt Gesetz z ur Leiharbeit! ++


Jour Fixe Info67-16. 12. Jahrgang – 27.10.2016

Aktuelle Sammlung von - vor allem - gewerkschaftspolitischen Artikeln, Beiträgen und Fakten als Ergänzung zu den Veranstaltungen des „Jour Fixe“ in Hamburg


ERINNERUNG!
Einladung zum 146. Jour Fixe am 2.11.2016 um 18 Uhr 30 im Curiohaus, (Hofdurchgang), Rothenbaumchaussee 15
KRANKE ARBEITSWELT
Referent:
Dr. Wolfgang Hien (Arbeitsmediziner), Bremen, Leiter des Forschungsbüros für Arbeit, Gesundheit und Biographie.

00   An der Charité (CFM) wird wieder gestreikt

01   Eine Bahn-Kollegin berichtet
02   IGM begrüßt Gesetz zur Leiharbeit! Kommentar von Kuddel (Chef Duzen)

03   Jeder Fünfte hat innerlich gekündigt

04   Armut kann tödlich sein

05   Mythen und Fakten zur Rentenpolitik

06   Sozialstaat 4.0: Sicher, gerecht, selbstbestimmt?

07   1956: Kampf um Lohnfortzahlung. Lehrstück des Klassenkampfs

08   Die acht von goodyear vor Gericht: 10.000 UnterstützerInnen dabei!

09   Fraport übernimmt 14 griechische Flughäfen: Ihr seid Eroberer!

10   Reisebericht von Wolfgang Schaumberg:
„Menschen in China, Alltagserfahrungen…“

11   Wahlkampf in USA: Drei interessante Beiträge!

12   Interview mit Assad

13   Argentinien/BRD. "Geschenk des Himmels - wie Daimler-Benz Nazigold waschen durfte"

14   Termine

15   Blitzlicht ins Proletariat

00   ver.di Warnstreik an der Charité Facility Management (CFM)
"Am heutigen Donnerstag, dem 20. Oktober 2016 hat die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) die Beschäftigten der Charité Facility Management (CFM) zum Warnstreik aufgerufen. Ziel des Warnstreiks ist es, in den Tarifverhandlungen zwischen ver.di und der CFM die Geschäftsführung zur Vorlage eines verhandlungsfähigen Angebots zu bewegen. ver.di fordert für die 2200 Beschäftigten Lohnsteigerungen und sichere Arbeitsverhältnisse durch die Anwendung des Tarifvertrages der Charité auch auf das Tochterunternehmen. Der nächste Verhandlungstermin ist für den 3. November 2016 angesetzt..." Meldung der ver.di Betriebsgruppe Charité vom 20.10.2016 http://gesundheit-soziales-bb.verdi.de/themen/nachrichten/++co++ceb5ba4e-96bc-11e6-a2af-525400ed87ba
Siehe auch Infos bei den ver.di-Vertrauensleuten bei CFM
http://www.verdi-cfm.com/

01   Wahrheiten über die Bahn: Das Geheimnis der falschen Wagenreihung
"... Mitarbeiterin Reisezentrum, Großstadt: "Mein Arbeitstag fängt um 6.50 Uhr an, zehn Minuten bevor ich den ersten Kunden empfange. In den zehn Minuten soll ich: die Uniform anlegen, die Kasse checken, Belege prüfen, den Rechner hochfahren, schriftliche Anträge durchschauen. Vor allem soll ich gucken, welche Strecken gesperrt sind.." (...) Schon dieses kleine Beispiel zeigt: Die Wahrheit über die Bahn erfährt man wohl am besten nicht von den Managern, sondern von den Mitarbeitern. Wir haben mit Dutzenden gesprochen und lassen sie in diesem Dossier zu Wort kommen. Und wir haben eine Probefahrt gemacht. Einmal durch Deutschland, von Nord nach Süd..." Zeit online mit vielen Erfahrungsberichten der Bahnbeschäftigten
http://www.zeit.de/2016/41/deutsche-bahn-verspaetung-wagenreihungen-mysterien/komplettansicht

02 "IG Metall begrüßt Gesetz zu Leiharbeit und Werkverträgen"
"Die IG Metall hat die Verabschiedung des Gesetzes zu Leiharbeit und Werkverträgen durch den Deutschen Bundestag begrüßt. (...) Beim Einsatz von Leiharbeit enthalte das Gesetz einige konkrete Verbesserungen, vor allem werde der weit verbreiteten Praxis des beliebigen Statuswechsels zwischen (Schein-)Werkvertrag und Leiharbeit ein wirksamer Riegel vorgeschoben. Dies sei ein wichtiger Schritt in Richtung einer besseren Ordnung am Arbeitsmarkt. .. " Pressemitteilung vom 21.10.2016
https://www.igmetall.de/pressemitteilungen-2016-23952.htm

Anmerkung:
Wen wundert es, daß die IGM das Gesetz zu Leiharbeit und Werkverträgen begrüßt?! Wenn es um elementare Interessen des Kapitals geht, muß der Sozialpartner IGM funktionieren, was heißt, für die die Verfestigung von Leiharbeit und Werkverträgen zu sorgen. Da ist dann die geeignete Wortwahl gefragt: „Leiharbeit fair gestalten“. Wer nicht begreift, daß auch die IGM (Vorstand und Teile des Apparates) Partner des Kapitals (und nicht der Mitglieder!) sind – der wird sich -immer wieder- wundern. (DW)

Dazu: Kommentar von Kuddel (Chef Duzen):
Leihkeule TV: Erfahrungen mit Sklavenhändlern
"Bei den beschriebenen Geschichten handelt es sich um keine skandalösen Einzelfälle, es ist der stinknormale Alltag in dieser Branche. Gegen jegliches Schönreden der Leiharbeit." Interviews mit Leiharbeitern im Video von Leihkeule TV vom September 2016 bei youtube
https://www.youtube.com/watch?v=lOD3equWhPs

Süddeutsche Zeitung schlauer als IGM!:

"Leiharbeit kann auch mit neuem Gesetz missbraucht werden"
http://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/arbeitsrecht-leiharbeit-kann-auch-mit-neuem-gesetz-weiter-missbraucht-werden-1.3214440
Anmerkung:
Die Süddeutsche ist natürlich nicht als ein bürgerliches Medium nicht schlauer als die IGM. Die IGM nimmt nur die Interessen des Kapitals wahr. Und die Süddeutsche, als schlaues Kapitalsorgan, benennt die Wirklichkeit. (DW)

03 Jeder Fünfte hat innerlich gekündigt

(Und wohl jede Fünfte auch?!)
"... Jeder fünfte Beschäftigte interessiert sich nicht mehr für seinen Job und tut nur noch das Nötigste. Diese Schätzungen über das Ausmaß der »inneren Kündigung« in der Bundesrepublik sind das Ergebnis einer Studie der Initiative Gesundheit und Arbeit, die von Unfallversicherung und Krankenkassen getragen wird. Für die betroffenen Beschäftigten kann innere Kündigung erhebliche gesundheitliche Folgen haben, etwa Depressionen, Sucht- und Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Darüber hinaus kann sich die innere Kündigung einzelner Mitarbeiter negativ auf die übrige Belegschaft auswirken: Soziale Beziehungen verschlechtern sich, es kommt zu Mehrarbeit für Kollegen und Unzufriedenheit bei anderen Mitarbeitern. (...)“
https://www.neues-deutschland.de/artikel/1029658.jeder-fuenfte-hat-innerlich-gekuendigt.html
Der iga.Report 33 von Nicole Scheibner, Julia Hapkemeyer und Linda Banko unter Mitarbeit von Jens Hupfeld und Hanka Bendig vom September 2016 (pdf) ist als kostenloser Download verfügbar

https://www.iga-info.de/fileadmin/redakteur/Veroeffentlichungen/iga_Reporte/Dokumente/iga-Report_33_Engagement_erhalten_innere_Kuendigung_vermeiden.pdf

04 Armut kann tödlich sein

Wer wenig Geld hat, lebt viele Jahre kürzer als andere Menschen. Wieso nimmt die Gesellschaft das hin? Mehr:
https://www.freitag.de/autoren/der-freitag/armut-kann-toedlich-sein
Anmerkung:
Früher hieß es: Weil du arm bist, mußt du früher sterben. Siehe Film dazu von 1956 mit Bernhard Wicki. (DW)
https://de.wikipedia.org/wiki/Weil_du_arm_bist,_mu%C3%9Ft_du_fr%C3%BCher_sterben


05 «Alte kassieren! Junge zahlen nur drauf!»

Mythen und Fakten zur Rentenpolitik
"... Wenn es um die Bevölkerungsentwicklung geht, beherrschen Katastrophenszenarien die Diskussion: In vielen ärmeren Ländern des Südens drohe eine «Bevölkerungsexplosion», heißt es dann. Damit ist gemeint, dass dort zu viele Menschen leben, die zu viele Kinder bekommen. Das Gegenteil in europäischen Ländern: Hier würden zu wenig Kinder geboren, weswegen eine «demographische Zeitbombe» ticke. .. Im Klartext: Per saldo sinkt der Lohn. Länger arbeiten, weniger Rente, weniger Lohn – all das stellen Politik und ExpertInnen gern als zwangsläufige Folge der sinkenden Geburtenrate dar. An diesem Sachzwang sollen wir auch noch selbst schuld sein – wir haben zu wenige Kinder gezeugt und geboren. Dabei stimmt beides nicht. Das Rentenproblem ist kein biologisches, sondern ein ökonomisches und politisches. Und daher geht es nicht um Sachzwänge, sondern um Verteilungsfragen."
http://www.rosalux.de/publication/40003/alte-kassieren-junge-zahlen-nur-drauf.html
Die Untersuchung von Sabine Reiner (pdf) gibt es bei der Rosa Luxemburg Stiftung als kostenlosen Download

http://www.rosalux.de/fileadmin/rls_uploads/pdfs/Argumente/lux_argu_7_Rentenpolitik.pdf

06   Sicher, gerecht, selbstbestimmt

Sozialstaat 4.0: Interview mit Jörg Hofmann
Gesellschaft und Arbeitswelt verändern sich immer schneller. Damit niemand auf der Strecke bleibt, braucht es einen Sozialstaat, der mit dem Wandel Schritt hält. Im Interview erklärt Jörg Hofmann, Erster Vorsitzender der IG Metall, was sich ändern muss.
https://www.igmetall.de/interview-mit-joerg-hofmann-23701.htm
Anmerkung:
Die Forderungen mit denen Jörg Hofmann den Sozialstaat 4.0 anstrebt sind zu unterstützen! Doch wie will er das erreichen? Durch Sozialpartnerschaft mit Kapital und Nationalpartnerschaft mit dem Staat? Um auch nur einige Schritte voranzukommen beim Weg zum Sozialstaat 4.0, müßten sich die DGB-Gewerkschaften von der Ideologie der Sozialpartnerschaft verabschieden und die Realität, daß Kapital und Staat Gegner sind, anerkennen und mit einer Klassenkampfstrategie auf die Angriffe von Kapital und Staat antworten. (DW)

07   Lehrstück des Klassenkampfs

Für die Gleichbehandlung mit den Angestellten: Vor 60 Jahren erstreikten Arbeiter in Schleswig-Holstein die Lohnfortzahlung im Krankheitsfall
http://www.jungewelt.de/2016/10-25/002.php
Anmerkung:
Leider fehlt die Analyse, warum die IGM den Streik begonnen hat! Recht korrekt schildert der IGM-Funktionär Volker Hermsdorf das Verhalten der IGM-Führung, wodurch nur ein Teilerfolg erreicht wurde: Die Kraft der Streikenden und die bundesweite Unterstützung wurde aus sozialpartnerschaftlicher Rücksichtnahme nicht für einen vollen Erfolg ausgenutzt! Es bedurfte vier Urabstimmungen, bis die IGM-Führung nach 114 Tagen den Streik beenden konnte. Auch in der vierten Urabstimmung waren noch 57.6 Prozent der KollegInnen gegen die Beendigung des Streiks! (DW)

08    Frankreich

Die „Acht von Goodyear“ mussten wieder vor Gericht antanzen. 5.000 bis 10.000 Protestierende waren dabei
"Aus dem See in der weiträumigen Parkanlage und den nahe gelegenen Kanälen steigt ein eiskalter Nebel auf. Doch an diesem Mittwoch Morgen hält dies Tausende von Menschen nicht davon ab, sich im Parc Saint-André im nordfranzösischen Amiens zu versammeln, in der kalten Luft von Kampfgeist zeugende Lieder anzustimmen und Parolen zu rufen. In kleinen Gruppen ziehen die Versammelten  zwischen dem einige Hundert Meter entfernten Gerichtsgebäude und dem Park hin und her, ihre Fahnen wehen im Wind und trotzen dem mehrmals niederprasselnden Regen. Vor dem Gerichtsgebäude selbst verweist ein Ordnerdienst, maßgeblich durch die CGT gebildet, die Leute auf die Kundgebung im Park: Es ist Teil der Abmachungen mit den örtlichen Behörden und v.a. dem Rathaus von Amiens, dass es doch bitte nicht zu Chaos vor dem Gerichtssaal kommen soll.“ Mehr:
http://www.labournet.de/wp-content/uploads/2016/10/bs_amiens211016.pdf

09 Griechenland

Deutscher Flughafenbetreiber in Griechenland. "Sie sind Eroberer, keine Investoren"
Die Frankfurter Firma Fraport übernimmt die Kontrolle über 14 griechische Flughäfen - sehr zur Empörung der Luftfahrt-Gewerkschaft. Sie stellt sich mit aller Macht gegen die vermeintlichen Invasoren.

Von Giorgos Christides
http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/griechenland-flughafenbetreiber-fraport-stoesst-auf-widerstand-a-1117609.html
 
10 China
Menschen in China, Alltagserfahrungen…
Reisebericht  „Menschen in China, Alltagserfahrungen…“ von Wolfgang Schaumberg
Der langjährige oppositionelle Opel-Betriebsrat, LabourNet-Vereinsvorsitzender und Forum Arbeitswelten-Aktivist schildert Eindrücke aus seiner eben beendeten China-Reise. Er berichtet von einer Reise, die unter anderem auch dazu dienen sollte, im Rahmen eines Forum Arbeitswelten-Projektes Kontakte zu Beschäftigten deutscher Unternehmen zu suchen…
http://www.labournet.de/internationales/china/lebensbedingungen-china/notizen-aus-dem-chinesischen-alltag-ein-reisebericht/

11 USA

Trump zerstört alte und schafft neue US-Legende
Trump hat das amerikanische Narrativ verschoben: Von einem Land, das sich an der Verfassung orientiert - hin zu einem Heimatland der Weißen. Das wird es ihm unmöglich machen, eine Wahlniederlage einzuräumen.
Deshalb ist es auch kaum vorstellbar, dass seine Anhänger nach der Wahl einfach von der Bildfläche verschwinden. Selbst wenn Trump die Rolle als Führungsfigur ablehnt - seine Bewegung, die Amerika neu definieren will, wird fortbestehen.
Die Geschichte hat gezeigt, dass die Veränderung eines nationalen Mythos eine extrem schwierige und oft blutige Angelegenheit ist. Dies wird das wahre Erbe von Trump sein. Und es mit anzusehen, dürfte furchtbar werden
http://www.spiegel.de/politik/ausland/us-wahl-wie-donald-trump-amerikas-mythos-zerstoert-a-1117339.html

Clinton heißt Krieg gegen Syrien und Rußland

http://www.spiegel.de/politik/deutschland/was-fuer-donald-trump-spricht-kommentar-a-1117476.html

Clinton in den vergangenen 20 Jahren als Kriegstreiberin

http://www1.wdr.de/daserste/monitor/sendungen/hillary-clinton-146.html
(Monitor vom 20.10.16, sieben Minuten)

12 Syrien

Interview am 18.10. mit Assad (7 Minuten)
Mit einer klaren Aussage von Michael Lüders

http://www1.wdr.de/daserste/monitor/sendungen/syrien-134.html

13 Argentinien/BRD

Film von Gaby Weber:
"Ein Geschenk des Himmels - wie Daimler-Benz Nazigold waschen durfte"

Der Mythos sagt, dass wir unseren Wiederaufbau Ludwig Erhard verdanken, dem Wirtschaftsminister Adenauers und späteren Bundeskanzler. Doch die Realität ist eine andere: Danach verdanken wir unser Wirtschaftswunder einem ganz anderen Mann: dem Argentinier Jorge Antonio, rechte Hand des damaligen Präsidenten Perón und Wäscher “unseres” Nazigoldes. Unter Erhards Regie und mit ausdrücklicher Erlaubnis der USA wuschen er und Daimler-Benz ab 1949 im grossen Stil das während des Zweiten Weltkrieges in der Schweiz versteckte Kapital.
Neuer Film von Gaby Weber bei youtube
https://youtu.be/MibJl-moB1Q

14 Termine

+++ Einladung zu der RLS-Veranstaltungsreihe: Die Verstrickungen EUropas in Flucht und Migration

EU Grenzregime und Widerstand im Mittelmeerraum
Di. 8.11. | 19:30 | Diskussion mit Aktivist*innen des Watch the Med-Alarmphones
Hat die EU eine Integrationsstrategie für die neuen Migrant*innen?
Do. 17.11. | 19:30 | Diskussion mit Mitarbeiter*innen der Bundesagentur für Arbeit
Waffenexporte und Grenzaufrüstung
Do. 8.12. | 19:30 | Diskussion mit Jan van Aken, Außenpolitischer Sprecher der
Linksfraktion im Bundestag und Dr. Ulrike Borchardt, Politikwissenschaftlerin im
Arbeitsbereich Kriegsursachenforschung Uni Hamburg
Veranstaltungsort jeweils: W3, Nernstweg 32-34, Hamburg-Altona

+++ Verhandlungstermin:

DGB TG (DGB-Tarifgemeinschaft) verhandelt mit BAP (Bundesarbeitgeberverband der Personaldienstleister) und iGZ (Interessenverband deutsche Zeitarbeitsunternehmen) in Hamburg
Es geht um die Tarife für fast eine Million LeiharbeiterInnen in Deutschland

Der Verhandlungsort der DGB TG mit BAP/iGZ am 11. November in Hamburg ist das Marriot Hotel in der ABC-Straße 52. (U-Bahn Gänsemarkt)
Vorbesprechung um 10 Uhr, Start der Verhandlungsrunde ist um 11 Uhr
Und wir erinnern daran: Einiges spricht dafür, dass es die letzte Verhandlungsrunde sein könnte - siehe die Ausführungen im letzten Update zur Kampagne
http://www.labournet.de/politik/alltag/leiharbeit/leiharbeit-gw/offener-brief-equal-pay-fuer-leiharbeiterinnen-diskriminierende-tarifvertraege-ersatzlos-kuendigen/#aufruf

Einiges spricht dafür, dass es die letzte Verhandlungsrunde sein könnte...
Anmerkung:

Die Kollegen von der DGB-Tarifgemeinschaft werden sich sicher freuen, wenn viele GewerkschaftskollegInnen zum Hotel Holliday kommen, um sie zu unterstützen – oder konstruktive Kritik zu üben. Z.B. um zu fragen, warum sie Tarifabschlüsse tätigen, mit denen die LeiharbeiterInnen schlechter gestellt werden als durch die gesetzliche Regelung des gleichen Lohns für gleiche Arbeit gilt. (DW)

15  Blitzlicht ins Proletariat

Mehr und mehr Erwerbstätige auf Hartz IV angewiesen

In der BRD müssen mehr als 1 Million Menschen ergänzende Hartz-IV-Leistungen bzw. Arbeitslosengeld II beantragen, obwohl sie einer Erwerbstätigkeit nachgehen, So wurden im vergangenen Jahr fast 10 Milliarden Euro an sog. Hartz-IV-Bedarfsgemeinschaften mit mindestens einem abhängig Erwerbstätigen gezahlt.
Quelle: Bundesagentur für Arbeit – Junge Welt 14.9.2016








Erstellt: 20.10.2016 22:45 | Letzte Änderung: 20.10.2016 22:45

JFI 66-16 ++ Diskussion über Sozialpartnerschaft ++ Aktion: Schwarzer Freitag am 13.1.17 ++ Klage gegen 2 BR von Rhen us (Daimler Harburg) abgewiesen! ++

Jour Fixe Info 66-16. 12. Jahrgang – 21.10.2016

Aktuelle Sammlung von - vor allem - gewerkschaftspolitischen Artikeln, Beiträgen und Fakten als Ergänzung zu den Veranstaltungen des „Jour Fixe“ in Hamburg


00 Diskussion über Sozialpartnerschaft in DGB-Gewerkschaften
01 Konferenz in Mannheim: Gegen BR-Mobbing
02 Aktion./.Arbeitsunrecht: Schwarzer Freitag am 13.1.17
03 Rhenus (Daimler/Harburg): Klage gegen Betriebsräte abgewiesen
04 Tarifrunde 2016: Endgültige Einigung bei Atos
05 Hinz&Kunzt: Behalten Sie die Schwächsten im Auge!
06 TUIfly: Erfolgreiches Sickout schockt Transportbranche
07 Zumtobel sucht PetzerInnen: Wer hat sabotiert?
08 Zwei Pflegekräfte für 77 Patienten
09 Unterschreibt die Petition: Stuttgart 21? – Bessere Bahn durch „Umstieg 21!
10 Zum Truckerstreik in Kolumbien
11 Termine
12 Blitzlicht ins Proletariat
13 Arbeitgeber. Arbeitnehmer. Wer gibt? Wer nimmt?

00   Mehr Klarheit wagen! Mehr Opposition wagen! Daraus ergibt sich die richtige Gewerkschafts-Strategie!

"Einige Anmerkungen zu dem Referat der Kollegin Jana Seppelt "Mehr Strategie wagen" (Sekretärin verdi Berlin) auf der Streikkonferenz III in Frankfurt/M.
Die Kollegin Seppelt sagte: „Klar ist schon lange: Die Zeiten der Sozialpartnerschaft sind vorbei“. Da pflichten wir ihr absolut bei! Aber warum ist ihre Erkenntnis noch nicht bei den Vorständen der acht Einzelgewerkschaften angekommen?! Warum triefen die Aussagen von Vorstandsmitgliedern nur so von Beteuerungen und Forderung nach Sozialpartnerschaft? (Mit der Ausnahme der Reden am 1. Mai, da wird in den letzten Jahren auch schon mal der Begriff „Klassenkampf“ gebraucht und die Arbeit“geber“ werden hart angegangen, weil sie sich der Sozialpartnerschaft entzögen)..."
Artikel von Dieter Wegner vom Oktober 2016
http://www.labournet.de/?p=105740
Siehe zum Hintergrund das Referat von Jana Seppelt und weitere Beiträge zur Konferenz im Dossier: Konferenz “Erneuerung durch Streik”
http://www.labournet.de/?p=28336


01  Bundesweite Konferenz „Betriebsräte im Visier“ fordert konsequentes Handeln gegen BR-Mobbing
"Am Samstag, dem 15.10.2016, fand im Mannheimer Gewerkschaftshaus die 3. bundesweite Tagung „Betriebsräte im Visier” mit über 100 Teilnehmerinnen und Teilnehmern statt. (...) Die Tagung verabschiedete die Entschließung „BR-Mobbing und kein Ende? Jetzt konsequent Widerstand leisten!”. Darin wird unter anderem gefordert:
„- dass die Regierungen der Landes- und Bundesebene alle Fälle von BR-Mobbing dauerhaft erfassen, spezielle Schwerpunktstaatsanwaltschaften bilden und endlich ein wirksames Anti-Mobbing-Gesetz beschließen lassen
- dass der Kampf gegen BR-Mobbing im Bundestagswahlkampf 2017 Gehör findet
- dass die Unternehmerverbände den Einsatz von Anwälten und Beratern, die BR-Mobbing anleiten und unterstützen, in ihren Mitgliedsfirmen unterbinden
- dass die Anwaltskammern, diesen 'Unrechtsanwälten', die das Recht nicht pflegen, sondern missachten, die Zulassung zumindest für das Gebiet des Arbeitsrechts entziehen
- dass schnelle gewerkschaftliche Einsatzgruppen gebildet werden, die gewerkschaftsübergreifend die umfassende Abwehr von BR-Mobbing unterstützen und gemeinsam mit den KollegInnen vor Ort Widerstand organisieren.”..." Aus der Pressemitteilung vom 16.10.2016
http://www.gegen-br-mobbing.de/presse/114-pressemitteilung-des-komitee-solidaritaet-gegen-br-mobbing
siehe die Entschließung im Wortlaut (pdf)
http://www.labournet.de/wp-content/uploads/2016/10/br_im_visier3.pdf
siehe weitere Berichterstattung und ein Video auf der Kampagnenseite
http://www.gegen-br-mobbing.de/

Anmerkung:

Wenn gefordert wird, daß „schnelle gewerkschaftliche Einsatzgruppen“ (task forces) gebildet werden, warum wird nicht der DGB (oder IGM, ver.di, IG BCE) aufgefordert, alle „Fälle von BR-Mobbing dauerhaft zu erfassen“?! Wenn diese Einrichtung von Gewerkschaftsseite käme und alle Fälle von Fertigmachen/Union Busting detailliert bekanntgegeben würden, würde die Kapitalseite das als das begreifen, wie es gemeint ist: als Gegenaktion gegen den Klassenkampf von oben. Warum nehmen wir nicht unsere Gewerkschaften in die Pflicht?! Warum soll diese Aufgabe an den Staat verschoben werden? (DW)

02  Schwarzer Freitag, der 13. Januar 2017 - Aktionstag gegen Furchtbare Juristen + Horror-Jobs

"Schwarzer Freitag: Was sind deutsche Horror-Jobs? Wir sammeln schlimme Arbeitgeber. Nennen Sie uns Kandidaten per Kommentarfunktion! Fertigmacher gesucht: Welches Unternehmen wollen Sie für Freitag, den 13. nominieren? Der 13. Januar 2017 ist ein Schwarzer Freitag. An diesem Tag wird die aktion./.arbeitsunrecht zusammen mit Unterstützer_innen in ganz Deutschland Protestaktionen gegen Horror-Jobs und schikanöse Unternehmen durchführen. Wir rufen die arbeitende Bevölkerung zum Widerstand auf: Gegen Union Buster, Fertigmacher, Betriebsratsfresser, Lohndrücker und skrupellose Profit-Maximierer!..." Aufruf vom 16. Oktober 2016 von und bei Aktion Arbeitsunrecht, dort Meldungsadressen und Hintergründe.
(Bisher wurden schon OBI, Bohnenkamp, Randstad, real SB Warenhaus GmbH, Häuser KG und DruckDiscount24.de als mögliche Kandidaten für den Schwarzen Freitag genannt. Die OrganisatorInnen vermissen noch Unternehmen aus der Gesundheits- und Pflege-Branche und der Logistik...)
https://arbeitsunrecht.de/schwarzer-freitag-was-sind-deutsche-horror-jobs/


03  Rhenus (Verleihfirma bei Daimler Harburg): Die Klagen gegen zwei Betriebsräte wurden vom Arbeitsgericht abgewiesen

Am Mittwoch und Freitag letzter Woche fanden beim Arbeitsgericht Hamburg Verfahren gegen zwei Betriebsräte der Firma Rhenus statt, die ihr Personal auch bei Daimler, Harburg einsetzt.
Die Firma Rhenus hat bei Daimler die interne Logistik übernommen. Es sind also Kollegen von einer Fremdfirma. Sie haben es geschafft einen Betriebsrat zu installieren und konnten vieles durch Betriebsvereinbarungen verbessern.
Der Betriebsrat hatte die Kündigung abgelehnt. Jetzt versuchte Rhenus die Zustimmung gerichtlich ersetzen zu lassen.
Rhenus hatte Privatdetektive auf den Betriebsratsvorsitzenden Semi Oueslati und das Betriebsratsmitglied Erald Gjerji angesetzt. Als sie nach einer Gewerkschaftsveranstaltung die Arbeit im Betriebsratsbüro nicht wieder aufgenommen hatten, war Rhenus der Meinung, dass sie gegen ihre Arbeitszeit verstoßen haben. Rhenus argumentierte, dass es keine Vereinbarung über "Home Office" gäbe und sie deshalb nach der Veranstaltung in den Betrieb hätten gehen müssen. Das Gericht folgte dieser Auffassung nicht und wies die Klagen auf Amtsenthebung und Kündigung nach §103 BetrVG ab.
Über die gerichtliche Begründung berichten wir, wenn sie uns vorliegt. Rhenus ist dafür bekannt, dass sie Betriebsräte bekämpft, deshalb kann man davon ausgehen, dass dies nicht der letzte Angriff auf Betriebsräte war.
Kurzlink zum Beitrag samt Vorgeschichte:
http://www.labournet.de/?p=105537

04  Tarifrunde 2016: Endgültige Einigung bei Atos
Es gibt eine endgültige Einigung bei Atos für die Tarifrunde 2016. Die Atos Tarifkommission der IG Metall hat über den Gesamtkompromiss abgestimmt. Er wurde fast einstimmig angenommen. Auch Atos hat der Einigung final zugestimmt. Siehe Details der Zuschrift vom 17.10.2016 im Dossier
http://www.labournet.de/?p=99984


05  Hinz&Kunzt-Chefredakteurin Birgit Müller wendet sich mit einem Offenen Brief an die Parlamentarier: Behalten Sie die Schwächsten im Auge!
Vor 70 Jahren fand die erste freie Wahl zur Hamburgischen Bürgerschaft nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs statt.
Hinz&Kunzt-Chefredakteurin Birgit Müller wendet sich mit einem Offenen Brief an die Parlamentarier.
Neulich habe ich eine Hamburger Autorin interviewt, die von ihrem saudischen Vater zu einer „Demokratin durch und durch“ erzogen wurde, wie sie sagt. Und die weinen könnte, wenn sie einen so wunderschönen Satz hört wie: „Die Würde des Menschen ist unantastbar.“ Sie ist völlig schockiert darüber, dass viele Menschen das Grundgesetz nicht mehr zu würdigen wissen. Mir geht es auch so. Mehr:
https://www.hinzundkunzt.de/behalten-sie-die-schwaechsten-im-auge/

06  TUIfly: Erfolgreiches Sickout schockt Transportbranche

Zu den Hintergründen des wilden Streiks durch Krankheit | Beschäftigte erreichen 3 Jahre Jobgarantie | FAZ und WiWo hetzen
https://arbeitsunrecht.de/tuifly-erfolgreiches-sickout-schockt-transportbranche/


Seit 6 Wochen Streik bei Firma Zumtobel (Taunuskreis)

07   Die Firma sucht PetzerInnen: Wer hat sabotiert?
Für Uwe Zabel von der IG Metall-Bezirksleitung war es bereits eine „bodenlose Frechheit“, dass die Zumtobel-Geschäftsleitung Mitarbeitern des Usinger Werkes unterstellt, den Betrieb durch Zerstörung von Anlagen zu sabotieren. Das „Spotlight“, das am Montag via Intranet als interne Mitteilung im Standort Usingen die Runde machte, habe jedoch Wildwest-Manier. Mehr:
http://www.taunus-zeitung.de/lokales/hochtaunus/usinger-land/Zum-Thema-Zumtobel-sucht-Petzen;art48706,2264014
Anmerkung:
Die Firma Zumtobel (Sitz in Österreich) ist ein Weltkonzern mit 1,4 Mrd. Euro Umsatz und Produktionsstätten in Europa, Asien, Australien und Nordamerika sowie Vertriebsgesellschaften in 70 Ländern. Zumtobel liefert Großprojekte der Beleuchtung z.B. bei BMW Berlin und Leipzig, Airbus Bremen, Zentrale Boehringer Ingelheim, Flughafen Wien.
Eine Delegation der streikenden KollegInnen berichteten auf der Streikkonferenz III am vorletzten Wochenende in Frankfurt/M., daß bisher neun Standorte geschlossen worden seien, ohne daß sich Widerstand zeigte. (DW)

Neue Verhandlungen Zumtobel: Das Ringen um einen Kompromiss

Seit Mittwoch tagt im zweiten Stock der Zumtobel-Verwaltung die Einigungsstelle. Je vier Vertreter der Arbeitgeber- und der Arbeitnehmerseite ringen gemeinsam mit einem Arbeitsrichter um einen für beide Seiten tragbaren Kompromiss. Mehr:
http://www.taunus-zeitung.de/lokales/hochtaunus/usinger-land/Zumtobel-Das-Ringen-um-einen-Kompromiss;art48706,2264013


08  Zwei Pflegekräfte für 77 Patienten

Das Klinikum Dachau hat wie mehrfach berichtet ein massives Problem mit der Sauberkeit in den Zimmern sowie der Pflege der Patienten. Einer ehemaligen Pflegekraft zufolge liegt das mit daran, dass die Kollegen völlig überfordert sind – und Fehler machen. Mehr:
http://www.merkur.de/lokales/dachau/dachau/eine-ehemalige-krankenschwester-schildert-pflegesituation-dachauer-krankenhaus-6827478.html
Zum Hintergrund siehe Betriebszeitung Antigen
http://www.labournet.de/?p=36421


09  Stuttgart 21? – Bessere Bahn durch „Umstieg 21!

Liebe UnterstützerInnen der Petition
Jetzt sollten wir unsere Petition bundesweit bewerben.
Denn S21 macht bundesweit den Bahnverkehr kaputt.
https://weact.campact.de/petitions/umstieg21
Am vergangenen Donnerstag war es soweit: Wir haben in Berlin die Petition mit Ihren über 20.000 Namen an die Bahnführung übergeben. (siehe Foto: www.kopfbahnhof-21.de/20-000-unterschriften-wie-geht-es-weiter/ )

Am 14. Dezember werden im Aufsichtsrat der Bahn einige unangenehme Wahrheiten über S21 auf den Tisch kommen. Das könnte z.B. dazu führen, dass der Aufsichtsrat noch in diesem Jahr einen Finanzierungsstopp für S21 verhängt und den Bahnvorstand verpflichtet, Alternativen zu prüfen. Und das kann der entscheidende Wendepunkt sein, weg vom kostenträchtigen Prestigeprojekt, hin zu einer bundesweiten ökologisch verantwortlichen Bahnpolitik. Wenn S21 gestoppt wird, gewinnt die ganze Republik.
Das sollten wir unterstützen: Jetzt ist es wichtig, dass von nun an auch bundesweit die Forderung erhoben wird: «Stuttgart 21? – Bessere Bahn durch "Umstieg 21"!
...
Herzliche Grüße, im Namen des „Aktionsbündnisses gegen S21“, Martin Poguntke
Und hier noch einmal der Link zur Petition:
https://weact.campact.de/petitions/umstieg21


10  Truckerstreik in Kolumbien
"Im Juli und August 2016 streikten die LKW Fahrer in Kolumbien 45 Tage lang gegen die Liberalisierung des Transportsektors und die Korruption der Behörden. Sie protestieren gegen die Lizenzvergabe an große Fuhrunternehmen mit guten Kontakten zur Regierung und 50.000 illegal erteilte Fuhrlizenzen. Ein weiteres Thema war die Privatisierung der Wartung der Verkehrwege und die Einführung einer Autobahnmaut ähnlich wie in Rußland, wo die Einführung zu einem 5monatigen Arbeitskampf der LKW Fahrer geführt hatte (wir berichteten). Die Maut und die niedrigen Frachtpreise führten zu enormen Einkommenverlusten für die LKW Fahrer. "Wir streiken, da wir inzwischen nahezu unbezahlt arbeiten", sagt einer von ihnen in dem Video...." Video bei labournet.tv (deutsch |7 min|2016)
http://de.labournet.tv/truckerstreik-kolumbien


11  Termine

+++   Aufruf des Bündnis “Recht auf Stadt – never mind the papers!” zur Demonstration gegen Abschiebungen nach Afghanistan
Samstag 22.10. | 12 Uhr | Hachmannplatz (Hamburg HBF)

Mehr Information zur Demo hier:
Hazara Volks- und Kultur Verein Hamburg e.V. کانون قومی و فرھنگی ھزارہ
Afghanistan ist kein sicheres Land
https://nevermindthepapers.noblogs.org/


+++   „Losgelöst von allen Wurzeln“

Esther Bejarano und Moshe Zuckermann – Eine Wanderung zwischen den jüdischen Welten
Samstag, 22. Oktober 2016

Club!Heim im Schanzenpark, Sternschanze 4, Hamburg-Sternschanze
19 Uhr, Eintritt: 5.– Euro (ermäßigt 3.– Euro)
Kartenbestellung hier:

http://www.melodieundrhythmus.com/veranstaltung/


+++   Abschiedsfeier für Uta

Sonntag, den 23.10.2016 um 17 Uhr. Im CENTRO SOCIALE 
Sternstraße 2 - auf dem Gelände des alten Schlachthofs gegenüber der U3-Station Feldstraße
Es sollen bekanntermaßen alle etwas sagen können, die gerne ihre Erinnerungen mit Uta in schöne Worte fassen wollen...
Damit wir etwas zu essen und zu trinken haben sind wir alle aufgefordert, etwas mitzubringen. Leider gibt es im Centro wenn überhaupt nur sehr eingeschränkt die Möglichkeit, etwas zu erhitzen und warm zu halten. Es lassen also die Möglichkeiten eines kalten Buffets unserer Kreativität Raum.
Unter dem Titel “An Uta Segler Denken” haben wir Berichte zusammengefasst:
http://antjeundieter.de/wp-content/uploads/2015/09/Uta-Segler.pdf


+++   Frigga Haug: Im Gehen den Weg erkunden!

Erfahrungen einer marxistischen Feministin.
Frigga Haug über das Wagnis, Selbstveränderung und Veränderung der Umstände als revolutionäre Praxis zusammenzudenken.
Dienstag, 1. November um 20 Uhr
Uni Hamburg, Edmund Siemers Allee 1, Raum 221
Veranstalter: Argument Verlag, Zentrum Gender Wissen

+++   Equal Pay für LeiharbeiterInnen, diskriminierende Tarifverträge ersatzlos kündigen!

Der Verhandlungsort der DGB TG mit BAP/iGZ am 11. November in Hamburg ist das Hotel Holiday Inn, Billwerder Neuer Deich 14.
Vorbesprechung soll um 10 Uhr sein, Start der Verhandlungsrunde ist um 11 Uhr...
Einiges spricht dafür, dass es die letzte Verhandlungsrunde sein könnte...
http://www.labournet.de/politik/alltag/leiharbeit/leiharbeit-gw/offener-brief-equal-pay-fuer-leiharbeiterinnen-diskriminierende-tarifvertraege-ersatzlos-kuendigen/#aufruf


12   Blitzlicht ins Proletariat

Immer mehr Rentner mit Minijobs
In der BRD gibt es 17 Mill. Rentner ab 65 Jahren, bei einer Gesamtbevölkerung von ca. 81 Millionen. Die Zahl der Rentner ist in den letzten 10 Jahren um 7,7% gestiegen. Ende 2015 arbeiteten fast 1 Million dieser Rentner mit einem Minijob zur Aufbesserung ihrer Lebenslage. Diese Zahl ist seit 2010 um 22%, seit 2005 um 35% angewachsen. Sogar bei den über 75-Jährigen arbeiten noch ca 176 000 mit Minijobs.

Quelle: Bundesarbeitsministerium – Junge Welt 31.8.2016


Und passend hierzu ein Gedicht:

13  Arbeitgeber, Arbeitnehmer
Der Arbeitgeber nimmt, nicht dumm
Dem Arbeitnehmer gar nicht krumm,
dass der sich gibt, als nähm er was,
Und er, der Geber, gäbe das.

Der Nehmer aber gibt die Kraft,
Die Arbeit heißt und Werte schafft.
Der Arbeitgeber nimmt sie sich,
Weil er ist schließlich Geber, nich.

Er nimmt von dem Verkauf das Geld.
So kommt der Nehmer auf die Welt,
Der Löhne gibt und so bescheißt
die Geber, die er Nehmer heißt.

Aus: Stern v.6.10.16
Autor: Thomas Gsella
Anmerkung:
Das ist sprachliche (und politische Klarheit) im Feuilleton (im Stern!). Um dieser sprachlichen Falle des Kapitals zu entgehen: Sagen wir doch einfach "Kapitalisten" und "Werktätige", "Beschäftigte", "Lohnabhängige". (DW)




Erstellt: 14.10.2016 09:43 | Letzte Änderung: 14.10.2016 09:43

JFI 65-2016 ++ EINLADUNG ZUM 146. JOUR FIXE: KRANKE ARBEITSWELT


Einladung zum 146. Jour Fixe am 2.11.2016 um 18 Uhr 30 im Curiohaus, (Hofdurchgang), Rothenbaumchaussee 15

KRANKE ARBEITSWELT

Referent:

Dr. Wolfgang Hien (Arbeitsmediziner), Bremen, Leiter des Forschungsbüros für Arbeit, Gesundheit und Biographie

Die Konkurrenz zwischen Firmen/Konzernen, Nationen nimmt zu. Und wird als Druck an die KollegInnen in den Betrieben weitergegeben. Es entsteht Konkurrenz um die Arbeitsplätze.
Immer mehr Stammarbeitsplätze werden abgebaut und durch LeiharbeiterInnen und WerkverträglerInnen ersetzt. Schon allein die Unsicherheit des Arbeitsplatzes ist ein Krankheitsfaktor.

Diese Faktoren führen dazu, daß sich die Krankheiten in den Betrieben häufen.

Aber auch der Zustand, daß KollegInnen ohne Erwerbsarbeit sind, macht krank.

Es fällt schwer zu glauben, dass auf der Ebene der politischen Mitsprache und Regulierung und der betrieblichen Mitbestimmung sich die Dinge grundsätzlich ändern werden. Die krankmachenden Bedingungen werden in Zukunft weiter zunehmen.

Der Referent analysiert unsere kranke Arbeitswelt und geht besonders auf die Fragestellung ein: Welche Möglichkeiten hat der Einzelne, haben Belegschaften und Betriebsräte/Vertrauensleute, dem entgegenzusteuern?

In seinem Buch "Kranke Arbeitswelt" behandelt Dr. Wolfgang Hien Themen wie
"Die tödlichen Folgen der kapitalistischen Fortschrittslogik",
"Neoliberale Arbeitsverhältnisse: Angriff auf unser Menschsein, Konturen neuer Widerstandspotentiale",
"Die Zerstörung der Persönlichkeit im Neoliberalismus",
"Krankenhausarbeit unter Ökonomisierungsdruck".
Link zum Buch:
http://www.vsa-verlag.de/nc/buecher/detail/artikel/kranke-arbeitswelt/

Zum Einlesen:
„Das ganze System ist krank“
Ein Interview mit dem Arbeitswissenschafter Wolfgang Hien. In der ZEIT
http://www.zeit.de/karriere/beruf/2009-11/leistungsdruck-depressionen-job/komplettansicht



Erstellt: 12.10.2016 09:59 | Letzte Änderung: 12.10.2016 09:59

JFI 64-16 ++ Nachtzüge adé - halbe Rettung durch ÖBB ++ Wenig Vertrauen gegenüber Arbeit"gebern" ++ Altersarmut ++

Jour Fixe Info64 - 16. 13. Jahrgang – 11.10.2016

Aktuelle Sammlung von - vor allem - gewerkschaftspolitischen Artikeln, Beiträgen und Fakten als Ergänzung zu den Veranstaltungen des „Jour Fixe“ in Hamburg


00 Deutsche Bahn stellt ihre Nachtzüge komplett ein
01 ArbeiterInnen geben Protestunterschriften beim DGB ab
02 Antigen – Betriebszeitung für die Amperkliniken (Dachau)
03 Mercedes-Kollegin: Hoffmanns Haltung ist antigewerkschaftlich
04 Mitbestimmung 4.0 für die Industrie 4.0
05 Arbeit 4.0: Enormes Tempo
06 Jeder Zweite vertraut seinem Arbeitgeber nicht
07 Arbeitszeitreport 2016: Flexibilisierung durchdringt Arbeitszeitrealität in Deutschland
08 Ein Zusammenbruch der Deutschen Bank wäre der Supergau
09 Seniorenaufstand: Altersarmut? Welche Altersarmut?
10 Indien in Bewegung!
11 Gesundheit: USA und Kuba im Vergleich
12 Termine
13 Blitzlicht ins Proletariat

00 Deutsche Bahn stellt ihre Nachtzüge komplett ein

Österreichische Bundesbahn übernimmt einige Strecken / 17 Prozent des Umsatzes mit nächtlichem Personenverkehr
https://www.neues-deutschland.de/artikel/1028099.deutsche-bahn-stellt-ihre-nachtzuege-komplett-ein.html

01 Arbeiter geben Protestunterschriften beim DGB ab

Anlass: Beginn der Tarifverhandlungen zur Leiharbeit
"Heute übergab eine Delegation von Arbeitern aus dem Bremer Mercedes Werk und vom Bremer Gesamthafenbetrieb, GHB rund 950 Unterschriften gegen Leiharbeit an die Bremer DGB-Vorsitzende Anette Düring..."
Pressemitteilung vom 7.10.2016, siehe dazu die Unterschriftenliste samt ErstunterzeichnerInnen (pdf), unterstützt vom Arbeits- und Koordinationsausschuss der 4. Arbeiter- und Gewerkschafter-Konferenz gegen den Notstand der Republik
http://www.labournet.de/wp-content/uploads/2016/10/leihprotest_dchb2016.pdf
Siehe Hintergründe im Beitrag

http://www.labournet.de/?p=104577

02 ANTIGEN – Betriebszeitung für die Amperkliniken – Von KollegInnen für KollegInnen
Newsletter Oktober 2016 von KollegInnen für KollegInnen
"hier unsere "Bilanz" für 2016. Alle KollegInnen haben beim Verteilen des ANTIGEN Newsletter  bestätigt, dass Arbeitsbelastung, personelle Unterbesetzung und Druck durch Vorgesetzte in all den Jahren nie größer waren als 2016, v.a. seit Mai bis zum heutigen Tage. Zwei Jahre nach der  Übernahme der Amper Kliniken in Dachau und Markt Indersdorf durch den Helios Konzern wurden einzelne Bereiche wie die Küche geschlossen, die betroffenen KollegInnen gekündigt“. Newsletter der unabhängigen Betriebsgruppe AmperKliniken vom Oktober 2016 (pdf)
http://www.betriebsgruppen.de/bgak/download/antigen_newsletter_oktober2016.pdf

03 »Hoffmanns Haltung ist antigewerkschaftlich«

Der DGB und dessen Vorsitzender wollen die Leiharbeit besser gestalten. Wichtiger wäre, sie abzuschaffen.
Gespräch mit Julia Nanninga (Arbeiterin bei Mercedes Bremen)
https://www.jungewelt.de/2016/10-08/040.php

04 Mitbestimmung 4.0 für die Industrie 4.0

Die Arbeitswelt wandelt sich, die Industrie wandelt sich – also muss es auch eine gestärkte, offensive Mitbestimmung geben. Denn die flexible, digitalisierte Wirtschaft braucht mehr, nicht weniger Arbeitnehmer-Mitbestimmung – so der Tenor der DGB-Veranstaltung zur "Woche der Industrie".
http://www.dgb.de/themen/++co++ceaf0af6-855e-11e6-9d86-525400e5a74a

05 Arbeit 4.0: Enormes Tempo
Studie aus Niedersachsen mit neun Fallbeispielen aus sechs Branchen

http://fm.apm.ag/verdi_news_wcms/fmpro?-db=verdi_news_wcms.fp5&-lay=e&-format=druckversion.html&-error=err.html&-recid=41568&-find

06 Jeder Zweite vertraut seinem Arbeitgeber nicht

Unfaire Bezahlung, fehlende Aufstiegschancen, Defizite bei der Führung: Über die Hälfte Beschäftigter sind mit ihrem Unternehmen unzufrieden – und halten Leistung zurück.
http://www.zeit.de/karriere/2016-10/frust-im-job-steigt-studie-mitarbeiter

07 BAuA-Arbeitszeitreport 2016:

Flexibilisierung durchdringt Arbeitszeitrealität in Deutschland
Zusammenhang zwischen Arbeitszeit, Gesundheit und Wohlbefinden. Pressemitteilung vom 10. Oktober 2016

http://www.baua.de/de/Presse/Pressemitteilungen/2016/10/pm038-16.html
und der Arbeitszeitreport Deutschland 2016 im Volltext (pdf)
http://www.baua.de/de/Publikationen/Fachbeitraege/F2360.pdf?__blob=publicationFile&v=15

08 Ein Zusammenbruch der Deutschen Bank wäre der Supergau

Ein solcher Crash hätte allerdings eine überaus dramatische Folge: Er würde der internationalen Öffentlichkeit hautnah klar machen, dass es weder radikale Islamisten, noch Russland oder China sind, die die Welt derzeit in den Abgrund treiben, sondern die kriminellen Machenschaften der Finanzindustrie. Mehr:
http://www.heise.de/tp/druck/mb/artikel/49/49590/1.html

09 Seniorenaufstand: Altersarmut? Welche Altersarmut?

Die Altersarmut wird wegpropagiert – je stärker sie ansteigt, umso heftiger die Gegenpropaganda. „Meinungsmache“ auf erstaunlich breitem Niveau.
http://www.seniorenaufstand.de/altersarmut-welche-altersarmut/

10  Indien in Bewegung!

Am 2. September protestierten 180 Millionen Arbeiter_innen gegen die Politik der rechtsnationalistischen Modi-Regierung.
Der Protest der Arbeiter_innen richtet sich vor allem gegen Leiharbeit, Niedriglöhne, fehlende soziale Sicherungen und die Unterdrückung gewerkschaftlicher Organisierung. An dem Streik beteiligten sich nach Gewerkschaftsangaben bis zu 180 Millionen Arbeiter_innen u.a. aus der Kohle-und Stahlindustrie, der Eisenbahnindustrie, dem öffentlichen Dienst, der Landwirtschaft, der Automobil-, Textil- und IT-Branche, dem Verkehrswesen und den Zentralbanken. Mehr:
https://www.akweb.de/ak_s/ak619/31.htm


11  Gesundheit: Vergleich Kuba USA

Weltweite Gesundheitsstudie Die USA sind Entwicklungsland

Die USA haben eines der teuersten Gesundheitssysteme der Welt - und doch geht es den Einwohnern schlechter als vielen in Westeuropa. Eine aktuelle Studie zeigt, wie groß die Unterschiede sind.http://www.spiegel.de/gesundheit/diagnose/weltweite-gesundheitsstudie-sorgenkind-usa-a-1115243.html

Gesundheit: Kuba

Aus einer Mail von Dr. med. Klaus Piel von HCH Bochum
Von Bochum nach Haiti

Gestern erreichte uns die überraschende Nachricht, dass der kubanische Arzt Dr. Graciliano Diáz Bartólo, der am 21. September auf Einladung der Humanitären Cubahilfe e.V. in Bochum zu Gast war, bereits zu einem neuen Hilfseinsatz nach Haiti abgereist ist!
… Am vergangenen Mittwoch hatte der Hurrican Matthew auf Haiti und Kuba große Verwüstungen hinterlassen. In Kubas Osten hatte er v.a. die Hafenstadt Baracoa stark zerstört und verkehrstechnisch vom Rest des Landes abgeschnitten. Menschenleben sind in Kuba dank rechtzeitiger Evakuierungen nicht zu beklagen, während Haiti bereits mehr als 800 Todesopfer gemeldet hat.
Ban Ki-moon, UN-Generalsekretär, 2014:

"Sie sind immer die Ersten, die ankommen und die Letzten, die abziehen – sie bleiben immer auch nach der Krise im Einsatz. Kuba hat der ganzen Welt eine Menge zu zeigen."
...
Im September befand sich Dr. Diáz Bartólo auf einer Vortragsreise durch Deutschland auf Einladung der Organisationen HCH - Humanitäre Cubahilfe e.V., Netzwerk Cuba e.V., Freundschaftsgesellschaft BRD-Kuba e.V. & Cuba Sí.

Kubanische Ärzte nach Haiti

Obwohl Kuba selbst von Hurrikan »Matthew« schwer getroffen wurde, leistet das Land humanitäre Hilfe auf Haiti
http://www.jungewelt.de/2016/10-10/029.php

Als gäbe es Cuba nicht…

Liebe Freundinnen und Freunde
“Unsere” sogenannt freien Medien – ob privat-kommerziell oder öffentlich-rechtlich – berichten vom Verwüstungszug des Hurrikans Matthew von Haiti, über die Dominikanische Republik zu den Bahamas bis Florida. Cuba wird in der Berichterstattung weitgehend ausgelassen… sieht fast so aus, als hätte Matthew einen ganz speziellen Weg gewählt: Aber so war es eben nicht!
http://www.cuba-si.ch/de/events/sammelaktion-wirbelsturm-matthew/

Kuba

Terror gegen die Revolution
40 Jahre nach dem Anschlag auf ein kubanisches Verkehrsflugzeug lebt einer der Haupttäter noch immer unbehelligt von der Justiz in den USA
https://www.jungewelt.de/2016/10-01/061.php


12 Termine

+++ Logistik-Firma Rhenus kündigt zwei Betriebsräten bei Daimler/Harburg!

Erste Arbeitsgerichtstermine: 12. und 14.10.2016

Die beiden Betriebsräte sollen angeblich Arbeitszeitbetrug begangen haben. Sie haben nach einer Veranstaltung, für die sie freigestellt waren, nicht mehr die Arbeit aufgesucht. Rhenus wirft ihnen vor, dass sie noch zur Arbeit hätten kommen müssen. Dies hat Rhenus durch die Bespitzelung eines Privatdetektivs in Erfahrung gebracht. Man muss dazu sagen, dass der Betriebsrat einige Erfolge verbuchen konnte, was Arbeitseinsatz und auch Bezahlung und Organisierung angeht.

Die Firma Rhenus hat bei Daimler die interne Logistik übernommen. Es sind also Kollegen von einer Fremdfirma. Sie haben es geschafft einen Betriebsrat zu installieren und konnten vieles durch Betriebsvereinbarungen verbessern.
Der Betriebsrat hat die Kündigung abgelehnt. Jetzt versucht Rhenus die Zustimmung gerichtlich ersetzen zu lassen. Bislang ohne Ergebnis. Die Betriebsratskollegen von Rhenus, Semi Queslati und Erald Gjerji, haben jetzt ihre Termine beim Arbeitsgericht:

Semi Oueslati (Betriebsratsvorsitzender Rhenus)

am Mittwoch den 12.10.2016 um 12:30 Uhr im 2 Stock im Saal 206
Erald Gjerji (Betriebsratsmitglied Rhenus)
am Freitag den 14.10.2016 um 10:00 Uhr im 1 Stock Saal 116
(Info der Betriebsgruppe Alternative im Hamburger Mercedes-Benz Werk)
Kurzlink zum Beitrag samt Vorgeschichte:
http://www.labournet.de/?p=105537


+++ Liebe Freundinnen, liebe Freunde,

wir laden ein zum nächsten mpz-salon am
Donnerstag, den 27. Oktober um 19:30 Uhr

ins mpz in die Sternstraße 4 zu dem Film:
Abschied vom Stückgut

mpz und Hafenkollegen von Schuppen 80 / Ulrike Gay, Gerd Müller, Roland Saul / Dezember 1993 / 55 Min.
1993 gliedert die HHLA mit dem Schuppen 80 die letzte eigene Stückgutumschlagsanlage an die Tochtergesellschaft HUG aus.
Der Film begleitet die Belegschaft bei ihrem Versuch durch hohe Leistungsbereitschaft den Vorstand vom Sinn des Weiterbetriebs zuüberzeugen. Der bleibt allerdings erfolglos.
Im Einigungsstellenverfahren erreicht der Betriebsrat die Weiterbeschäftigung der Kolleginnen und Kollegen in anderen Bereichen der HHLA.
Die Arbeitsplätze im Stückgut gehen allerdings verloren. ...
Mit welchem Konzept reagieren Politik und Hafenwirtschaft auf diese Situation. Wie positioniert sich ver.di als die Gewerkschaft der im Hafen Beschäftigten.
Viele Fragen -  Viele Betroffene - Wenig Antworten
Wir hoffen auf eine lebendige Diskussion.
www.mpz-hamburg.de
info@mpz-hamburg.de
Tel. 040 4397259

+++ Vollversammlung gegen den G20-Gipfel in Hamburg
Rote Flora 27. Oktober 20 Uhr

Am 7. und 8. Juli 2017 findet in Hamburg der nächste G20-Gipfel statt. Wir laden zu einer Vollversammlung in der Roten Flora ein, um Informationen zum aktuellen Stand der Gipfelplanungen zu sammeln, einen Ort des gemeinsamen Austausches und der Diskussion über Gegenaktivitäten herzustellen und einen Impuls für antagonistische Mobilisierungen gegen den G20 zu setzen.
Wir wollen darüber sprechen, wie es um die Begeisterung für Proteste in Hamburg bestellt ist, was uns an Repression und in angrenzenden Stadtteilen an Beschränkungen erwarten könnte. Wie wir uns im Umfeld des Gipfels dagegen und darüber hinaus sinnvoll vernetzen können, in unserem politischen Alltag, unseren Zentren und Projekten. Wo wir mögliche inhaltliche Schwerpunkte für antiautoritäre Mobilisierungen sehen, die auch politische Blickwinkel und Lebensrealitäten einbeziehen, die nicht vor der eigenen Haustür oder im eigenen Milieu enden.
Was kommt da auf uns zu?

http://florableibt.blogsport.de/2016/10/03/vollversammlung-gegen-den-g20-gipfel-in-hamburg-brrote-flora-27-oktober-20-uhr/

+++ Film im Abaton:

Gerda Lerner ist 1920 geboren und 2012 gestorben und ist eine der führenden feministischen Menschenrechtlerinnen.
Eines ihrer besten Bücher ist "Die Entstehung des Patriarchats".
Im Abaton kommt die doku nur noch ein Mal, ein wirklich toller Film:
Samstag 22.10. um 13 Uhr
Trailer unter:
https://vimeo.com/142045238


13 Blitzlicht ins Proletariat

Digitalisierung bedeutet höhere Arbeitsbelastung

Arbeit 4.0“ bedeutet jetzt schon für 46% der in der Industrie Arbeitenden eine höhere Arbeitsbelastung. 45% der Befragten einer DGB-Studie sahen (noch) keine Veränderung, der kleine Rest (nur jeder Zehnte) fühlte sich durch die Digitalisierung entlastet.
Quelle: DGB-Studie „Gute Arbeit 2016“ – Junge Welt 5.9.2016

Erstellt: 06.10.2016 16:45 | Letzte Änderung: 06.10.2016 16:45

JFI 63-16 ++ Samstag ist Jour Fixe! ++ Streikkonferenz III in Frankfurt/M. ++ ÖB rettet Nachtzüge - aber nur die Hälfte!

Jour Fixe Info 63 - 16. 12. Jahrgang – 6.10.2016

Aktuelle Sammlung von - vor allem - gewerkschaftspolitischen Artikeln, Beiträgen und Fakten als Ergänzung zu den Veranstaltungen des „Jour Fixe“ in Hamburg


00 Erinnerung: Jour Fixe am Samstag, 8.10.16 um 15 Uhr im MPZ
01 Streik-Konferenz III in Frankfurt/M.
02 Fortsetzung der Debatte um die DGB-Gewerkschaften

03 Prellbock-Ini: Kurioser Erörterungstermin zur Verlegung des Altonaer Bahnhofs
04 Die ÖB rettet die Nachtzüge – aber nur die Hälfte

05 Erneut Streiks für den Tarifvertrag bei Amazon
06 Ein neues Lied der Gruppe Gutzeit: Wähl die AfD!
07 Gemeinsamer Aufruf von Doro-Chiba und südkoreanischen Gewerkschaften
08 Frankreich: Die Debatte über den Widerstand gegen das neue Arbeitsgesetz
09 Syrien: Interview mit Al Nusra-Kommandeur „Die Amerikaner stehen auf unserer Seite“
10 Leseempfehlung/Hörempfehlung: Viktor Klemperer. Worte wie Arsen
11 Termine
12 Blitzlicht ins Proletariat

00  Erinnerung: Samstag ist Jour Fixe!

Einladung zum 145. Jour Fixe am SAMSTAG, 8. Oktober um 15 Uhr im MPZ, Sternstr. 4 (neben centro sociale), U-Bahn Feldstr. (Das nächste Jour Fixe ist wieder im Curiohaus und wieder am 1. Mittwoch im Monat!)
Union-Buster und Fertigmacher mit ihren eigenen Waffen schlagen -
anstatt Opfer zu werden

Mögliche Strategien für eine erfolgreiche Betriebsratsarbeit
Referent: Markus Krost. Betriebsratsvorsitzender Reha-Kliniken Usedom

Seit über 10 Jahren nehmen die Fälle von Union Busting/Fertigmachen zu, leider meistens erfolgreich für die Kapital-Seite. Der Referent berichtet über Gegenstrategien und zeigt Beispiele von erfolgreichem Widerstand


01  Auf der Streik-Konferenz III wurde branchenübergreifend über Formen des Arbeitskampfes diskutiert
"Zum dritten Mal seit 2013 hatten die Rosa-Luxemburg-Stiftung und Gewerkschaftsgliederungen zu einer Konferenz unter dem Motto »Erneuerung durch Streik« eingeladen – der emotionalste Moment der Veranstaltung am Wochenende in Frankfurt am Main war der Besuch einer Delegation von Streikenden der Firma Zumtobel. Die etwa 20 Menschen, die am Samstag mit Transparenten auf der Bühne standen, wurden mit einem herzlichen und langen Applaus begrüßt, kaum jemanden in dem Hörsaal hielt es auf seinem Sitz..." Bericht von Claudia Wrobel in junge Welt vom 04.10.2016
http://www.jungewelt.de/2016/10-04/058.php

Und hier kritische Anmerkungen zur Konferenz

Erneuerung der Gewerkschaften? Bruch mit der Klassenzusammenarbeit!!„Gemeinsam gewinnen“ heißt das Motto der dritten Konferenz „Erneuerung durch Streik“, die vom 30. September bis zum 2. Oktober in Frankfurt/Main stattfindet. So gut es ist, dass es diesen Rahmen für kämpferische, aktive und linke KollegInnen gibt, so groß ist auch diesmal die Gefahr, in den vielen kleinen Problemen der gewerkschaftlichen Alltagspraxis stecken zu bleiben und dem Bemühen, damit fertigzuwerden. Zugespitzt zeigt es sich daran, dass es seit der letzten Konferenz eine Rechtswende in einem beträchtlichen Teil der ArbeiterInnenklasse gibt, dass die AfD die höchsten Stimmenanteile bei denen erhält, die wahlsoziologisch als „ArbeiterInnen“ bezeichnet werden - und das nicht nur im Osten. Da brauchen die Gewerkschaften mehr als Argumente gegen Rassismus für „StamtischkämpferInnen“. Mehr:
http://www.arbeitermacht.de/ni/ni213/erneuerungdurchstreik.htm

Bilder von der Streikkonferenz III in Frankfurt/M.

Da viele von euch von den Veranstaltungen auf der Konferenz vermutlich nicht allzuviel mitbekommen haben, möchten wir euch auf Fotos der Konferenz hinweisen, die einen guten Eindruck der Veranstaltungen vermitteln: https://www.flickr.com/photos/rosalux/with/29978571621/

Anmerkungen:

Auf der Streikkonferenz III waren ca. 600 KollegInnen! Das ist ein erfreuliches Ereignis, wofür den Veranstaltern und Organisatoren zu danken ist. Es ist wohl eine einzigartige Veranstaltung im deutschsprachigen Raum, wo soviel, meistens jüngere KollegInnen, zusammenkommen, die an Informationen und Diskussionen über betriebliches Geschehen interessiert sind. Wenn man in Arbeitsgruppen war oder auf den Fluren diskutierte, kam die Tatsache zur Sprache, daß die Gewerkschaftsführungen sozialpartnerschaftlich eingestellt sind und Kämpfe ausbremsen und möglichst schnell wieder befrieden, wodurch die Kampfkraft nicht ausgeschöpft wird. Eine Veranstaltung, die diese Tatsache thematisierte, wurde nicht angeboten: Warum verhalten sich die Gewerkschaftsführungen sozialpartnerschaftlich? (DW)


02  Die Debatte um die DGB-Gewerkschaften

Gewerkschaftliche Organisierung ist eine klassenpolitische Frage
von Jakob Schäfer

Zu meinen Ausführungen in der Mai-Ausgabe der SoZ hat sich eine kleine Debatte entwickelt (siehe SoZ 6, 7-8 und 9/2016), auf die ich nachstehend eingehen will.

http://www.sozonline.de/2016/10/zur-debatte-um-die-dgb-gewerkschaften/

Zur vorausgegangenen Diskussion (siehe auch JFI 57-16):

I Auf absehbare Zeit gibt es keine Alternative zu den DGB-Gewerkschaften
Die Musik spielt da, wo die Masse der Kolleginnen und Kollegen Gewerkschaft sieht

von Jakob Schäfer

http://www.sozonline.de/2016/05/auf-absehbare-zeit-gibt-es-keine-alternative-zu-den-dgb-gewerkschaften/

II Im prekären Sektor gibt es eine Alternative zum DGB
Antwort von Peter Nowak auf Jakob Schäfer

http://www.sozonline.de/2016/07/im-prekaeren-sektor-gibt-es-eine-alternative-zum-dgb/

III Muss man sich im DGB organisieren?: Vieles findet außerhalb des DGB statt
Willi Hajek antwortet auf Jakob Schäfer

http://www.sozonline.de/2016/07/vieles-findet-ausserhalb-des-dgb-statt/

IV Organisierung im großen Haufen als Voraussetzung für Widerstand
Dieter Wegner antwortet auf auf die Kollegen Schäfer, Nowak und Hajek

http://www.sozonline.de/2016/09/dgb-gewerkschaften/


03  Prellbock-Initiative gegen Verlegung des Altonaer Bahnhofs: Kurioser Erörterungstermin!
Am Dienstag begann der auf fünf Tage angesetzte Erörterungstermin für die Verlegung des Fernbahnhofs Altona in Richtung Diebsteich.
Hervorstechendes Merkmal: Ein Terminplan, der die Teilnahme für die EinwenderInnen so gut wie unmöglich macht, es sei denn, man gibt eine Urlaubswoche drauf. Vor allem aber Prägnant das gnadenlose fehlen jeder konkreten Information und begründeter Angaben zu den Aussagen, warum eine Verlegung angeblich sinnvoll wäre. Völlig skurril verwiesen die Antragsteller der Bahn auf zwei hinter ihrer Tischreihe abgestellte Kartons, in denen sich Akten zur Bahnhofsverlegung befanden, die aber ausdrücklich den EinwenderInnen nicht zugänglich gemacht werden sollten. Deutlich wurde auch: Die Auswirkungen für die Bahnreisenden, insbesondere mit Blick auf die ohnehin schon hohe Belastung des Hauptbahnhofs spielt bei den Planungen keine wirkliche Rolle. Vor allem betriebliche Vorteile der Bahn stehen im Vordergrund. Kritik gab es aber auch von der Österreichischen Bahn, weil der neue Bahnhof in Diebsteich keine Möglichkeit für Autoreisezüge bieten soll. Kein Wunder also, dass die EinwenderInnen per Antrag die Aussetzung der Planfeststellung, die Herausgabe der bislang unter Verschluss gehaltenen Gutachten und den Neustart des Auslegungsverfahren mit den erweiterten Daten verlangten. Die Prellbock-Initiative berichtet in einer PM... 
Mehr dazu:
http://bahnhof-altona-bleibt.de/2016/10/anhoerung-zur-verlegung-des-fernbahnhofs-altona-fehlende-informationen-und-der-bahnreisende-als-fehlanzeige/
Siehe auch Artikel im Abendblatt:

http://www.abendblatt.de/hamburg/altona/article208285497/Neuer-Fernbahnhof-Stadt-lehnt-geplante-Hundehuette-ab.html


04  Die ÖBB retten die Nachtzüge – aber nur die Hälfte
Die ÖBB haben am 15. August 2016 bekanntgegeben, auf welchen Strecken sie ab Dezember 2016 Nachtzüge betreiben werden. Das Ersatzangebot der ÖBB reicht nicht aus, ALLE Nachtzüge müssen gerettet werden! Siehe den Fahrplan unter Aktuelles auf der Aktionsseite Rettet die Nachtzüge, dort weitere Informationen
http://www.nachtzug-bleibt.eu/aktuell/

Siehe dazu auch den Film »Ohne Schlaf durch die Nacht«
5-Minuten-Film auf Vimeo über das bequeme Reisen in Schlaf- und Liegewagen und die Schrecken im nächtlichen ICE
https://vimeo.com/184862315

Die Petition zur Rettung der Nachtzüge geht daher weiter!

Demnächst wird sich der Verkehrsausschuss des Deutschen Bundestages mit der Zukunft der Nachtzüge befassen: "Fordern Sie den Eigentümer der Deutschen Bahn auf, die kundenfeindliche und klimaschädliche Abschaffung der Nachtzüge rückgängig zu machen!"
https://weact.campact.de/petitions/rettet-die-nacht-und-autozuge-1

Nachtzüge ade? Interview mit Joachim Holstein,

BR und Sprecher des Wirtschaftsausschusses der Bahntochter DB European Railservice:
"Abends in den Zug steigen und am nächsten Tag gut ausgeruht am Ziel sein - wird zumindest in Deutschland immer seltener möglich. Aus Sicht der Bahn sind Nachtzüge ein Zuschussgeschäft, weshalb sie sich von dieser Sparte trennen will. Dabei ist die Nachfrage da..." Text und Video des Beitrags von Jörn Kersten aus der Sendung " was!" vom 14.09.2016 beim rbb
http://www.rbb-online.de/was/archiv/20160914_2215/nachtzug.html


05  Erneut Streiks für den Tarifvertrag bei Amazon
"Für den heutigen Tag hat ver.di die Beschäftigten des US-Versandhändlers Amazon erneut zum Streik für den Tarifvertrag aufgerufen. Gestreikt wird an den Standorten Rheinberg und Werne (Nordrhein-Westfalen), Bad Hersfeld (Hessen), Leipzig (Sachsen) sowie Koblenz (Rheinland-Pfalz). Die Arbeitsniederlegungen umfassen die Früh- und Spätschicht. In Bad Hersfeld und Koblenz hat der Streik bereits mit der vergangenen Nachtschicht begonnen. In den Versandzentren sind aufgrund des Wochenendes und des anschließenden Feiertags viele Bestellungen liegen geblieben, sodass ver.di davon ausgeht, dass die Streiks erneut deutliche Wirkung zeigen werden..." ver.di-Meldung vom 4. Oktober 2016
http://www.verdi.de/themen/nachrichten/++co++9cbda2be-8a13-11e6-85c2-525400b665de

Siehe dazu:
Amazon wieder im Visier. Gewerkschaft ver.di macht erneut mit Streiks in deutschen Logistikzentren Druck. US-Konzern verweigert weiter Tarifverhandlungen
"... Ver.di-Sprecher Voß betonte im Gespräch mit jW, die Streiks zeigten trotz der Blockadepolitik von Amazon Wirkung. So seien den Beschäftigten an den verschiedenen Standorten jetzt Entgelterhöhungen in Höhe von zwei bis drei Prozent rückwirkend zum 1. September angekündigt worden. Zwar behaupteten die jeweiligen Geschäftsführungen – jedes Verteilzentrum ist eine eigene GmbH –, dies geschehe völlig unabhängig von den Arbeitskämpfen.“ Mehr:
http://www.jungewelt.de/2016/10-05/023.php


06  Ein neues Lied der Gruppe Gutzeit: Wähl die AfD!

Liebe Freundinnen und Freunde, liebe Kollegin und Kollegen, hier der neueste Song der Gruppe Gutzeit, gecovert von Jennifer Rostock – ohne große Worte - der Song erklärt sich selbst.
https://youtu.be/5ZTa_RifHV8

oder

http://www.gruppegutzeit.de/index.php/videos

Liebe Grüße aus Hamburg

Anmerkung:

Die Gruppe Gutzeit war aktiv beim Neupack-Streik und machte ein Lied zum Streik. (DW)


07  Japan/Südkorea

Gemeinsamer Aufruf der japanischen Eisenbahngewerkschaft Doro Chiba, zweier weiterer japanischer Gewerkschaften und der Seouler Bezirksleitung des KCTU gegen Kriegsgefahr und Repression
Seit 2003 gibt es eine wachsende Zusammenarbeit zwischen dem südkoreanischen Gewerkschaftsbund KCTU und oppositionellen japanischen Gewerkschaften. Nun rufen der Korean Confederation of Trade Unions Seoul Regional Council und die unabhängigen japanischen Gewerkschaften National Railway Motive Power Union of Chiba (Doro-Chiba), Solidarity Union of Japan Construction and Transport Workers Kansai Area Branch (Kan-Nama) und Metal and Machinery Workers’ Union in Osaka (Minato-Godo) zu zwei gemeinsamen Aktionswochenenden im November 2016 auf – und zur internationalen Teilnahme daran. Das repressive Regime in Südkorea ist weiter gegangen als die meisten anderen Regimes des neoliberalen Kapitalismus und hat den Gewerkschaftsvorsitzenden des KCTU zu fünf Jahren Gefängnis verurteilen lassen – Strafe für den Widerstand gegen wachsende Prekarität und Ausbeutung. Mehr:
http://www.labournet.de/?p=104886


08  Frankreich

Die Debatte über den Widerstand gegen das neue französische Arbeitsgesetz
Nahe liegend, dass eine solch breite Bewegung über Monate hinweg, wie sie in Frankreich gegen das neue Arbeitsgesetz sich entwickelte – und organisiert wurde – gerade zu einem Zeitpunkt wie jetzt, da das Gesetz, im Parlament durchgepeitscht, in Kraft ist und viele sich fragen, wie es weiter gehen mag – und ob, Debatten hervor ruft. Ihre Bedeutung an sich, ihre Perspektiven und ihre Auswirkungen auf andere gesellschaftliche Verhältnisse und Auseinandersetzungen sind die Eckpunkte einer Debatte, die jetzt nicht erst beginnt, aber intensiver wird. Wir dokumentieren dazu vier Debattenbeiträge – sicher nicht die letzten:
http://www.labournet.de/?p=104893


09  Syrien

Interview mit Al Nusra-Kommandeur „Die Amerikaner stehen auf unserer Seite“
Das Interview haben wir vor zehn Tagen geführt mit einem Kommandeur der Al Kaida-Filiale „Jabhat Al Nusra“. Abu Al Ezz berichtet sehr offen über seine Geldgeber Saudi-Arabien, Katar und Kuwait. Wir haben die Identität des Mannes genau recherchieren können und wissen praktisch alles über ihn. Mehr:

http://www.ksta.de/politik/interview-mit-al-nusra-kommandeur--die-amerikaner-stehen-auf-unserer-seite--24802176

http://www.ksta.de/politik/interview-mit-al-nusra-kommandeur--die-amerikaner-stehen-auf-unserer-seite--24802176-seite2


Leseempfehlung!/Hörempfehlung

10  Worte wie Arsen
Aufruf Victor Klemperers legendäre Analyse der Sprache des Nationalsozialismus liegt nun als Hörspiel vor.

https://www.readability.com/articles/chlwo4mw


11  Termine

(Präzision/Korrektur):

++ Friedensdemo in Berlin
Liebe Kolleginnen und Kollegen,
in eurem jüngsten Info weist ihr auf die bundesweite Demonstration in Berlin hin und macht auch bekannt, dass aus Hamburg Busse organisiert worden sind.
Vom Hamburger Forum haben wir mittlerweile drei Busse gechartert (für den dritten sind noch Karten zu haben). Die von euch angegebene E-Mail gehört jedoch zu einem anderen Verein und einen genauen Ort und eine Uhrzeit sucht man vergeblich.

Veranstalter: Bundesausschuss Friedensratschlag, Kooperation für den Frieden, Berliner Friedenskoordination.

www.friedensdemo.org.

Wir fahren von Hamburg mit dem Bus nach Berlin:

Abfahrt: 7.15 Uhr, Hauptbahnhof, Kirchenallee – Rückfahrt gegen 17 Uhr.

Kosten: ca. 22 € pro Person. Wer genug hat, gibt mehr, wer weniger hat, so viel sie oder er kann.

Karten: wolfgang.kirstein.hh@web.de oder Tel.: 040 551 38 91

Ihr könnt weitere Infos dazu auch auf unserer Homepage unter Aktuelles entnehmen.

Mit pazifistisch-antimilitaristischen Grüßen
Markus Gunkel
Hamburger Forum für Völkerverständigung und weltweite Abrüstung e. V.

++ Altersarmut in Hamburg

Liebe Kolleginnen, liebe Kollegen,
wir laden euch herzlich zu unserer Dialogveranstaltung zum Thema
Altersarmut in Hamburg – Herausforderungen an eine soziale Gesellschaft ein.
Termin: 20. Oktober 2016
Referent: Klaus Wicher, 1. Landesvorsitzender SoVD Landesverband Hamburg
Uhrzeit: 17 bis 19 Uhr
Ort: DGB Gewerkschaftshaus, Raum St. Georg (Ebene 9), Besenbinderhof 60, 20097 Hamburg
Bitte leitet die Einladung an alle Interessierte ver.di-Mitglieder weiter.
Vielen Dank und schöne Grüße
Yasemin Taskesen
ver.di-Landesbezirk Hamburg


12  Blitzlicht ins Proletariat

Fast eine Million LeiharbeiterInnen

2015 waren 961.000 Menschen in Leiharbeit tätig, 2013 waren es noch 856.000 Personen. Die Zahl der Leiharbeiter 2015 entspricht einem Anteil von 2,7% aller Beschäftigten. Fast zwei Drittel beziehen einen Monatslohn von maximal 1.973 Euro brutto (Vollzeitbeschäftigte hatten im Schnitt 2015 einen Monatslohn von 2960 Euro brutto). Der Anteil der Niedriglöhner an allen Beschäftigten beträgt 20%. Fast 6% der Leiharbeiter sind zudem „Aufstocker“, sind also auf ergänzende Hartz-IV-Leistungen angewiesen.Quelle: Antwort der Regierung auf Anfrage der Linkspartei – Junge Welt 9.9.2016




Erstellt: 03.10.2016 19:57 | Letzte Änderung: 03.10.2016 19:57

JFI 62-16 ++ Bahn: Schlaflos durch die Nacht? ++ Weltkonzern Zumtobel: Seit vier Wochen Streik gegen Schließung ++ Indien: 180 Millionen bei Generalstreik


Jour Fixe Info 62 - 16. 12. Jahrgang – 3.10.2016

Aktuelle Sammlung von - vor allem - gewerkschaftspolitischen Artikeln, Beiträgen und Fakten als Ergänzung zu den Veranstaltungen des „Jour Fixe“ in Hamburg


00 Bahn: ++ Schlaflos durch die Nacht? ++ Neuer Fernbahnhof Altona ++ Doro-Chiba, Teil II
01 Weltkonzern Zumtobel. Widerstand gegen Schließung in Usingen!
02 KollegInnen weiter im Widerstand gegen Möbel-Konzern XXXL-Rück
03 Diakonie fordert 20 Prozent Gehaltskürzungen!
04 Kapovaz ist legale Lohnprellerei!
05 Junge GewerkschafterInnen aus vier Kontinenten: Die Lieferketten organisieren!
06 Bei Streiks: Wehren nicht nur gegen Chefs sondern auch gegen Presseabteilung
07 Großbritannien: Corbyn macht Hoffnung
08 Griechenland: Dokumentarfilm über die Solidarische Klinik in Thessaloniki
09 USA: ++ Free Mumia ++ Personalbemessung in KH New York ++ Attentäter lebt unbehelligt
10 Kuba: Gespräch mit Aleida Guevara March
11 Großbritannien: Die Geschundenen des Markts
12 Indien: 180 Millionen bei Generalstreik in Indien
13 Buchbesprechung. Charles Bettelheim: Die Klassenkämpfe in der UdSSR (jetzt erst auf deutsch)
14 Termine
15 Blitzlicht ins Proletariat

00  Bahn

Ohne Schlaf durch die Nacht? - Die DB will Nachtzüge durch ICEs ersetzen
Ende 2015 hat Bahnvorstand Ronald Pofalla auf der Fahrt zum Klimagipfel in Paris erklärt, dass die DB wegen der hohen Nachfrage nach Nachtzügen zukünftig nur ICEs und keine Schlaf- und Liegewagen mehr einsetzen will.

Wie bitte? Sitzen statt schlafen? Ohne Schlaf durch die Nacht?
Wir haben verglichen: Nachtzüge jetzt - und Nachtzüge à la Pofalla.
Fazit: Das Ersatzangebot der ÖBB reicht nicht aus, ALLE Nachtzüge müssen gerettet werden! Die Petition findet sich auf http://gleft.de/19T, weitere Informationen gibt es auf http://www.nachtzug-bleibt.eu.

Schlaflos durch die Nacht
gerade fertig geworden / 5Min / von UnterstützerInnen der Beschäftigten der DB European Railservice mit Unterstützung des mpz
Jetzt auf Vimeo: https://vimeo.com/184862315
Und diesmal auch auf youtube: https://www.youtube.com/watch?v=kC4cDHm3bPc
Eure mpzlerInnen

Und hier nochmal aus Jour Fixe Info 59-16 das Interview mit Joachim Holstein.

Zur Situation bei der Deutschen Bahn in Deutschland:
Nachtzüge ade?

Interview mit Joachim Holstein, BR und Sprecher des Wirtschaftsausschusses der Bahntochter DB European Railservice

Abends in den Zug steigen und am nächsten Tag gut ausgeruht am Ziel sein - wird zumindest in Deutschland immer seltener möglich. Aus Sicht der Bahn sind Nachtzüge ein Zuschussgeschäft, weshalb sie sich von dieser Sparte trennen will. Dabei ist die Nachfrage da. Mehr:

http://www.rbb-online.de/was/archiv/20160914_2215/nachtzug.html

Anmerkung:

Der Kollege Holstein berichtete auf unserem Jour Fixe am 7.9. in der aktuellen halben Stunde über den Widerstand von KollegInnen gegen die Pläne und Entscheidungen des Bahnvorstandes. (Siehe auch unten im Artikel von "Schattenblick") (DW)

Neuer Fernbahnhof Altona: Stadt lehnt geplante "Hundehütte" ab

Die Deutsche Bahn will am Diebsteich einen Zweckbau errichten, der Oberbaudirektor jedoch ein Hochhaus.
http://www.abendblatt.de/hamburg/altona/article208285497/Neuer-Fernbahnhof-Stadt-lehnt-geplante-Hundehuette-ab.html


Bericht über die Eisenbahnergewerkschaft Doro Chiba, Teil II aus der Zeitung „Schattenblick“:

Bericht vom 144. Jour Fixe mit EisenbahngewerkschafterInnen aus Japan am 7.9.16
Teil II: Sayonara Genpatsu – Gewerkschaften fördern „Abschied von der Atomenergie“
http://www.schattenblick.de/da/2016/09/sb_160920_schattenblick_druckausgabe.pdf

Und hier nochmal Teil I (aus Jour Fixe Info 59-16)

144. Jour Fixe mit Eisenbahngewerkschaftern aus Japan
Vortrag und Diskussion des Forums der Gewerkschaftslinken Hamburg am 7. September 2016 im Curiohaus

Ein kämpferisches, offenherziges und auch lebensfrohes Beispiel für die Vernetzung der Arbeiterschaft über Staatsgrenzen hinweg lieferte vor kurzem der Besuch einer Delegation der japanischen Eisenbahnergewerkschaften Doro-Chiba, Doro-Mito und Doro-Fukushima in Deutschland. Nachdem die Gäste zunächst in Berlin Station gemacht hatten, besuchten fünf der sechs Gewerkschaftsmitglieder am 7. September Hamburg, wo das Forum der Gewerkschaftslinken zum 144. Jour Fixe ins Curiohaus an der Rothenbaumchaussee geladen hatte.

Mehr:
http://www.schattenblick.de/infopool/politik/report/prbe0243.html
redaktion@schattenblick.de


01  Polizeieinsatz gegen Streikende

Seit zwei Wochen streiken die Beschäftigten des Leuchtenwerks Zumtobel in Usingen (Hessen) für einen Sozialtarifvertrag und protestieren gegen die geplante Demontage und Schließung des Betriebs. In den beiden letzten Tagen hat sich der Konflikt zwischen den in der IG Metall organisierten Beschäftigten und dem Zumtobel-Konzern weiter zugespitzt.
http://derfunke.de/index.php/rubriken/kapital-und-arbeit/2026-polizeieinsatz-gegen-streikende

Streikende von Zumtobel vor hessischem Landtag
Die Firma Zumtobel will ihren Standort im Hochtaunuskreis schließen, die Streikenden kämpfen im Dauerstreik für Abfindungen.
http://www.fr-online.de/rhein-main/zumtobel-in-usingen-zumtobel-beschaeftigte-ruetteln-landtag-auf,1472796,34813948.html
Anmerkung:
Eine größere Delegation der streikenden Zumtobel-KollegInnen war auf der Streikkonferenz III in Frankfurt/M. (30.9. bis 2.10.) Sie berichteten vor 550 KollegInnen auf dem Auftaktplenum. Und am nächsten Tag in verschiedenen Arbeitsgruppen. Das Interesse, die Anteilnahme und die Unterstützung durch die vielen KollegInnen haben ihnen gut getan und sie in ihrem Kampf bestärkt! (DW)

02  Prozess gegen XXXL_Rück geht weiter. Der Kampf gegen Entlassungen erst recht
Offiziell klagt der Betriebsrat von XXXL-Rück an der Straßburger Straße auf Herausgabe seines Büros (wir berichteten). Tatsächlich geht es aber um die Frage, ob er überhaupt noch eine Existenzberechtigung hat. Denn das bestreitet die in Würzburg ansässige Deutschland-Zentrale des österreichischen Möbel-Konzerns XXXL. Mehr:
http://www.derwesten.de/staedte/oberhausen/standortleiter-von-xxxl-rueck-im-zeugenstand-aimp-id12210473.html
Siehe dazu auch eine ver.di Pressemeldung – und einen Artikel aus dem Aktivenkreis des Aktionskreis gegen Unternehmerwillkür (AKUWILL)
http://www.labournet.de/?p=101247

03  Diakonie im Stillstand

Evangelischer Wohlfahrtsverband verweigert nach wie vor Tarifverhandlungen und fordert Gehaltskürzungen von mehr als 20 Prozent
http://www.jungewelt.de/beilage/art/293961

04  Kapovaz ist legale Lohnprellerei!

Bis zu 1,9 Millionen Menschen arbeiten in der BRD »auf Abruf«. DGB will diese Form prekärer Beschäftigung abschaffen
https://www.jungewelt.de/2016/09-27/003.php
Anmerkung:
Das ist endlich mal eine energische radikale Aussage einer führenden Gewerkschafterin! Während sich bisher die DGB-Gewerkschaften dem Willen des Kapitals unterordneten, soll es jetzt nach den Interessen der 1,9 Millionen Kapovaz-Beschäftigten gehen. Wir können gespannt sein, mit welchen Mitteln Frau Buntenbach und der DGB das durchsetzen wollen. Im Parlament? Mit Appellen? Oder mit Mobilisierung und Solidarität? (DW)

05  Die Lieferketten organisieren

International vernetzt:
Junge Gewerkschafter aus vier Kontinenten diskutierten in Berlin Antworten auf Strategien der globalen Handelskonzerne

https://www.jungewelt.de/2016/09-20/059.php
Anmerkung:
Die jungen GewerkschafterInnen trafen sich in der ver.di-Jugendbildungsstätte Berlin-Konradshöhe. Es zeigte sich wieder das Janus-Gesicht von verdi, bzw. der DGB-Gewerkschaften! Einerseits beteiligten sich junge, engagierte ver.di-Sekretäre an der Konferenz – andererseits verhökert die verdi-Vermögensverwaltung unter Umgehung jeglicher innergewerkschaftlicher Demokratie gewerkschaftliches Eigentum! Als wenn dieses nicht den Mitgliedern sondern dem verdi-Apparat gehörte. (DW)

06  »Streikende und ihre Ziele werden diffamiert«

Belegschaften im Ausstand müssen nicht nur mit ihren Chefs fertig werden. Wichtig ist auch der Kampf gegen deren Presseabteilungen.
Gespräch mit Elmar Wigand
http://www.jungewelt.de/2016/09-29/005.php

07  Großbritannien

Corbyn macht Hoffnung
Linker Labour-Chef wiedergewählt. Parteirechte will Votum nicht akzeptieren und plant seine Demontage

Von Christian Bunke, Manchester

https://www.jungewelt.de/2016/09-30/012.php

Anmerkung:

Corbyn zeigt, wie schwer es ist, gegen den neoliberalen Strom zu schwimmen. Er hat 80 Prozent der Fraktion, d.h., das Parteiestablishment gegen sich, aber eine große Mehrheit der Mitglieder, besonders der jüngeren, hinter sich. Und hier in Deuschland? Nichts zu hören bei der SPD oder den Grünen von einem deutschen Corbyn. Und die Linkspartei strebt eine Koalition mit SPD und Grünen, den Einrichtern neoliberaler Verhältnisse in Deutschland an! Schöne Aussichten. Sollten wir nicht schon mal anfangen, eine außerparlamentarische Opposition zu gründen - wie 1966? (DW) 

08  Griechenland

Einsam oder gemeinsam?
Dokumentarfilm über die Solidarische Klinik in Thessaloniki

"… Im Gegenzug zu weiteren Krediten und als „Krisenmaßnahme“ verlangte die Troika von Griechenland, seine Staatsausgaben zurück zu schrauben und zu sparen. Diese Auflage traf auch das Gesundheitswesen hart: Binnen kurzem waren 30% der griechischen Bevölkerung ohne Krankenversicherung und damit ohne Zugang zu medizinischer Versorgung. Daraufhin wurden in vielen Städten solidarische Arztpraxen und Kliniken gegründet, in denen alle, die es brauchen - Einheimische, Eingewanderte und Geflüchtete - umsonst behandelt werden. Die Aktivistinnen und Aktivisten in diesen Kliniken arbeiten unentgeltlich, kollektiv und basisdemokratisch. Ihre Tätigkeit ist eine sehr praktische und sehr kämpferische Form des Widerstands gegen eine Politik, die Menschen in existenzielle Not und Einsamkeit treibt. Die Solidarische Klinik in Thessaloniki (http://www.kiathess.gr) war eine der ersten ihrer Art, und sie arbeitet nach wie vor. Der Film zeichnet ihre Geschichte nach und stellt die allgemeinere Frage, ob solche Initiativen eine Gesellschaft solidarischer machen können…" Aus der Ankündigung zum Berliner Film-Screening bei der Griechenlandsoli
https://griechenlandsoli.com/2016/07/03/berlin-film-und-diskussion-einsam-oder-gemeinsam-am-28-september-2016/

09  USA

Free Mumia
Antrag auf komplett neues Berufungsverfahren für Mumia Abu-Jamal

http://www.labournetaustria.at/free-mumia-berlin-21-9-2016-judging-injustice-antrag-auf-komplett-neues-berufungsverfahren-fur-mumia-abu-jamal/

Eine feste Größe.

Kämpfe für gesetzliche Personalbemessung in New Yorks Krankenhäusern
Artikel von Nadja Rakowitz, erschienen in express, Zeitung für sozialistische Betriebs- und Gewerkschaftsarbeit
http://www.labournet.de/internationales/usa/arbeitskaempfe-usa/eine-feste-groesse-kaempfe-fuer-gesetzliche-personalbemessung-in-new-yorks-krankenhaeusern/

Terror gegen die Revolution

40 Jahre nach dem Anschlag auf ein kubanisches Verkehrsflugzeug lebt einer der Haupttäter noch immer unbehelligt von der Justiz in den USA
Von Volker Hermsdorf

https://www.jungewelt.de/2016/10-01/061.php

10  Kuba

»Ich bin mit außergewöhnlichen Menschen aufgewachsen«
Gespräch mit Aleida Guevara March. Über die Aufgaben der europäischen Linken, die Auswirkungen der US-Blockade auf das Gesundheitswesen in Kuba und die Revolutionärinnen, die sie geprägt haben

Interview: Ron Augustin
https://www.jungewelt.de/2016/10-01/067.php

11  Großbritannien

Die Geschundenen des Markts
Britische Gewerkschaften und der »Brexit«

Artikel von Pit Wuhrer, erschienen in express, Zeitung für sozialistische Betriebs- und Gewerkschaftsarbeit,

http://www.labournet.de/internationales/grossbritannien/gewerkschaften-grossbritannien/die-geschundenen-des-markts-britische-gewerkschaften-und-der-brexit/

12  Indien

180 Millionen an einem Strang: Generalstreik in Indien
Jüngster Generalstreik in Indien schrieb Geschichte und ist Ausdruck einer neuen Aktionseinheit der traditionell zersplitterten Gewerkschaftsbewegung im Land. Viele Forderungen gelten auch für den riesigen »informellen Sektor« Mehr:

http://www.jungewelt.de/beilage/art/293957


13  Buchbesprechung

Charles Bettelheim: Die Klassenkämpfe in der UdSSR (Band 3 und 4)
Erstmals auf Deutsch. Erschienen in der Buchmacherei

http://diebuchmacherei.de/soz-09-2016-2/#more-867


14  Termine

+++ Bundesweite Demonstration in Berlin

Sicherheit in Europa gibt es nur MIT und nicht GEGEN Russland.
Wir verlangen von der Bundesregierung:
den Abzug der Bundeswehr aus allen Auslandseinsätzen,
die drastische Reduzierung des Rüstungsetats den Stopp der Rüstungsexporte,

die Ächtung von Kampfdrohnen ,

keine Beteiligung an NATO-Manövern und Truppenstationierungen entlang der Westgrenze Russlands.

Wir sagen Nein zu Atomwaffen, Krieg und Militärinterventionen.

Wir fordern ein Ende der Militarisierung der EU. Wir wollen Dialog, weltweite Abrüstung, friedliche zivile Konfliktlösungen und ein auf Ausgleich basierendes System gemeinsamer Sicherheit.

Wir rufen auf zur bundesweiten Demonstration am 8.10.2016 in Berlin.

Am Sa. den 08.10.2016 fährt ein Bus von Hamburg nach Berlin. Fahrkarten für 25 Euro gibt es beim Friedensforum.

info@internationales-friedensforum-hamburg.de

+++ Liebe FreundInnen, KollegInnen und GenossInnen, nach vielen Jahren endlich mal wieder in Hamburg:

Rolf Becker liest aus dem Kommunistischen Manifest
am Donnerstag, 6. Oktober  2016 im Bürgerhaus Wilhelmburg. Beginn 19 Uhr

Ein historisches Dokument, aber bis heute weithin aktuell und in der bildhaften Sprache unübertroffen beschreiben Marx und Engels den Siegeszug des Kapitalismus auf der ganzen Erde und seine Folgen. Wenn man diesen Teil des Manifests hört, beschleicht einen das Gefühl, dass es erst heute im Zeitalter der „Globalisierung“ voll mit der Wirklichkeit übereinstimmt...

Jeder, der Rolf Becker und seine Stimme kennt, weiß, dass die Lesung zugleich ein Genuss werden wird.

Ihr seid herzlich eingeladen

Masch e.V., Harburg


15 Blitzlicht ins Proletariat

Überlange Arbeitszeiten

Bei knapp einem Viertel aller Beschäftigten in der BRD (ca. 43 Mill. bei einer Bevölkerung von ca. 81 Millionen) nimmt der Job mehr als 45 Stunden pro Woche in Anspruch. Bei den Vollzeit-Beschäftigten ist es sogar ein Drittel. 17% gaben in einer Befragung an, sogar 48 Stunden und mehr pro Woche arbeiten zu müssen.
Quelle: DGB-Index „Gute Arbeit“ – Junge Welt 12.2. 2016





Erstellt: 25.09.2016 23:12 | Letzte Änderung: 25.09.2016 23:12

JFI 61-16 ++ Sieben Großdemos gegen TTIP und CETA ++ Der Stand bei goodgame ++ Die Auseinanderetzungen bei CFM (Cha rité) ++ Gedenken an nine eleven 1973

Jour Fixe Info 61-16. 12. Jahrgang –25.09.2016

Aktuelle Sammlung von - vor allem - gewerkschaftspolitischen Artikeln, Beiträgen und Fakten als Ergänzung zu den Veranstaltungen des „Jour Fixe“ in Hamburg



Selbstkritik bei Goodgame
Image und Wirklichkeit sind hier zwei Welten
https://www.kununu.com/de/goodgame-studios/a/TkdpWFJ3

ver.di: Bietet Gekündigten von Goodgame Hilfe an. Bildung eines Betriebsrates noch möglich
https://hamburg.verdi.de/themen/nachrichten/++co++8847d60a-69df-11e6-9830-52540066e5a9

Bei dem Hamburger Software-Unternehmen »Goodgame Studios« werden derzeit zahlreiche Beschäftigte entlassen
Ein Betriebsrat, der einen Sozialplan verlangen könnte, existiert nicht. Seine Gründung war zuvor verhindert worden. Mehr:
von Gaston Kirsche
http://jungle-world.com/artikel/2016/37/54847.html


02  Die Auseinandersetzungen bei CFM (Charité)
7.9.2016 Warnstreik CFM ab Frühdienst #
7.9.2016 ab 15 Uhr Demonstration ab Mitte #
9.9.2016 nächste Verhandlungsrunde mit der CFM #
14.9.2016 Betriebsversammlung #
demnächst wohl Streik nötig!!!
Ja, trotz der bitteren Erfahrungen im vergangenen Streik und ja, gerade weil sich die CFM-Chefs schon auf unseren Streik vorbereitet haben, ist es so wichtig, den Streik mit vielen Kolleg_innen zu beginnen und alles daran zu setzen, dass unser Ausstand schell Wirkung zeigt. Denn oft haben wir nicht die Chance, zeitgleich mit den Kolleg_innen von Vivantes (VSG) zusammen in den Arbeitskampf zu treten. Bei Vivantes brodelt es auch unter den Schwestern und Ärzt_innen und auch an der Charité herrscht Wut auf die Oberen. Stimmung ist da, sie muss sich nun ausrichten auf den Arbeitskampf. Das Spekulieren auf eine Neuzusammensetzung des Senates wird uns nicht den dringend notwendigen Lohnerhöhungen durch Übernahme des Tarifvertrages Charité näher bringen." Und weitere Beiträge in Vitamin C vom 8. September 2016 (pdf)
http://sozialistische-arbeiterstimme.org/IMG/pdf/Vitamin_C_-_08-09-2016.pdf

»Sie knapsen Investitionsmittel vom Lohn ab«
Weil die Uniklinik Charité und der Krankenhausbetreiber Vivantes sparen wollen, wird das Servicepersonal schlecht bezahlt. Nun rücken beide Belegschaften zusammen. Gespräch mit Janine Balder und Kalle Kunkel. (Ver.di-Sekretäre Vivantes und Charité) Mehr:
http://www.jungewelt.de/2016/09-13/060.php


03  Weniger Fliegen - wieso weshalb warum?
Der Clip (zwei Minuten) erklärt kurz und gut, wie Fliegen das Klima aufheizt und warum es besser ist, nächstes Mal den Nachtzug zu nehmen:
https://m.youtube.com/watch?v=QYcJkxZ5HMY

Heuschrecken bei der Bahn
Von Winfried Wolf
Die Bahn will Teile ihrer Tochtergesellschaften verkaufen. Die frischen Milliarden sollen wohl Stuttgart-21-Löcher stopfen, und Rüdiger Grube wird vermutlich nur noch eine große Rede halten. Unser Autor wirft einen Blick in die Zukunft des Schienenkonzerns.
http://www.kontextwochenzeitung.de/wirtschaft/284/heuschrecken-bei-der-bahn-3860.html


04  Das bisschen Fahren...
Bei den deutschen Truckern dümpelt es in Hoffnungslosigkeit weiter vor sich hin.
Die kleinen Restinitiativen lassen sich vereinnahmen von Verdi und SPD.
Günther Plänitz sprach bereits 1983(!) in seiner wissenschaftlichen Analyse davon, daß gewerkschaftliche Strategie "seit 25 Jahren" gescheitert sei und in der Zeit die Arbeitsbedingungen nicht verbessert werden konnten, im Gegenteil, sie hätten sich verschlechtert. Dabei ist es so, daß die älteren Fahrer sich die Zeiten vor 1983 (dem großen Fahrerstreik) zurückwünschen, denn da habe sich die ÖTV noch um die Fahrer gekümmert. Wenn die Zeiten einer gescheiterten Gewerkschaftspoltik vor 3 Jahrzehnten im Rückblick noch als "Gold" erscheinen, hat man einen Eindruck von der Rolle von Verdi heute.
Das Video mit der Buchbesprechung:
https://youtu.be/Uov9BeHX2LI

05 Leiharbeit muss weg. Kein Tarifvertrag zur Leiharbeit!

Kollegen, unterschreibt den eingelegten Aufruf!
Der neue Gesetzentwurf gegen die Leiharbeiter muss vom Tisch – durch unseren Kampf!
Flugblatt vom September 2016 (pdf), geschrieben, verteilt und finanziert von
Vertrauensleuten und Betriebsräten des Daimler-Werkes Bremen, das am 16.9. bei Daimler verteilt wurde
http://www.labournet.de/wp-content/uploads/2016/09/dchb_092016.pdf

Woanders funktioniert's: Gleicher Lohn für gleiche Arbeit
Andere Länder machen es vor: In Österreich und der Schweiz müssen Zeitarbeiter zu den gleichen Löhnen beschäftigt werden wie das Stammpersonal. In Frankreich erhalten sie ebenfalls das gleiche Entgelt, und zusätzlich gibt es zum Einsatzende noch einen Bonus obendrauf. Gleicher Lohn für gleiche Arbeit – das sollte auch bei uns in Deutschland vom ersten Tag an gelten. Mehr: http://www.mdr.de/nachrichten/politik/meinung/leiharbeit-kommentar-lohndumping-bezahlung-100.html


06  Gegenmacht organisieren
Betriebsräte haben durchaus Gestaltungsmöglichkeiten – wenn sie gegenüber Unternehmern eine eigene Strategie entwickeln und die Beschäftigten beteiligen
https://www.jungewelt.de/2016/09-16/055.php
Der Berliner Anwalt für Arbeitsrecht, Daniel Weidmann, gibt Ratschläge aus der Praxis bei Fertigmachen/Union Busting, er nennt es Anliegenkampf.
Sein Artikel erschien in der Roten Hilfe Zeitung 3/2016 

http://www.labournet.de/politik/gw/mitbestimmung/betriebsrat/kapital/gemeinsam-gegen-union-busting-moeglichkeiten-der-politischen-medialen-und-juristischen-gegenwehr-im-betrieb/ 

07  Statistisches Bundesamt: Arbeitszeit steigt um eine halbe Stunde

Die Arbeitnehmer in Deutschland verbringen mehr Zeit im Job als noch vor 20 Jahren: und zwar im Schnitt 30 Minuten. Das hat das Statistische Bundesamt ausgerechnet. Demnach fordert der Job nicht nur unter der Woche mehr Zeit.
http://www.spiegel.de/karriere/arbeitszeit-der-deutschen-hat-sich-um-eine-halbe-stunde-verlaengert-a-1112401-druck.html
 
AOK-Fehlzeiten-Report 2016:
Mitarbeitergesundheit leidet unter schlechter Unternehmenskultur
"Eine schlechte Unternehmenskultur geht mit einem deutlich höheren gesundheitlichen Risiko für Mitarbeiter einher, lautet das Ergebnis einer Befragung unter rund 2.000 Beschäftigten im aktuellen Fehlzeiten-Report 2016 des Wissenschaftlichen Instituts der AOK (WIdO). So ist jeder Vierte, der seine Unternehmenskultur als schlecht bewertet, auch mit der eigenen Gesundheit unzufrieden. Bei den Befragten, die ihr Unternehmen positiv sehen, war es nur jeder Zehnte. (...)“
http://www.wido.de/aktuelles/aktuell/meldungakt/artikel/fehlzeiten-report-2016.html
Anmerkung:
Die Arbeitszeiten steigen, Krankheiten durch die Arbeitssituation nehmen zu. Früher traten die Gewerkschaften ein für: „Samstags gehört Vati mir“, in den 1980ern wurde für die 35 Stunden-Woche gekämpft. Von dieser kämpferischen Haltung, auch auf dem Boden der Sozialpartnerschaft, sind die Gewerkchaftsführungen abgekommen, als wenn Gewerkschaften Sonnenscheinorganisationen wären, die nur in „guten Zeiten“ wie in der Zeit des rheinischen Kapitalismus kämpfen dürften. Die Devise: „Gegenmacht organisieren“ (siehe oben) gilt mehr denn je! (DW)

08  Nachruf auf den Atomkraftgegner Klaus Traube

Von Reimar Paul.
Jüngere Anti-AKW-Aktivisten kennen kaum noch seinen Namen, die älteren erinnern sich an ihn als einen ihrer allerersten Mitstreiter. 40 Jahre lang warnte Klaus Traube vor den Gefahren der Atomkraft. Unermüdlich setzte er sich für Energieeffizienz, die Kraft-Wärme-Kopplung und den Ausbau der Stromerzeugungskapazitäten aus erneuerbaren Trägern ein. Mehr:https://www.jungewelt.de/2016/09-12/016.php


Info aus buko news vom 15.9.16
09  Endlich Frieden in Kolumbien?!
Auszug aus dem Artikel von Ani Dießelmann auf amerika21:
„Historischer Moment? Friedensabkommen für Kolumbien“
Farc und Regierung erzielen Einigung. Unterstützung aus aller Welt. Plebiszit für Oktober angekündigt. Besorgnis hinsichtlich der Umsetzung des Frieden
Havanna/Bogotá. Die Delegierten der Regierung von Präsident Juan Manuel Santos und der Revolutionären Streitkräfte Kolumbiens (Farc) haben in der kubanischen Hauptstadt Havanna ein 297 Seiten umfassendes endgültiges Friedensabkommen unterzeichnet. Anwesend waren die Garanten aus Kuba und Norwegen sowie der kubanische Außenminister Bruno Rodríguez Parrilla. Damit sind formal die fast vier Jahre andauernden Verhandlungen abgeschlossen.“
Hier einsehbar:
https://amerika21.de/2016/08/158779/friedensabkommen-unterzeichnet

Zu den Inhalten des Abkommens gibt es hier einen guten Überblick:
„ Zur Schlussvereinbarung zwischen Farc-EP und Regierung. Zusammenfassung des am 24. August 2016 in Havanna vereinbarten endgültigen Abkommens“ ebenfalls von amerika21 einsehbar unter:
https://amerika21.de/dokument/158958/schlussvereinbarung-havanna

Zu den Problemen, die der Umsetzung des Abkommens entgegen stehen, möchten wir euch ebenfalls einige Artikel empfehlen:
Politische Morde und Gewalt: Paramilitärs in Kolumbien wieder aktiver
https://amerika21.de/2016/09/159889/kolumbien-politische-morde
Nach 14 Tagen Waffenstillstand: Fast jeden Tag ein ermordeter Aktivist in Kolumbien
https://kolkampagneberlin.wordpress.com/2016/09/14/

ELN: Regierung Santos hat Friedensgespräche auf Eis gelegt
https://amerika21.de/2016/07/156915/friedensgespraeche-eis

10  Gedenken an die 3.200 Toten bei nine eleven

Tausende Menschen haben am Sonntag in Chile in Gedenkveranstaltungen und Demonstrationen an den Putsch gegen die gewählte Regierung von Präsident Salvador Allende vor 43 Jahren erinnert. Mehr:
https://amerika21.de/2016/09/160006/putsch-chile-gedenken-udi Anmerkung:
Schuld am Tod dieser Menschen (und 38.000 Gefolterten) sind der CIA, der damalige Präsident der USA, Richard Nixon und der Berater und Friedensnobelpreisträger Henry Kissinger, die 1973 die Putsch- und Mordbefehle gaben. Sie kamen nie vor ein Gericht, z.B. den internationalen Gerichtshof in den Haag, im Gegenteil Kissinger erhielt 1973 den Friedensnobelpreis. (DW)

11  Der Aufstieg der CIA zur Schattenregierung der USA

Von der Kooperation mit den Nazis über den Mord an Kennedy bis zu den 683 Mordversuchen an Fidel Castro, von denen der CIA bisher acht zugegeben hatIm Buch sprechen Sie auch über die Kooperation der CIA mit Nazigrößen. Welche Kooperationen gab es? Und darf ich zutreffend folgern, dass zumindest einigen Teilen der US-Elite der Faschismus in Europa nicht wirklich unsympathisch gewesen ist? Mehr:http://www.nachdenkseiten.de/?p=34928
Anmerkung:
Wer dies Interview mit dem Verfasser des Buches: „Das Schachbrett des Teufels“, David Talbot liest, lernt, daß der Putsch in Chile eine der leichtesten Übungen für den CIA war. (DW)


12  Termine:

+++ An alle Lateinamerika Freunde,

wir, die aus verschiedenen Ländern Lateinamerikas stammen, möchten euch hiermit zu einer tanzenden Demonstration  am 01 Oktober um 14 Uhr, vor dem (S) Jungfernstieg einladen.Ziel ist das US General Konsulat.
Wir wollen zum Ausdruck bringen was zur zeit in Lateinamerika geschieht, denn aus den hiesigen Medien hörst du kaum etwas!
"In Argentinien werden die Errungenschaften der alten Regierung zunichte gemacht, in Brasilien wurde die Amtsinhaberin entmachtet, die destabilisierungsversuche der rechten in Venezuela, die mörderische neue Regierung in Peru, die massive Hinrichtung der Studenten und LehrerInnen in Mexico und die Hetze gegen den Friedensprozess in Kolumbien!"
All dies hat die Handschrift der US- Regierung deshalb lasst uns zur US-Botschaft tanzen und unsere Wut hinaus schreien.
Alle friedlichen Menschen sind eingeladen uns zu begleiten

+++   Globale Gerechtigkeit auch in der digitalen Welt

Rundreise, 29.09.-6.10. bundesweit Lina Ben Mhenni war als Bloggerin in der Revolte in Tunesien aktiv. Sie setzt sich kritisch mit den damaligen Erfahrungen der Mobilisierung über soziale Medien auseinander.
Anivar Aravind
organisiert in Indien Widerstand gegen Facebooks neokolonial beschränktes „Umsonst-Internet“.
Yves Ndagano
kämpfte als Kindersoldat im Kongo und schuftete dann in den Koltan-Minen. Jetzt unterstützt er als Schauspieler den Widerstand gegen Ausbeutung und Unterdrückung.
Am 6.10. um 20 Uhr, Hamburg, Centro Sociale, Sternstr. 2

Weitere Infos:
https://bigdata.blackblogs.org/veranstaltungsreise/

+++    "Die Frau meines Vaters - Erinnerungen an Ulrike Meinhof"

07.10.2016 (Freitag) 19:30. Centro Sociale. Sternstr. 2 (gegenüber U-Bahn Feldstr.)
Lesung mit anschließender Diskussion
Anja Röhl liest aus ihrem autobiographischen Buch (edition nautilus) zu ihren Erinnerungen an Ulrike Meinhof.
http://www.centrosociale.de/2016-10-07/die-frau-meines-vaters-erinnerungen-ulrike-meinhof

+++   Liebe Kollegin, lieber Kollege,

wir laden euch herzlich ein zu einer Diskussionsrunde mit dem Thema
"Brauchen wir neue Arbeitskampfstrategien?“
am Donnerstag, den 6. Oktober 2016, 18.00 Uhr,
im Hamburger Gewerkschaftshaus, Besenbinderhof 60, Raum St. Georg Schon das Wort „Arbeitskampf“ zeigt, dass wir es in Tarifauseinandersetzungen bei der Durchsetzung unserer Forderungen nie leicht haben. Und die Streiks der letzten Jahre haben uns mehr und mehr gezeigt, dass wir mit unseren altbewährten Methoden heute oft nicht mehr die gleiche Wirkung erzielen, wie das früher vielleicht einmal der Fall war...Und wir interessieren uns auch für den solidarischen Blick von außen.Wir haben deshalb Dr. Heiner Dribbusch eingeladen, der sich als Arbeitskampfexperte beim Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Institut (WSI) der Hans Böckler Stiftung mit der Analyse des Streikgeschehens in Deutschland beschäftigt... Lasst uns hören und sehen, ob wir etwas bei unseren Arbeitskampfstrategien besser machen sollten und wie diese Verbesserungen aussehen könnten!
Bitte melde Dich an unter ressort1.hh@verdi.de oder über 040 2858 1100, damit wir die Veranstaltung angemessen planen können!
Beste Grüße
Sandra Goldschmidt
ver.di Landesbezirk Hamburg
https://hamburg.verdi.de/

13  Blitzlicht ins Proletariat

Unregelmäßige Arbeitszeiten machen krank!
Flexible“ Arbeitszeiten (Schichtarbeit, Nachtarbeit, Wochenendarbeit, wechselnde Tagesarbeitszeiten) werden immer typischer. Ein Viertel aller Beschäftigten in der BRD (8,8 Mill.) arbeiteten 2015 auch nach 18 Uhr. 10 Jahre vorher waren es „nur“ 5 Millionen. Die Zahl der NachtarbeiterInnen zwischen 23 und 6 Uhr stieg in den 10 Jahren von 2,4 auf 3,3 Millionen. Auch die Zahl derjenigen, die am Wochenende schuften müssen hat zugenommen, von 18,8& auf 24,4%. Jeder sechste arbeitet heute im Schichtbetrieb und Überstunden werden kaum noch bezahlt. Die Folgen sind steigende gesundheitliche Schäden!
Quelle: Bundesarbeitsministerium (Anfrage der Linkspartei) – JW 3.9.2016




Erstellt: 23.09.2016 10:01 | Letzte Änderung: 23.09.2016 10:01

JFI 60-16 ++ EINLADUNG 145. JOUR FIXE: ERFOLGREICH GEGEN FERTIGMACHER UND UNION BUSTER ++ Diesmal im MPZ!

Einladung zum 145. Jour Fixe am Samstag, 8. Oktober um 15 Uhr im MPZ, Sternstr. 4 (neben centro sociale), U-Bahn Feldstr. (Das nächste Jour Fixe ist wieder im Curiohaus und wieder am 1. Mittwoch im Monat!)


Union-Buster und Fertigmacher mit ihren eigenen Waffen schlagen -
anstatt Opfer zu werden

Mögliche Strategien für eine erfolgreiche Betriebsratsarbeit
Referent: Markus Krost. Betriebsratsvorsitzender Reha-Kliniken Usedom


Seit über 10 Jahren nehmen die Fälle von Union Busting/Fertigmachen zu, leider meistens erfolgreich für die Kapital-Seite. Der Referent berichtet über Gegenstrategien und zeigt Beispiele von erfolgreichem Widerstand

Natürliche und professionelle Reaktionen auf Mobbing/Fertigmachen und Union Busting

Kampf zwischen Arbeitgeber und Betriebsrat um die Mehrheit in der Belegschaft

Der Soziologe Herrmann Kotthoff schreibt:
Das Betriebsverfassungsgesetz ist kein kompensatorisches Gesetz, das einem schwachen BR den Rücken stärken könnte, sondern ein appelatorisches Gesetz, das starke Kontrahenten ermuntert, den Konflikt auszutragen.

Betriebsräte haben mit dem BetrVG ein sehr wirksames Instrumentarium, um Mitbestimmung zum Wohle der Arbeitnehmer zu erzwingen. Aber sie müssen damit umgehen können!

Fertigmachen/Union Busting/Mobbing leben davon, dass Betroffene sich als Opfer fühlen und sich entsprechend wehren. Es kommt aber darauf an, zu agieren statt auf Arbeitgeberattacken zu reagieren.

Der Berliner Anwalt für Arbeitsrecht, Daniel Weidmann, nennt es Anliegenkampf.
Sein Artikel erschien in der Roten Hilfe Zeitung 3/2016 

http://www.labournet.de/politik/gw/mitbestimmung/betriebsrat/kapital/gemeinsam-gegen-union-busting-moeglichkeiten-der-politischen-medialen-und-juristischen-gegenwehr-im-betrieb/ 

Mit Hilfe eines erfahrenen Rechtsanwalts kann man sich aus dieser Opferrolle lösen und die Anliegen der Belegschaft vorantreiben:
Entgeltgerechtigkeit, Arbeitszeitregelung, Gesundheits-, Arbeits-, Datenschutz und Fort- und Weiterbildung.

Dass man sich von "Arbeitgeber"attacken nicht unterkriegen lassen muss und die Belegschaft wehrhaft sein kann, zeigt das Beispiel Median und dessen GBR-Vorsitzender Roland Thomae.

http://www.nw.de/lokal/kreis_minden_luebbecke/bad_oeynhausen/bad_oeynhausen/3081842_Psycho-Terror-und-Stasi-Methoden.html http://www.nw.de/lokal/kreis_minden_luebbecke/bad_oeynhausen/bad_oeynhausen/20911081_So-wehrt-sich-ein-Bad-Oeynhausener-Betriebsrat-gegen-Zwangsverrentung.html

Umgang mit Rechtsnihilismus (der BR ist für die Anliegen der Belegschaft da, der Anwalt zur Abwehr sinnloser Kündigungs- und Abberufungsverfahren)
Union Busting versus Organizing (d.h. Mobilisierung der Belegschaft)



Zur Vorbereitung auf das Treffen:
Die Bekämpfung von Betriebsräten und Gewerkschaften als professionelle Dienstleistung
12 Thesen und Erkenntnisse
von Werner Rügemer und Elmar Wigand
http://arbeitsunrecht.de/union-busting-in-deutschland_12-thesenerkenntnisse/

Eine Besprechung des Buches von Werner Rügemer und Elmar Wigand:
"Die Fertigmacher"
http://www.annotazioni.de/post/1462






 

Erstellt: 20.09.2016 23:16 | Letzte Änderung: 20.09.2016 23:16

JFI 59 - 16 ++ Themen Jour Fixe Doro Chiba. Japanische Gewerkschaften

Themen-Jour Fixe Info 59-2016. 12. Jahrgang – 21.09.2016
Zum 144. Jour Fixe mit japanischen KollegInnen und zu japanischen Gewerkschaften


Zur Situation bei der Deutschen Bahn in Deutschland:
Nachtzüge ade?
Interview mit Joachim Holstein, BR und Sprecher des Wirtschaftsausschusses der Bahntochter DB European Railservice
Abends in den Zug steigen und am nächsten Tag gut ausgeruht am Ziel sein - wird zumindest in Deutschland immer seltener möglich. Aus Sicht der Bahn sind Nachtzüge ein Zuschussgeschäft, weshalb sie sich von dieser Sparte trennen will. Dabei ist die Nachfrage da. Mehr:
http://www.rbb-online.de/was/archiv/20160914_2215/nachtzug.html
Anmerkung:
Der Kollege Holstein berichtete auf unserem Jour Fixe am 7.9. in der aktuellen halben Stunde über den Widerstand von KollegInnen gegen die Pläne und Entscheidungen des Bahnvorstandes. (Siehe auch unten im Artikel von "Schattenblick") (DW)


Eine Info vorweg zur Situation der japanischen EisenbahnerInnen:
Die Privatisierung der japanischen Staatsbahnen und die Eisenbahngewerkschaften

Zitat aus einem Gespräch mit Basis-Aktivisten der Japanischen Revolutionär-Kommunistischen Liga in Tokio am 3.11.2009:

Bei der Zerschlagung der japanischen Staatsbahn 1987 begingen 200 Eisenbahner Selbstmord, über 200 000 mussten ihre Arbeitsplätze wechseln im Rahmen drastischer Versetzungen.
Wir hörten von den Genossen auch, dass nach offiziellen Statistiken 30000 Menschen wegen beruflicher und ökonomischer Probleme Selbstmord begingen, davon 8000 Personen in noch bestehenden Arbeitsverhältnissen, aber auch viele Bauern, deren Existenz ruiniert wurde.
Unsere japanischen Genossen sehen eine kontinuierliche Linie von dieser Nachkriegszeit bis zur Aufteilung und Privatisierung der Japanischen Staatsbahnen ab 1987. Gerade die Arbeiter der (staatlichen) Staatsbahnen waren stets ein sehr kampfstarker Sektor – zugleich sind diese Arbeiter auch technisch und in jeder Hinsicht gut ausgebildet und haben ein hohes Arbeitsethos in diesem Sektor des öffentlichen Dienstes.
https://bronsteyn.wordpress.com/2012/01/04/gesprach-mit-aktivisten-der-japanischen-revolutionar-kommunistischen-liga-in-tokio-am-3-11-2009/


Bericht in „Schattenblick“:

144. Jour Fixe mit Eisenbahngewerkschaftern aus Japan
Vortrag und Diskussion des Forums der Gewerkschaftslinken Hamburg am 7. September 2016 im Curiohaus

Ein kämpferisches, offenherziges und auch lebensfrohes Beispiel für die Vernetzung der Arbeiterschaft über Staatsgrenzen hinweg lieferte vor kurzem der Besuch einer Delegation der japanischen Eisenbahnergewerkschaften Doro-Chiba, Doro-Mito und Doro-Fukushima in Deutschland. Nachdem die Gäste zunächst in Berlin Station gemacht hatten, besuchten fünf der sechs Gewerkschaftsmitglieder am 7. September Hamburg, wo das Forum der Gewerkschaftslinken zum 144. Jour Fixe ins Curiohaus an der Rothenbaumchaussee geladen hatte.
Das Vortrags- und Diskussionstreffen eröffnete Joachim Holstein, Sprecher des Wirtschaftsausschusses und Betriebsratsmitglied der DB European Railservice GmbH (DB ERS GmbH), einer 100prozentigen Tochter der DB Fernverkehr AG, mit einer rund 30minütigen Schilderung des gegenwärtigen Stands des Widerstands gegen die Abschaffung der Autoreise- und Nachtzüge in Deutschland. Mehr:

http://www.schattenblick.de/infopool/politik/report/prbe0243.html
redaktion@schattenblick.de


Die Kampfpraxis der japanischen Eisenbahnergewerkschaft Doro-Chiba. Was können wir aus den dortigen Erfahrungen umsetzen in Deutschland?

Fünf GenossInnen der Eisenbahnergewerkschaft Doro Chiba berichteten am auf unserem 144. Jour Fixe am 7.9.2016 über die Praxis und Strategie ihrer Gewerkschaft.

Die GewerkschafterInnen von Doro Chiba fassen sich nicht nur als ökonomische Organisation auf, die für die materiellen Intereressen ihrer Mitglieder eintritt sondern auch als politische Strömung. Daher sehen sie sich auch als Teil der japanischen Anti-AKW-Bewegung und arbeiten mit dem Studentenverband Zengakuren zusammen.

Für die TeilnehmerInnen war es erstaunlich, daß es in Japan eine Gewerkschaft gibt, die sich nicht den Interessen des Kapitals untergeordnet hat, nicht auf Sozialpartnerschaft geeicht ist. Das gibt es in Deutschland nicht, keine der acht DGB-Gewerkschaften bekämpft den Kapitalismus und ist auf Klassenkampf eingestellt. Doro-Chiba hat Ausstrahlung auf KollegInnen, die Mitglieder in den gelben/sozialpartnerschaftlichen Gewerkschaften sind. Einige treten zu ihnen über. Der politische Kurs von Doro Chiba (Chiba ist eine Provinz angrenzend an Tokio) war entstanden im Widerstand gegen die Privatisierung der japanischen Staatsbahnen. Während in anderen Provinzen sich die Gewerkschaftsführung den Interessen von Staat und Bahnführung unterordneten, radikalisierte sich Doro Chiba und kämpft weiter gegen die Privatisierung. In anderen Provinzen sind ebenfalls Eisenbahnergewerkschaften mit ähnlicher Radikalität entstanden: Doro Mito, Doro Tokio, Doro Fukushima.


Worin unterscheidet sich Doro-Chiba von den sozialpartnerschaftlichen Gewerkschaften in Japan und in Deutschland?
Erstens: Sie sehen die Differenzen zwischen Kapital und Arbeit als antagonistischen Widerspruch, der nicht durch Anpassung und Kampfverzicht zu lösen ist. Sozialpartnerschaft ist Unterordnung unter die Interessen von Kapital und Staat. Von Gewerkschaftsseite ist sie nur als Ideologie möglich zwecks Beeinflussung der Mitgliedschaft.
Zweitens: Sie halten eine Spaltung von ArbeiterInnenorganisationen in Organisationen, die fürs Ökonomische zuständig sind und solche, die fürs Politische zuständig sind für falsch!
Drittens: Als Fazit sehen sie sich sowohl als Gewerkschaft, die sich kämpferisch für die Interessen ihrer Mitglieder einsetzt und deren Kampfkraft unbedingt ausschöpft als auch als politische Strömung, die sich in Belange einmischt, die die ArbeiterInnen angeht!
Was können wir in Deutschland von Doro-Chiba lernen, was Organisation betrifft? Auf eine Radikalisierung und Politisierung einer der DGB-Gewerkschaften zu hoffen wäre töricht. Die Führungen und Apparate sind fest in der Hand von sozialpartnerschaftlich eingestellten Funktionären.
Es gilt aber kämpferische und oppositionelle Gruppen, Betriebszellen und Einzelne zu unterstützen, die gegen den sozialpartnerschaftlichen Kurs derGewerkschaftsführungen kämpfen - und auch das sozialpartnerschaftliche Denken ihrer KollegInnen zu beeinflussen versuchen. Dazu können wir als Außenstehende einen Beitrag leisten.
Doro Chiba, Doro Mita, Doro Fukushima und die übrigen Doro-Eisenbahnerorganisationen sind kleine Gewerkschaften. Sie werden von der "Revolutionär-Kommunistischen Liga" (RKL),  (3.500 Mitglieder) und dem Studenten-Verband Zengakuren unterstützt. RKL sieht sich ausdrücklich als unterstützende und nicht als übergeordnete Organisation. Diese Konstellation gibt es in Deutschland nicht!
Den Besuch der japanischen GenossInnen verdanken wir Berliner Eisenbahnern, die nach dem GDL-Streik 2009 Kontakt aufgenommen hatten zu ihren japanischen KollegInnen. Nach dem Jour Fixe in Hamburg reisten sie weiter zu einem Treffen mit Anti-AKW-Initiativen.


Eine kurze Geschichte von Doro-Chiba
Japanische Eisenbahn: Langer Kampf gegen Privatisierung
http://www.sozonline.de/2012/02/eine-kurze-geschichte-von-doro-chiba/


Interview mit der Eisenbahnergewerkschaft
Doro-Chiba /Japan
http://www.marxismus-online.eu/display/dyn/p4170c2c0-20f9-11e1-b27c-9d3fd614c6ef/content.html


Doro Chiba zu Besuch in Berlin (Ein Film von Kanal B)
interview  // deutsch  // 23,07 Min  // 31.08.2011  // Hits: 546
17. August 2011, Berlin - Zwei internationale Sprecher der japanischen Eisenbahnergewerkschaft Doro-Chiba teffen sich im Berliner Ostbahnhof mit Kollegen von der S-Bahn. Sie berichten über die internationalistische Ausrichtung ihrer Gewerkschaft und den Kampf gegen die Privatisierung der japanischen Eisenbahnen seit 1987.
http://kanalb.org/clips.php?play_id=2770&modul=Clip&clipId=&category=5


Arbeitsleben in Japan
Globalisierung und japanische Arbeitsbeziehungen
http://place.uniglobalunion.org/LotusQuickr/pub/Main.nsf/0/5851D77302556009C125777E002BFAA8/$file/Working%20Life%20in%20Japan%20DE.pdf
Herausgeber: Stabsabteilung der Friedrich-Ebert-Stiftung
Redaktion: Albrecht Koschützke, 53170 Bonn, Tel.: 0228-883376, Fax: 883538
FES-Analyse

Gewerkschaften in Japan
Betriebliche Rolle und politische Positionen
von Michael Ehrke
Juni 1996
http://www.fes.de/pdf-files/stabsabteilung/00041.pdf

Friedrich Ebert Stiftung (FES)
Gewerkschaften und Betrieb
http://library.fes.de/fulltext/stabsabteilung/00041001.htm





Erstellt: 12.09.2016 13:13 | Letzte Änderung: 12.09.2016 13:13

JFI 58-16 ++ Streik bei CFM (Charité) ++ Fritz Bauer Preis für GG-B0 ++ Höchststand Leiharbeiter! ++ TT IP und CETA und die SPD ++ Türkei: 11.000 Lehrer entlassen!

Jour Fixe Info 58-16.12. Jahrgang – 12.09.2016

Aktuelle Sammlung von - vor allem - gewerkschaftspolitischen Artikeln, Beiträgen und Fakten als Ergänzung zu den Veranstaltungen des „Jour Fixe“ in Hamburg



Zitat der Woche: Die Fratze des Kapitalismus ist überall und jederzeit sichtbar. Man muß nur hinschauen. Patrick Spät: Aus "Die Freiheit nehm ich Dir" (S. 9) 00 Streik bei Charité-Servicetochter CFM
01 Putzfrauen-Power: Reinigungskräfte wehren sich gegen Lohnraub
02 Ver.di@Amazon. Aufbau und Aktivierung eines gewerkschaftlichen Kerns
03 Fritz-Bauer-Preis 2016 für die Gefangenen-Gewerkschaft

04 Fast eine Million Leiharbeiter in BRD
05 Brief an die IG BCE und nun die Antwort
06 Der DGB, die SPD und CETA und TTIP
07 GewerkschafterInnen, die Linkspartei und die AfD
08 In der ZDF-Sendung „Die Anstalt“: Über betreutes Wählen

09 Über 28 Jahre ein treuer Begleiter der Hamburger taz-Fotografin Marily Stroux

10 Der Atomingenieur und Atomaussteiger Klaus Traube ist tot

11 Erster Kampftag 15. September in Frankreich: Der lange Kampf gegen ein Gesetz

12 Türkei/Kurdistan: Entlassung von 11000 LehrerInnen

13 Ein antiimperial. Verständnis des Syrien-Kriegs und die Rolle der kurd. Bewegung

14 Termine

15 Blitzlicht ins Proletariat


00 Staatliches Lohndumping. Streik bei Charité-Servicetochter CFM "Am heutigen Mittwoch ruft ver.di die rund 2.800 Beschäftigten der Charité Facility Management GmbH (CFM) zum Warnstreik auf. Damit startet die Gewerkschaft einen zweiten Anlauf, Tarifverträge bei der Dienstleistungstochter des Berliner Uniklinikums durchzusetzen. Bereits 2011 hatten die Kolleginnen und Kollegen monatelang gestreikt, doch damit lediglich einen Mindestlohn von 8,50 Euro pro Stunde erreicht. Die CFM-Spitze hatte den Arbeitskampf seinerzeit mit harten Bandagen geführt. Streikende wurden drangsaliert, Beschäftigte eingeschüchtert und zum Streikbruch animiert." Artikel von Daniel Behruzi in junge Welt vom 07.09.2016
http://www.jungewelt.de/2016/09-07/036.php
Siehe Infos zum Streik und der Solidemo in unserem Beitrag
http://www.labournet.de/?p=103923
Und zum »Aufstand der Töchter« unser Dossier
http://www.labournet.de/?p=103916

Wieder mehr werden: Beschäftigte der Servicegesellschaft des Uniklinikums Charité legten die Arbeit nieder

An Kampfeswillen mangelte es ihnen nicht, aber an streikenden Kollegen
"Am Mittwoch streikten die Beschäftigten der Charité Facility Management GmbH (CFM), einer Tochtergesellschaft der Berliner Universitätsklinik Charité. Zum Warnstreik hatte die Gewerkschaft ver.di aufgerufen. Gut 100 der mehr als 2.000 Beschäftigten beteiligten sich am Ausstand. Anlass des Arbeitskampfes ist das Ringen der Belegschaft um einen Tarifvertrag: Die für die Charité gültige Vereinbarung soll auch den Arbeitern und Angestellten der Servicegesellschaft zugute kommen... Den eigenen Ausstand betrachten die Anwesenden kritisch. Die Teilnahme an ihm sei »durchwachsen«, wie sowohl der Gewerkschaftssekretär Kalle Kunkel wie auch die Arbeiter und Angestellten erklären.
http://www.jungewelt.de/2016/09-08/020.php

Anmerkung:

Dies ist ein informativer und exakter Bericht vom Kollegen Suppe!
Die Schaffung von CFM geschah 2006, zur Zeit des „rot-roten“ Senats (SPD/PDS). Ohne daß verdi dagegen Widerstand organisierte – Sozialdemokraten schießen ja nicht auf Sozialdemokraten! (Siehe auch den Beitrag weiter unten: »Wähler nehmen Die Linke als etablierte Partei wahr«. Wenn wundert es bei dieser Praxis der Linkspartei?!) (DW)

01  Putzfrauen-Power:

Reinigungskräfte wehren sich gegen Lohnraub
Die Arbeit in deutschen Hotels ist oft mies. Überstunden werden nicht bezahlt, das Arbeitspensum ständig erhöht. Reinigungsfirmen zahlen Krankengeld und Urlaubsgeld nur teilweise oder gar nicht. Hinzu kommen Schikanen durch Vorgesetzte, Abmahnungen und Entlassungen.
https://aktion.arbeitsunrecht.de/de/putzen

02  Broschüre:

Ver.di@Amazon. Aufbau und Aktivierung eines gewerkschaftlichen Kerns
"Es handelt sich um einen sehr interessanten Fallbericht zum ver.di Organizing-Projekt bei Amazon, der den Aufbau einer gewerkschaftlichen Aktivengruppe im Betrieb nachzeichnet. Die jetzt veröffentlichte Broschüre basiert auf Interviews, die unsere Autorin Violetta Bock im Rahmen einer politikwissenschaftlichen Masterarbeit geführt und in gemeinsamer Diskussion mit dem OKG-Team weiter verarbeitet hat. Die 40-seitige Broschüre erscheint als Erste in der Reihe Aus der Praxis für die Praxis, die konkrete Erfahrungen mit gewerkschaftlicher Organisierung im Betrieb und den damit verbundenen Schwierigkeiten thematisiert."
Info von "Organisieren-Kämpfen-Gewinnen" zur Broschüre von Violetta Bock (Kassel 2016, gefördert durch die Stiftung Menschenwürde und Arbeitswelt). Die Broschüre erscheint zunächst nur als Druckversion und kann kostenlos bei OKG bestellt werden, für Kontakt siehe die OKG-Homepage
http://www.organisieren-gewinnen.de/
Und - als exklusive Leseprobe im LabourNet Germany (pdf) - Deckblatt, Inhaltsverzeichnis und die Kapitel 3.4 »Wir sind ver.di« vs. »ver.di als Dienstleister« sowie 3.7 Inside ver.di: Konflikte
http://www.labournet.de/wp-content/uploads/2016/09/amazon_okg.pdf

Humaner Strafvollzug setzt stärkere Rechte für Inhaftierte voraus

03  Fritz-Bauer-Preis 2016 für die Gefangenen-Gewerkschaft / Bundesweite Organisation
Festakt zur Verleihung des Fritz-Bauer-Preises 2016

Wann: Samstag, 17. September 2016 ab 19 Uhr
Wo: Künstlerhaus Hannover - Maestrosaal, Sophienstr. 2, 30159 Hannover

Die Humanistische Union verleiht ihren diesjährigen Fritz-Bauer-Preis an die Gefangenen-Gewerkschaft / Bundesweite Organisation. Sie würdigt damit deren Bemühungen um angemessene Standards der Gefangenenarbeit. Die Organisation setzt sich für die Anwendung des gesetzlichen Mindestlohns auf arbeitende Gefangene, für deren Teilnahme an der gesetzlichen Sozialversicherung und die volle Gewerkschaftsfreiheit für Gefangene ein. Sie wurde im Mai 2014 gegründet. Gegen große Widerstände in den Justizvollzugsanstalten versuchen die Initiatoren, die kollektiven Arbeitnehmerrechte der derzeit ca. 45.000 inhaftierten Beschäftigten in Deutschland zu stärken. http://bag-s.de/nc/aktuelles/aktuelles0/article/fritz-bauer-preis-2016-fuer-die-gefangenen-gewerkschaft-bundesweite-organisation/

04  Fast eine Million Leiharbeiter in BRD

Durchschnittsgehalt unter Niedriglohngrenze.
Hauptprofiteure: Auto- und Maschinenbaukonzerne

https://www.jungewelt.de/2016/09-09/021.php

Was absehbar war: Zahl der Leiharbeiter erreicht Höchststand
"Die Zahl der Leiharbeiter erreicht in Deutschland einen neuen Höchststand. 2015 waren insgesamt 961.000 Menschen als Leiharbeiter beschäftigt, mehr als je zuvor. Das geht aus einer Antwort der Bundesregierung auf eine Anfrage der Linken hervor. (...)" Agentur-Meldung vom 08.09.2016 beim Spiegel online
http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/leiharbeit-erreicht-rekordniveau-in-deutschland-a-1111375.html
Diese Zahlen zum Einkommen und Verleihdauer sind wichtig, um zu zeigen, wie lächerlich das geplante Gesetz zur Regulierung von Zeitarbeit und Werkverträgen ist - siehe unser Dossier dazu
http://www.labournet.de/?p=81850
Bitte von labournet: Und dieser miese Stand darf keinesfalls auch noch durch den Tarifvorbehalt unterlaufen werden! Bitte unterzeichnet unseren Offenen Brief an die DGB-Tarifgemeinschaft: Equal Pay für LeiharbeiterInnen, diskriminierende Tarifverträge ersatzlos kündigen!
http://www.labournet.de/?p=100678

05  Brief an die IG BCE und nun die Antwort
Am 23. August 2016 dokumentierten wir den Brief eines LabourNet-Lesers und Leiharbeiters an die IG BCE. Nun hat er am 30. August 2016 eine Antwort der Hauptverwaltung, Abteilung Tarifpolitik, erhalten: "... Die bestehenden Manteltarifverträge zu kündigen und nicht mehr abzuschließen, halten die DGB-Gewerkschaften ebenso für nicht zielführend. Den Equal Pay-Grundsatz als Beschäftigter durchzusetzen ist schwer, equal treatment ist noch deutlich schwerer durchzusetzen.
Wir dokumentieren beide Schreiben im Dossier
http://www.labournet.de/?p=102380
Wir bitten weiterhin, den Offenen Brief gegen neue Leiharbeitstarife zu unterschreiben und zu verbreiten!
http://www.labournet.de/?p=100678


06   Der DGB, die SPD und CETA und TTIP

Ökostrom für Gewerkschaftshäuser

Einzelne Aktive der BI „Moorburgtrasse stoppen“ beschäftigen sich – als Gewerkschaftsmitglieder - mit der klimaschädlichen Politik der Gewerkschaften und versuchen so, den Kohleausstieg – zügig u. sozialverträglich - zu befördern und den gewerkschaftlichen Kohlelobbyismus zu beenden.
Deswegen haben wir und andere klimaaktive GewerkschafterInnen für die Stop-CETA-und-TTIP-Demo am 17. 9. ein Flugblatt vorbereitet, das für klimafreundliche Gewerkschaftsmit-glieder Anregungen enthält. Überschrift „Ökostrom für Gewerkschaftshäuser“.

Ihr findet es unter diesem Link . http://moorburgtrasse-stoppen.blogspot.de/

Bitte verbreitet den Link weiter und druckt Euch für die Demo so viele Exemplare aus, wie Ihr halt verteilen könnt und mögt (20 Exemplare ist schon super). Auch klimaaktive GewerkschafterInnen, die woanders zur Stop CETA- und TTIP-Demo gehen, dürfen sich hier gerne bedienen.

Es danken mit sonnigem Gruß
Die klimaaktiven Gewerkschaftsmitglieder innerhalb (u. außerhalb) der BI Moorburgtrasse stoppen

PS

Gegenüber der Pro-Kohle-Lobby bei ver.di und anderen Gewerkschaften sind wir schon ein kleines Stück vorangekommen. Details gerne auf Anfrage.

http://moorburgtrasse-stoppen.blogspot.de/

DGB schlingert bei Ceta
"Hinter den Kulissen des Deutschen Gewerkschaftsbunds bröckelt die Protestfront. So äußert DGB-Chef Hoffmann offene Unterstützung für den Ceta-Kurs der SPD-Spitze. (...) Der SPD-Vorstand hatte mit großer Mehrheit einen Leitantrag beschlossen, der sich grundsätzlich für Ceta ausspricht. Allerdings seien während des parlamentarischen Verfahrens noch Klarstellungen bei mehreren strittigen Punkten erforderlich. DGB-Chef Hoffmann hatte als Gast an der Gremiensitzung im Willy-Brandt-Haus teilgenommen... Während die IG BCE das Ceta-Abkommen offen und die IG Metall es eher verhalten unterstützt, lehnt Verdi den Vertrag ab..."
Artikel von Karl Doemens vom 06. September 2016 bei der FR online
http://www.fr-online.de/politik/freihandelsabkommen-dgb-schlingert-bei-ceta,1472596,34715680.html

Gewerkschaften ringen um Ceta. Die Basis will jedenfalls nicht
"Der DGB-Chef stellt sich erst hinter einen SPD-Antrag, rückt dann wieder davon ab. Der Verdi-Chef hält Ceta weiter für „nicht zustimmungsfähig“. (...) Die Basis sieht Ceta extrem kritisch. Auch die DGB-Spitzen forderten noch im Juni in einer gemeinsamen Erklärung mit dem kanadischen Gewerkschaftsbund unmissverständlich, dass „die Regierungen von Kanada und Deutschland“ Ceta ablehnen. Am Mittwoch ruderte Hoffmann darum zurück. (...) Auch Frank Bsirkse, Vorsitzender der Dienstleistungsgewerkschaft Verdi, betonte am Mittwoch, dass sich an seiner Position nichts geändert habe. „In der vorliegenden Fassung ist Ceta nicht zustimmungsfähig, weil eine Reihe von roten Linien überschritten werden, die die Gewerkschaften einstimmig aufgestellt haben“, sagte er der taz..." Artikel von Malte Kreutzfeldt vom 7.9.2016 bei der taz online
http://www.taz.de/Gewerkschaften-ringen-um-Ceta/!5334350/

Tür zu für CETA

Ver.di-Chef Frank Bsirske fordert, Handelsabkommen mit Kanada abzulehnen. Wirtschaftsbosse für SPD-Reformpapier
https://www.jungewelt.de/2016/09-08/001.php

Anmerkung:

Die SPD, wie alle anderen bürgerlichen Parteien ist Vollzugsorgan der Interessen des Kapitals. Aber sie muß Rücksicht nehmen auf die Stimmung der Gewerkschaftsmitglieder und der Demonstranten auf der Straße. (Deshalb hatte ver.di-Vorsitzender Bsirske seine Zustimmung zu TTIP und CETA in Ablehnung geändert). Durch großen Druck können also die SPD-Delegierten dazu gebracht werden, TTIP und CETA abzulehnen. Kein Überzeugungsakt sondern eher die Angst wieder unter 19 Prozent Zustimmung zu fallen. (DW)

Nicht in falscher Sicherheit wiegen – am 17. September CETA und TTIP kippen!

Beide Abkommen sind Gefahr für Demokratie, Sozial- und Umweltstandards und öffentliche Daseinsvorsorge
"Die Auseinandersetzung um CETA und TTIP geht in die Endrunde. Zehn Tage vor dem Aktionstag am 17. September ruft das Bündnis „CETA und TTIP stoppen! Für einen gerechten Welthandel!“ erneut dazu auf, sich an den bundesweit sieben Demonstrationen gegen die geplanten Freihandelsabkommen der EU mit den USA und Kanada zu beteiligen. Auch die jetzt im SPD-Parteivorstand verabschiedete Beschlussvorlage für den geplanten SPD-Parteikonvent zu CETA am 19. September, könne die grundsätzlichen Bedenken gegen CETA in der aktuellen Form nicht ausräumen, so das Bündnis. (...) Als reine Taktik bezeichnet das Bündnis den Versuch Gabriels, das   "böse" TTIP zur Geschichte zu erklären, während man dem "guten" CETA zustimmen könne. Offenbar gehe es dem Wirtschaftsminister darum, zumindest eins der Abkommen bereits jetzt zu sichern. Wer nein zu TTIP sagt, muss aus Sicht des Bündnisses auch das Abkommen mit Kanada ablehnen..."
http://www.attac.de/presse/detailansicht/news/nicht-in-falscher-sicherheit-wiegen-am-17-september-ceta-und-ttip-kippen-1/

07  Wahlen in Mecklenburg-Vorpommern:

Gewerkschafter im Trend - leider
"Nun also auch Mecklenburg-Vorpommern: Am ersten September-Wochenende ist die AfD in den neunten Landtag in Folge eingezogen. Knapp 21 Prozent der WählerInnen gaben der rechtspopulistischen Partei ihre Stimme, ebenso groß war der Anteil der Gewerkschaftsmitglieder, die für die AfD votierten...." DGB-Infoservice einblick vom 7.September 2016
http://www.dgb.de/themen/++co++6d6bf30c-74d9-11e6-b548-525400e5a74a

»Wähler nehmen Die Linke als etablierte Partei wahr«

Am Montag veröffentlichte die Antikapitalistische Linke (AKL) in der Partei Die Linke auf ihrer Internetseite ein Interview mit dem Vorsitzenden des Marxistischen Forums Sachsen, Ekkehard Lieberam. Darin äußert er sich u. a. zum Ergebnis der Wahlen in Mecklenburg-Vorpommern:
https://www.jungewelt.de/2016/09-08/038.php

Anmerkung:

Da hat der Genosse Lieberam Recht, wenn er feststellt, daß die Wähler die Linkspartei als „etablierte Partei wahrnehmen“. Das allerdings schon seit vielen Jahren, nachdem die Linkspartei sowohl in Mecklenburg-Vorpommern als auch in Berlin und jetzt in Thüringen sich an Regierungen beteiligte. Weil sie meint, sie könnte im Kapitalismus besser regieren als SPD/CDU/Grüne. Und jetzt Bernd Riexinger heftig anstrebt, mit SPD und Grünen im Bund zu regieren. Superb wird es, wenn Lieberam mit Riexinger ein Buch verfaßt: „Die Linke und das Regieren“. Hinzuweisen ist auf die Abschiedsrede von Gysi auf dem Bielefelder Parteitag 2015, wo er gewaltige Fortschritte mit „r2g“ (Rot/Rot/Grün), Verbot von Waffenexporten in Spannungsgebiete und „mehr soziale Gerechtigkeit und Demokratie in der EU“ behauptet. Zu Israel hat Herr Gysi seit 10 Jahren die gleiche Einstellung wie Frau Merkel: Das Eintreten für Israel sei Teil der deutschen Staatsraison! Der Abgeordnete der Linkspartei Liebig ist Mitglied der imperialistischen Organisation „Atlantik-Brücke“ und wird von Gysi verteidigt. Ist es da ein Wunder, daß die Wähler die Linkspartei „als etablierte Partei wahrnehmen?“ (DW)

Ein Lehrfilm über Demokratie im europäischen Haus und über betreutes Wählen

08  Die Anstalt vom 6.9.2016 im "Grand Hotel Europa"
"Bei Beobachtung der Geschehnisse im "Grand Hotel Europa" lassen sich durchaus einige Parallelen zur aktuellen Lage in Europa feststellen"... Die Polit-Satire mit Max Uthoff und Claus von Wagner - sowie diesmal mit Lisa Politt, Fatih Cevikkollu und Nico Semsrott - als wohl aktuell beste (realistische, nicht satirische) Darstellung der Lage in der EU rundum um Brexit, Flüchtlinge und Türkei-Deal, die pseudo-demokratische Struktur und die Angriffe des EU GH auf Gewerkschafts- und Arbeitsrechte etc... Siehe die gesamte Sendung und Einzelclips in der ZDF-Mediathek http://www.zdf.de/ZDFmediathek#/kanaluebersicht/2078314/sendung/Die-Anstalt
 
09   Der Verfassungsschutz, Dein lebenslanger treuer Begleiter
Die taz-Fotografin Marily Stroux wurde 28 Jahre lang vom Hamburger Verfassungsschutz observiert. „Das macht was mit mir“, sagt sie.

HAMBURG taz | Ein netter Brief lag vor drei Jahren im Postkasten ihrer Eimsbütteler Wohnung. Hamburgs SPD-Bürgermeister Olaf Scholz lud alle schon lange in der Stadt lebenden Migranten ein, sich einbürgern zu lassen. Also auch sie, Marily Stroux, 1950 in Athen geboren und seit 1978 in der Bundesrepublik ansässig, seit Mitte der 1980er Jahre freie Fotografin für die taz und andere Medien, Berichterstatterin und Beobachterin auf vielen Demos und bei Polizeiaktionen.
https://www.taz.de/Archiv-Suche/!5337129&s=Marily/

10  Atomingenieur und Atomaussteiger: Klaus Traube ist tot

Er war einer der Atomkonstrukteure der deutschen Atommeiler bei Siemens. Das Modell Siedewasserreaktor Baulinie 69 wurde in Teilen unter seiner Regie entwickelt. Und er hat die Mängel erkannt und wurde zu einem der schärfsten Kritiker der Atomenergie.
http://umweltfairaendern.de/2016/09/atomingenieur-und-atomaussteiger-klaus-traube-ist-tot/

Klaus Traube bei wikipedia:

https://de.wikipedia.org/wiki/Klaus_Traube

Das bekannteste seiner vielen Bücher: Der Atomstaat (zusammen mit Günter Zint/Wolf Biermann/ Otto Köhler /Günter Wallraff)


11  Frankreich

Vorbereitungen auf den ersten Kampftag 15. September in Frankreich:
Vom Kampf gegen einen Gesetzentwurf zum Kampf gegen ein Gesetz

Am 15. September wird der erste Kampftag nach dem Ferienende in Frankreich stattfinden gegen das neue Arbeitsgesetz, nunmehr in Geltung, nachdem es die sozialdemokratische Regierung in einer Notstandsaktion durchs Parlament gepeitscht hat. Was weder am Charakter dieses Gesetzes etwas ändert, noch an seinem Inhalt – noch an der Bereitschaft breiter Teile der Gewerkschaftsbewegung und der Bevölkerung, dagegen weiterhin aktiv zu sein. Siehe dazu vier aktuelle Beiträge in labournet:
http://www.labournet.de/?p=104075

12  Türkei

Entlassung von 11000 Lehrer*innen wegen angeblicher PKK-Unterstützung
11.285 Lehrer*innen sind am gestrigen Donnerstag, 8. September 2016, unter dem Vorwurf der "Verbindung zu einer terroristischen Organisation" vom Schuldienst suspendiert worden. Gemeint ist diesmal allerdings nicht die Gülen-Bewegung, sondern die PKK.
http://www.labournet.de/?p=104198
Anmerkung:
Als in diesem Sommer in Frankreich die französischen Arbeiter und viele französische Jugendliche gegen des neue Arbeitsgesetz streikten oder sich zu nächtlichen Aktionen und Diskussionen versammelten, blieb die Solidarität aus Betrieben in Deutschland aus. Wird es jetzt Solidarität der LehrerInnen aus Deutschland und der GEW für die entlassenen KollegInnen in Kurdistan geben? Oder verfährt die Arbeiterklasse weiter nach dem Motto: Jeder stirbt für sich allein? (DW)


13  Syrien/Kurdistan/Türkei
Hinweis: Die Lektüre der beiden folgenden Papiere verschafft Durchblick für die Situation der Kämpfe in Nordsyrien/Kurdistan, die Interessen der USA, Rußlands, der Türkei, Irans, der Kurden, Assads
Wer – wen?
Anmerkungen zu einem antiimperialistischen Verständnis des Syrien-Kriegs und der Rolle der kurdischen Bewegung
Von Peter Schaber
https://www.jungewelt.de/m/artikel/293445.wer-wen.html

Menschenrechtler fordern Unterstützung der Kurden in Nordsyrien

Mit einer Mahnwache vor der US-Botschaft in Berlin appellierte die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) an Barack Obama, die Kurden und andere Minderheiten in Nordsyrien weiterhin zu unterstützen.
https://www.gfbv.de/de/news/menschenrechtler-fordern-unterstuetzung-der-kurden-in-nordsyrien-8199/

Anmerkung:

Aus der Erklärung: „Zu keiner Zeit haben die Kurden die Souveränität und die territoriale Einheit Syriens oder der Türkei bedroht“. Auf den Vorwurf von antiimperialistischen Kreisen, die Kurden (PYD/YPG/PKK) machten sich durch die Zusammenarbeit mit den USA zu „Handlangern“ des Imperialismus, geht Schaber (siehe oben!) ausführlich ein! (DW)

14  Termine:

+++ Verlust und Vermächtnis.

Überlebende des Genozids an den Armeniern erinnern sich
Lesung / Gespräch
Mit Prof. Dr. Mihran Dabag, Direktor des Instituts für Diaspora- und Genozidforschung/RUB.
Dr. Kristin Platt, Sozialpsychologin, wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Diaspora- und Genozidforschung
Donnerstag, 15.09.2016 | 19:00 Uhr

Mut Theater, Hamburg

Amandastraße 58
http://www.hamburg.rosalux.de/event/56619/verlust-und-vermaechtnis.html

+++ Hannes Heer:

Die andere Geschichte der Bundesrepublik.
Die großen Geschichtsskandale als Aufklärung und Aneignung der deutschen Schuld“

Mo., 19. Sept.
20.00 Uhr
Eintritt: 15,-/erm.10,- Euro. Freie Platzwahl!
http://www.polittbuero.de/2016/09/19_09.html

+++ Ausblicke:

Transnational Social Strike Meeting vom 21. bis 23. Oktober in Paris
Ende Oktober werden nicht zufällig in Paris AktivistInnen aus verschiedenen Städten Europas zusammenkommen, um über die Perspektiven eines transnationalen sozialen Streiks weiter zu diskutieren und praktische Erfahrungen konkreter Kämpfe auszutauschen.
Denn Frankreich war in den letzten Monaten der Schauplatz für die gelungene Verknüpfung von Platzbesetzungen, Blockaden und Streiks in verschiedensten Bereichen der Gesellschaft, auch wenn das neue „Arbeitsgesetz“ letztlich per Notverordnung durchgepeitscht wurde. Transnationale Kämpfe und Organisierungsansätze im Logistiksektor (Amazon), in der Migration (Migrant labour and Mobility Regime) sowie im Care-Bereich (Sozialarbeit, Gesundheitssektor) werden Schwerpunkte dieser Konferenz werden. Aufrufe in verschiedenen Sprachen sowie demnächst das Programm finden sich auf der Webseite der Plattform: 
http://www.transnational-strike.info


15  Blitzlicht ins Proletariat
Zahl der unbefristet Vollzeitbeschäftigten sinkt
Im Jahr 2015 gab es in der BRD 33,5 Mill. Erwerbstätige, ca. 2,5 Mill. Mehr als vor 10 Jahren. Doch der Anteil der unbefristet und in Vollzeit Arbeitenden ist in den letzten 20 Jahren von 74% auf nur noch 68% gesunken. Besonders betroffen sind junge Berufseinsteiger. Nur noch ca. zwei Drittel der Erwerbstätigen unter 25 Jahren können in unbefristeten Verträgen arbeiten. !995 lag der Anteil mit 81% deutlich höher.
Quelle: Anfrage der Linkspartei im Bundestag – Junge Welt 1.9.2016





Erstellt: 06.09.2016 23:09 | Letzte Änderung: 06.09.2016 23:09

JFI 57-16 ++ Themen-Jour Fixe Info ++ MORGEN IST JOUR FIXE: JAPANISCHE KOLLEG_INNEN VON DORO CHIBA

Jour Fixe Info57-16.12. Jahrgang – 6.09.2016

Aktuelle Sammlung von - vor allem - gewerkschaftspolitischen Artikeln, Beiträgen und Fakten als Ergänzung zu den Veranstaltungen des „Jour Fixe“ in Hamburg



Morgen ist Jour Fixe! Ab 18 Uhr 30 im Curiohaus
DORO-CHIBA - nicht nur eine kämpferische Gewerkschaft
Besuch einer Delegation von fünf japanischen GewerkschafterInnen

Doro-Chiba ist nicht nur eine Gewerkschaft, die gegen die Privatisierung der Eisenbahnen kämpft sondern versteht sich als politische Strömung, die zusammen mit dem Studentenverband Zengakuren und der japanischen Anti-AKW-Bewegung in einer Reihe steht gegen den Neoliberalismus.

Zitate der Woche:

Die große Lüge der Medien ist, diese Welt kann nicht verändert werden.
(Peter Hacks)

»Bildet euch, denn wir brauchen all eure Klugheit.
Bewegt euch, denn wir brauchen eure ganze Begeisterung.
Organisiert euch, denn wir brauchen eure ganze Kraft.«

(L’Ordine Nuovo)

Wer wird die neue Welt bauen, wenn nicht Du und ich?“

(Rio Reiser, Schritt für Schritt ins Paradies.)

Verlieren wir deshalb aber „in all dem Grauen, in all dem Wust, in all der unendlichen Wiederholung die Heiterkeit nicht, die wir brauchen, um aufrecht zu bleiben und zu wachsen“ , denn „das ist die Aufgabe: nicht am Volk verzweifeln, aber auch nicht aufs Volk warten“ (Landauer 1911). Und vor allem: Nicht an sich selbst verzweifeln!

(Aus Philipe Kellermann: Das Schwere, das schwer zu machen ist.)

Ein Themen-Jour Fixe Info zu:

00 Entqualifizierung zum akademischen Prekariat (Britta Ohm)

01 Abstiegsängste durch „Industrie 4.0“ (Theo Wentzke)
02 Wie die hiesige Elite ihre Macht vererbt (Prof. Michael Hartmann)
03 Die Reichsten in Deutschland – und in Hamburg
04 Warum so wenig Widerstand bei sich verschlimmernden Verhältnissen? (Prof. Rainer Mausfeld)
05 Nachdenkseiten: Die Methoden der Manipulation
06 Die Freiheit, die sie (im Neoliberalismus) meinen (Dr. Werner Rügemer)

07 Kapitalismuskritik ist heute oft so zahnlos, weil sie über die Analyse von Missständen nicht hinauskommt.

08 Know your enemy! (Gespräch mit Klaus Viehmann)

09 Alf Lüdtke: Eigen-Sinn

10 Von den Gründen, (nicht) zu streiken. Studie von Sabrina Apicella


00 Exzellente Entqualifizierung: Das neue akademische Prekariat

Von Britta Ohm
Inhalt:

Die Hilflosigkeit der Arbeitsvermittler
Bildungsstandort Deutschland: Die große Illusion
Ausländische Wissenschaftlerinnen – Requisiten in einer Imagekampagne?
Elendsgeschichte „Exzellenzinitiative“
Von der Leidenschaft zur Wissenschaft – und ihrer Zerstörung
Akademischer Kannibalismus und der Verlust an kritischer Intelligenz
Die falsche Fixierung – immer auf die Professur
https://www.blaetter.de/archiv/jahrgaenge/2016/august/exzellente-entqualifizierung-das-neue-akademische-prekariat

01 Abstiegsängste

»Industrie 4.0« wird nicht nur Arbeitsplätze kosten. Es ist der staatlich orchestrierte Versuch, Gewinne zu sichern und den »Standort Deutschland« vor der Degradierung zur Werkbank zu bewahren.
Unter dem Titel »Industrie 4.0« wird eine Zeitenwende verkündet, die dem Namen nach nur die Industrie betrifft, aber in der Sache die ganze Art und Weise verändern soll, wie in Zukunft produziert und konsumiert wird. Mehr:

Von Theo Wentzke
https://www.jungewelt.de/m/artikel/292870.abstiegs%C3%A4ngste.html
http://www.jungewelt.de/2016/09-01/060.php

02 „Spitzenmanager sind da nur arme Schlucker“

Interview mit Michael Hartmann. Er ist Soziologe und erforscht Reichtum, die hiesige Elite und wie sich Macht vererbt.
https://www.freitag.de/autoren/felix-werdermann/spitzenmanager-sind-da-nur-arme-schlucker

03 Die reichsten Deutschen

Politik und Forschung durchleuchten Sozialhilfeempfänger, aber an die Reichen und Superreichen trauen sie sich nicht ran
In Hamburg ist die Millionärsdichte bundesweit am höchsten. Hier leben rund 42.000 Millionäre und 18 Milliardäre. Warum weiß man so wenig über sie? Mehr:

http://taz.de/Soziologe-Gerd-Pohl-ueber-Privilegien/!5324972/
http://www.morgenpost.de/vermischtes/article208173235/Erben-und-Unternehmer-Das-sind-die-zehn-reichsten-Deutschen.html

04 Und hier eine Analyse, warum so wenig Widerstand gegen immer schlimmer werdenden Verhältnisse entsteht!

Prof. Dr. Rainer Mausfeld

Stichworte aus dem Interview:

Soziale Identität der Arbeiter zerstören.
Freiheitsbewegungen zersetzen. Ziele umlenken.

Wunderbares CIA-Programm der Zersetzung der Linken.

Medien müssen Rendite machen, liefern den Rahmen für die Eliten um die Bevölkerung zu disziplinieren, haben nicht die Funktion die Wahrheit zu sagen.

Wer nicht lügt, hat den Beruf verfehlt: Banker, Politiker, Medizin-Konzerne.

Begriff Lügenpresse ist zu flach.

Regierung will Macht stabilisieren.

Bei TTIP geht es nicht um Freihandel sondern die Macht der USA durchzusetzen.

Unsichtbarmachen von Macht durch Neoliberalismus. Natürliche Disposition Widerstand zu entwickeln wird von Neoliberalismus unwirksam gemacht.

Empörungserschöpfung, Widerstandpotential verdampft.

Finanzkrise ist Kapitalverbrechen.

Neoliberalismus kommt aus dem CIA.

Massen dürfen sich nicht gegen Machtzentrum richten, Beispiel AFD. AFD ist Partei der Eliten. Umlenkung von eigentlich berechtigten Sachen. Man kann sich entscheiden bis man umfällt.

Der Kontext ist die kapitalistische Wirtschaftsordnung, wir wählen in diesem Rahmen!

Heute Mischung aus Orwell und Huxley.

Konzerne sind extrem autoritär, pathologische Ziele, Rendite zu machen, perverse Strukturen, wie Faschismus.

Bestimmte Moral ist unkaputtbar.

Von eigenen Erfahrungen ist die Linke entwurzelt. War anders in den 70ern!

Neoliberalismus: Die Schuld liegt immer bei uns.

Verweigern reicht nicht, sondern sozial engagieren, Ziel haben.

Eliten haben Klassenbewußtsein, Arme haben es verloren.

Interesse an Krieg - Frieden bringt nichts für Eliten.

Bewegungen müssen auf das Zentrum der Macht zielen!

Wir bewegen uns erst wenns kracht. Das richtige Zeitfenster ist heute!

In Lateinamerika sind Eliten 10 Jahre untergetaucht, sie schlagen zurück!

https://www.youtube.com/watch?v=D6soepMMLJo

Prof. Mausfeld

(Eine Vorlesung an der Kieler Uni)
Warum schweigen die Lämmer?

https://www.youtube.com/watch?v=f5_jqk6GscA

05 Nachdenkseiten:

Methoden der Manipulation
Videoreihe zu Methoden der Manipulation.
Heute zum Thema „Verschweigen“

Die NachDenkSeiten setzen die Veröffentlichung von Videos fort. Heute beginnen wir mit einer Reihe zu Methoden der Manipulation. Es beginnt mit Folge 1 zur Methode des Verschweigens wichtiger Informationen.
http://www.nachdenkseiten.de/?p=34688

Videoreihe zu Methoden der Manipulation.

Heute zum Trick, die gleiche Botschaft aus verschiedenen Ecken kommen zu lassen.
http://www.nachdenkseiten.de/?cat=110


06 Werner Rügemer: Die Freiheit, die sie meinen

Der Neoliberalismus immunisiert sich nicht nur gegen Kritik, er assimiliert sie und verkehrt sie in ihr Gegenteil. Der Begriff der Freiheit etwa ist längst schon unter die Räder gekommen – und jene, die heute noch nach Freiheit rufen, fordern damit in aller Regel die eigene Unterwerfung unter Fremdbestimmung und Markt. Ein Schlaglicht hinter die verantwortlichen Kulissen der Macht wirft nun der Autor und Publizist Werner Rügemer.
http://www.nachdenkseiten.de/?p=34846#more-34846


07 Kapitalismuskritik ist heute oft so zahnlos, weil sie über die Analyse von Missständen nicht hinauskommt. 
Zwei neue Denkrichtungen wollen das nun ändern 
https://www.readability.com/articles/yassvdep
Anmerkung:
„Dennoch mag man sich freilich fragen, was solche Manifeste am Ende tatsächlich bringen. Sind sie nicht bloße Funksignale aus dem Elfenbeinturm, ein Schaulaufen der schönen Begriffe, das mit der nächsten Theoriemode vergessen sein wird?“. Diesem Fazit in dem Artikel kann man sich anschließen! (DW) 

08 Know your enemy!
Ein Gespräch mit Klaus Viehmann
Kritisch-lesen.de sprach mit Klaus Viehmann über die Verknüpfung von Theorieproduktion und politischem Handeln unter kapitalistischen Verhältnissen, die Möglichkeiten der Kritik an einem überkommenen Klassenbegriff und den Kampf gegen die dreifache Unterdrückung durch Kapital, Rassismus und Patriarchat. Mehr:
https://www.kritisch-lesen.de/interview/know-your-enemy

09
Alf Lüdtke: Eigen-Sinn
Fabrikalltag, Arbeitererfahrungen und Politik vom Kaiserreich bis in den Faschismus
https://www.kritisch-lesen.de/rezension/proletariat-ohne-klischees

10 Von den Gründen, (nicht) zu streiken. Studie von Sabrina Apicella
Amazon zählt zu den bekanntesten Akteuren der Umgestaltung der Arbeit im Dienstleistungsbereich. Einzelhandel wird durch Onlineversandhandel ersetzt und die Wege zwischen Waren und KundInnen werden neu organisiert.
http://www.rosalux.de/publication/42258/amazon-in-leipzig.html

Kostenlose download: Siehe hier:
http://www.labournet.de/politik/gw/kampf/kampf-all/studie-amazon-in-leipzig-von-den-gruenden-nicht-zu-streiken/


Anmerkung:

Die obigen Verfasser beschäftigen sich allgemein mit dem heutigen Denken der Bevölkerung und den Versuchen, es zu manipulieren, damit die Masse des Volkes das Denken der Herrschenden übernimmt und der Praxis des Neoliberalismus keinen Widerstand entgegensetzt. (Die Kollegin Sabrina Appicella befaßt sich speziel mit dem Bewußtsein von Amazon-KollegInnen aus Leipzig).

Wir befassen uns mit dem Denken und Handeln speziell der Lohnabhängigen. Und dem in unseren Gewerkschaften, deren Führer und Teile des Apparates das Denken der Herrschenden übernommen haben und sich mit der Ideologie der Sozialpartnerschaft auf deren Seite gestellt haben. Wir schauen und beobachten, wo KollegInnen, Betriebsteile oder Betriebe Widerstand aufnehmen gegen die Zumutungen des Kapitals und wie sich das Bewußtsein der KollegInnen durch Arbeitskämpfe verändert. Voraussetzung für Widerstand ist die Organisierung. Dazu vier Texte, die in den letzten Monaten in der Zeitschrift soz erschienen sind.

10 Debatte: DGB-Gewerkschaften

Auf absehbare Zeit gibt es keine Alternative zu den DGB-Gewerkschaften
Die Musik spielt da, wo die Masse der Kolleginnen und Kollegen Gewerkschaft sieht
von Jakob Schäfer
http://www.sozonline.de/2016/05/auf-absehbare-zeit-gibt-es-keine-alternative-zu-den-dgb-gewerkschaften/

Im prekären Sektor gibt es eine Alternative zum DGB
Antwort von Peter Nowak auf Jakob Schäfer

http://www.sozonline.de/2016/07/im-prekaeren-sektor-gibt-es-eine-alternative-zum-dgb/

Muss man sich im DGB organisieren?: Vieles findet außerhalb des DGB statt
Willi Hajek antwortet auf Jakob Schäfer

http://www.sozonline.de/2016/07/vieles-findet-ausserhalb-des-dgb-statt/

Organisierung im großen Haufen als Voraussetzung für Widerstand
Dieter Wegner antwortet auf auf die Kollegen Schäfer, Nowak und Hajek

http://www.sozonline.de/2016/09/dgb-gewerkschaften/





Erstellt: 03.09.2016 12:49 | Letzte Änderung: 03.09.2016 12:49

JFI 56-16 ++ Am Sonntag Vortrag zu Wahlen USA! ++ Interview mit Bahnkollegen ++ Interview mit Amazon-KollegInnen ++ Mittwoch ist Jour Fixe mit KollegInnen von Doro Chiba

Jour Fixe Info 56-16.12. Jahrgang – 3.09.2016

Aktuelle Sammlung von - vor allem - gewerkschaftspolitischen Artikeln, Beiträgen und Fakten als Ergänzung zu den Veranstaltungen des „Jour Fixe“ in Hamburg

Zitat der Woche:

Und auch der Begriff Kapitalismus ähnelt einer komprimierten ZIP-Datei: wenn man sie entpackt, zeigt der globale Kapitalismus seine häßliche Fratze ganz unverblümt angesichts von Hunger, Kriegen, Rassismus, Patriarchat, Massenarbeitslosigkeit und Umweltzerstörung.
Patrick Spät, aus: Die Freiheit nehm ich Dir. (S. 9)


00 Zwei Bahnkollegen: Interview gegen die Einstellung der Auto- und Nachtreisezüge

01 Bei Amazon im Streikzelt: Interview mit BR Christian Krähling
02 Rückblick: Tarifvertrag zu Gesundheitsschutz und Mindestbesetzung in der Charité

03 Veranstaltung mit der japanischen Eisenbahner-Gewerkschaft Doro Chiba in Berlin
04 Klimacamp im Rheinland: IG BCE attackiert Klimaschützer

05 Verschlechterungen für SGB II-Bezieher – und auch einige Verbesserungen

06 Victor Klemperers legendäre Analyse der Sprache des Nationalsozialismus...

07 Aufstieg und Fall der PT und der kalte Putsch in Brasilien
08 Kurdistan: Bewohner der Altstadt Diyarbakırs erst vertrieben und dann enteignet
09 Welcher Frieden in Kolumbien? Mörderbanden weiter aktiv!

10 Warum das 3001-Kino ums Überleben kämpft

11 Crowdfounding für Film „Der marktgerechte Mensch“

12 Termine

13 Blitzlicht ins Proletariat


00  Im Herbst will die DB die Auto- und Nachtzüge einstellen.

Der Stand der Dinge
Interview mit zwei Kollegen, BR Joachim Holstein und BR Manuel Poblotzki:
Die Kundeninteressen werden völlig ignoriert“Ende des Jahres endet ein Stück Geschichte des Reisens: Die Deutsche Bahn stellt die Auto- und Nachtzüge ein. Endgültig? Vielleicht auch nicht, sagen die Betriebsräte Joachim Holstein (NGG) und Manuel Poblotzki (EVG). Denn: Diese Zuggattungen, sagen sie, haben Perspektive - sie werden von der DB bewusst schlecht gerechnet. Mehr:https://www.evg-online.org/Arbeitswelt/Personenverkehr/Aktuelles/16_08_28_nachtzuege/
Anmerkung:

Beim Jour Fixe am 7.9. mit der Delegation der japanischen EisenbahnerInnen wird der Kollege Holstein in der aktuellen halben Stunde einen Bericht über den Stand des Widerstandes gegen die Einstellung der Nacht- und Autozüge. (DW)


01 Bei Amazon in Bad Hersfeld im Streikzelt

Impressionen vom Streik im Juni 2016 bei Amazon Bad Hersfeld. Der Kollege Christian Krähling gibt einen Überblick vom ersten Streik 2013 bis heute! (15 Minuten)
Ein Unterstützer der Amazon-KollegInnen schreibt: Ich war aber erstmalig bei einem Streik in Bad Hersfeld dabei und habe versucht meine Eindrucke und die Haltung der Streikaktivisten in einem Clip zusammenzufassen:https://www.youtube.com/watch?v=Q9jFL2yBxW8
 
Weitere Infos zu Amazon:
Aus JFI 52-16:
Amazon in Leipzig
Von den Gründen, (nicht) zu streiken.

Studie von Sabrina Apicella

Amazon zählt zu den bekanntesten Akteuren der Umgestaltung der Arbeit im Dienstleistungsbereich. Einzelhandel wird durch Onlineversandhandel ersetzt und die Wege zwischen Waren und KundInnen werden neu organisiert.

#http://www.rosalux.de/publication/42258/amazon-in-leipzig.html
Kostenlose download: Siehe hier:
http://www.labournet.de/politik/gw/kampf/kampf-all/studie-amazon-in-leipzig-von-den-gruenden-nicht-zu-streiken/
Anmerkung:

Wir empfehlen, insbesonders die Kapitel 3, 5 und 6 zu lesen. Das sind 16 von den insgesamt 45 Seiten. Besonders sie befassen sich mit der Kernfrage: Welche KollegInnen streiken bei Amazon und welche nicht – und ihre Gründe. (DW)

Weiteres zu Amazon: Der lange Kampf der Amazon-Beschäftigten
https://www.rosalux.de/gesellschaft/nachrichten/nachricht/publication/41916/der-lange-kampf-der-amazon-beschaeftigen.html


02  Ver.di erkämpft Tarifvertrag Gesundheitsschutz und Mindestbesetzung an der Charité – das war sensationell und wegweisend zugleich

http://gewerkschaftsforum-do.de/ver-di-erkaempft-tarifvertrag-gesundheitsschutz-und-mindestbesetzung-an-der-charite-das-war-sensationell-und-wegweisend-zugleich/
Anmerkung:
Wieder eine genaue Ausdrucksweise, den Tarifvertrag hat der Gewerkschaftsapparat ver.di erkämpft, soviel sich der zuständige Gewerkschaftssekretär Kalle Kunkel auch eingesetzt haben mag, es ist das Verdienst von großen Teilen der Belegschaft der Charité, die seit Jahren unter steigendem Arbeits-Druck stehen und die Idee der tariflichen Mindestfestsetzung hatten. (DW)

03  Veranstaltung mit der alternativen japanischen Eisenbahner-Gewerkschaft Doro Chiba in Berlin
Am 5. September findet in Berlin eine Veranstaltung mit einer Delegation der alternativen japanischen Eisenbahn-Gewerkschaft Doro Chiba statt. Leserinnen und Leser des LabourNet Germany kennen diese Strömung aus ausführlicher Berichterstattung: Sei es über den grundlegenden Kampf gegen die Privatisierung der japanischen Eisenbahnen, oder aus der Arbeit, kämpferische Strömungen und Gewerkschaften in Japan zu stärken und zu vernetzen, oder aus der ausführlichen Berichterstattung über den Kampf der Eisenbahner gegen die Folgen der kapitalistischen Katastrophe von Fukushima und die Versuche der Regierung, Normalisierung zu befehlen. Siehe dazu die Einladung „DORO-CHIBA – nicht nur eine klassenkämpferische Gewerkschaft, sondern auch eine antikapitalistische Bewegung“ vom 28. August 2016 hier beim Klassenkampfblock – für den 5. September 2016 um 18.30 Uhr in der Kreuzberger Regenbogenfabrik
http://klassenkampfblock.blogsport.de/2016/08/28/montag-5-9-18-30-uhr-doro-chiba-nicht-nur-eine-klassenkaempferische-gewerkschaft-sondern-auch-eine-antikapitalistische-bewegung/
Siehe dazu im Beitrag auch ein kurzes Video über die Solidaritätsarbeit von Doro Chiba – und den Verweis auf bisherige Veröffentlichungen im LabourNet Germany
http://www.labournet.de/?p=103663

Anmerkung:
Am Mittwoch, 7. September um 18 Uhr 30 sind die japanischen KollegInnen beim 144. Jour Fixe der Gewerkschaftlinken im Curiohaus, Rothenbaumchaussee 15.

http://www.labournet.de/events/114/doro-chiba-nicht-nur-eine-kaempferische-gewerkschaft/

04  IG BCE attackiert Klimaschützer

Ein Schlag ins Wasser. Von Helmut Born
Das Klimacamp im Rheinland, das in diesem Jahr vom 19. bis 29.August stattfand, hatte sich nur kleinere Aktionen vorgenommen. Doch deren Ankündigung reichte schon aus, den Hauptvorstand der IG BCE auf die Palme zu bringen. Mehr:
http://www.sozonline.de/2016/09/ig-bce-attackiert-klimaschuetzer/

05  Verschlechterungen für SGB II-Bezieher und -Berechtigte – und auch einige Verbesserungen

http://gewerkschaftsforum-do.de/rechtsvereinfachungs-rechtsverschaerfungsgesetz-tritt-in-kraft-weitere-verschaerfungen-fuer-sgb-ii-bezieher-und-berechtigte/
Anmerkung:

Eine gute Aufstellung! (DW)


06  Worte wie Arsen

Victor Klemperers legendäre Analyse der Sprache des Nationalsozialismus liegt nun als Hörspiel vor.
https://www.freitag.de/autoren/der-freitag/worte-wie-arsen
Anmerkung:
Die Herrschaft der Nazis seit dem Jahre 1933 warf schon in den 20er Jahren ihre sprachlichen Schatten voraus. (Klemperer zitiert seinen Pflegesohn, der den Nazi-Jargon drauf hatte, wie auch andere Menschen in seiner Umgebung). Was in diesem Beitrag fehlt, ist der Sprachgebrauch heute: Die Begriffe „Arbeitnehmer“, „Arbeitgeber“, „Unternehmer“, „Umfairteilen“, „gerechter Lohn“ - Ausdrücke, die reflektionslos von vielen, besonders auch in Gewerkschaftszeitungen, gebraucht werden. Oder werden diese Begriffe bewußt in unseren Gewerkschaften angewandt als Signal für die Akzeptanz des Kapitalismus und Neoliberalismus!? Unbedingt zuzustimmen ist der Feststellung: „Die Sprachkritik der Gegenwart wäre generell eine wichtige Aufgabe fürs Qualitätsradio“. (DW)


07 Warum wurde die brasilianische Präsidentin Dilma Rousseff gestürzt?

Aufstieg und Fall der PT und der kalte Putsch in Brasilien
"Gestern endete das Amtsenthebungsverfahren gegen die brasilianische Präsidentin Dilma Rousseff mit einer Abstimmung, durch die Rousseff entgültig abgesetzt wurde. Dieses Ergebnis führte landesweit zu Protesten, an denen sowohl Anhänger der PT (der Arbeiter-Partei Roussefs) als auch Menschen teilnahmen, die die PT zuvor von links kritisiert hatten. Die Entwicklungen, die zur jetzigen Situation geführt haben, sind in Deutschland oft nicht bekannt. Wir haben daher mit Helmut Weiss telefoniert - er ist aktiv für LabourNet, lebte lange Zeit in Brasilien und hält sich auch im Moment dort auf. Zunächst haben wir gefragt, was für eine Partei die PT eigentlich gewesen ist und wie sie sich im Laufe der Zeit verändert hat..." Interview vom 01.09.2016 von Radio Corax beim Audioportal Freier Radios - unser Kollege Helmut Weiss arbeitet momentan - für ca 3 Monate - von Brasilien aus und ist aktuell Teil der Gegenbewegung - Labournet Germany halt...
https://www.freie-radios.net/78725
Siehe die Materialsammlung „Auch in Brasilien: Wählerwillen gegen Unternehmer-Interessen – wer gewinnt wohl im Kapitalismus?“ vom 30. August 2016
http://www.labournet.de/?p=103671

08 Türkei/Kurdistan

Während der Kämpfe zwischen Armee und PKK wurden die Bewohner der Altstadt Diyarbakırs erst vertrieben und dann enteignet
„Mehr als zwei Monate lang hatten wir keinen Strom. Wenn uns das Essen oder das Wasser ausging, mussten wir unter Lebensgefahr das Haus verlassen.“ Es empöre ihn noch heute, dass die europäischen Staaten, aber auch die Vereinten Nationen nicht reagiert hätten auf die Notrufe aus der abgeriegelten Stadt. „Wo war die internationale Hilfe, als der Leichnam einer Mutter über acht Tage auf der Straße lag und die Kinder täglich vom Fenster aus mit ansehen mussten, wie sich Hunde und Katzen über sie hermachten?“
https://www.readability.com/articles/xtfwdpv5
Anmerkung:
Der Hamburger Fotograph Hinrich Schultze berichtete bei einem Jour Fixe über seinen mehrmonatigen Aufenthalt in Diyarbakır. Hier weitere Infos zu Kurdistan:

Aus JFI 12-16

"Schattenblick": Interview mit Hini (Hinrich Schultze)
Hinni ist mit der Kamera immer dabei: Anti-AKW-Bewegung, Hafenstraße, Kurdistan, Mexico

Hinrich Schultze arbeitet seit vielen Jahren als Pressefotograf und hat dabei soziale Bewegungen und politische Konflikte aller Art dokumentiert.
Mit seiner Kamera begleitete er die Anti-AKW-Bewegung, war bei den Auseinandersetzungen um die besetzten Häuser der Hamburger Hafenstraße zugegen, hat Leben und Leute auf St. Pauli ins Bild gesetzt und engagiert sich in Menschenrechtsangelegenheiten, so in den Kurdengebieten der Türkei und in Mexiko. Mehr:
http://antjeundieter.de/wp-content/uploads/2015/09/Interview-mit-Hini.pdf

Aus JFI 17-16:

Türkei:
Für die türkische Regierung ist Selbstverwaltung Terrorismus!

(Reportage: 8 Minuten)
https://www.youtube.com/watch?v=OZs25RJS3lQ&app=desktop
Reisebericht von Hinrich Schultze (Fotograf, Hamburg) aus Amed/Diyarbakir

https://isku.blackblogs.org/1877/unterwegs-in-amed/

09   Welcher Frieden in Kolumbien?

Und wie weiter, da Mörderbanden weiter aktiv sind?
Am Montag, 29. August 2016, um 0 Uhr verkündete die FARC (Bewaffnete Revolutionäre Kräfte Kolumbiens) die Niederlegung der Waffen. Das Abkommen mit der kolumbianischen Regierung ist in Kraft, das Referendum darüber in Vorbereitung. Mehr:

http://www.labournet.de/internationales/kolumbien/politik-kolumbien/frieden-in-kolumbien-und-wie-weiter-da-moerderbanden-weiter-aktiv-sind/


Gentrifizierung in Hamburg

10  Warum das 3001-Kino ums Überleben kämpft
Der Hausfrieden im Schanzenhof ist gestört: Alternativhotel, Kulturetage und Drogenhilfe sind schon raus. Nun hat auch das Programmkino 3001 Angst um seine Zukunft. Ist eine Bastion gegen die Verdrängung und Gentrifizierung im alternativen Hamburg am Ende? Mehr:

http://www.deutschlandradiokultur.de/gentrifizierung-in-hamburg-warum-das-3001-kino-ums.2156.de.html?dram:article_id=364356


Aufruf zur Unterstützung des Filmprojekts:

11  Der marktgerechte Mensch
Ein Film von Leslie Franke, Herdolor Lorenz, Alexander Grasseck und Stefan Corinth,  90 Min.

Europa ist im Umbruch. Neue Weichen werden gestellt. Gesellschaftliche Solidarsysteme, über Jahrzehnte erstritten, werden ausgehebelt. Besonders der Arbeitsmarkt verändert sich rasant. Hier setzt der Film „Der marktgerechte Mensch“ an.
Noch vor 20 Jahren hatten in Deutschland knapp zwei Drittel der Beschäftigten einen Vollzeitjob mit Sozialversicherungspflicht. 38% sind es nur noch heute...
Diese Entwicklung ist nicht gottgegeben, sie ist menschengemacht! Die in den USA und England entwickelten neoliberalen Vorstellungen vom schlanken Staat und schrankenlosem Markt wurden in Deutschland von der rot-grünen Regierung Schröder/Fischer umgesetzt...

„Der marktgerechte Mensch“ entsteht als „Film von unten“ – finanziert von denen, die ihn sehen und zeigen wollen. Die letzten Projekte der Filmemacher „Wer Rettet Wen?“, „Water Makes Money“ und „Bahn unterm Hammer“ haben gezeigt, wie mit Aufklärung und Mobilisierung Einfluss genommen werden kann.

Deshalb rufen wir auf: Helfen Sie mit, dass dieser Film zustande kommt, der zeigt, wie Solidarität verloren geht und wir alle Gefahr laufen, in Konkurrenz zueinander zu versinken, während Reiche immer reicher werden.
·         Mit jeder Spende sind Sie Förderer/in des Filmes. Ab 20 €  erhalten Sie von „Gemeingut in BürgerInnenhand“ eine DVD-Kopie mit der Lizenz zur nichtkommerziellen Vorführung
·         Ab 100 € erhalten die FörderInnen die Auszeichnung Goldförderer/in. Auf Wunsch werden Sie im Abspann namentlich genannt.
·         Ab 1.000 € erhalten die FörderInnen die Auszeichnung Nachhaltigkeitsförderer/in. Sie werden als Ehrengast zur Premiere eingeladen.

Zahlungen bitte auf das Konto: Empfänger: Der marktgerechte Mensch, GLS Bank, IBAN: DE49430609672020346200, BIC: GENODEM1GLS

180.000 EURO ist die Filmförderung von unten, die das Fundament des Films errichten soll
Ihr „Der marktgerechte Mensch“ - Filmteam.
Leslie Franke, Herdolor Lorenz und Stefan Corinth

film@marketable-people.org
www.der-marktgerechte-mensch.org
Siehe auch Dossiert zum Film: Wer Rettet Wen? Wie wir die Risiken des Finanzmarktes tragen
http://www.labournet.de/?p=15267
Anmerkung:
Wir unterstützen diesen neuen Film von Kern-Film TV und bitten die Jour Fixe-TeilnehmerInnen sich am crowdfunding zu beteiligen.
Der Film hätte auch heißen können: „Der marktgerechte Mensch in der marktkonformen Demokratie“.
In diesem Falle hätte wohl auch Frau Merkel, die Wortschöpferin von „marktkonformer Demokratie“ einige tausend Euro aus ihrer Privatschatulle gegeben. Oder sie hätte aus dem Kulturtopf der Regierung die läppischen 180.000 überwiesen!
Die Filmemacher Leslie Franke und Hermann Lorenz waren schon öfter bei Jour Fixes und haben ihre Filme gezeigt. Wir wünschen Leslie, Hermann und ihrem team, daß ihnen ein Film gelingt wie die bisherigen! (DW)

12 Termine

+++ Superkurzfristig, superinteressant!
fux-Kaserne am Zeiseweg / Bodenstedtstraße, 19 Uhr, Seminarraum

Sonntag 4. September 19:00 im Seminarraum 1. Stock, Eingang West (Hofeing. Bodenstedtstraße)

Wade Rathke spricht über Trump und die bevorstehenden Wahlen in den USA und über Community Organizing
http://www.fux-eg.org/community-organizing-talk-mit-chiefo…/
Wade Rathke war einer der Gründer der Association of Community Organizations for Reform Now (ACORN) und ist seit den 1960er Jahren als Organizer aktiv.
Anders als in Deutschland sind werden linke Protestbewegungen in den USA häufig von Basisorganisationen mit vielen aktiven Mitgliedern geprägt, in denen sich Menschen mit geringem Einkommen selbst organisieren.
Rathke wird über seine Erfahrungen mit der Organisierung von Bewohner_innen armer Stadtviertel und von Beschäftigten berichten und vor diesem Hintergrund über die aktuelle Situation in den USA vor den Wahlen berichten.
Wade Rathkes Blog: http://chieforganizer.org/
Ein Interview mit Wade über ACORN und sein Buch „Citizen Wealth“:
http://philadelphiaweekly.com/2009/nov/1/ACORN-rathke-68409357/#.V8k_vbXsXgo


+++ Chile – 43 Jahre nach dem Militärputsch

Am Sonntag, dem 11. September 2016, 17.00 Uhr,
Am Felde 2 (Hinterhof). Nähe Bahnhof Altona
Gedenkveranstaltung mit Ausstellung, Filmvorführung sowie einer Einführung und Diskussion über die historischen Ereignisse und ihre Bedeutung für heute.
Veranstalter: Waj Mapu und Die Linke, Altona

+++ Demo gegen CETA und TTIP in Hamburg

Die Auseinandersetzung um die Handelsabkommen CETA und TTIP geht nach den Sommerferien in die heiße Phase. Große regionale Bündnisse rufen zu Demonstrationen am 17. September in Ham-burg, Berlin und weiteren Städten auf.
Details gibt es hier. http://www.ttip-demo.de/
Hier gibt es organisatorische Hinweise zur Demonstration in Hamburg:
http://ttip-demo.de/bundesweiter-demo-tag/hamburg/
Hier gibt es organisatorische Hinweise zur Demo in Berlin
http://ttip-demo.de/bundesweiter-demo-tag/berlin/

13  Blitzlicht ins Proletariat

SoVD: Altersarmut beginnt im Berufsleben, nicht erst bei Renteneintritt!
Laut SoVD-Papier (Sozialverband Deutschland) betrug die Grundsicherung für Alleinstehende im Durchschnitt 770 Euro pro Monat. Bei 512 000 BezieherInnen im Jahre 2014. Im Jahre 2015 waren es 540 000 BezieherInnen.

Um eine Rente mindestens in Höhe der Grundsicherung zu erhalten bei 45 Beitragsjahren, müßte heute ein Mindestlohn von 11,60 Euro gezahlt werden. (Die Lohnuntergrenze beträgt zur Zeit 8,50 Euro).

Quelle: SoVD/ Junge Welt/Statistisches Bundesamt



Erstellt: 29.08.2016 17:39 | Letzte Änderung: 29.08.2016 17:39

JFI 55-16 ++ 8 mal JA: Nachtzüge müssen bleiben! ++ Goodgame ist Badgame ++ Outsourcing an der Charité ++ K limacamp: IG BCE die Schnauze zu voll genommen

Jour Fixe Info 55-16. 12. Jahrgang – 29.08.2016

Aktuelle Sammlung von - vor allem - gewerkschaftspolitischen Artikeln, Beiträgen und Fakten als Ergänzung zu den Veranstaltungen des „Jour Fixe“ in Hamburg


"Wenn uns Roboter und Algorithmen in der Arbeitswelt ersetzen, sollten sie auch unseren Platz als Steuerzahler einnehmen".

Frank Rieger (Chaos Computer Club)

00   Warum Nachtzüge nicht von den Schienen verschwinden dürfen
01   Spielehersteller Goodgame: Neue Infos und Hintergründe
02   Arbeitskampf bei Amazon: Aus der Sicht der Kapitalseite!

03   Outsourcing an der Charité

04   IGM sagt: "Gleicher Lohn für gleiche Arbeit gibt es nur mit Tarif". Labournet sagt: Falsch!

05   Klimacamp im Rheinland: IG BCE hat Schnauze zu voll genommen!
06   Flugblatt von aktion./.arbeitsunrecht gegen TTIP und CETA
07   Pflegekräfte: Sklavinnen, die uns pflegen
08   Sozialverband Deutschlands: Renten rauf, Steuern rauf!
09   Broschüre von Susanne Lang: Digitale Selbstverteidigung
10   Die Freiheit nehm ich dir. 11 Kehrseiten des Kapitalismus. Buch von Patrick Spät
11   »Unheilbarer Riss im Stoffwe­chsel zwischen Natur und Gesellschaft«. Gespräch von Christian Stache mit John Bellamy Foster
12   Mitläufer und Täter. Über die Rolle der Volksmassen im Widerstand. Von Kurt Pätzold, Historiker
13   Termine
14   Blitzlicht ins Proletariat


Erinnerung:

144. Jour Fixe am 7. September um 18 Uhr 30 im Curiohaus
Besuch einer Delegation von fünf KollegInnen der japanischen Eisenbahnergewerkschaft Doro Chiba. a) Bitte seid pünktlich, damit wir genug Zeit für die Berichte und zur Diskussion haben
b) In der aktuellen halben Stunde ein Bericht von Joachim Holstein über den Widerstand gegen die Einstellung der Autoreisezüge und die Reduzierung der Nachtzüge

c) Informiert bitte auch AKW-Gegner und interessierte StudentInnen über dieses Jour Fixe, weil die Gewerkschaft Doro Chiba aktiv ist im Kampf gegen AKW und weil sie eng mit dem japanischen Studentenverband Zengakuren zusammenarbeitet

http://www.labournet.de/events/114/doro-chiba-nicht-nur-eine-kaempferische-gewerkschaft/


00   DEUTSCHE BAHN

Warum Nachtzüge nicht von den Schienen verschwinden dürfen
Spiegel-online: Wir haben acht Punkte zusammengetragen, warum jeder gestrichene Nachtzug einer zu viel ist.

http://www.bento.de/trip/nachtzug-warum-die-deutsche-bahn-nicht-darauf-verzichten-darf-794452/#refsponi


01   GOODGAME

Goodgame: Kahlschlag im Zocker-Himmel
Die Chefs der Hamburger Computerspiel-Schmiede Goodgame Studios kündigen Entlassungen an. Beschäftigte hatten eine Betriebsratsgründung abgelehnt. Mehr:
http://taz.de/Umstrukturierung-bei-Computerspiel-Hersteller/!5326613/

Wie die Lemminge

Kommentar über die Rausschmisse beim Hamburger Computerspiel-Hersteller Goodgame Studios
Zugegeben: Auch ein gewerkschaftlich dominierter Betriebsrat ist kein Allheilmittel, um Umstrukturierungen oder Entlassungen gänzlich zu verhindern. In der kapitalistischen Marktwirtschaft herrscht nun mal die unternehmerische Freiheit – die Inhaber können bestimmen, ob ihre Firma Computerspiele entwickelt oder künftig Fischkonserven verpackt oder die Pforten ganz schließt. Die Hamburger Spiele-Firma Goodgame ist jedoch ein Paradebeispiel, wie eine Belegschaft einer neuen Branche auf das „Wir-Gefühl“ reingefallen ist und sich von den betrieblichen Kuriositäten blenden ließ.

http://taz.de/Arbeitnehmerfeindlichkeit-in-der-IT-Branche/!5332384/

Ex-Mitarbeiter spricht über die Kündigungen bei den Goodgame Studios

Wie unsere Kollegen von Games Wirtschaft berichten, sprach Andreas Wilsdorf, ehemaliger Mitarbeiter der Goodgame Studios und ebenfalls von den Kündigungen betroffen, nun auf der Respawn-Konferenz über die Situation. Er sprach von den Zuständen, die im Unternehmen herrschten.http://www.gulli.com/news/27770-betroffener-der-goodgame-studios-kuendigungen-spricht-klartext-2016-08-16

Stellungnahme der Geschäftsleitung vom 15.12.15

Stellungnahme zu Kündigungen und Betriebsrat
Als waschechtes Hamburger Unternehmen sind wir bei Goodgame Studios sturmerprobt, selbst wenn uns der Wind ordentlich ins Gesicht bläst. Wir befinden uns in einem ausgewachsenen Medienorkan. Goodgame Studios wird vorgeworfen, Mitarbeitern gekündigt zu haben, weil sie einen Betriebsrat gründen wollten.
Wir wollen an dieser Stelle diese und andere falsche Behauptungen, die von der Gewerkschaft Ver.di und in der Presse erhoben wurden, aus unserer Sicht kommentieren und richtigstellen.
https://www.goodgamestudios.com/de/blog/stellungnahme-zu-kundigungen/2015/12/18/

Und so sieht sich Goodgame:

Goodgame Benefits: Damit wird Arbeit zum Vergnügen
Wer für Goodgame arbeitet, kommt in den Genuss eines umfangreichen Benefit-Programms, das ihm den Alltag – privat wie beruflich – erleichtert. Wirf einen Blick auf unser Angebot und überzeuge Dich selbst davon.
      • Individuelle und vergünstigte Proficard
      • Vertrauensperson
      • „Good Evening Goodgame“
      • Kostenlos: Kaffee, Tee, Wasser, Obst und Müsli
      • Günstiges und hochwertiges Mittagessen
      • Vergünstigte Sportangebote wie Klettern, Volleyball oder Yoga
      • Fitnessraum und eigener Pool
      • After-Work-Location mit Sofa, Kicker und Spielkonsolen
      • …” Siehe die Selbstdarstellung auf der Webseite des Unternehmens externer Link: „Damit wird Arbeit zum Vergnügen.“

02   AMAZON

Eine Meinung der Kapitalseite (Institut der deutschen Wirtschaft, Köln):
Arbeitskampf bei Amazon - Grundsatzkonflikt mit politischem Sprengstoff

"Seit Jahren schwelt ein Tarifkonflikt zwischen der Vereinten Dienstleistungsgewerkschaft ver.di und dem Online-Versandhändler Amazon. Vordergründig geht es um die Frage, ob das Unternehmen seine Mitarbeiter nach dem Einzelhandelstarif oder dem (geringer vergütenden) Logistiktarif bezahlen sollte. Tatsächlich dreht sich der Konflikt aber um die Frage, ob ein ausländischer Konzern dazu bereit ist, sich an die arbeitsrechtlichen und sozialpartnerschaftlichen Gepflogenheiten der Länder anzupassen, in denen er Tochterunternehmen unterhält. (...) Der Arbeitskampf wird solange weitergehen, wie das derzeitige Patt anhält." Beitrag von Hagen Lesch aus Gewerkschaftsspiegel Nr.3/2016 vom 22. August 2016 beim Institut der deutschen Wirtschaft Köln (die komplette IW-Publikation steht auch als Download zur Verfügung)
http://www.iwkoeln.de/infodienste/gewerkschaftsspiegel/beitrag/arbeitskampf-bei-amazon-grundsatzkonflikt-mit-politischem-sprengstoff-294958
Siehe dazu ebd. die Debatte um Pro und Contra
http://www.labournet.de/?p=103282

03   CHARITÉ

Outsourcing 2.0 an der Charité
ver.di kritisiert Aufgabenverlagerung von Charité Facility Management  auf Drittanbieter

http://gesundheit-soziales-bb.verdi.de/themen/nachrichten/++co++78a0b372-65f5-11e6-83ab-52540066e5a9


04   Die IGM sagt: "Gleicher Lohn für gleiche Arbeit gibt es nur mit Tarif"

Das behauptet die IG Metall in ihrer Info zur Bedeutung der Tarifbindung vom 23.8.2016
https://www.igmetall.de/gleicher-lohn-fuer-gleiche-arbeit-gibt-es-nur-mit-tarif-18297.htm
Labournet sagt:
Im Falle der Leiharbeit gilt es eben nicht, vielmehr:
Gleicher Lohn für gleiche Arbeit gibt es nur ohne Tarif!

Daher bitte unbedingt den Offenen Brief unterschreiben, wie es bereits (erstaunlich) viele IG Metall-Mitglieder getan haben...

http://www.labournet.de/?p=100678


05   Klimacamp 2016 im Rheinland vom 19.-29. August 2016 – und die gewerkschaftliche Auseinandersetzung:
"Schnauze voll" Demonstration und Kundgebung am 26.08.2016 abgesagt!
"Hiermit möchte wir euch mitteilen, dass wir die Demonstration und Kundgebung für Freitag den 26.08.2016 komplett abgesagt haben. Wir stellen fest, dass wir mit unseren Aktionen in der vergangenen Woche, ein hohes Maß an Aufmerksamkeit, Diskussionen und Verständnis gestoßen sind. Hier können wir ein sehr positives Fazit ziehen. (...) und werden auch in Zukunft unsere Themen Gewaltfreiheit, Personalabbau und verfehlte Energiepolitik mit geeigneten Aktionen begleiten. Die Klimacamp-Teilnehmer werden für die anstehenden Aktionstage zur absoluten Gewaltfreiheit aufgerufen." Meldung der IG BCE Alsdorf vom 18.08.2016 (jetzt erst entdeckt) - Einsicht sieht anders aus, wir werten es dennoch als Erfolg!
https://alsdorf.igbce.de/pressemitteilung-aktion-schnauze-voll/133508?highlightTerms=&back=
Siehe Infos und Hintergründe im Dossier
http://www.labournet.de/?p=102376


06   Flugblatt von aktion./.arbeitsunrecht gegen TTIP und CETA 

https://aktion.arbeitsunrecht.de/sites/default/files/160917_aktion-arbeitsunrecht_CETA-Flyer_schafft-freihandel-wachstum_02.pdf
http://arbeitsunrecht.de/ceta-stoppen-beschaeftigte-auf-die-strasse/#more-9304

07   Pflegekräfte: Sklavinnen, die uns pflegen

Beleidigt, geschlagen, keine Freizeit: Hunderttausende Osteuropäerinnen versorgen in deutschen Haushalten Menschen. Das ist meist verboten, wird aber selten verfolgt. Mehr:
http://www.zeit.de/wissen/gesundheit/2016-08/pflegekraefte-bundesregierung-osteuropa-illegal-hausangestellte


08   Renten rauf, Steuern rauf

Der Sozialverband Deutschlands will der Altersarmut begegnen und schlägt dazu ein Milliardenprogramm vor. Zahlen sollen es die Reichen
»Altersarmut beginnt nicht erst mit dem Renteneintritt, sie nimmt ihren Lauf, wenn man jung ist«, sagte SoVD-Präsident Adolf Bauer. Deshalb würden im Positionspapier nicht nur Forderungen nach höheren Renten erhoben. Vielmehr gehe es dem Sozialverband darum, schon während der Erwerbstätigkeit anzusetzen. Mehr:
https://www.jungewelt.de/2016/08-24/020.php


Buchempfehlung:

09   Digitale Selbstverteidigung von Susanne Lang
Liebe KollegInnen vom Jour Fixe,
nun ist es schon über 2 Jahre her, dass ich bei Euch in Hamburg zu Besuch war. Aber das Thema Digitale Selbstverteidigung ist ja leider immer noch aktuell. Darum erlaube ich mir, Euch eine kleine Eigenwerbung zu schicken:
In der RLS-Argumente Broschüre "Offenes Geheimnis" bearbeite ich 10 Argumente, die denjenigen oft entgegengehalten werden, die sich für mehr Verschlüsselung im Internet aussprechen:
http://www.rosalux.de/publication/42538
Das gibt es auch gedruckt, so dass man das auch in ruhe offline lesen kann. Wenn ihr darauf hinweisen könntet, würde ich mich natürlich freuen, denn mich interessiert ja vor allem der Einsatz in der Praxis...
viele Grüße aus Berlin,
Susanne

Buchempfehlung

10   Die Freiheit nehm ich dir. 11 Kehrseiten des Kapitalismus
Der Autor Patrick Spät stellt die Mythen des Kapitalismus bloß. Da ist er nicht der Erste, selten aber kommt die Kritik so unerbittlich und leichtfüßig zugleich daher
.
Patrick Spät.
Rotpunktverlag 2016, 184 Seiten, 9,90 €
https://www.freitag.de/autoren/florian-schmid/keine-grosse-zukunft-mehr

Anmerkung:

Dieses Buch ist spannend und in einfacher Sprache geschrieben, kein Soziologendeutsch, argumentiert stichhaltig! Sehr als Geschenk geeignet, zu Weihnachten, zum Geburtstag aber auch schon jetzt! (DW)

11   »Unheilbarer Riss im Stoffwe­chsel zwischen Natur und Gesellschaft«

Gespräch von Christian Stache mit John Bellamy Foster. Über Naturzerstörung im Kapitalismus, den ­ökologischen Marxismus von Marx bis heute und ökologische Probleme als Klassenfragen. Mehr: https://www.jungewelt.de/2016/08-20/067.php

Geschichte

12   Mitläufer und Täter
Nach 1933 entschloss sich nur eine Minderheit der Deutschen zum Widerstand, der Großteil der Bevölkerung fügte sich in die neuen Verhältnisse ein. Über die Rolle der Volksmassen im Faschismus.
Von Kurt Pätzold (Historiker)
https://www.jungewelt.de/2016/08-22/068.php

13   Termine

+++Mittwoch, den 31. August um 21:30 Uhr
läuft im Metropolis im Rahmen von dokart der Film (1988/1989/ 100 min.)

irgendwie - irgendwo - irgendwann
mpz e.V., HafenstraßenPropagandaBrigade und HafenstraßenbewohnerInnen 1988/1989 / 100 min
"In der Nacht vom 11ten zum 12ten November 1987 werden in der Hafenstraße Barrikaden gebaut. Die Regierenden haben die Räumung der 8 Häuser beschlossen. Ein Vertrag scheint unerreichbar. Es folgen 6 Tage zwischen Barrikaden, mit einem eigenen Radiosender und einer Welle der Solidarität...
Der Videofilm zeigt die Chronologie der Ereignisse von Januar 1987 bis zum Barrikadenbau im November und die Barrikadentage bis zum Vertragsabschluss. Die Chronologie gibt einen Überblick der Ereignisse"
Filmemacher und Hafenstraße werden im anschließenden Gespräch vertreten sein.

Metropolis, Kleine Theaterstraße 10, 20354 Hamburg
info@mpz-hamburg.de

+++  Liebe Friedensfreundinnen und -freunde,
am Antikriegstag wollen wir unseren Protest gegen die von Bundesregierung und Nato betriebene Rüstungs- und Kriegspolitik wieder auf die Straße tragen:
Donnerstag, 1. September 2016
Auftaktkundgebung 17.00 Uhr, Deserteursdenkmal/Kriegsklotz, Dammtor/Stephansplatz
Abschlusskundgebung 18.30 Uhr, Besenbinderhof
Im Anschluss findet im Gewerkschaftshaus um 19 Uhr eine Veranstaltung von ver.di Hamburg - Arbeitskreis Frieden statt.
Mit antimilitaristisch-pazifistischen Grüßen
Hamburger Forum

+++  Liebe Kolleginnen und Kollegen,

wir laden euch herzlich zu einer Informations- und Diskussionsveranstaltung ein zum Thema:
Freihandel und seine möglichen Folgen“
Donnerstag, den 01.09.2016, 19:00 Uhr,

Gewerkschaftshaus, Raum St. Georg
Als Referent konnte Professor Dr. Norman Paech, (Völkerrechtler) gewonnen werden.
Mit kollegialen Grüßen
Berthold Bose (Ver.di-Vors. HH)

+++  Griechenland aktuell – Welches Europa wollen wir?

Der ver.di-Landesbezirk Hamburg und die Fachbereiche Ver- und Entsorgung und Bildung, Wissenschaft und Forschung laden gemeinsam mit dem „Runden Tisch Griechenland in ver.di“ zu einer Informations- und Diskussionsveranstaltung ein mit
Georgios Archontopoulos
, Gewerkschaftsvorsitzender, Mitarbeiter der Wasserwerke in Thessaloniki,
Kalliopi Brandstäter,
Gründerin des Förder- und Freundeskreises für die solidarische Klinik „Elliniko“ in Athen und
Anastasia von der Hafenarbeitergewerkschaft Piräus

Freitag, 2. Sept. 2016 um 17.00 Uhr. Gewerkschaftshaus, Besenbinderhof 60. Raum St. Georg, 9. Stock

Mit dieser Veranstaltung wollen wir einen Einblick in die aktuelle Entwicklung und die Auseinandersetzungen in Griechenland geben.
Die Veranstaltung wird unterstützt von: Solidaritätsgruppe Griechenland in Hamburg

+++ Nachbarschaftsfest für GewerkschafterInnen, Geflüchtete, StadtteilbewohnerInnen

am 2. September von 15 bis 20 Uhr im Innenhof des Gewerkschaftshauses und in den Jugendräumen, Besenbinderhof 60
Einlader: verdi hamburg, verdi-landesmigrationsausschuß, verdi-jugend in kooperation mit gewerkschafterInnen aus st. georg

+++ Blockupy 2016/17:

An die Arbeit – Aktionswochenende am 2./3. September 2016 in Berlin
Der Nationalstaat ist keine Antwort. Blockupy-Aktivist_innen diskutieren über die veränderten Voraussetzungen des transnationalen europäischen Protests
"Das Blockupy-Bündnis hat dazu aufgerufen, am 2. September das Ministerium für Arbeit und Soziales in Berlin zu blockieren. Damit wollen sie einen der zentralen Orte markieren, an dem die Politik der Prekarität, der Verarmung und der Exportwirtschaft gestaltet wird." Interview von Sebastian Friedrich aus: analyse und kritik Nr. 618, hier dokumentiert bei Blockupy vom 22. August 2016
https://blockupy.org/6639/der-nationalstaat-ist-keine-antwort-blockupy-aktivist_innen-diskutieren-ueber-die-veraenderten-voraussetzungen-des-transnationalen-europaeischen-protests/
Allel wichtigen Infos:
http://blockupy.org/6660/das-solltet-ihr-wissen-newsletter-mit-allen-wichtigen-informationen/


14   Blitzlicht ins Proletariat

Haushaltshilfen fast immer illegal beschäftigt
Im Jahr 2015 wurden 80% der insgesamt ca. 3,6 Millionen „Hilfen“ in Privathaushalten illegal ausgebeutet, d.h. nicht bei den Behörden registriert und meist extrem unterbezahlt. Die große Mehrheit sind Frauen aus verarmten Ländern.
Quelle: Institut der deutschen Wirtschaft – Junge Welt 2.8.2016



Erstellt: 23.08.2016 01:57 | Letzte Änderung: 23.08.2016 01:57

JFI 54-16 ++ Massen-Kündigungen bei Goodgame ++ Kampf um Leiharbeit: Beiträge von H. Abmayr und Prof. Däub ler ++ Konfrontation von GewerkschafterInnen von IG BCE und verdi

Jour Fixe Info 54-16. 12. Jahrgang – 23.08.2016

Aktuelle Sammlung von - vor allem - gewerkschaftspolitischen Artikeln, Beiträgen und Fakten als Ergänzung zu den Veranstaltungen des „Jour Fixe“ in Hamburg


00   Massen-Kündigungen bei Goodgame (Hamburg)
01   Der Kampf um die Leiharbeit: Gute Beiträge von Herm. Abmayr und Prof. Däubler!
02   IG BCE ruft zu Demonstration auf. Konfrontation zwischen GewerkschafterInnen!
03   Geschichte Atomenergie: Allein 16 AKWs waren an der Elbe geplant!
04   Prof. Herbert Schui ist tot
05   Durchleuchtung bei den Sozialhilfeempfängern – Diskretion bei den Reichen!
06   Früher: working class heroes – heute: Helden des Kapitals
07   Syrien: Karin Leukefeld zur aktuellen Lage in Syrien
08   Innenministerium: Türkei ist zentrale Aktionsplattform für Islamisten
09   Vier Jahre nach Massaker: ANC im Zentrum der Kritik bei Gedenkveranstaltung
10   Eritrea: »Die Gründe für die Flucht der Eritreer liegen bei den Vereinten Nationen«
11   Arbeitswelten China/Deutschland
12   Japan: Doro Chiba und die Gründung anderer Alternativgewerkschaften
13   Termine
14   Blitzlicht ins Proletariat

00   Massen-Kündigungen: Mitarbeiter-Schock! Goodgame entlässt hunderte Angestellte

http://www.mopo.de/hamburg/massen-kuendigungen-mitarbeiter-schock--goodgame-entlaesst-hunderte-angestellte-24613258
https://www.ndr.de/nachrichten/hamburg/Goodgame-Studios-kuendigt-Entlassungen-an,entlassungen102.html
Anmerkung:

Die Zahl der Beschäftigten bei goodgame (Computerspiele-Hersteller in Bahrenfeld) wird voraussichtlich halbiert, von 1100 auf 600. Die Betroffenen haben keinen Betriebsrat, sondern nur ein „Employee Comittee“. Dieses hatten die KollegInnen vor über einem halben Jahr gewählt in Abstimmung mit den Eigentümern. Gegen den Willen einer Minderheit von aktiven GewerkschafterInnen, die einen Betriebsrat gründen wollte, sich aber nicht durchsetzen konnte. 580 wollten im Januar keine Wahlvorstandskandidaten, nur 480 waren dafür. GewerkschaftsaktivistInnen wollten einen Betriebsrat gründen, um einen Tarifvertrag durchzusetzen. insgesamt 28 KollegInnen wurden mit sofortiger Wirkung freigestellt, davon 16, die sich für die Einrichtung eines Betriebsrates eingesetzt hatten. Die Massenentlassung hatte bundesweites Aufsehen erregt, nicht nur in der Branche.

Ein Sozialplan ist die Vereinbarung zwischen Geschäftsleitung und Betriebsrat. Dadurch, daß die Mehrheit der KollegInnen nur ein "Employee Comittee" gewählt haben, haben sie jetzt keinen Anspruch auf Abfindungen nach dem Sozialplan.
Es gibt das Sprichwort: Dummheit muß bestraft werden. Zu fragen ist, ob die Brüder Wawrzinek schon im Januar wußten und planten, eine Massenentlassung vorzunehmen. Falls ja, dann waren sie schlau und haben eine Menge Geld gespart. Und die KollegInnen, die entlassen werden, haben es den 580 zu verdanken, daß sie Lehrgeld zahlen müssen! Salomonischer Vorschlag: die 580 KollegInnen, die im Januar die Wahl eines Betriebsrates verhinderten, melden sich jetzt freiwillig, damit sie entlassen werden - und nicht ihre KollegInnen.
Dirk Hensen, der Sprecher der Firma nennt die Massenentlassung eine Umstrukturierung mit dem Zweck, die „Kernkompetenzen der goodgame studios“ zu realisieren. Zu den Kernkompetenzen gehören bei Goodgame nicht Betriebsrat und Sozialplan.
Und die Moral aus der Geschicht? Die Massenentlassung möge in der Branche - und nicht nur dort - so bekannt werden wie im Januar die Freistellung der 28 und allen, die es mitbekommen, den Anstoß geben, einen Betriebsrat zu gründen und einen Tarifvertrag durchzusetzen. (DW)

01   Gesetz zur Regulierung von Zeitarbeit und Werkverträgen 2016
Kampf um Leiharbeit

Text und Video der Plusminus-Sendung vom 27.07.16 von Hermann Abmayr bei Das Erste
http://www.daserste.de/information/wirtschaft-boerse/plusminus/kampf-zeitarbeit-100.html

Anmerkung:
Sehr präzise und anschauliche Sendung von Hermann G. Abmayr! Dazu das Interview mit Prof. Däubler.(DW)

Video "Kampf um Leiharbeit" - Interview mit Prof. Däubler

(11 Minuten)
http://www.daserste.de/information/wirtschaft-boerse/plusminus/videos/extra-zu-kampf-um-leiharbeit-interview-mit-prof-daeubler-100.html

Offener Brief “Equal Pay für LeiharbeiterInnen, diskriminierende Tarifverträge ersatzlos kündigen!”
http://www.labournet.de/?p=100678

Und hier noch mal Kontrastprogramm von der IG BCE!

Im Gegensatz zum Filmemacher und Journalisten, Hermann G. Abmayr, dem Rechtswissenschaftler Prof. Däubler, Labournet und vor allem der Leiharbeiter, von denen viele ihre Arbeit“geber“ als Sklavenhalter bezeichnen, bejubelt die IG BCE die Leiharbeit! Der normale Zustand in der Leiharbeit ist für sie Ausnahme und Mißbrauch. (DW)

Aus JFI 52-16
IG BCE: Fairplay in der Zeitarbeit
https://www.igbce.de/mitglieder/kompakt/fairplay-in-der-zeitarbeit/131716

Aus JFI 52-16

Interview mit den Technicum-Betriebsräten Uwe Jockers und Ivo Radja
Ein „Hire and Fire“ gibt es bei uns nicht

https://www.igbce.de/technikum/132432
Anmerkung:

Schöne IG BCE-Welt! Schöne Welt der Leiharbeit! Fast vollkommen! Und für die volle Vollkommenheit sorgt die IG BCE und der gute Wille solcher Betriebsräte wie Uwe und Ivo!
Wenn da nicht die Miesmacher wären, die LeiharbeiterInnen, die die Leiharbeitsfirmen Sklavenhalter nennen und von Ausbeutung sprechen. Wer in diese Gegenwelt der Ausgebeuteten schauen will, klicke bitte chefduzen an:
http://www.chefduzen.de/


02   Alsdorf: IG BCE ruft zu Demonstration auf
"Die lG BCE Bezirk Alsdorf und die Vertrauensleute der Sparte Tagebaue rufen alle Beschäftigten bei RWE Power im rheinischen Revier zu Aktionen auf, um ein Zeichen gegen Gewalt, Arbeitsplatzabbau und eine aus Sicht der Gewerkschaft verfehlte Energiepolitik zu setzen... Laut IG BCE sind viele RWE-Mitarbeiter frustriert, weil sie immer wieder der Gewalt aus dem Umfeld von Aktivisten ausgesetzt seien. Sie fürchten um ihre körperliche Unversehrtheit. Die IG BCE forderte die Teilnehmer des Klimacamps erneut auf, dass auf Gewalt verzichtet werden soll..." Artikel vom 12. August 2016 bei der Aachener Zeitung online
http://www.aachener-zeitung.de/lokales/nordkreis/alsdorf-ig-bce-ruft-zu-demonstration-auf-1.1424781
Labournet schreibt dazu:
Um zur Demonstration gehen zu können, hat der Konzern RWE seinen Beschäftigten am 26. August frei gegeben! Die Aktion - Wir haben die"Schnauze voll" von Gewalt! befindet sich tatsächlich auf der Homepage der lG BCE Bezirk Alsdorf mit dem Aufruf und Flugblatt zur Demo, datiert vom 11.08.2016! Es ist also keineswegs eine Aktion vereinzelter Vertrauensleute auf Fratzebuch, sonder wird von der IG BCE getragen...
https://alsdorf.igbce.de/aktion-schnauze-voll/133376
Wir erinnern deswegen an den Aufruf "Gewerkschafter*innen für Klimaschutz" - siehe Infos und Hintergründe im Dossier (labournet)
http://www.labournet.de/?p=102376

Initiative von verdi-Linken »GewerkschafterInnen für Klimaschutz« gegen IG BCE und verdi Mitglieder von „Wir haben die Schnauze voll“. Diskutieren beide bei Klimacamp?

»Durch den Abbau wurden Dörfer zerstört«
Gewerkschafter aus der Braunkohleindustrie werfen Klimaaktivisten oft vor, Arbeitsplätze zu gefährden. Gespräch mit Helmut Born (verdi-Landesbezirksvorstand NRW)
https://www.jungewelt.de/2016/08-22/005.php
Anmerkung:
Interessante Frage der Interviewerin:

Weiterer Widerspruch: Klimaaktivisten protestieren nicht nur gegen den Braunkohleabbau, sondern erkunden Alternativen zum kapitalistischen Wirtschaftssystem. Gewerkschafter hingegen wollen eher ihren Teil vom Kuchen im bestehenden System abhaben. Wie sehen Sie das?
In diesem Zusammenhang weisen wir auf das Jour Fixe am 7.9. um 18 Uhr 30 mit japanischen GewerkschafterInnen hin, die einerseits solidarisch sind mit den japanischen AKW-Gegnern, aber auch ihren Teil vom Kuchen haben wollen und darüber hinaus einen Anspruch auf den ganzen Kuchen erheben - den sie ja gebacken haben! Und da sind sie den bescheidenen und begrenzten KollegInnen vom deutschen Braunkohleabbau sehr voraus! Ein Grund dafür ist, daß Doro Chiba eine andere Gewerkschaft ist als die IG BCE. (DW)

03   Geschichte Atomenergie:

Allein 16 AKWs waren an der Elbe in Westdeutschland geplant
http://umweltfairaendern.de/2016/08/geschichte-atomenergie-allein-16-akws-waren-an-der-elbe-in-westdeutschland-geplant/

In diesem Zusammenhang nochmal die Rede von Fritz Storim vom 6.8.16:

Bomben auf Hiroshima und Nagasaki, „friedliche“ Atomkraftnutzung und Energiewende:

Redebeitrag von
Fritz Storim am 6. August 2016 auf dem Hiroshima-Tag in Hamburg am Dammtor-Deserteurs-Denkmal:
http://antjeundieter.de/wp-content/uploads/2015/09/2016.08-Rede-Hiroshima-Tag.pdf

Anmerkung:

Auch damals in den 1970ern, als hunderte AKW´s in Westdeutschland geplant waren, waren die Gewerkschaftsvorstände, voran IGM, IG BSE, IG Chemie, für deren Bau. Hunderte Bürgerinitiativen verhinderten das! Der Physiker, Dr. Fritz Storim war einer der ersten, die Widerstand gegen den massenhaften Bau von AKW´s organisierten, gerade beim AKW Brokdorf. (DW)

04   Herbert Schui ist tot

Linker Ökonom, Politiker ohne Attitüden: der WASG-Gründer und Memogruppen-Schöpfer starb im Alter von 76 Jahren
https://www.neues-deutschland.de/artikel/1022241.herbert-schui-ist-tot.html?action=print
Herbert Schui und bedingsloses Grundeinkommen

http://www.forum-grundeinkommen.de/zitat/herbert-schui/grundeinkommen-traegt-dazu-gesellschaftliche-ausgrenzung-verewigen
Herbert Schui und Produktivität

(Die Auffassungen eines konsequenten und waschechten Keynesianers)

http://www.linksnet.de/de/artikel/18782

05   Politik und Forschung durchleuchten Sozialhilfeempfänger, aber an die Reichen und Superreichen trauen sie sich nicht ran

In Hamburg ist die Millionärsdichte bundesweit am höchsten. Hier leben rund 42.000 Millionäre und 18 Milliardäre. Warum weiß man so wenig über sie?
http://taz.de/Soziologe-Gerd-Pohl-ueber-Privilegien/!5324972/

Anmerkung:

»Denn die einen sind im Dunkeln/Und die andern sind im Licht./Und man siehet die im Lichte./Die im Dunkeln sieht man nicht.« Was Untersuchungen und Statistiken anbelangt, trifft dieses Zitat von Brecht (Mäcki Messser, 1928) nicht zu. Es trifft nur zu wenn sich die Reichen und Superreichen in ihren Medien widerspiegeln. Da sind die Armen dann im Dunkeln, es sei denn, es fällt eine/r unangenehm auf und ist einen skandalträchtigen Aufmacher wert. (DW)

06   Früher: working class heroes – heute: Helden des Kapitals

Wolfgang Gedeon – Vom Maoisten zum Rechtsaußen in der AfD
Der Werdegang des Arztes Wolfgang Gedeon in Gelsenkirchen:
Prominente Beispiele für Konvertiten sind:

Winfried Kretschmann, ehemals Pol Pot Fan des Kommunistischen Bundes Westdeutschland (KBW), heute behäbig christlichkonservativer Ministerpräsident des Landes Baden-Württemberg 
Berthold Huber, ehemals Maoist des Kommunistischen Arbeiterbund Deutschlands (KABD, Vorläufer der MLPD), dann erster Vorsitzender der IG Metall, stellvertretender Aufsichtsratvorsitzender des Siemens-Konzerns sowie von Audi. Aufsichtratmitglied von Porsche und Aufsichtsratvorsitzender der Volkswagen AG.
Bundeskanzlerin Angela Merkel,
früher FDJ-Sekretärin richtete für ihn zum 60. Geburtstag das Festessen aus..
Horst Mahler
: einst RAF, Gruppe Rote Fahne und dann NPD.
Ebenso bekannt sind die Ex-K-Grüppler

Trittin (KB),

Bütikofer (KBW),

Ulla Schmidt (KBW)

und eine lange Liste mehr.
Anmerkung:

Warum diese Aufzählung? Nur mal so... einige von ihnen kannte man früher ja auch. (DW)

07   Syrien

Karin Leukefeld*) zur aktuellen Lage in Syrien
Veröffentlicht am 11.08.2016 bei weltnetz TV. Das Gespräch führte Sabine Kebir. (37 Min.) *)Karin Leukefeld gehört zu den wenigen Journalisten, die aus dem von der international anerkannten Regierung kontrollierten Gebiet Syriens berichten. Sie klärt auf, welchen Hintergrund die von deutschen Medien als ´Rebellen` bezeichneten ´Verteidiger` Aleppos haben und woher sie Unterstützung bekommen. Mehr:
https://www.youtube.com/watch?v=c4drigIpvLs&app=desktop

Ordnungsmacht im Krisengürtel

ALEPPO/BERLIN (Eigener Bericht) - Mit neuen diplomatischen Vorstößen zur Beendigung der Schlacht um Aleppo sucht Außenminister Frank-Walter Steinmeier den deutschen Einfluss im Nahen Osten zu stärken. Seine Bemühungen, Russland zu einer Waffenruhe zu drängen und eine Luftbrücke zur Versorgung eingekesselter Stadtteile zu errichten, erfolgen zu einer Zeit, zu der Berlin offiziell ankündigt, "die globale Ordnung aktiv mitzugestalten". Sie geben sich humanitär, fordern - in einer Phase des Krieges, in der ein Sieg der Regierungstruppen möglich schien - eine Einstellung der Gewalt; ganz im Gegensatz dazu hatte Berlin in früheren Kriegsphasen, als die Aufständischen sich in der Offensive befanden, den Konflikt etwa mit der Entwicklung großer Aufbaupläne für Syrien nach Assads Sturz befeuert. Mehr:
http://www.german-foreign-policy.com/de/fulltext/59419

08   Türkei

»Zentrale Aktionsplattform« für Islamisten
Nach Linke-Anfrage: Bundesregierung geht auf Konfrontationskurs mit der Türkei

https://www.jungewelt.de/2016/08-17/002.php

09   Südafrika (Azania)

4 Jahre danach: ANC im Zentrum der Kritik bei Gedenkveranstaltung in Marikana
Vor allem organisiert von der Bergarbeitergewerkschaft AMCU fand am vergangenen Wochenende die Gedenkveranstaltung zum vierten Jahrestag des Massakers von Marikana statt. Dabei wurde inhaltlich vor allem und immer wieder von verschiedenen Rednern betont, die Mordorgie der Polizei stehe immer noch vor der Aufklärung – wie auch die Lösung der sozialen Probleme der Menschen in der Region. Einer Region, in der nicht zufällig der ANC, selbst im Rahmen seiner generellen Stimmverluste bei den jüngst stattgefundenen Kommunalwahlen, einen besonders hohen Stimmverlust zu verzeichnen hatte. Siehe dazu einen aktuellen Beitrag und ein Video

http://www.labournet.de/?p=103071

10   Eritrea

»Die Gründe für die Flucht der Eritreer liegen bei den Vereinten Nationen«
Gespräch mit Fulvio Grimaldi. Eritrea, Libyen, Syrien, Ukraine – Regierungen, die der neoliberalen Globalisierung etwas entgegensetzen, werden mit Hilfe der USA unter Druck gesetzt. Mehr:
https://www.jungewelt.de/2016/08-13/063.php

11   CHINA
Videos über ein Treffen chinesischer und bundesdeutscher ArbeiterInnen 2016
Organisiert vom Forum Arbeitswelten fand im Januar 2016 eine Rundreise einer Gruppe von AktivistInnen aus China durch die BRD statt, bei der es zu mehreren Treffen mit Belegschaften bundesdeutscher Unternehmen und gewerkschaftlichen Aktiven kam. In zwei Videos wird einerseits darüber berichtet, andrerseits ein Schlaglicht auf die Hintergründe gelegt - siehe dazu die beiden Video:

Arbeitswelten China - Deutschland (10 min)
Deutsche Unternehmen investieren in China. Doch wir wissen wenig über die Arbeitsbedingungen der Beschäftigen in den chinesischen Niederlassungen. Das FORUM ARBEITSWELTEN versucht Abhilfe zu schaffen, indem Kontakte zwischen den Belegschaften in Deutschland und China geknüpft werden.

https://youtu.be/gzQE7rMq45A

Arbeiter*innen Solidarität China - Deutschland (6 min)

Internationale Solidarität kann mehr als eine Parole sein. Arbeiter in China und Deutschland sind in vielerlei Beziehung einander näher, als man denkt. Sie arbeiten oftmals für die gleichen Unternehmen, nur zu unterschiedlichen Bedingungen. Forum Arbeitswelten versucht Kontakte zu knüpfen zwischen den Beschäftigten auf beiden Seiten. Ein Schritt zu einer Globalisierung von unten.

https://youtu.be/kny0pxFcoqg

12   Japan

Die alternative Eisenbahngewerkschaft Doro Chiba und die Gründung anderer Alternativgewerkschaften in Japan „Kürzlich hat DORO-CHIBA befristete Arbeiter von CTS organisiert (CTS ist ein Subkontraktor von JR-Ost, an den essentielle Serviceleistungen der Bahn kostensparend „outgesourct“ wurden). Es handelt sich um den seltenen Fall, dass eine Gewerkschaft festangestellte und befristete (prekäre) Arbeiter in der gleichen Organisation vereint“ ist eine der vielen informationsreichen Antworten in „Japan: klassenorientierte „Doro-Chiba“-Strömung breitet sich aus“ bereits am 29. März 2016 im Nemeticoblog, ein Interview mit einer Aktivistin der Tokyo-Seibu Union (Apparel General Union branch, Textilarbeiter-Branche) aus dem der Fortschritt dieser Gewerkschaftsbewegung deutlich wird. Mehr:
https://nemetico.wordpress.com/2016/03/29/japan-klassenorientierte-doro-chiba-stroemung-breitet-sich-aus/

Siehe dazu auch die Veranstaltungsankündigung vom Jour Fixe Gewerkschaftslinke mit Doro Chiba in Hamburg
http://www.labournet.de/?p=103221

13   Termine
+++  Einladung zur Regionalkonferenz Hamburg: Aufstehen gegen Rassismus

am 27. August 2016 von 10:00 – 20:00 Uhr
Veranstaltungsort: Universität Hamburg
10.00 Uhr Auftaktveranstaltung Hörsaal A im WiWi Bunker, Von-Melle-Park 5
ab 11.15 Uhr Arbeitsgruppen in den Seminarräumen, Allendeplatz 1
Anmeldung unter: aufstehen-hamburg-agr@gmx.de
oder unter: https://www.aufstehen-gegen-rassismus.de/lokal/hamburg/
hier findet Ihr auch das Programm für die Regionalkonferenz
& die Einladung zum Nachlesen gibt es hier: http://www.keine-stimme-den-nazis.org/images/AgR/einladung%20regionalkonferenz%20hamburg.pdf
Wir freuen uns, wenn Ihr zahlreich an der Konferenz teilnehmt, gern
weitere Interessierte ansprecht und uns möglichst eine kurze Rückmeldung
an aufstehen-hamburg-agr@gmx.net über die Teilnahme zukommen lasst.
Mit solidarischen Grüßen
Aufstehen gegen Rassismus Hamburg

+++  Liebe KollegInnen vom Jourfix,

am 3. September findet in Berlin die bundesweite Demo gegen Rassismus statt. Im Rahmen der Aktionstage treffen sich national und international arbeitende Gruppen , um  ein gemeinsames Vorgehen, nicht nur gegen Rassismus, sondern auch gegen die neoliberale, europäische Politik insgesamt, zu planen . U.a. soll das nächste Treffen der transnationalen Plattform TSS im Oktober in Paris vorbereitet werden. Hat jemand Zeit und Lust dort hinzugehen? Wir brauchen dringend eine Regionalgruppe in Hamburg. .
https://www.aufstehen-gegen-rassismus.de/aufruf/
Regionalkonferenz Hamburg: Am 27.8.2016 von 10-20 Uhr.
Bei Interesse Kontakt in Hamburg:

Theda Ohling <thedaohling@yahoo.de>
Anreise nach Berlin:
http://hamburg.blockupy.org/anreise/
Bustickets gibt es in kürze in der Schanzenbuchhandlung (Schulterblatt 55) und auf der Blockupy-Info-Veranstaltung am 31.8. im Centro Sociale


+++  Brigitte Dottke eröffnet am

Sonntag, den 28. August 2016 um 15,30 Uhr
die Ausstellung
LügeMachtKrieg

im
Kulturladen St. Georg
in der Alexanderstr. 16, 20099 Hamburg
(U-Bahn Lohmühlenstrasse oder U- S-Bahn Hbf.)
Wir laden herzlich dazu ein!
Bündnis gegen den imperialistischen Krieg zusammen mit dem Theorie und Praxis Verlag
Die Ausstellung im Kulturladen läuft v. 28.8. – 23.9.2016, www.kulturladen.com
(Öffnungszeiten des Kulturladens: Mo.-Do. 10-21 Uhr, Fr. u. So. 16-20 Uhr)

+++  Lampedusa in Hamburg

Wir sind hier um zu bleiben – und unser Protestzelt muss auch bleiben!
Kommt zum Zelt-Aktions-Tag am 10. Sept. 2016 von 14 bis 17 Uhr!

(am Lampedusa-Zelt zwischen Hauptbahnhof und ZOB)
Das Lampedusa-Zelt am Hauptbahnhof – warum ist es wichtig? Anfang des Jahres 2013 mussten wir, ungefähr 350 afrikanische Kriegsflüchtlinge aus Libyen, die Lager in Italien verlassen, nachdem wir Papiere bekommen hatten und sind nach Hamburg gekommen, wo wir uns auf der Straße wiederfanden – ohne Recht auf Arbeitserlaubnis, Sozialleistungen und Unterkunft. Im Mai 2013 gingen wir an die Öffentlichkeit und gründeten die Gruppe „Lampedusa in Hamburg“. Ein Zelt wurde am 22. Mai 2013 in der Nähe des Hauptbahnhofs (gegenüber dem ZOB) errichtet. Vor einigen Wochen kündigten die Hamburger Behörden zum wiederholten Mal an, dass Mitte Oktober dies Zelt wegen Bauarbeiten von diesem Ort weg und woanders hin verlegt werden muss. Aber unser Zelt war und ist immer noch aus verschiedenen Gründen wichtig:
-Es ist ein Treffpunkt für die Mitglieder der Gruppe „Lampedusa in Hamburg“ und andere Geflüchtete und Migrant*innen
-Es ist ein Infopunkt, um die Öffentlichkeit über die Situation, die Forderungen und Aktionen von „Lampedusa in Hamburg“ zu informieren
-Und nicht zuletzt: Es ist ein Symbol für den Kampf von „Lampedusa in Hamburg“ zusammen mit anderen Geflüchteten, antirassistischen Gruppen und Einzelpersonen, die immer noch für eine Lösung für alle kämpfen!
https://www.facebook.com/lampedusainhamburg/

Für Spenden:
Gewerkschafter.
Frank Teichmüller
IBAN:DE67 5003 3300 2297 8286 00, BIC: SCFBDE33XXX
Code: Lampedusa in HH
Konto andere Initiativen:

KIEZ Wohnen e.V.
IBAN: DE91 2512 0510 0008 4572 00, BIC: BFSWDE33HAN

Code: Lampedusa in HH

+++  Liebe Friedensfreundinnen und -freunde,
am Antikriegstag wollen wir unseren Protest gegen die von Bundesregierung und Nato betriebene Rüstungs- und Kriegspolitik wieder auf die Straße tragen:
Donnerstag, 1. September 2016
Auftaktkundgebung 17.00 Uhr, Deserteursdenkmal/Kriegsklotz, Dammtor/Stephansplatz
Abschlusskundgebung 18.30 Uhr, Besenbinderhof
Im Anschluss findet im Gewerkschaftshaus um 19 Uhr eine Veranstaltung von ver.di Hamburg - Arbeitskreis Frieden statt.
Mit antimilitaristisch-pazifistischen Grüßen
Hamburger Forum

+++  Liebe Kolleginnen und Kollegen,

wir laden euch herzlich zu einer Informations- und Diskussionsveranstaltung ein zum Thema:
Freihandel und seine möglichen Folgen“
Donnerstag, den 01.09.2016, 19:00 Uhr,

Gewerkschaftshaus, Raum St. Georg
Als Referent konnte Professor Dr. Norman Paech, (Völkerrechtler) gewonnen werden.
In der Veranstaltung ist geplant folgenden Fragen nachzugehen:
Wie könnten TTIP, CETA, TISA, EPA die geopolitischen Kräfteverhältnisse beeinflussen?
Zu wessen Vorteil und zu wessen Lasten würden sich diese Abkommen auswirken?
Würde die ungleiche Reichtums Verteilung weltweit abgeschwächt, stabilisiert oder verstärkt?
Was bedeutet es, wenn RegierungspolitikerInnen in Bezug auf TTIP von Wirtschafts-NATO sprechen?
Weitere Informationen auch zur vorgeschalteten Demo anlässlich des Antikriegstages entnehmt bitte der Einladung im Anhang.
Mit kollegialen Grüßen
Berthold Bose (Ver.di-Vors. HH)

+++  Griechenland aktuell – Welches Europa wollen wir?

Der ver.di-Landesbezirk Hamburg und die Fachbereiche Ver- und Entsorgung und Bildung, Wissenschaft und Forschung laden gemeinsam mit dem „Runden Tisch Griechenland in ver.di“ zu einer Informations- und Diskussionsveranstaltung ein mit
Georgios Archontopoulos
, Gewerkschaftsvorsitzender, Mitarbeiter der Wasserwerke in Thessaloniki,
Kalliopi Brandstäter,
Gründerin des Förder- und Freundeskreises für die solidarische Klinik „Elliniko“ in Athen und
Anastasia von der Hafenarbeitergewerkschaft Piräus

Freitag, 2. Sept. 2016 um 17.00 Uhr. Gewerkschaftshaus, Besenbinderhof 60. Raum St. Georg, 9. Stock

Mit dieser Veranstaltung wollen wir einen Einblick in die aktuelle Entwicklung und die Auseinandersetzungen in Griechenland geben.
Die Veranstaltung wird unterstützt von: Solidaritätsgruppe Griechenland in Hamburg
(ein Bündnis, das die Entwicklung im Land durch Veranstaltungen und Aktionen thematisiert)
V.i.S.d.M.: ver.di-Landesbezirk Hamburg, Besenbinderhof 60, 20097 Hamburg, Berthold Bose

14  Blitzlicht ins Proletariat

Unbezahlte Überstunden
2015 wuchs die Menge der Mehrarbeit unter den ArbeiterInnen weiter an. Waren es 2014 noch 1,79 Milliarden, so im letzten Jahr 1,81 Milliarden Überstunden. Die meisten Überstunden sind unbezahlt! 2014 war das Verhältnis unbezahlter zu bezahlter Überstundenarbeit 993 zu 798 Millionen, letztes Jahr 997 zu 816. Pro Beschäftigte waren es demnach im Schnitt 25,7 unbezahlte und 21,1 bezahlte Stunden. Laut Linkspartei-Sprecherin seien Überstunden ein Spiegelbild von Arbeitsverdichtung und zunehmenden Stress, „die die Familien belasten und zu Krankheit und Burnout führen.“ Welchen Stress mit entsprechendem Ärger machen da zusätzlich die unbezahlten Arbeitsverhältnisse!

Quelle: Institut für Arbeitsmarkt-und Berufsforschung - Junge Welt 19.7.2016







Erstellt: 20.08.2016 23:08 | Letzte Änderung: 20.08.2016 23:08

JFI 53-16 ++ EINLADUNG ZUM 144. JOUR FIXE: DELEGATION JAPANISCHER EISENBAHN-GEWERKSCHAFTER

Einladung zum 144. Jour Fixe am Mittwoch, 7. September um 18 Uhr 30, Curiohaus (Hofdurchgang), Rothenbaumchaussee 15

Jour Fixe mit Eisenbahnern aus Japan

DORO-CHIBA - nicht nur eine kämpferische Gewerkschaft
Besuch einer Delegation von fünf japanischen GewerkschafterInnen
(Wir fangen pünktlich an, damit wir viel Zeit haben für die Diskussion!)

Aktuelle halbe Stunde:

Joachim Holstein berichtet über den Widerstand gegen die Einstellung der Autoreisezüge und Reduzierung der Nachtzüge der Deutschen Bahn. (Er ist Sprecher der European Railsevice)

Doro-Chiba“, das ist eine politische Strömung und der Ausdruck für eine wachsende antikapitalistische Basisbewegung in Japan, deren Kern die klassenorientierte und kämpferische Regionalgewerkschaft Doro-Chiba darstellt.

Sie gehört zu den AKW-Gegnern der ersten Stunde in Japan, nicht erst seit der Havarie des Atom-Reaktors Daichi in Fukushima.

Doro-Chiba kämpft gegen Privatisierung und outsourcing bei Japanese Railway und für erneuerte nicht sozialpartnerschaftliche Gewerkschaften – und für eine nicht-kapitalistische Gesellschaft. Doro-Chiba ist verbündet mit dem Studentenverband Zengakuren und japanischen AKW-Gegnern.

Vor 29 Jahren entschied die Regierung, die Japanische Staatsbahn zu zerteilen und zu privatisieren in verschiedene Unternehmen (diese nennen sich alle „JR“ – Japanese Railway). Die wahre Intention der japanischen Regierung damals aber war, die japanische Gewerkschaft der Eisenbahnarbeiter zu schwächen, welche die stärkste in ganz Japan war (Diese Gewerkschaft hieß DORO).

Die ursprüngliche Eisenbahngewerkschaft DORO brach darüber auseinander und zerfiel, nur DORO-CHIBA (DORO Regionalverband der Präfektur Chiba) entschied sich zu kämpfen und streikte gegen die Privatisierung. 1047 Eisenbahnarbeiter (die gesetzesmässig nicht kündbar waren) wurden damals gekündigt. DORO-CHIBA war auch die einzige Gewerkschaft innerhalb der japanischen Eisenbahnen, die gegen die Kündigungen kämpften, während andere Gewerkschaften nur „verhandelten“ (ergebnislos), aber niemals dagegen wirklich kämpften, und zwar mit Streik.

Letztes Jahr sprach der japanische Oberste Gerichtshof sein endgültiges Urteil in Sachen der 1047 Eisenbahn-Arbeiter. Die Entlassung der 1047 Arbeiter war demnach illegal und unrechtmäßig.

DORO-CHIBA  kämpft aktuell gegen „irreguläre (prekäre) Beschäftigung“ und „Outsourcing“, und zwar weil diese die wichtigsten Gründe für die Gefährdung und Infragestellung der Bahnsicherheit darstellen.

DOR-MITO, DORO-TAKASAKI, DORO-NISHINIHON, DORO-KANAGAWA, DORO-NIIGATA, DORO-KYUSHU, DORO-HOKKAIDO und DORO-FUKUSHIMA wurden inzwischen nach dem Vorbild von DORO-CHIBA als antikapitalistische Basisbewegung organisiert. Derzeit wird gerade DORO-TOKYO gegründet.

DORO-CHIBA arbeitet eng mit dem japanischen Studenten-Verband Zengakuren zusammen! Er ist seit den 70er Jahren des letzten Jahrhunderts mit Doro-Chiba, bzw. seinem Vorläufer verbündet ist. Zengakuren-Studenten errangen einen Erfolg, als sie 2012 die Leitung des AStA übernahmen und die alte, pro-neoliberale Führung ersetzten. Zengakuren ist ein sehr traditionsreicher japanischer Studentenverband, der vor allem in den 60er, 70er und 80er Jahren große Bewegungen u.a. gegen US-Stützpunkte in Japan anführte. Mit dieser Aktion kündigt sich möglicherweise eine neue Phase der Studentenkämpfe in Japan an.

Infos zum Jour Fixe:

https://nemetico.wordpress.com/2016/03/29/japan-klassenorientierte-doro-chiba-stroemung-breitet-sich-aus/

Eine kurze Geschichte von Doro-Chiba

Japanische Eisenbahn: Langer Kampf gegen Privatisierung
http://www.sozonline.de/2012/02/eine-kurze-geschichte-von-doro-chiba/









Erstellt: 16.08.2016 10:10 | Letzte Änderung: 16.08.2016 10:10

JFI 52-16 ++ Mercedes Bremen: Stillhalten kostet Arbeitsplätze ++ Amazon: Von den Gründen nicht zu streiken ++ S chöne IG BCE-Welt ++ Bertelsmänner in deutschen Schulen

Jour Fixe Info 52-16. 12. Jahrgang – 16.08.2016

Aktuelle Sammlung von - vor allem - gewerkschaftspolitischen Artikeln, Beiträgen und Fakten als Ergänzung zu den Veranstaltungen des „Jour Fixe“ in Hamburg


00   Kollege Ergin hört bei Meyer-Werft auf

01   Mercedes Bremen: Stillhalten kostet Arbeitsplätze
02   Amazon: Von den Gründen nicht zu streiken
03   Gemeinsam gegen Union Buster/Fertigmacher
04   Eigenlob der IG BCE: Faiplay in der Zeitarbeit
05   Schöne IG BCE-Welt: Hire und Fire gibt es bei uns nicht!
06   Initiativ-Vorschlag: Deutsche und österreichische Nachtzüge gemeinsam
07   An alle whistleblower und die es werden möchten!
08   Bertelsmänner: Zwei Trojanische Pferde in deutschen Schulen
09   Fritz Storim: Rede am Hiroshima-Tag in Hamburg
10   Uta Segler ist gestorben
11   Schanzenkino: Kleine Korrektur
12   Hermann Kant ist gestorben
13   Fidel Castro, der ewige Revolutionär
14   Woody Guthrie besingt Trump sen.
15   Türkei: Nationalistischer Furor
16   Termin
17   Blitzlicht


Ankündigung:

Jour Fixe am 7. September mit Eisenbahn-KollegInnen aus Japan und Südkorea, begleitet von Eisenbahnern aus Berlin


00   Nach Rechtsstreit um Kündigung:

Betriebsrat Ibrahim Ergin hört bei Meyer Werft auf [und wechselt zur IG Metall]
"Der Streit zwischen der Meyer Werft und dem Betriebsratsvorsitzenden Ibrahim Ergin scheint beendet. Wie der Anwalt des Betriebsrats am Donnerstag vermeldete, haben sich beide Seiten auf eine Beendigung des Arbeitsverhältnisses geeinigt. Ergin hat derweil bereits eine neue Arbeitsstelle in Aussicht.“ Mehr:

http://www.noz.de/lokales/papenburg/artikel/757367/betriebsrat-ibrahim-ergin-hort-bei-meyer-werft-auf

Anmerkung:

Niemand von KollegInnenseite wird dem Kollegen Ergin wegen seiner Entscheidung, „die Reißleine“ zu ziehen einen Vorwurf machen! Seine Gesundheit und seine Familie gehen vor! Viele vom Fertigmachen (einige nennen es „Union Busting“) Betroffene haben versucht, noch länger durchzuhalten und sind Opfer geworden.
Aber es bleibt festzustellen: a) Ein kämpferischer Kollege ist wichtiger im Betrieb als auf einem Posten beim DGB. b) Die Kapitalseite hat wieder mal gesiegt.

Lieber Ibrahim, wir hoffen, daß Du Deine jahrelangen Betriebs- und Kampferfahrungen den KollegInnen, besonders den jüngeren unter uns, in vielen Betrieben vermitteln wirst!

Alles Gute für Dich und Deine Familie! (DW)



01   Mercedes Bremen
Stillhalten kostet uns Arbeitsplätze und Existenz.
Stoppt diese kriminelle Vereinigung!
"Was für eine verlogene Bande! Uns gaukeln sie die große Konkurrenz vor, jagen uns Arbeiter in die Schlacht gegen andere Belegschaften, während sie gleichzeitig mit dem vermeintlichen Gegner den gemeinsamen Betrug durchziehen. Wir reden von den illegalen Preisabsprachen der LKW-Bauer. 1 Milliarde Strafe für Daimler, die gewiss nicht Herr Zetsche mit seinem 8 Mio.-Jahres-Salär abstottern wird..." Dies und weitere Themen im Flugblatt vom August 2016 (pdf), geschrieben, verteilt und finanziert von Vertrauensleuten und Betriebsräten des Daimler-Werkes Bremen, das am 11.8. bei Daimler verteilt wurde...
Besonders interessant: Arbeiten im LC (Automotiv) der BLG: "Der folgende Bericht wurde von einem Kollegen des GHB (Gesamthafenbetrieb) geschrieben, der bei der BLG (Bremer Lagerhaus Gesellschaft) für Daimler zum Billiglohn knüppeln muss. Daimler ist nämlich Großkunde der BLG und die BLG gehört mehrheitlich dem Land Bremen..."
http://www.labournet.de/wp-content/uploads/2016/08/dchb_082016.pdf
Anmerkung:
Stoppt diese kriminelle Vereinigung!“ Das ist eine klare Sprache, die sich abhebt vom üblichen Geschwafel in Gewerkschaftszeitungen mit Eigenlob und Beschönigungen – eine Sprache, die der Grundhaltung der Sozialpartnerschaft zu verdanken ist. (DW)

02   Literaturempfehlung!

Amazon in Leipzig
Von den Gründen, (nicht) zu streiken. Studie von Sabrina Apicella

Amazon zählt zu den bekanntesten Akteuren der Umgestaltung der Arbeit im Dienstleistungsbereich. Einzelhandel wird durch Onlineversandhandel ersetzt und die Wege zwischen Waren und KundInnen werden neu organisiert.
http://www.rosalux.de/publication/42258/amazon-in-leipzig.html

Kostenlose download: Siehe hier:
http://www.labournet.de/politik/gw/kampf/kampf-all/studie-amazon-in-leipzig-von-den-gruenden-nicht-zu-streiken/
Anmerkung:
Wir empfehlen, insbesonders die Kapitel 3, 5 und 6 zu lesen. Das sind 16 von den insgesamt 45 Seiten. Besonders sie befassen sich mit der Kernfrage: Welche KollegInnen streiken bei Amazon und welche nicht – und ihre Gründe. (DW)
Weiteres zu Amazon: Der lange Kampf der Amazon-Beschäftigten

https://www.rosalux.de/gesellschaft/nachrichten/nachricht/publication/41916/der-lange-kampf-der-amazon-beschaeftigen.html


03   Zur Strategie: Gemeinsam gegen Union Busting

Möglichkeiten der politischen, medialen und juristischen Gegenwehr im Betrieb | Belange der Belegschaft aufgreifen
von Daniel Weidmann
http://arbeitsunrecht.de/zur-strategie-gemeinsam-gegen-union-busting/#more-9400


04   Es wird dringend geraten, diese Eigenlob-Hudelei der IG BCE zu lesen!:
IG BCE: Fairplay in der Zeitarbeit
"Unterbezahlung, miese Arbeitsbedingungen, Tricksereien – Zeitarbeit gilt oft pauschal als Schmuddelkind, dabei gibt es auch Beispiele für Firmen, die sauber spielen und mit Gewerkschaft und Betriebsräten zu brauchbaren Regelungen gefunden haben.
Ob man sie mag oder nicht, Zeitarbeit ist Realität. ..."
https://www.igbce.de/mitglieder/kompakt/fairplay-in-der-zeitarbeit/131716

Anmerkung:
Bei soviel dummdreister Eigenlob-Hudelei verschlägt es einem die Sprache! Fairplay gibt es bei keiner Form der Ausbeutung, nicht bei den Stammbelegschaften und dann soll es in der Zeitarbeit geben?! Man muß echt die Schreiberlinge bedauern, die sich solche Texte für die IG BCE-Führung ausdenken müssen. Sie sollten zum Zeilenhonorar noch zusätzlich Schmerzensgeld fordern.

Zeitarbeit ist für die IG BCE eine Frage des „Mögens“, für Hunderttausende ist es eine Schicksalsfrage, wie man lebt und überlebt. Schlimme Zustände werden schöngeredet! (DW)

05   Schöne IG BCE-Welt

Interview mit den Technicum-Betriebsräten Uwe Jockers und Ivo Radja
Ein „Hire and Fire“ gibt es bei uns nicht

Bundesarbeitsministerin Andrea Nahles brachte kurz vor den Sommerferien ihren Gesetzentwurf zur Bekämpfung des Missbrauchs bei Leiharbeit und Werkverträgen auf den Weg. Er sorgt für die Beschränkung der Zeitarbeit auf 18 Monate, gleichen Lohn für Zeitarbeiter nach neun Monaten sowie bessere Möglichkeiten gegen den Missbrauch von Werkverträgen.
https://www.igbce.de/technikum/132432
Anmerkung:
Schöne IG BCE-Welt! Schöne Welt der Leiharbeit! Fast vollkommen! Und für die volle Vollkommenheit sorgt die IG BCE und der gute Wille solcher Betriebsräte wie Uwe und Ivo!
Wenn da nicht die Miesmacher wären, die LeiharbeiterInnen, die die Leiharbeitsfirmen Sklavenhalter nennen und von Ausbeutung sprechen. Wer in diese Gegenwelt der Ausgebeuteten schauen will, klicke bitte chefduzen an:
http://www.chefduzen.de/
Und wer einen realistischen Blick in die Welt der Leiharbeit tun will, klicke bitte labournet an:
http://www.labournet.de/politik/alltag/arbed/werkvertrag/gesetz-zur-regulierung-von-zeitarbeit-und-werkvertraegen-2016/


06   Neue Initiative für Nachtzüge mit Vorschlag:

Deutsche Bahn und Österreichische Bundesbahnen bilden gemeinsame Nachtzug-Tochter
Eine Gruppe prominenter Verkehrsfachleute aus Österreich, der Schweiz und Deutschland (und der Kollege Joachim Holstein aus Hamburg, der nicht ganz so prominent ist – DW) wendet sich in einem Offenen Brief an die Vorstandsvorsitzenden der Deutschen Bahn (DB) und der Österreichischen Bundesbahnen (ÖBB) mit der Forderung: Beide Bahnen sollten in einem neuen gemeinsamen Tochterunternehmen ihre Nachtzugaktivitäten bündeln:.." Offener Brief vom 11.8.2016 (pdf)

http://www.labournet.de/wp-content/uploads/2016/08/nachtzug0816.pdf

Anmerkung:

Man darf gespannt sein, ob sich Gruber und sein Bahnvorstand dieser überzeugenden Argumentation anschließen! Und ob sie überhaupt antworten. Eine kleine kritischer Anmerkung: Warum fragte die Filmemacherin weder Gruber noch Minister Dobrindt, warum die vielen Milliarden, die weltweit investiert wurden, damit die Deutsche Bahn zum weltgrößten Logistik-Unternehmen wurde, nicht ins deutsche Schienennetz investiert wurde!! (DW)

Hier nochmal der überaus sehenswerte Doku-Film, der letzten Mittwoch, leider erst spät abends gesendet wurde!

Auf dem Abstellgleis – Die Bahn in der Krise (44 Minuten)
http://www.zdf.de/ZDFmediathek/hauptnavigation/sendung-verpasst#/beitrag/video/2787856/Auf-dem-Abstellgleis


07   An alle whistleblower und die es werden möchten!

Whistleblowing: Heise öffnet Enthüllungsplattform heise Tippgeber
"Besonders sicher und auf Wunsch auch anonym können Whistleblower bei heise Tippgeber Informationen liefern, die auf Missstände hinweisen. Eine Veröffentlichung erfolgt gemäß den hohen journalistischen Standards, für die Heise steht. (...) Auf Wunsch kann dies auch vollständig anonym erfolgen..." Bericht von Jürgen Schmidt vom 5. August 2016 bei Heise security - eine gute Sache, von der hoffentlich reger Gebrauch gemacht wird
http://www.heise.de/newsticker/meldung/Heise-oeffnet-Enthuellungsplattform-heise-Tippgeber-3288331.html
Die Plattform für heise Tippgeber ist unter https://heise.de/tipps erreichbar

https://www.heise.de/tippgeber/


08   Perfektes Zusammenspiel zwischen Bertelsmann-Stiftung und Bertelsmann-Konzern!

Ein Trojanisches Pferd in deutschen Schulen
Die Bertelsmann Stiftung wirbt intensiv für die Digitalisierung in Schulen und Hochschulen. Das passt perfekt in die Strategie des gleichnamigen Konzerns: Das Bildungsgeschäft ist seine neue „Cash-Kuh“...

Um es mit einem Werbefilm des neuen Konzernarms „Bertelsmann Education“ zu sagen: „Der weltweite Bildungsmarkt hat ein Volumen von über fünf Billionen US-Dollar.“ Mehr:

https://www.gew-hamburg.de/themen/bildungspolitik/perfektes-zusammenspiel


09   Bomben auf Hiroshima und Nagasaki, „friedliche“ Atomkraftnutzung und Energiewende:

Redebeitrag von Fritz Storim am 6. August 2016 auf dem Hiroshima-Tag in Hamburg am Dammtor-Deserteurs-Denkmal:
http://antjeundieter.de/wp-content/uploads/2015/09/2016.08-Rede-Hiroshima-Tag.pdf


10   Uta Segler ist im Alter von 79 Jahren an Herzversagen gestorben

"Möge Ihr Feuer des Widerstandes in unserem Herzen weiter brennen..."
Viele haben sicher die Nachricht vom Tod von Uta Segler erhalten. Sie war eine sehr engagierte Persönlichkeit der antifaschistischen, Friedens- und Frauenbewegung und hat bis zu letzte unzählige Veranstaltungen, Demonstrationen und Ausstellungen besucht sowie an Solidaritäts-Reisen z.B. nach Kurdistan und Venezuela teilgenommen.
Wir teilen euch Zeit und Ort der Trauerfeier für Uta mit.
https://linksunten.indymedia.org/de/node/187084



11   Ergänzung:
In Jour Fixe Info 51-16 gaben wir einen Artikel der taz wieder:
Hamburg: Bleibt das Schanzenkino?
Die Besitzer des Schanzenhofes in Hamburg hatten dem 3001 Kino fristlos gekündigt. Nach Protesten wollen sie nun den Vertrag verlängern. Mehr:

https://www.taz.de/!5323764/
Dazu schreibt uns ein Jour Fixe Info-Leser:

Liebe KollegInnen,
dem Schanzenkino ist nicht gekündigt worden, nur dem Hotel. Das Kino hat einen Vertrag bis 2021, der nicht einfach gekündigt werden kann. Es geht dem Kino um die Veränderung des Hofes, Einschränkungen bei der Werbung und eine Bestandsgarantie über 2021 hinaus und natürlich das unsolidarische Verhalten des neuen Hoteleigners, die Scheinverhandlungen von Schommartz und das Verschwinden solidarisch geprägter Initiativen vor Ort. Das kommt in dem Artikel nicht klar heraus.
Gruß L.


12   Hermann Kant ist gestorben

Sein bekanntestes Buch war: Die Aula
Der Titel des Romans steht für „die proletarische Enteignung eines bürgerlichen Bildungssymbols“ und somit „den Aufstieg einer ganzen Klasse“
https://de.wikipedia.org/wiki/Die_Aula_(Roman)

Anmerkung:

Als ich ein Kind war, erzählte mir meine Tante, die Bäuerin auf einem kleinen Hof in Pommern gewesen war, von ihrem Bruder, der Knecht gewesen war und dann Soldat, daß dieser jetzt Lehrer in Grevesmühlen (DDR) sei. Einige Jahre später sagte sie, daß er jetzt stellvertr. Rektor sei. Ich konnte das nicht begreifen – einer aus unserer Familie ist Lehrer und ein paar Jahre vorher war er noch Knecht gewesen? In dem holsteinischen Dorf, in das wir geflüchtet waren, gab es sowas nicht.

1968, als ich auf der HWP studierte, las ich das Buch von Hermann Kant: Die Aula. Da verstand ich das!

Die HWP, bei ihrer Gründung 1948 hieß sie noch Akademie für Gemeinwirtschaft, war übrigens als politisches Gegenstück zu den Arbeiter- und Bauernfakultäten (ABF) der Sowjetzone/DDR gegründet worden. Von den DGB-Gewerkschaften und der Stadt Hamburg. (DW)

Nachruf aus Neues Deutschland

Das beste an der DDR war der Traum, den wir von ihr hatten“
https://www.neues-deutschland.de/artikel/1022070.ich-halte-mich-durch.html?action=print

Beiträge zu seinem 90. Geburtstag am 14.6.2016

http://www.jungewelt.de/2016/06-14/002.php

13   Hamburger Morgenpost:

Fidel Castro wird 90. Der ewige Revolutionär
Trotz aller oft bitteren Engpässe: Es gibt keine Slums auf Kuba und auch keine Drogenbarone. Dafür Schulen und Unis für jedermann, eins der besten Gesundheitssysteme weltweit und so viele Ärzte, dass man sie exportieren kann, um anderswo zu helfen. Mehr:

http://www.mopo.de/news/politik-wirtschaft/fidel-castro-wird-90-der-ewige-revolutionaer-24551348

Anmerkung:

Ein erstaunlich sachlicher und informativer Bericht für die Morgenpost (sieht man ab von Begriffen wie Despot und Frauenheld). (DW)

Die Kubanische Revolution verteidigen

Viele, die im Elend leben, haben keine Wahl, sich auf die eine oder andere Seite zu stellen. Fidel Castro hatte sie. Er ergriff Partei für diejenigen, die nicht auf der Sonnenseite leben. Er widmete sein Dasein kompromisslos dem Einsatz für die Beseitigung gesellschaftlicher Verhältnisse, in denen, wie Karl Marx es formulierte, »der Mensch ein erniedrigtes, ein geknechtetes, ein verlassenes, ein verächtliches Wesen ist«. Mehr:
http://www.jungewelt.de/2016/08-13/053.php


Zuschrift eines Lesers der Jour Fixe Infos zu JFI 50-16 "Gratulation an Fidel zum 90. Geburtstag"
„Ihr seid echte Scherzkekse
Es dreht sich bei dem sogenannten kommunistischen Regime (wohl eher ein staatkapitalisches Gebilde) in Kuba nicht allein solch dekadente und unwesentliche Dinge  wie "Basisdemokratie" ja oder nein.
Leute: Der Mensch lebt nicht vom Brot allein!
Genug GenossInnen aus dem anarchistischen und anarchosyndikalistischen Spektrums durfte aufgrund eures Freundes Castro ihr Leben lassen oder ein bißl zwangsarbeiten...
Naja, wo gehobelt wird ...nicht wahr?
Streicht uns bitte aus euren Verteiler.
Wer aus seiner Geschichte partout nicht lernen möchte hat mit emanzipatorischen Zielen niente zu tun.
Wir dachten, ihr wärt besser unterwegs.“
N.

Anmerkung:

a) Wir Scherzkekse halten Basisdemokratie allerdings für kein „unwesentliches Ding“.
b) Es hat nach der Revolution von 1959 die Verfolgung von Homosexuellen und Genossen auch aus dem anarchosyndikalistischen Spektrum gegeben. Für Verfehlungen und Fehler der Anfangszeit nach der Revolution gab es von offizieller Seite Entschuldigungen.
c) Nur die Verfehlungen zum Maßstab der historischen Beurteilung Castros und der kubanischen Regierungen zu nehmen ist sektiererisch. Es geht um die Würdigung der Gesamtleistung Castros und der Revolution für das Volk und gegenüber dem US-Imperialismus. Der Maßstab ist das Volk. Und das weiß die große Mehrheit des kubanischen Volkes noch heute zu würdigen: Wie es ihm vor 1959 ging, als Kuba das Bordell, der Ort von US-Gangstern und ein Spielcasino für Nutzer aus den USA war. Und daß es heute kein Volk von AnalphabetInnen mehr ist sondern im Gegenteil das höchste Bildungsniveau in ganz Amerika hat und das beste Gesundheitssystem. Diese Leistungen und viele andere des Systems wie internationale Hilfe bei Katastrophen und Epidemien - auf der Grundlage äußerst geringer Resourcen – sind außerordentlich. (DW)


14   USA

Der Apfel fällt nicht weit vom Stamm! Donald Trump und Fred Trump

Die Wahlen in den USA sind kein direktes Thema für Jour Fixe Info. Aber daß Woody Guthrie vor vielen Jahrzehnten schon Fred Trump, dem Vater von Donals Trump ein Lied gewidmet hat, ist ein bemerkenswerter Fakt, der weitergegeben werden soll.

Daß so eine verrückte Figur wie Trump Präsidentschaftskandidat werden konnte mit realen Aussichten, Präsident zu werden, hätte vor einem Jahr kaum jemand, auch hier nicht, für möglich gehalten. Aber wir sollten uns in Erinnerung rufen, daß gerade hier in Deutschland eine ähnlich verrückte Figur vor 83 Jahren, auch über Wahlen, hier in Deutschland an die Macht kam. Die Verachtung für die politisch doofen US-Amerikaner sollte sich also in Grenzen halten. Und was einem die Hoffnung auf rationale, vernünftige US-Amerikaner wieder gab, war die Begeisterung für den Kandidaten Bernie Sanders von seinem meist jugendlichem Anhang. Wobei seine Anhänger meist radikalere linke Positionen innehatten als der als linker Sozialdemokrat einzustufende Sanders.

Was aber auch erstaunlich ist, aber nicht thematisiert wird, ist die Tatsache, daß so eine verrückte Figur wie Donald Trump über Jahrzehnte in seiner Firma agieren konnte (und Milliarden scheffeln!). Man fragt sich: Wie kann man es aushalten, in einer Firma mit so einem Chef zu arbeiten? Sind die Unterchefs ähnlich verrückte Typen? (DW)
In December 1950, Woody Guthrie moved to an apartment building in Brooklyn – Beach Haven Apartments. His landlord: Fred Trump, father of Donald Trump.
https://www.youtube.com/watch?v=jANuVKeYezs


15   Türkei

Nationalistischer Furor

Über die politische Landschaft der Türkei nach dem gescheiterten Putschversuch vom 15. Juli
https://www.jungewelt.de/2016/08-10/062.php

Die Türkei nach dem Putschversuch

Wenn aus dem gescheiterten Putschversuch am 15. Juli 2016 in der Türkei eine erste Lehre gezogen werden sollte, dann kann es nur die Tatsache sein, dass der »Qualitätsjournalismus« bürgerlicher Medien völlig ungeeignet ist, die eigentlichen Hintergründe von politischen Entwicklungen im eigenen Land und in der Welt zu durchleuchten. Mehr:
http://murat-cakir.blogspot.de/2016/08/die-turkei-nach-dem-putschversuch.html
Anmerkung:

Es sind 12 Seiten zu lesen, aber es lohnt sich! (DW)


16   Termin

Klimacamp im Rheinland!
Was passiert beim KLIMACAMP 2016?

Auch 2016 wird es ein Klimacamp im Rheinland vom 19.-29. August geben. Auf dem Klimacamp findet wie im letzten Jahr die Degrowth-Sommerschule vom 19.-23.08.2016 statt. Im Anschluss daran ist das Aktionslabor vom 24.-29.08.2016 zu Gast auf dem Klimacamp. Das Klimacamp und die Degrowth-Sommerschule stehen dieses Jahr unter dem Motto „Skills for System Change“.

http://www.klimacamp-im-rheinland.de/


17   Blitzlicht

Immer mehr Leiharbeit!

Im Dezember 2015 gab es 951 000 LeiharbeiterInnen, 67 000 mehr als im Vorjahr.
Bei diesem Trend erreichen wir in diesem Jahr die Millionengrenze.
Auf dem Arbeitsmarkt herrscht das Prinzip des hire and fire: Das zeigen die Zahlen der BA: Im zweiten Halbjahr 2015 wurden demnach 691 000 Beschäftigungsverhältnisse neu abgeschlossen und 717 000 beendet.
Quelle: ND und Bundesagentur für Arbeit

Eine Quelle für die Zahl der WerkverträglerInnen, denen es noch wesentlich schlechter geht als LeiharbeiterInnen, gibt es nicht! Die Schätzungen liegen zwischen zwei und drei Millionen!


Erstellt: 09.08.2016 10:58 | Letzte Änderung: 09.08.2016 10:58

JFI 51-16 ++ Ausbeutungsmodell bei XXXLutz in Oberhausen! ++ IG BCE für Ceta! ++ Klimacamp ++ Verfolgungsbetreuung du rch Jobcenter ++ Bleibt Schanzenkino?

Jour Fixe Info 51-16. 12. Jahrgang – 09.08.2016

Aktuelle Sammlung von - vor allem - gewerkschaftspolitischen Artikeln, Beiträgen und Fakten als Ergänzung zu den Veranstaltungen des „Jour Fixe“ in Hamburg


00 Ergänzung zu Jour Fixe Info 50-16: Gratulation an Fidel zum 90. Geburtstag
01 Möbelhaus XXXL Rück in Oberhausen: Widerstand gegen Ausbeutungsmodell von XXXLutz
02 Leiharbeit auf dem Vormarsch 03 IG BCE für CETA!
04 Das Klimacamp, die IG BCE und verdi
05 Sozialrichter: Hartz IV-Sanktionen gefährden Leben
06 Bundesagentur als Sklavenhändler
07 Jobcenter verlangt Führungszeugnis: Verfolgungsbetreuung durch Jobcenter!
08 BAG gegen Fluglotsen: Fertigmachen (Union Busting) durch Schadensersatz
09 Vorschläge der IG Metall zu einer solidarischen Alterssicherung
10 Hamburg: Bleibt das Schanzenkino?
11 Unverantwortliche Angstmacherei mit «Terror»
12 Griechische Aktivisten stellen sich gegen Tsipras
13 Termine
14 Blitzlicht ins Proletariat


00 Im Jour Fixe Info 50-16: „Gratulation an Fidel zum 90. Geburtstag“ hatten wir geschrieben:

Vorweg:

Es mag anläßlich des 90. Geburtstages von Fidel Castro (wieder) Kritik geben von linker Seite am kubanischen System, daß es autoritär sei, nicht basisdemokratisch. Diese Debatte soll hier nicht im Mittelpunkt stehen sondern einfach die Tatsache, daß sich die Kubaner 1959 von der seit 1898 bestehenden US-Herrschaft befreit haben - unter Führung Fidel Catros, Che Guevara und Camillo Cienfuegos.
Und seit 57 Jahren den Sanktionen von Seiten der USA und den Terroranschlägen von Seiten des CIA standgehalten haben. Gegen Fidel Castro allein unternahm der CIA 30 Attentate, auch mittels gesuchter Mafia-Größen (laut wikipedia). Die cubanische Abwehr zählte noch wesentlich mehr Attentate durch den CIA.

Während es den USA gelang andere Versuche in Lateinamerika, sich vom Kapitalismus und imperialistischer Herrschaft zu befreien wie Nicaragua und Chile wieder zunichte zu machen, lebt Cuba!

Die USA bezeichnet sich als demokratisches Land und will ihr Modell weltweit exportieren. Ihre "Demokratie" hält sie aber nicht von Invasionen und Mordanschlägen ab. Und was haben wir zu erwarten, wenn erst Clinton oder Trump an der Spitze stehen? (DW)

Dazu schreibt der Kollege B.S.:

... nur noch mal darauf hinweisen, dass die kubanische Revolution mehr erreicht hat, als nur die Amis aus ihrem Land zu werfen, sondern dass sie ganz gewaltige soziale Fortschritte gemacht haben. Besonders im Vergleich zu anderen südamerikanischen Staaten. Und die durchschnittliche Lebenserwartung, ja sogar höher liegt als in den USA.

Der Kollege hat völlig Recht! Deshalb hier die Ergänzung!

Weil die Masse der KubanerInnen es auch heute noch weiß, wie es vor 1959 im Lande ihrer Eltern und Großeltern aussah und sie wissen, wie es in den Ländern Lateinamerikas aussieht, unterstützen sie weiter ihr System. Sie wissen um das Elend und die slums in Lateinamerika und wie es um Bildung und Gesundheitsversorgung in diesen Ländern steht. Und sie wissen auch um den Reichtum an Ressourchen und Bodenschätzen in den anderen Ländern und wem dieser Reichtum zufließt und wie es in Kuba ist, daß fast keine Bodenschätze hat, nur Tabakanbau, Rumproduktion und zunehmend Tourismus. Und sie wissen, daß in ihrem System die Erträge vor allem in die Bereiche Bildung, Gesundheit und Forschung fließen! Sie wissen auch, daß viele tausend ÄrztInnen, besonders aus Lateinamerika in Kuba kostenlos ausgebildet wurden und daß Millionen Menschen bei Katastrophen und Kriegsfolgen durch kubanische medizinische Kräfte geholfen wurde. Wegen dieser Fakten wird das kubanische System anerkannt und bewundert! Das ist eine andere Sichtweise als von den imperialistischen Ländern aus, wo argumentiert, daß das Regime sich nur durch Zwang und Indokrination, besonders der Jüngsten in den Schulen halte! Werch ein Illtum, um mit Jandl zu sprechen. (DW)

Siehe dazu die beiden Veranstaltungen zu Kuba unter Termine!


01 Möbelhaus XXXL Rück in Oberhausen:

Widerstand gegen das Ausbeutungsmodell von XXXLutz
"... Am 1. August 2016 wurde die erste der Kündigungsschutzklagen vor dem Landesarbeitsgericht Düsseldorf verhandelt und endete mit einem Vergleich: Ein Tischler, der seit 1977 bei dem Möbelhaus beschäftigt war, erhält eine Abfindung von 75.000 Euro – 20.000 Euro mehr, als ihm in der Vorinstanz angeboten worden war.

Bericht von Petra Stanius, Mitglied von verdi und AKUWILL, vom 7. August 2016 (pdf)

http://www.labournet.de/wp-content/uploads/2016/08/xxxlrueck070816.pdf


02 Leiharbeit auf dem Vormarsch: 2016 über eine Million!

(Und wieviel KollegInnen sind WerkverträglerInnen?!)
Die nun veröffentlichte Jahresstatistik 2015 bringt Bundesarbeitsministerin Andrea Nahles in Erklärungsnot

"... Im Dezember 2015 waren demnach 951 000 Menschen in Deutschland als Leiharbeiter beschäftigt. Das waren etwa drei Prozent aller Beschäftigten in Deutschland. Im Vergleich zum Vorjahr bedeutet dies ein Plus von 67 000. Sollte dieser Trend 2016 anhalten, dann wird man in diesem Jahr erstmals die Millionengrenze überschreiten.

https://www.neues-deutschland.de/artikel/1020308.leiharbeit-auf-dem-vormarsch.html

Anmerkung:

Diemeisten Leiharbeitsverhältnisse werfen die Betroffenen nicht nur in eine schwierige und leidvolle Arbeits- und Lebenssitution, sondern unterminieren das gewerkschaftliche System selbst, also auch die DGB-Gewerkschaften! Dieses System beruht auf der noch relativ gut bezahlten Stammbelegschaft. Je mehr diese abbröckelt, je mehr trifft das die Gewerkschaft.
Um so mehr ist man erstmal erstaunt, daß die DGB-Gewerkschaften die Leiharbeit (und erst recht die Werkverträge!) nicht abschaffen sondern nur gestalten wollen, „Mißbrauch“ verhindern wollen. Aber wenn man weiß, daß die früher gesetzlich nicht erlaubte Leiharbeit 1972 von einer SPD/FDP Koalition (Brandt/Scheel) ins Leben gerufen wurde, mit Unterstützung der DGB-Gewerkschaften, dann reduziert sich das Erstaunen. Und man begreift, warum seitdem alle Bundesregierungen diese Leiharbeitsgesetze „verbessert“ haben. Verbessert für die Kapitalseite! Und den DGB-Gewerkschaften kommt dann die Aufgabe zu, ein lautes Lamento anzustimmen gegen die Mißbräuche der Leiharbeit! Das Lamento fällt unter „funktionierende Demokratie“. Nach innen, in die Mitgliedschaft hinein, soll das Lamento die Funktion haben: Wir tun was! Wir sind auf eurer Seite! Ohne uns wäre es noch schlimmer!

Und dann die Werkverträge, die noch viel schlimmer sind als Leiharbeitsverhältnisse und sich seit 2010 vervielfacht haben. (2010 wurden Mindestlöhen für Leiharbeiter festgelegt). Wieviel KollegInnen in Werkverträgen arbeiten müssen, weiß nicht mal das Statistische Bundesamt! (Aber es weiß, wieviel rebhuhnfarbige Italiener und wieviel Leghorn-Hühner wir haben und wieviel Eier die legen.) Die IG Metall erstellt Broschüren zu Leiharbeit und Werkvertrag – nichts gegen Aufklärung und Information! Im Gegenteil! Aber es geht um Kampf gegen die Misere und ihre Akzeptanz! Dabei beschreibt ihr eigenes Institut, die Otto-Brenner-Stiftung, die Misere doch sehr anschaulich! Aber auch nur mit Folgerung, vor Mißbrauch zu warnen.

Konkret wurden KollegInnen von Mercedes in Bremen, die Leiharbeit und Werkverträge streikten, weil ihre (Stamm-)Arbeitsplätze dadurch abgebaut werden sollen. Sie streikten nicht nur gegen die Geschäftsleitung sondern auch die örtliche IGM-Führung! Mehr dazu unten im link! (DW)

Streiken gegen Leiharbeit (mit oder ohne Gewerkschaft)
Der Betriebsrat Gerwin Goldstein berichtet über die Situation im Mercedes Benz Werk in Bremen und den Widerstand der Arbeiter_innen gegen Leiharbeit und Werkverträge. Im Dezember 2014 hatten 1.300 Beschäftigte in der Nachtschicht die Arbeit niedergelegt.  "Wir haben Werkverträge, Stammmitarbeiter, Leiharbeiter, Praktikanten, Ferienarbeiter, Dauerferienarbeiter und Studenten, die nur am Samstag arbeiten. Wahnsinn!" (aus dem Video). Video von Karsten Weber bei labournet.tv (deutsch | 12 min | 2016)
http://de.labournet.tv/video/7034/streiken-gegen-leiharbeit

Offener Brief: Equal pay für LeiharbeiterInnen!

http://www.labournet.de/politik/alltag/leiharbeit/leiharbeit-gw/offener-brief-equal-pay-fuer-leiharbeiterinnen-diskriminierende-tarifvertraege-ersatzlos-kuendigen/


03 IG BCE aktuell 07-16

Freihandel zwischen EU und Kanada: Vorteile nicht verschweigen
CETA und TTIP: Für Globalisierungskritiker sind das gleichermaßen Reizworte. Dabei schlägt CETA mit seinen Regeln zur Nachhaltigkeit ein neues Kapitel bei Freihandelsabkommen auf. Die Gewerkschaften sollten konstruktiv mitarbeiten, um künftige Abkommen im Sinne ihrer Mitglieder zu gestalten.
https://www.igbce.de/nl-07-16-ceta-vorteile/132664

Gewerkschaft für Freihandelsabkommen:

Ceta und Mordio bei der IG BCE
"... Im Gewerkschaftslager gibt es Streit über das umstrittene europäisch-kanadische Handelsabkommen Ceta. Der Vorsitzende der Gewerkschaft Bergbau, Chemie, Energie (IG BCE) Michael Vassiliadis drängt auf eine Zustimmung zu dem Abkommen. Er stellt sich damit gegen den Deutschen Gewerkschaftsbund (DGB), in dem die IG BCE das drittgrößte von acht Mitgliedern ist.
http://www.taz.de/Gewerkschaft-fuer-Freihandelsabkommen/!5322320/


04 Das Klimacamp, die IG BCE und verdi

Rhein-Erft-Kreis. Im Vorfeld des Klimacamps, das vom 19. bis 29. August bei Erkelenz am Tagebau Garzweiler stattfinden soll, hat sich die Industriegewerkschaft Bergbau, Chemie, Energie in Zusammenarbeit mit den Betriebsräten eine Gegenaktion mit dem Titel „Schnauze voll“ ausgedacht. Verdi geht auf Distanz. Mehr:
http://www.rundschau-online.de/region/rhein-erft/tagebau-ig-bce-startet-aktion-gegen-gewalt---verdi-geht-auf-distanz-24491252

Anmerkung:

Es ist interessant, wann KollegInnen der IG BCE und ihre Funktionäre in Gang kommen und die „Schnauze voll“ haben. Wenn UmweltschützerInnen und KollegInnen ein Klima-Camp organisieren und sie dadruch ihre Arbeitsplätze in Gefahr sehen. Sie kamen nicht in Gang, zeigten keine Solidarität, als die KollegInnen von Neupack (kleine Chemie-Bude in Hamburg und Rothenburg) die Schnauze voll hatten, weil etliche von ihnen seit elf Jahren keine Lohnerhöhung erhalten hatten, sie keinen Tarifvertrag hatten und deshalb am 1.12.2012 in Streik traten. Damals erschienen sie nicht zu den morgendlichen Blockaden gegen Streikbrecher! (Ihre jetzt aktive und radikale IG BCE war allerdings auch gegen diese Blockaden!). Die Solidarität mit den Streikenden überließen die zigtausenden IG BCE-Mitglieder in und um Hamburg hunderten von jungen Menschen, die morgens ab 5 Uhr vor den Toren standen und blockierten!
Sie waren auch nicht solidarisch, als vor einigen Monaten die KollegInnen der Sprockhöfeler Firma xxxx mit ihrem Eigentümer in clinch gerieten, und nicht nur mit dem dem sondern auch mit den Funktionären der örtlichen IG BCE, die sich auf die Seite der Firmenleitung stellten. Die KollegInnen traten deshalb aus Enttäuschung und Wut über die IG BCE in ver.di über! Solidarität ist keine Einbahnstraße! Und jetzt erwarten die IG BCE-KollegInnen, daß sich GewerkschaftskollegInnen anderer Gewerskchaften kritiklos für die Kohle-Konzerne einsetzen? (DW)

Aufruf von Gewerkschafter*innen für Klimaschutz

http://www.baso-news.de/Baso/Prgs/cmsimpleaktiv/userfiles/downloads/2016/Aufruf%20Klimacamp+U.pdf
Wer unterschreiben will: Hier!
BeaWup <bs@bwup.de>

Klimacamp im Rheinland!

Was passiert beim KLIMACAMP 2016?
Auch 2016 wird es ein Klimacamp im Rheinland vom 19.-29. August geben. Auf dem Klimacamp findet wie im letzten Jahr die Degrowth-Sommerschule vom 19.-23.08.2016 statt. Im Anschluss daran ist das Aktionslabor vom 24.-29.08.2016 zu Gast auf dem Klimacamp. Das Klimacamp und die Degrowth-Sommerschule stehen dieses Jahr unter dem Motto „Skills for System Change“.
http://www.klimacamp-im-rheinland.de/


05 Hartz IV-Sanktionen gefährden Leben:

Gothaer Sozialrichter rufen erneut Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe an.
"... Das Sozialgericht Gotha hält Hartz-IV-Sanktionen weiterhin für verfassungswidrig. Darum wird es erneut das Bundesverfassungsgericht (BVerfG) anrufen. (...) Die erste Eingabe vom Mai 2015, denselben Fall betreffend, hatte das BVerfG Anfang Juni wegen eines Formfehlers ab- und an die Thüringer Sozialrichter zurückgewiesen. Mehr:
http://www.jungewelt.de/2016/08-03/021.php
Siehe die Genese im Dossier
http://www.labournet.de/?p=80978

06 Bundesagentur als Sklavenhändler
Trotz Kritik: Vermittlung der Bundesagentur für Arbeit in Leiharbeit hält unvermindert an

"Seit 2010 nun schon besteht das von der Bundesagentur für Arbeit (BA) erfasste Angebot an offenen Stellen zu mehr als einem Drittel aus Jobofferten aus der Leiharbeitsbranche. Die BA reagierte schnell: Auf zählbare Vermittlungserfolge aus, drückte sie die Menschen in Leiharbeit – und geriet darüber in Verruf. (...) Zu einer Trendwende bei der Vermittlungstätigkeit der Arbeitsagenturen und Jobcenter hatte dies allerdings nicht geführt. Mehr:
http://www.annotazioni.de/post/1928

07 Verfolgungsbetreuung durch Jobcenter
Hartz IV: Jobcenter verlangt Führungszeugnis

"Drogentests, Psychologische Gespräche und Sanktionsmaßnahmen zur vermeintlichen "Erziehung" des erwerbslosen "Delinquenten". Das alles ist bei Hartz IV mittlerweile "normal" und wird von Millionen von Leistungsberechtigten schweigend hingenommen. Nun gehen einige Jobcenter dazu über, "erweiterte Führungszeugnisse" von Arbeitslosengeld II Beziehern zu verlangen. Mehr:
http://www.gegen-hartz.de/nachrichtenueberhartziv/hartz-iv-jobcenter-verlangt-fuehrungszeugnis.php


08 Bundesarbeitsgericht gegen Fluglotsen: Fertigmachen (Union Busting) durch Schadensersatz

Streik wegen Kleinigkeiten für illegal erklärt | FRAPORT will Sparten-Gewerkschaft GdF ruinieren
http://arbeitsunrecht.de/bag-vs-fluglotsen-union-busting-durch-schadensersatz/#more-9344


09 Rentenkonzept: Vorschläge der IG Metall zu einer solidarischen Alterssicherung

Lebensstandard sichern: So retten wir die Rente
Sinkende Rentenleistungen, unstete Erwerbsbiografien: Immer mehr Menschen droht im Alter der Gang zum Sozialamt. Selbst Durchschnittsverdiener müssen mit einer Mager-Rente rechnen. Schuld ist eine verfehlte Rentenpolitik. Wie sich das Renten-Fiasko verhindern lässt.
https://www.igmetall.de/rentenkonzept-der-igmetall-22359.htm


10 Hamburg: Bleibt das Schanzenkino?

Die Besitzer des Schanzenhofes in Hamburg hatten dem 3001 Kino fristlos gekündigt. Nach Protesten wollen sie nun den Vertrag verlängern. Mehr:
https://www.taz.de/!5323764/


11 Unverantwortliche Angstmacherei mit «Terror»

Ein «TERRORANSCHLAG» bringt höhere Einschaltquoten und Zeitungsverkäufe als ein «Amokläufer». Den verantwortlichen Redaktoren scheint egal zu sein, dass ihre LeserInnen und ZuschauerInnen «Terror» mit dem Isis, mit Ausländern und mit der Immigration in Verbindung bringen. Auf jeden Fall flösst ein «Terrorist mit möglichen Verbindungen zum Isis» bedeutend mehr Angst ein als die Tat eines «Amokläufers». Mehr:
http://www.infosperber.ch/Artikel/Medien/Isis-Munchen-Unverantwortliche-Angstmacherei-mit-Terror


12 Griechische Aktivisten stellen sich gegen Tsipras

Bruch mit SYRIZA nach Räumung besetzter Häuser in Thessaloniki / Hausprojekt »Leoforos Nikis 39« veröffentlicht Brief an Regierungschef
https://www.neues-deutschland.de/artikel/1020854.griechische-aktivisten-stellen-sich-gegen-tsipras.html


13 Termine


+++ mpz schreibt: Wir laden Euch ein, wie immer bei Wasser, Wein, Bier und Salzstangen, zum nächsten mpz-salon am Donnerstag, den 18. August um 20 Uhr ins mpz in die Sternstraße 4 (gegenüber U-Bahn Feldstr.) zu
Kuba heute – Persönliche Erfahrungen im Leben auf der Insel, ein Fotobericht von Hans-Peter Weymar

Vor drei Jahren haben wir den Dokumentarfilm „Das Mafia-Paradies – Kuba vor der Revolution 1959"  von Bernhard Pfletschinger und Hans-Peter Weymar  gezeigt.
Die US-amerikanische Mafia hielt in den 50iger Jahren gemeinsam mit Diktator Batista die Insel im Würgegriff - und erst die Rebellen bereiteten dem üblen Treiben ein Ende.
Nach über 50 Jahren von Boykott und Blockade nähern sich die USA und Kuba jetzt wieder an.
Der Filmemacher Hans-Peter Weymar lebt seit zwei Jahren auf Kuba und ist im Moment zu Besuch in Hamburg. Er zeigt Fotos und berichtet von seinen persönlichen Erfahrungen über das heutige Kuba, das Leben dort und die Veränderungen.
In der anschließenden Diskussion gibt es die Möglichkeit Eindrücke zu vertiefen und Erfahrungen auszutauschen.
Eintritt frei, Spende erwünscht
www.mpz-hamburg.de

+++ Cuba Sí Hamburg feiert Fidels 90. Geburtstag!

Am 13. August wird Fidel Castro stolze 90 Jahre alt. Sein berühmter Satz vor einem Gericht der kubanischen Batista-Diktatur „Die Geschichte wird mich freisprechen“ ist längst Realität:
Kaum jemand wurde so wie er zu einer Symbolfigur des revolutionären Kampfes der unterdrückten Völker um eine humane und solidarische Neuordnung.
Wir diskutieren und feiern, mit Wort und Bild, Poesie und Musik, mit Speis und Trank
Samstag, 13. August 2016. Von 17 bis ca. 20 Uhr. Hamburg-Altona. Am Felde 2

+++ Griechenland aktuell – Welches Europa wollen wir?

Der ver.di-Landesbezirk Hamburg und die Fachbereiche Ver- und Entsorgung und Bildung, Wissenschaft und Forschung laden gemeinsam mit dem „Runden Tisch Griechenland in ver.di“ zu einer Informations- und Diskussionsveranstaltung ein mit
Georgios Archontopoulos

Gewerkschaftsvorsitzender, Mitarbeiter der Wasserwerke in Thessaloniki,
Kalliopi Brandstäter,

Gründerin des Förder- und Freundeskreises für die solidarische Klinik „Elliniko“ in Athen und
Anastasia von der Hafenarbeitergewerkschaft Piräus

(Der Hafen Piräus ist ja besonders wegen der Privatisierung interessant und wichtig.)

Freitag, 2. Sept. 2016 um 17.00 Uhr. Gewerkschaftshaus, Besenbinderhof 60. Raum St. Georg, 9. Stock

Mit dieser Veranstaltung wollen wir einen Einblick in die aktuelle Entwicklung und die Auseinandersetzungen in Griechenland geben.
Die Veranstaltung wird unterstützt von: Solidaritätsgruppe Griechenland in Hamburg (ein Bündnis, das die Entwicklung im Land durch Veranstaltungen und Aktionen thematisiert)
V.i.S.d.M.: ver.di-Landesbezirk Hamburg, Besenbinderhof 60, 20097 Hamburg, Berthold Bose

+++ Die AktivistInnen gegen die Einstellung der Nacht- und Autozüge machen uns auf einen TV-Termin aufmerksam!

Liebe Kolleginnen und Kollegen, liebe Freundinnen und Freunde der Nacht- und Autozüge, am kommenden
Mittwoch, 10. August, zeigt das ZDF in seiner Sendereihe "ZDF Zoom" um 22.45 Uhr

die Reportage „Auf dem Abstellgleis – Die Bahn in der Krise".

Unter anderem wurden dazu Aufnahmen beim Autozugterminal in Lörrach gemacht. In der Reportage werden einige Mitstreiter für den Erhalt der Nacht- und Autozüge im Interview zu sehen sein.
Übrigens: Am 29. Oktober wird letztmals unter der Regie der Deutschen Bahn ein Autozug von Hamburg nach Lörrach fahren!


14 Blitzlicht ins Proletariat

Kinderarmut

In Deutschland wuchs 1969 jedes 73. Kind in einem Sozialhilfehaushalt auf
1994
jedes elfte Kind
2016
jedes siebte Kind!
(Hier wäre der Reichtum der obersten tausend Familien gegenüber zu stellen: 1969, 1994 und 2016!)

Quelle: Arno Luik. Die Totengräber Europas. Wochenzeitung 3.8.16






Erstellt: 07.08.2016 11:35 | Letzte Änderung: 07.08.2016 11:35

JFI 50-16 ++ Gratulation an Fidel zum 90. Geburtstag




Jour Fixe Info50-16. 12. Jahrgang – 07.08.2016

Aktuelle Sammlung von - vor allem - gewerkschaftspolitischen Artikeln, Beiträgen und Fakten als Ergänzung zu den Veranstaltungen des „Jour Fixe“ in Hamburg


Geburtstagstermin:

Cuba Sí Hamburg feiert Fidels 90. Geburtstag!
Am 13. August wird Fidel Castro stolze 90 Jahre alt. Sein berühmter Satz vor einem Gericht der kubanischen Batista-Diktatur „Die Geschichte wird mich freisprechen“ ist längst Realität:
Kaum jemand wurde so wie er zu einer Symbolfigur des revolutionären Kampfes der unterdrückten Völker um eine humane und solidarische Neuordnung.
Wir diskutieren und feiern, mit Wort und Bild, Poesie und Musik, mit Speis und Trank
Samstag, 13. August 2016. Von 17 bis ca. 20 Uhr. Hamburg-Altona. Am Felde 2


Vorweg:

Es mag anläßlich des 90. Geburtstages von Fidel Castro (wieder) Kritik geben von linker Seite am kubanischen System, daß es autoritär sei, nicht basisdemokratisch.

Diese Debatte soll hier nicht im Mittelpunkt stehen sondern einfach die Tatsache, daß sich die Kubaner 1959 von der seit 1898 bestehenden US-Herrschaft befreit haben - unter Führung Fidel Catros, Che Guevara und Camillo Cienfuegos.

Und seit 57 Jahren den Sanktionen von Seiten der USA und den Terroranschlägen von Seiten des CIA standgehalten haben. Gegen Fidel Castro allein unternahm der CIA 30 Attentate, auch mittels gesuchter Mafia-Größen (laut wikipedia). Die cubanische Abwehr zählte noch wesentlich mehr Attentate durch den CIA.

Während es den USA gelang andere Versuche in Lateinamerika, sich vom Kapitalismus und imperialistischer Herrschaft zu befreien wie Nicaragua und Chile wieder zunichte zu machen, lebt Cuba!

Die USA bezeichnet sich als demokratisches Land und will ihr Modell weltweit exportieren. Ihre "Demokratie" hält sie aber nicht von Invasionen und Mordanschlägen ab. Und was haben wir zu erwarten, wenn erst Clinton oder Trump an der Spitze stehen? (DW)



Wir geben nicht nur das,

was wir übrig haben, sondern

wir teilen, was wir haben. Das

ist der Humanismus, der die

cubanische Gesellschaft

prägt.“


Was ist das Geheimnis unserer Vorgehensweise?

Es liegt in der Erkenntnis, dass Humankapital

viel mehr erreichen kann als Finanzkapital.

Humankapital beinhaltet nicht

nur Wissen, sondern auch – besonders

wichtig – politisches Bewusstsein,

Ethik, Sinn für Solidarität,

wahrhaft humane Gefühle,

einen Geist von Opferbereitschaft,

Heldenhaftigkeit

und die Fähigkeit, mit

sehr wenig sehr viel

zu tun.“ (2005)


Die Waffen, die in

den Arsenalen der

Mächtigen und Reichsten

angehäuft und immer

moderner werden,

können zwar

Analphabeten,

Kranke, Arme

und Hungernde

töten, nicht

aber Unwissenheit,

Krankheit,

Armut und Hunger

beseitigen. Ein für alle Mal sollte

gesagt werden: „Die Waffen nieder!“

Es muss etwas getan werden, um die

Menschheit zu retten!

Eine bessere Welt ist möglich!“

(2002)



Wir waren das erste Land, welches

das Banner der Arbeiter, Bauern und

Armen emporstreckte und ihre Forderungen

und Rechte umsetzte. Wir waren das

erste Land, das in jener historischen Entwicklungsphase

der lateinamerikanischen

Völker ein Beispiel gab. Wir haben dieses

Banner und diese Haltung für fast 30 Jahre

hoch gehalten, und das Imperium wird uns

dies niemals verzeihen! (1988)


Die Schaffung realer Chancengleichheit

und wahrer Gerechtigkeit für

die Menschen aller Nationen, Ethnien,

Kulturen und Religionen kann man

an keinem Ort der Welt weiter aufschieben.

Es handelt sich nicht um

eine ideologische Frage; es ist bereits

eine Frage von Leben und Tod für die

menschliche Spezies.“ (2001)


AKTUELLE INFOS ZU KUBA

Gesundheitswesen in USA und auf Kuba – Eine Gegenüberstellung

Warten bis der Arzt kommt

Wer in Amerika nicht genug Geld hat, kann sich meistens keine ärztliche Behandlung leisten. Die Organisation RAM bietet armen Menschen kostenlose Behandlungen an, aber der Weg zu den mobilen Einrichtungen ist oft weit, die Wartezeiten sind lang. Eine Fotoreportage aus einem Land, in dem Armut krank macht. Mehr:

https://publik.verdi.de/2016/ausgabe-04/gesellschaft/reportage/seiten-12-13/A0


Entwicklung neuer Impfstoffe
Institutionen der Gruppe BioCubaFarma arbeiten an neuen Impfstoffen für den menschlichen Gebrauch, darunter ein tetravalenter Impfstoff gegen Dengue-FieberAutor: Orfilio Peláez | orfilio@granma.cu
http://de.granma.cu/cuba/2016-07-15/entwicklung-neuer-impfstoffe


Internationale Tagung zur frühkindlichen Bildung ist Fidel Castro gewidmet

Bis zum 14. Juli wird in Havanna darüber beraten, wie die Bildung im frühen Kindesalter durch kulturelle Vielfalt und umfassende Entwicklung verbessert werden kann
Autor: Prensa Latina(PL) | internet@granma.cu

http://de.granma.cu/cuba/2016-07-13/internationale-tagung-zur-fruhkindlichen-bildung-ist-fidel-castro-gewidmet


NGO verleiht Preis an kubanische Ärzte, die Ebola bekämpften

Die kanadische NGO Help Fight Ebola Canada überreichte den Preis Friends of Africa Hu¬manity Award der Regierung und der kubanischen Ärztebrigade für deren Beitrag im Kampf gegen Ebola
Autor: Redaktion Internacional | informacion@granma.cu

http://de.granma.cu/mundo/2016-07-08/ngo-verleiht-preis-an-kubanische-arzte-die-ebola-bekampften


Wie in Deutschland Zensur stattfindet

Deutsche Bahn AG verweigert Geburtstagsgruß für Fidel Castro
http://www.jungewelt.de/2016/07-30/062.php


Und wo keine Zensur stattfand:

Dortmunds Oberbürgermeister Sierau eröffnet Kuba-Ausstellung
http://www.netzwerk-cuba-nachrichten.de/wp-content/uploads/2016/07/EXTRAl-2-07-16.pdf


¡Felicidades! Zu Fidels 90.

Die junge Welt ehrt den kubanischen Revolutionsführer Fidel Castro zu dessen 90. Geburtstag am 13. August 2016. In zwanzig deutschen Städten sowie 21 in der Schweiz sagen wir ihm auf insgesamt 164 Plakaten und Großwandflächen einfach mal Danke. Denn Kuba und seine Revolution, die sich unter schwierigen Bedingungen zu behaupten weiß, sind ein weltweites Symbol dafür, dass der Kampf für den Sozialismus weitergeht.

https://www.jungewelt.de/fidel-castro/


Blog: Berichte aus Havanna!

https://berichteaushavanna.wordpress.com/


Kuba und die USA absolvierten dritte Gesprächsrunde zu regulatorischen Fragen

Vertreter beider Länder führten in Havanna die dritte Gesprächsrunde zu regulatorischen Fragen innerhalb des im Oktober 2015 eingerichteten MechanismusAutor: Cubaminrex | internet@granma.cu
http://de.granma.cu/cuba/2016-07-14/kuba-und-die-usa-absolvierten-dritte-gesprachsrunde-zu-regulatorischen-fragen


Privatsender machen Kubas Staatssendern Konkurrenz

Neue Programme von MiHabanaTV und Que Mania TV sind wenig bis nicht politisch und setzen voll auf Entertainment
http://derstandard.at/2000041440470/Kubanisches-Privatfernsehen-macht-staatlichen-Sendern-Konkurrenz
Anmerkung:
Die Sendungen dieses Privatsenders, der nur Unterhaltung für Jugendliche und diverse weitere Zielgruppen bringt können nur per USB-Stick verbreitet werden. Es ist zu hoffen, daß bei den „Gesprächsrunden zu regulatorischen Fragen“ zwischen den Regierungen von Cuba und USA nicht herauskommt, daß privates Fernsehen in Cuba möglich ist. Das würde der Verflachung und Zersetzung der kubanischen Kultur Vorschub leisten. (DW)




Erstellt: 01.08.2016 14:49 | Letzte Änderung: 01.08.2016 14:49

JFI 49-16 ++ Mittwoch ist Jour Fixe ++ Elmar Wigand zu Union Busting ++ Frank Bsirske im Gewerkschaftsrat ++ Der groß e Atomdeal ++ Prof. Krone-Schmalz: Propaganda!

Jour Fixe Info 49-16. 12. Jahrgang – 01.08.2016

Aktuelle Sammlung von - vor allem - gewerkschaftspolitischen Artikeln, Beiträgen und Fakten als Ergänzung zu den Veranstaltungen des „Jour Fixe“ in Hamburg


00   Interview mit Elmar Wigand zu Fertigmacher/Union Busting (aus 2015)

01   Frank Bsirske im Gewerkschaftsrat am 28.6.2016 zu TTIP, TISA, CETA
02   Energie-Wende. Der große Atomdeal (29 Minuten)

03   Propaganda!
Ein Kommentar von Prof. Dr. Gabriele Krone-Schmalz
04   Boliviens Vizepräs. Linera: Die Rechte reißt Initiative in Lateinamerika an sich!

05   Türkei: Erdogan nutzt die Gunst der Stunde

06   Griechenland: Vor 80 Jahren Staatsstreich von Metaxas

07   Ukraine: Alle leiden unter den sozialen Bedingungen!

08   Bolivien: Der seltsame Tod von Hugo Chavez

09   Chile: Die Kämpfe in den chilenischen Häfen

10   Olympische Spiele in Rio: «Aber mich haben sie nicht gebrochen»

11   Termine

12   Blitzlicht ins Proletariat


Erinnerung: Mittwoch ist Jour Fixe!
EINLADUNG ZUM 143. JOUR FIXE. STADTTEILRUNDGANG IN DULSBERG.
Am Mittwoch, 3. August pktl. ab 18 Uhr 30. Treffpunkt: Ausgang S-Bahn Friedrichsberg.
Rundgang mit Peter Techel
Dulsberg: Vom Barmbeker Acker- und Wiesengrund an der Grenze Preußens,
- hin zum Wohn- und Industrieviertel mit sozialen Problemen

http://www.labournet.de/events/106/dulsberg-vom-barmbeker-acker-und-wiesengrund-an-der-grenze-preussens-hin-zum-wohn-und-industrieviertel-mit-sozialen-problemen/

00   Fertigmacher/Union Busting:

Interview 2015 mit Elmar Wigand bei nachdenkseiten.Immer noch sehr lesbar, in dem einen Jahr seither hat sich nichts geändert!
Mobbing, Sabotage, Kündigung: Arbeitnehmervertreter im Visier

http://www.nachdenkseiten.de/?p=26829

01   Frank Bsirske im Gewerkschaftsrat am 28.6.2016

„…Ich komme zum nächsten Punkt, nämlich den Verhandlungen zu den Freihandelsabkommen TTIP, TISA, CETA – TTIP: mit den USA, TISA: mit 26 Staaten über die Liberalisierung des Dienstleistungsbereichs und CETA (als einzige dieser Verhandlungsrunden schon abgeschlossen): mit Kanada.
CETA ist ausverhandelt und wir sind jetzt, was dieses Abkommen angeht, definitiv in der Entscheidungsphase. Mehr:
http://www.frackingfreieshessen.de/index.php?page=Thread&postID=2036
Anmerkung:
Der ver.di-Vorsitzende Frank Bsirske hat sich vom Befürworter von TTIP zum Kritiker gewandelt! Das ist erfreulich. Jedoch ist das kaum auf intellektuelle Einsicht zurückzuführen sondern auf die Proteste und Rumoren in der Mitgliedschaft. Das scheint es in der IG BCE in diesem Ausmaße (noch) nicht zu geben. Der Vorsitzende Miachel Vassiliadis plädiert im Spiegel 30/2016 (S. 29) für CETA. (Leider nicht als link). Interessant sein Sprachgebrauch: „Schließlich leben
wir davon, daß wir unsere Produkte möglichst störungsfrei in alle Welt verkaufen“. (Hervorhebungen durch DW) Mehr Identifikation mit Kapital und Staat geht nicht. Da werden die aktuellen Vorbehalte gegen TTIP und TISA bald dahinschmelzen. (DW)

02   Energie-Wende

Der große Atomdeal (29 Minuten)
700 Arbeiter, die seit über 20 Jahren damit beschäftigt sind, atomare Altlasten zu beseitigen, Tag für Tag, Schraube für Schraube: So sieht sie aus, die Realität des deutschen Atomausstiegs. Die Großbaustelle des bereits 1996 stillgelegten Atomkraftwerks in Mecklenburg-Vorpommern zeigt eindrucksvoll die Mammutaufgabe, vor der Deutschland seit 2011, seit dem Atom-Aus nach Fukushima, steht. Greifswald ist dabei nur einer von vielen Orten, die "Monitor"-Autor Jan Schmitt auf seiner Reise quer durch Deutschland besucht. Mehr:
http://www.daserste.de/information/reportage-dokumentation/dokus/videos/exclusiv-im-ersten-der-grosse-atom-deal-108.html
Im Herbst soll gesetzlich geregelt werden, dass der Staat den Stromkonzernen große Teile des finanziellen Risikos abnimmt. Bitte sorge deshalb dafür, dass noch viele Menschen die Forderungen an die Bundesregierung hier unterzeichnen:
https://www.ausgestrahlt.de/mitmachen/kampagnen/kampagne-keine-bad-bank-fuer-akw/

03   Propaganda
Ein Kommentar von Prof. Dr. Gabriele Krone-Schmalz
Wissen Sie noch, wie das in den Hochzeiten des Kalten Krieges war? Der böse Russe lauerte überall, während der gute Westen seine Werte verteidigte. „Gut“ und „böse“ waren sauber verteilt. Orientierung kein Problem. Mehr:
http://russlandkontrovers.de/propagande-ein-kommentar-von-prof-gabriele-krone-schmalz/

04   "Die historische Zeit ist auf unserer Seite"

Boliviens Vizepräsident Álvaro García Linera: Die Rechte will die Initiative in Lateinamerika wieder an sich reißen. An einigen Orten ist es ihr unter Ausnutzung unserer Schwächen gelungen
Von Alvaro García Linera

https://amerika21.de/analyse/154275/rechte-nutzen-linke-schwaeche

05   TÜRKEI

Eine gute Analyse der Situation in der Türkei!
»Erdogan hat die Gunst der Stunde genutzt«

Gespräch mit Fatih Polat. Über die Etablierung einer Einmanndiktatur in der Türkei, die Knebelung der oppositionellen Medien und den fortgesetzten Krieg Ankaras gegen die Kurden. (7 Seiten)
https://www.jungewelt.de/2016/07-30/064.php

06   GRIECHENLAND

Schlaglichter in die griechische Geschichte
Vor 80 Jahren übernahm Metaxas mit einem kalten Staatsstreich die Macht in Griechenland

Von Hansgeorg Hermann (lebt abwechselnd in Paris und Griechenland)
https://www.jungewelt.de/2016/07-30/059.php

07   UKRAINE

Guter Einblick in die Verhältnisse in der Ukraine
»Alle leiden unter den sozialen Bedingungen«

Über die ökonomische Situation in der Ukraine, Möglichkeiten einer Annäherung an Russland und die Situation in den Volksrepubliken im Donbass. Ein Gespräch mit Nikolai Asarow
Interview: Reinhard Lauterbach, Moskau
https://www.jungewelt.de/2016/07-30/072.php

08   BOLIVIEN

Der seltsame Tod von Hugo Chávez
Eva Golinger: Chávez forderte die mächtigsten Interessen heraus und beugte sich nicht. Ich glaube, dass er mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit ermordet wurde

https://amerika21.de/analyse/153105/seltsamer-tod-chavez#footnoteref4_dpbnszx

09   CHILE

Die Kämpfe in den chilenischen Häfen
Hafenarbeiter gegen die mächtigsten Unternehmer des Cono Sur

Etwa 95 Prozent der Waren im chilenischen Außenhandel werden in den Häfen umgeschlagen (Chile ist weltweit das Land mit den meisten Freihandelsverträgen). Die Hafenarbeiter stehen im Zentrum des Systems von Rohstoffexport und Extraktivismus. Durch ihre Hände und Schaufeln, über die Boote, Kräne und Schiffe aus allen Teilen der Welt gehen die größten Reichtümer Chiles. Mehr:
http://www.labournet.de/wp-content/uploads/2016/07/gaudichaud_ila397.pdf

10   BRASILIEN – OLYMPISCHE SPIELE

Olympische Spiele in Rio: «Aber mich haben sie nicht gebrochen»
"Das Armenviertel Vila Autódromo steht der Spekulation rund um den Olympiapark in Rio de Janeiro im Weg. Viele BewohnerInnen gaben dem Druck nach und wurden umgesiedelt. Eine kleine Gruppe harrt bis heute aus. (...) Für Novaes ist klar, dass die Olympischen Spiele in Rio genutzt werden, um den Konzernen milliardenschwere Immobiliendeals zuzuschanzen. " Bericht aus Rio de Janeiro von Philipp Lichterbeck bei der WOZ Nr. 28/2016 vom 14. Juli 2016

http://www.woz.ch/1628/olympische-spiele-in-rio/aber-mich-haben-sie-nicht-gebrochen


11   Termine

+++   Jeden 1. und 3. Freitag um 18 Uhr im Schanzenhof

Krach-Kundgebung
Die Eigentümer des Schanzenhofes Max (SPD) und Moritz Schommartz, kündigten dort seit 25 Jahren beheimateten Einrichtungen wie Alternativ-Hotel und Restaurant Schanzenstern, der Kulturetage, der Drogenhilfeeinrichtung Palette e.V., das Programmkino 3001 ist bedroht.

Allen vergangenen und derzeitigen Angestellten des Schanzensterns erteilten die Schommartz-Brüder lebenslang Hausverbot.

Wir zeigen Schommartz, Behrmann und "Jill", dass keine Ruhe im Schanzenhof einkehrt!

Jeden 1.+3. Freitag "begrüßen" wir um 18h laut und enthusiastisch die Gäste des Hotels
und der Pizzeria! Bringt alles mit, was Krach macht (Musik, Topfdeckel, etc)!

+++   Veranstaltungen im Rahmen des Ohlsdorfer Friedensfestes!
Wie jedes Jahr (seit 2009) organisiert das Hamburger Bündnis gegen Rechts das Ohlsdorfer Friedensfest mit, um der neofaschistischen Gedenkpolitik auf dem Ohlsdorfer Friedhof entgegenzuwirken und eigene Inhalte zu setzen. Anlass war, dass die Nazis in den Jahren 2003 bis 209 das Mahnmal der Bombenopfer missbrauchten und dort aufmarschierten.
Sa. 06.08.16
11 Uhr, Bombenopfer-Mahnmal

Rechtspopulismus – AFD, Pegida und die Neue Rechte:
Was können wir tun?
Referat von Christian Begass und Diskussion
Christian Begass ist Sozialwissenschaftler der Universität Siegen und hauptamtlicher Gewerkschafter, Mitautor des Buches: Der Aufstand des Abendlandes, AfD, PEGIDA & Co.: Vom Salon auf die Straße
Sa. 06.08.16
13:30 Uhr, Bombenopfer-Mahnmal

Nichts gelernt in Sachen Fluchtursachen, Terror- und „Terrorbekämpfung“!?
ANGST- STATT SICHERHEITSPOLITIK
Aufrüstungs-, Abwehr- und Kriegsreflexe angesichts von Terroranschlägen und „Flüchtlingsflut“
Vortrag von Dr. Rolf Gössner und Diskussion
Dr. Rolf Gössner ist Rechtsanwalt und Vizepräsident der Internationalen Liga für Menschenrechte, Veröffentlichung u.a. Menschenrechte in Zeiten des Terrors. Kollateralschäden an der „Heimatfront“. Konkret Literatur Verlag, Hamburg 2007

So. 07.08.16
14 Uhr, Bombenopfer-Mahnmal

gemeinsam mit dem Flüchtlingsrat Hamburg und Geflüchteten diskutieren wir über die aktuelle Situation.
Ein Thema der Veranstaltung soll die Lagerunterbringung von Geflüchteten in Hamburg sein, insbesondere die geplante neue Großunterkunft in Meiendorf mit über 3.000 Plätzen.
Vortrag und Diskussion

Hamburger Bündnis gegen Rechts
www.keine-stimme-den-nazis.org

+++   Wir gedenken des Genozids an Êziden vom 03.08.2014

Gedenkmarsch am Samstag, 06. August 2016, 14:00 Uhr
Start am Bahnhof Sternschanze über die Reeperbahn bis zum Bahnhof Altona.
Gedenkmarsch, Samstag, 6.8. ● 14 Uhr ● S-Bahn Sternschanze
http://www.hamburg.de/contentblob/6271994/21807c33b23c0f8e930ad75a1da7753c/data/eziden-und-ezidentum.pdf

+++   Hiroshimatag

Kundgebung ● Samstag, 6.8. ● 16-18 Uhr Deserteursdenkmal/Kriegsklotz am Dammtor
www.hamburgerforum.org


12   Blitzlicht ins Proletariat

Der Generation von morgen droht die Verarmung
Bei 65 bis 70 Prozent aller Haushalte in 25 Industsrienationen sinken oder stagnieren die Realeinkommen.

In Deutschland sorgt dafür die prekäre Beschäftigung, in die Betroffene mittels Hartz-IV-Sanktionen hineingepreßt werden. Eine Besonderheit in der BRD sei es, daß immer mehr Geringverdiener auf Abruf arbeiten müßten.

Diese Daten entstammen einer Studie von Mc Kinsey. Die Autoren befürchten ein wachsende Kritik am Kapitalismus.

Quelle: Mc Kinsey-Studie nach Junge Welt vom 24.7.16








Erstellt: 28.07.2016 10:03 | Letzte Änderung: 28.07.2016 10:03

JFI 48-16 ++ ver.di-Jugend bei Lufthansa-Technik kritisiert Lohnraub ++ Klinikum Augsburg: Outsourcing verhindert ++ Absti eg der Jungen ins Prekariat ++ Neues Weißbuch der Bundeswehr ++ Jour Fixe am 3.8. um 18 Uhr 30 pktl. Rundgang Dulsberg

Jour Fixe Info 48-16. 12. Jahrgang – 28.07.2016

Aktuelle Sammlung von - vor allem - gewerkschaftspolitischen Artikeln, Beiträgen und Fakten als Ergänzung zu den Veranstaltungen des „Jour Fixe“ in Hamburg



00    Lohnraub und fehlende Zukunftssicherheit bei Lufthansa Technik AG
01    GHB: Bremer könnten Bremerhavener Arbeiter ersetzen
02    Richtigstellung: Keine Kürzung des Gehalts, aber...
03    Klinikum Augsburg: Outsourcing durch Basiswiderstand verhindert
04    In zehn Jahren soll U-Bahnhof-Steilshoop fertig sein!
05    Amtsgericht Görlitz: Geldstrafe für Blockade am Tagebaugleis
06    Werner Rügemer: Die tiefe Krise der abhängigen Arbeit
07    Werner Seppmann: Wider den verklärten Blick auf Digitalisierungsprozesse...
08    Werner Rügemer: CETA stoppen ist Pflicht (Kritik an DGB)
09    Früher: Meinen Kindern soll es mal besser gehen... Heute: Abstieg der Jungen
10    Buch zu Hartz IV von Franziska Reif und Tobias Prüwer
11    Neues Weißbuch Bundeswehr
12    Buch von Bernd Langer: Antifa-Politik hieß das Gebot der Stunde!
13    Frankreich: Valls drückt neues Arbeits-Gesetz durch. Der Kampf dagegen geht weiter!
14    Termine
15    Blitzlicht ins Proletariat


00    Lohnraub und fehlende Zukunftssicherheit bei Lufthansa Technik AG

Stellungnahme der ver.di Jugend Lufthansa Technik zur Einigung der Sozialpartner zur Triebwerksüberholung. Wir lehnen diesen Abschluss geschlossen ab und fordern unsere Gewerkschaft auf, sich endlich auf einen kämpferischen Kurs zu begeben, den die Mitglieder verdient haben.
Uns habt ihr an eurer Seite!
Eure ver.di Jugend in JAVen, Vertrauensleuten, Betriebsräten und Tarifkommission
http://www.labournet.de/wp-content/uploads/2016/07/lhtechnik250716.pdf
Anmerkung:
Wir von Jour Fixe freuen uns über die Haltung der ver.di-Jugend bei der Lufthansa-Technik! Mit klarer Sprache und überzeugenden Argumenten nehmen sie Stellung! Wir bedauern, daß gestandene KollegInnen, eine „große Zahl“ im Betriebsrat, besonders „betriebliche Liste“ und „gvb“ zu „Mittätern“ haben machen lassen! Wir können euch nur ermuntern, euch nicht entmutigen zu lassen und weiterzumachen in eurem Widerstand! (DW)

01    GHB: Bremer könnten Bremerhavener Arbeiter ersetzen

Die Krise beim Gesamthafenbetriebsverein (GHB) in der Stadt Bremen bedroht auch die Kollegen in Bremerhaven. Kommt es zu Entlassungen, müssen womöglich sogar Seestadt-Kollegen ihren Arbeitsplatz räumen, um Platz für Hafenarbeiter aus Bremen zu machen. Mehr:
http://nord24.de/bremerhaven/ghb-angst-vor-dem-rausschmiss-im-hafen

Die Auseinandersetzung bei Atos geht in die nächste Runde
02    Richtigstellung: Keine Kürzung des Gehalts, aber auch keine eigentliche Tariferhöhung
Unter "Durchbruch bei Atos" hatten wir behauptet: "...  Um ihre Arbeitsplätze und die gesamte Beschäftigung bei Atos weiter abzusichern, arbeiten die Beschäftigten im Gegenzug ab September 1,9 Prozent weniger, das Entgelt wird entsprechend gekürzt."
Richtig ist: Die Tariferhöhung i.H.v. 3,4% für 2015 wird am 01.09.2016 nachgeholt. Davon werden 1,5% in Geld bezahlt und 1,9% in Zeit, also in bezahlter Freizeit. Bei einer 5-Tage-Woche sind das 4,5 Tage bezahlte Freizeit im Jahr. Für 2016 sind es (anteilig) 1,5 Tage. Es gibt keine Kürzung des Gehalts.
Am 01.11. steigen die Tabellenwerte um 2,8%, aber nur die Tabellenwerte, es gibt keine eigentliche Tariferhöhung. Davon profitieren nur Leute, die innerhalb einer Entgeltgruppe bis knapp über  115% liegen. Diese werden auf die neuen Tabellenwerte angehoben. Dies sind ca. 20% der Beschäftigten.
Wir danken für den Hinweis und verweisen auf die nun vorhandene Pressemitteilung der IG Metall: Warnstreiks und Einsatz zeigen Wirkung: Im Tarifstreit mit Atos gibt es eine erste Einigung
https://www.igmetall.de/it-dienstleister-atos-warnstreiks-erzwingen-tariferfolg-22596.htm


03    Klinikum Augsburg: Outsourcing durch Basiswiderstand verhindert
"Wenn von Kliniken gesprochen wird, denken viele sofort an Ärztinnen und Ärzte, Krankenschwestern und Pfleger. Doch genauso wichtig sind die Beschäftigten in der Küche, in der Reinigung, Versorgung und Hauswirtschaft. Diese Servicebereiche stehen bei vielen Kliniken immer dann ganz oben auf der Liste, wenn gespart werden soll. Mehr:
http://publik.verdi.de/2016/ausgabe-05/gewerkschaft/gewerkschaft/seite-6/A1


04    U-Bahnhof Steilshoop ist 2026 fertig (U 5)! Versprochen! Von der SPD

http://www.jungewelt.de/2016/07-22/034.php
Anmerkung:

Die Jüngeren unter uns werden dann sagen: Daß wir das noch erleben dürfen! Und die Jüngeren von damals, die 1970 nach Steilshoop zogen und versprochen bekamen (von wem? Von der SPD), daß der Baubeginn der U-Bahn-Linie unmittelbar bevorsteht – werden es vielleicht nicht mehr erleben. Es hat sich eben alles etwas verzögert, z.B. durch den Bau der Elbphilharmonie. (DW)

 
05    Amtsgericht Görlitz: Geldstrafe für Blockade am Tagebaugleis
Nach fast zwei Monaten in Untersuchungshaft ist ein Teilnehmer der Aktion »Ende Gelände« vom Amtsgericht Görlitz zu einer Geldstrafe in Höhe von 1560 Euro verurteilt worden. Der 28-jährige Österreicher hatte sich gemeinsam mit drei anderen Klimaaktivisten an der Blockade eines Gleises beteiligt, das vom Tagebau Nochten in das Kraftwerk Schwarze Pumpe führt. Mehr:
https://www.neues-deutschland.de/artikel/1019368.geldstrafe-fuer-blockade-am-tagebaugleis.html


06    Die tiefe Krise der abhängigen Arbeit

Von Werner Rügemer
"Es geht uns allen gut", so die Dauerbotschaft der deutschen Bundes­kanzlerin. So gnadenlos schlicht kann man die tiefste Krise der Arbeit beschönigen, die die Bundesrepublik Deutschland je hatte: Die Erpressungssituation von Millionen Arbeitslosen, Mindest­löhnern, Werkvertraglern, "Aufstockern", unfreiwillig Teilzeit­arbeitenden und Leiharbeitern, Mehrfachjobbern, Ein-Euro-Jobbern, befristet Beschäftigten, aus Not arbeitenden Rentnern und Rentne­rinnen und der vielen, die sich täglich ein paar Nahrungsmittel bei den eintausend mildtätigen Tafeln in Deutschland abholen müssen. Mehr:

http://publik.verdi.de/2016/ausgabe-05/gesellschaft/meinung/seite-15/A1

07    Wider den verklärten Blick auf Digitalisierungsprozesse und Computernutzung

Interview mit Werner Seppmann (5 Seiten)
Wie sieht es mit dem Einfluß der Computertechnologien in der Arbeitswelt
aus? In den oberen Etagen der Gewerkschaften ist ja davon die Rede, dass eine zunehmende Digitalisierung zwar Gefahren mit sich brächte, aber den Beschäftigten sich auch neue Chancenhorizonte eröffnet hätten...
Besonders auffällig ist, dass die Gewerkschaften dort, wo sie hätten Flagge zeigen müssen, sehr schnell sich angeblichen „Sachzwängen“ unterworfen haben.
Mehr:

http://www.labournet.de/wp-content/uploads/2016/07/seppmann_pad.pdf


08    CETA stoppen ist Pflicht

Was der DGB übersieht: Im Freihandelsabkommen zwischen EU und Kanada stehen arbeitsrechtliche Kernelemente zur Disposition
Von Werner Rügemer

http://www.jungewelt.de/2016/07-23/040.php


09    Abstieg der Jungen

Der Generation von morgen droht die Verarmung, warnt »McKinsey«. Die Berater müssen es wissen: Sie haben den Niedergang mit zu verantworten.
https://www.jungewelt.de/2016/07-25/020.php

Eine Bestätigung für den „Abstieg der Jungen“ -  von Kapitalseite:

Auf dem Weg ins Prekariat?
Arbeit: kein Garant für Bildungs- und Aufstiegschancen.
Bildungs- und Aufstiegschancen sinken.
Wirtschaft ist kein Reparaturbetrieb für Elternhaus, Schule, Uni.
Mehr:
https://www.haufe.de/personal/hr-management/kolumne-personalentwicklung-auf-dem-weg-ins-prekariat_80_358080.html


Buchempfehlung

10    Profitables Sanktionsregime. Buch von Franziska Reif und Tobias Prüwer
Durch Hartz IV wurde ein riesiger Niedriglohnsektor errichtet. Über Entstehungsgeschichte und Auswirkungen der »Arbeitsmarktreform«

https://www.jungewelt.de/2016/07-25/054.php

Anmerkung:

Die Sozialdemokraten haben für Hartz-IV die Quittung bekommen: Halbierung der Wählerstimmen, Halbierung der Mitgliederzahl (Umfragen zur Zeit 19 Prozent), aber die Grünen noch nicht. Zitat vom damaligen Kanzler Schröder auf dem Weltwirtschaftsforum 2005 in Davos: „Wir haben einen der bestern Niedriglohnsektoren aufgebaut, den es in Europa gibt“. Schon 2004 verabreichte ein politisch sehr bewußter und vorausschauender arbeitsloser Lehrer Schröder eine Ohrfeige mit dem Kommentar: „Meine Tat ist unanständig, basta, aber nicht ungerecht!“ (DW)


11    Neues Weißbuch Bundeswehr

Zehn Jahre nach Veröffentlichung des letzten sogenannten Weißbuches hat die Bundesregierung am Mittwoch in Berlin ihre aktuellen Leitlinien zur Militärpolitik vorgelegt. Auch Einsätze im Inneren vorgesehen. Mehr:
http://www.jungewelt.de/2016/07-14/001.php?sstr=wei%C3%9Fbuch%7Cbundeswehr
Anmerkung:
Hier werden die Herrschenden viel deutlicher als im Weißbuch vor 10 Jahren! Es ist ein Mix der Darstellung ihrer Strategie und wieviel sie davon der Öffentlichkeit zumuten können. (DW)

Deutschlands globaler Horizont (I): "Weißbuch zur Sicherheitspolitik und zur Zukunft der Bundeswehr"
"Im neuen "Weißbuch zur Sicherheitspolitik und zur Zukunft der Bundeswehr" formuliert die Bundesregierung offiziell ihren Anspruch auf eine führende Rolle in der Weltpolitik.“
http://www.german-foreign-policy.com/de/fulltext/59411

Deutschlands globaler Horizont (II): Bundeswehr-Weißbuch

Das neue Bundeswehr-Weißbuch fordert Maßnahmen zur Vorbereitung der deutschen Gesellschaft auf erwartete Gegenschläge gegen deutsche Auslandsinterventionen. Mehr:
http://www.german-foreign-policy.com/de/fulltext/59412


Buchempfehlung!

12    Bernd Langer: Antifa-Politik hieß das Gebot der Stunde!
Im Münsteraner Unrast-Verlag erscheint in diesen Tagen von Langer der Band »Kunst und Kampf«, in dem der Autor seine Erfahrungen als Künstler und politischer Aktivist nachzeichnet. Wir veröffentlichen daraus vorab Auszüge, in denen Langer die Zeit bei der 2004 aufgelösten Autonomen Antifa [M] beschreibt.
http://www.jungewelt.de/2016/07-25/049.php


13     FRANKREICH

Valls drückt Gesetz durch

Frankreichs Regierung setzt neues Arbeitsrecht mitten in der Ferienzeit in Kraft
Von Hansgeorg Hermann, Paris

Erklärung der CGT: »Die Regierung hat gegenüber der Bevölkerung jeden Kredit verspielt und die Werte der Republik erschüttert. Rendezvous am 15. September, berufsübergreifender Aktionstag!«
http://www.jungewelt.de/2016/07-23/008.php

Loi Travail treibt Franzosen auf die Straße

Interview mit Christian Mahieux vom französischen Gewerkschaftsverband SUD– Solidaires
https://hamburg.verdi.de/publikationen/publik/++co++bb296346-4d05-11e6-9a3e-525400ed87ba
 

SPENDET FÜR DEN KLASSENKAMPF IN FRANKREICH!
Der Kollege Christian Mahieux, Paris (Gewerkschaft SUD) hat am 20.6. auf einer Veranstaltung von verdi, Fachbereich 08 und DIDF im Besenbinderhof über die Klassenkämpfe in Frankreich berichtet.
Auf Anforderung schickt er uns das Soli-Konto von SUD. Die Streikenden brauchen das Geld, weil es in Frankreich für die Streiktage von niemandem Geld gibt!

JEDER VON UNS GESPENDETE BETRAG KANN ALSO DIE STREIKS DER FRANZÖSISCHEN KOLLEGINNEN VERLÄNGERN!
Und in diesem Beitrag nochmal das Unterstützungskonto der französischen Gewerkschaft SUD:

http://www.labournet.de/?p=101251

14    TERMINE:

+++   Veranstaltung:

Konferenz «Erneuerung durch Streik III»: Gemeinsam gewinnen! Beteiligung organisieren, prekäre Beschäftigung überwinden, Durchsetzungsfähigkeit stärken
Wo: Goethe Universität Frankfurt am Main Campus Bockenheim, Grüneburgplatz 1, 60323 Frankfurt am Main (Hessen)
Beginn: 30. September 2016 16:30 Uhr
Ende: 2. Oktober 2016 14:00 Uhr
Veranstalter: Rosa-Luxemburg-Stiftung zusammen mit zahlreichen regionalen Gewerkschaftsgliederungen sowie der ver.di-Jugend. Ziel der Konferenz ist, haupt- und ehrenamtliche Gewerkschaftsaktive und WissenschaftlerInnen zusammenzubringen, Erfahrungen aus der Gewerkschaftsarbeit auszuwerten, voneinander zu lernen und über innovative Strategien, Konfliktformen und Beteiligungsmöglichkeiten zu diskutieren.
Das Programm umfasst diesmal über 100 ReferentInnen, 26 Arbeitsgruppen, 5 Themenseminare, 4 Praxisseminare, 2 Podiumsdiskussionen sowie Austausch- und Vernetzungstreffen für verschiedene Branchen. Siehe das Programm und weitere Informationen auf der RLS-Sonderseite zur Konferenz.

RLS-Sonderseite zur Konferenz: http://www.rosalux.de/event/55617

Dossier beim LabourNet: http://www.labournet.de/?p=28336


+++   Erinnern an die Altona Vier

Am 31.07. um 15 Uhr erinnern wir wie jedes Jahr im Hof hiner dem Amtsgericht Altona an die Altona Vier, an Bruno Tesch und August Lütgens, an Karl Wolff und Walter Möller,
die als erste Opfer der faschistischen Justiz am 1.August 1933 aufgrund des Antifaschistischen Widerstands beim Altonaer Blutsonntag hingerichtet wurden. In diesem Jahr wollen wir den Faden des Rundgangs zum 8.Mai aufgreifen und das "Altonaer Gängeviertel" zum Thema machen, und wie dessen Widerstand nicht durch Abriss sondern den Prozess und die Hinrichtungen gebrochen werden sollte.


+++   Erinnerung:
EINLADUNG ZUM 143. JOUR FIXE. STADTTEILRUNDGANG IN DULSBERG.
Am Mittwoch, 3. August pktl. ab 18 Uhr 30. Treffpunkt: Ausgang S-Bahn Friedrichsberg.
Rundgang mit Peter Techel
Dulsberg: Vom Barmbeker Acker- und Wiesengrund an der Grenze Preußens,
- hin zum Wohn- und Industrieviertel mit sozialen Problemen

http://www.labournet.de/events/106/dulsberg-vom-barmbeker-acker-und-wiesengrund-an-der-grenze-preussens-hin-zum-wohn-und-industrieviertel-mit-sozialen-problemen/


15    BLITZLICHT INS PROLETARIAT


Jobs im Mindestlohnbereich
In Deuschland gibt es 2.921.000 Jobs mit Mindestlohn oder darunter.
Davon Frauen: 1.714.000 und Männer: 1.207.000
Quelle: verdi news vom 23.7.16

In Deutschland gibt es 43.482.000 Erwerbstätige und 31.330.000 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte.
Quelle: Statistisches Bundesamt





Erstellt: 22.07.2016 10:02 | Letzte Änderung: 22.07.2016 10:02

JFI 47-16 ++ DGB-Kampagne gegen Fertigmacher ++ Besser dran ohne Tarifvertrag? ++ Gescheiterter Putsch und die Folgen + + Samstag Demo gegen Diktatur in Türkei




-------- Weitergeleitete Nachricht --------




Aus labournews vom 21.7.16:

00    Reicht eine (vorübergehende) DGB-Kampagne, um Union Busting wirksam zu bekämpfen?

[DGB] Stop Union Busting

So lautet eine neue Kampagnenseite der DGB Rechtsschutz GmbH
https://www.stopunionbusting.de/

Siehe dazu den Kommentar von Dieter Wegner:

Reicht eine DGB-Kampagne gegen Union Busting?

"... Die Frage ist jedoch: Wie ist Fertigmachen (Union Busting) politisch einzuordnen? Warum wenden sich Kapitalfraktionen ab von der Einhaltung der Sozialpartnerschaft? Alle Reaktionen müssen Ausdruck einer Gegenstrategie sein, das Verstehen und die Einordnung des Angriffs

beinhalten. Die Kampagne hat nur eine politische Wirkung, wenn sie nicht nur vorübergehend ist, sondern der beginnende Widerstand gegen Fertigmacher/Union Busting. (...) Die Einführung der Mitbestimmung war also ein Kompromiß, die Kapitalisten wollten Schlimmeres für sie verhindern. (...) Daß heute Kapitalfraktionen sich von der Mitbestimmung verabschieden wollen, zeigt das heutige Kräfteverhältnis zwischen Arbeiterklasse und Kapital...." Mehr:
Kommentar von Dieter Wegner (aktiv bei Jour Fixe Gewerkschaftslinke) vom 20.7.2016 im Volltext im Beitrag
http://www.labournet.de/?p=101403

Infos zu Viktor Agartz:
http://www.trend.infopartisan.net/trd0102/t020102.html

Siehe auch den Artikel von Dieter Wegner vom April 2016:

Gegen Fertigmacher hilft nur Klassenkampf
http://www.labournet.de/?p=96411

Der - ergänzende - Kommentar des LabourNet Germany ist kurz und bündig:

Als es noch "nur" gegen linke, oppositionelle GewerkschafterInnen ging, haben die DGB-Gewerkschaften kräftig mitgemacht! Siehe unsere umfangreiche Dokumentation im LabourNet-Archiv in den Rubriken:

Innergewerkschaftliche Demokratie

http://archiv.labournet.de/diskussion/gewerkschaft/gewdem/index.html

Ausschlußverfahren aus deutschen Gewerkschaften

http://archiv.labournet.de/diskussion/gewerkschaft/gewdem/ausschluss.html


01   Amazon ist überall

Der Mensch als grenzenlos verwertbare Ressource

Der Widerstand gegen das Prinzip und die Vision Amazon muss weitergehen
Stell dir vor, europaweit finden Streiks in den großen Distributionszentren von Amazon statt. Die Zufahrtswege werden blockiert, LKWs kommen weder auf das Gelände noch können sie dieses wieder verlassen. Auf einem Banner steht: »Wir sind keine Roboter!« Solidarische Kund_innen verstärken die Auswirkungen der Streiks noch dadurch, dass sie an diesen Tagen vermehrt Bestellungen ab- und wieder zurückschicken und den Paketen solidarische Botschaften an die Belegschaft beilegen. Das verursacht nicht nur ein Bestellvolumen, das nicht bewältigt werden kann, sondern auch Kosten, die Amazon tragen muss. Mehr:
http://www.akweb.de/ak_s/ak617/22.htm


02   Banker im Klassenraum

(Und nicht nur Banker sondern auch Amazon und hier nicht genannt: Die Bertelsmann-Stiftung!)
Fast alle großen Unternehmen und Wirtschaftsverbände stellen kostenloses Lehrmaterial zur Verfügung. Viele veranstalten Schulwettbewerbe oder übernehmen den Unterricht gleich ganz. Zwar gilt in Schulen Werbeverbot, doch die Schuletats sind knapp - und die Angebote verlockend. Mehr:
http://publik.verdi.de/2016/ausgabe-05/gesellschaft/gesellschaft/seite-9/A0


03   Liebe Kolleginnen und Kollegen.

Anbei zwei Veranstaltungshinweise mit direktem Bezug zur Zeitarbeit:
Norddeutsche Arbeitsrechtstage in Travemünde, 13.09. - 15.09.2016, mit einem Beitrag im Fachforum 1 - "Den Missbrauch von Werkverträgen und Leiharbeit verhindern", Prof. Dr. Christiane Brors (Prof. für Bürgerliches Recht und Arbeitsrecht, Universit